Noah Bendix-Balgley

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Noah Bendix-Balgley (* 1984 in North Carolina) ist ein amerikanischer Geiger. Er ist derzeit einer der drei 1. Konzertmeister der Berliner Philharmoniker.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Noah Bendix-Balgley begann mit dem Geigenspiel im Alter von vier Jahren. Mit neun Jahren spielte er für Yehudi Menuhin in der Schweiz. Bendix-Balgley studierte Musik an der Crowden School in Berkeley, Kalifornien[1] und später an der Indiana University Jacobs School of Music[2] sowie der Hochschule für Musik und Theater München unter Mauricio Fuks, Christoph Poppen und Ana Chumachenco. Noah Bendix-Balgley spielte eine 1732 Bergonzi welche zuvor schon im Besitz von Nigel Kennedy und Margot MacGibbon war.[3]

Bendix-Balgley hat bei einer Reihe von Wettbewerben Preise gewonnen, unter anderem einen Dritten – sowie Sonderpreis für Kreativität – bei der Long-Thibaud International Competition 2008, und Finalteilnehmer des 2009 Concours Musical Reine Elisabeth. 2011 gewann er den ersten Preis des Concours International de Musique Vibrarte in Paris, und beim 14. Concorso Internazionale Violinistico „Andrea Postacchini“ in Fermo, Italien den Sonderpreis für die beste Bachinterpretation.

Als Solist hat Bendix-Balgley mit Orchestern auf der ganzen Welt musiziert, so zum Beispiel dem Pittsburgh Symphony Orchestra, dem Orchestre Philharmonique de Radio France, dem Orchestre National de Belgique, I Pomeriggi Musicali of Milan, dem Orchestre Royal Chambre de Wallonie (Belgien), und der Erie Philharmonic. Von 2011 bis 2014 war er der Konzertmeister des Pittsburgh Symphony Orchestra.[4] 2014 wurde er zum Konzertmeister der Berliner Philharmoniker berufen.[5]

Als Kammermusiker hat Bendix-Balgley als erster Geiger beim Münchner Athlos Streichquartett von 2008 bis 2011 mitgewirkt. Das Quartett gewann einen Sonderpreis beim Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Wettbewerb 2009 in Berlin. Mit dem Miro String Quartet bestritt er 2011 eine Nordamerika-Tour. Er hat u. a. mit Musikern wie Gidon Kremer, Yuri Bashmet, Emanuel Ax und Lars Vogt und auf Festivals in Europa und Nordamerika gespielt. So z. B. dem Verbier Festival, dem Sarasota Festival, ChamberFest Cleveland, dem Nevada Chamber Music Festival sowie bei Chamber Music Connects the World der Kronberg Academy.

Neben klassischer Musik hat Noah Bendix-Balgley eine Vorliebe für Klezmer. Er konnte Möglichkeiten, Klezmer zu unterrichten, schon auf der ganzen Welt wahrnehmen und spielt in seiner Freizeit mit Gruppen wie Brave Old World.[6]

Seit 2013 ist er als Artist Lecturer im Fach Streichquartett Mitglied der Fakultät der Carnegie Mellon School of Music.[7]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Violinist Noah Bendix-Balgley goes back to Crowden School. In: SFGate.
  2. IU Jacobs School of Music alumnus Noah Bendix-Balgley named Berlin concertmaster : Jacobs School of Music. In: indiana.edu.
  3. Violinist Noah Bendix-Balgley purchases 1732 Bergonzi once owned by Nigel Kennedy. In: The Strad.
  4. Pittsburgh Symphony Orchestra names new concertmaster. In: Pittsburgh Symphony Orchestra Blogs.
  5. Noah Bendix-Balgley, 1st Concertmaster. In: berliner-philharmoniker.de.
  6. The Jewish Chronicle - PSO’s new concertmaster feels strong Jewish inspiration. In: thejewishchronicle.net.
  7. Carnegie Mellon University: Press Release: Pittsburgh Symphony Orchestra Concertmaster Noah Bendix-Balgley Joins Carnegie Mellon School of Music Faculty. In: cmu.edu.