Nobody ist der Größte

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Filmdaten
Deutscher Titel Nobody ist der Größte
Originaltitel Un genio, due compari, un pollo
Produktionsland Italien, Frankreich, Deutschland
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1975
Länge 120 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Damiano Damiani
Sergio Leone
Drehbuch Damiano Damiani
Ernesto Gastaldi
Fulvio Morsella
Produktion Claudio Mancini
Fulvio Morsella
Rafran C. Rialto
Sergio Leone
Musik Ennio Morricone
Kamera Giuseppe Ruzzolini
Schnitt Nino Baragli
Besetzung

Nobody ist der Größte (Originaltitel: Un genio, due compari, un pollo, wörtlich: „Ein Genie, zwei Freunde, ein Idiot“) ist ein Italowestern mit Terence Hill, den Damiano Damiani zusammen mit Sergio Leone 1975 inszenierte. Deutschsprachiger Kinostart war am 16. Dezember 1975.

Inhalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Helden der Handlung sind der Revolverheld Nobody, sein Kumpan „Lokomotive“ Bill und dessen Freundin Lucy. Major Cabot, der Kommandant des örtlichen Forts, ist als Indianerfeind bekannt. Besonders „Lokomotive“, der aber seine eigene Indianerabstammung vor Nobody abstreitet, würde am liebsten mit einer eigenen Miliz den Indianern Gerechtigkeit verschaffen.

Eine angesetzte Untersuchung durch Colonel Pembroke findet nicht statt, da dieser vorab ermordet wird. Daraufhin schlüpft „Lokomotive“ in die Rolle des toten Colonels, Lucy gibt sich als dessen Tochter Clementine aus. So wollen sie die vom Major unterschlagenen 300.000 $ Entwicklungshilfe, die für die Indianer gedacht waren, aus dem Fort stehlen. Eingeweiht sind zudem Nobody und ein lokaler Outlaw namens Jacky Roll.

Der Plan schlägt allerdings fehl – dies wird dem Zuschauer jedenfalls suggeriert – und die beiden landen in der Arrestzelle, verraten von Jacky Roll.

Als ein mit Goldstaub bepuderter Nobody dem Major von einer Goldmine auf Indianergebiet erzählt und der Indianerhäuptling nur mit berühmten Colonel Pembroke verhandeln will, zwingt Cabot „Lokomotive“, als Colonel Pembroke für ihn das Land mit der Mine zu kaufen. Die Indianer erhalten als Tauschobjekt fruchtbares Land.

Nach dem Geschäft wird deutlich, dass die Goldmine nie existierte und die Indianer nun wertvolles Land vom Major geschenkt bekommen haben. Durch eine weitere List gelingt es Nobody, mit dem Geld zu entkommen, verfolgt von Lucy, Lokomotive und dem Major. Mithilfe von Eisenbahnmitarbeitern täuscht Nobody dem Major vor, dass alle drei bei einer Bergsprengung umkommen und das Geld verloren ist.

Erst am Ende eröffnet Nobody dem immer noch ahnungslosen Lokomotive, dass ihr Plan ihnen nicht nur das Geld, sondern auch den Indianern fruchtbares Land gebracht hat. Eingeweiht waren nicht nur die Indianerfreunde Nobody und Jacky Roll, sondern auch die Eisenbahnmitarbeiter und der Indianerhäuptling – der sich als Lokomotives Großvater entpuppt. Zu guter Letzt überlässt Nobody Lokomotive das gesamte Geld, der nun mit Lucy und Indianern in westlichen Kleidern als Miliz „in Amerika aufräumen will“.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Eine kaum durch Handlung zusammengehaltene Aneinanderreihung meist grotesker Situationen im Comic-Stil; Fortsetzungsfilm zur erfolgreichen Westernkomödie ‚Mein Name ist Nobody‘.“

Lexikon des internationalen Films[1]

Bemerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anders als es u. a. der deutsche und der dänische Titel suggerieren, handelt es sich bei „Nobody ist der Größte“ um keine direkte Fortsetzung von „Mein Name ist Nobody“, sondern um eine Art Prequel, in der Leone die Handlung in die Zeit der Indianerkriege verlegt und dem Charakter des „Nobody“ hier den Namen „Joe Thanks“ gibt. Ähnlich dem „ersten“ Film wird der Name der Figur für eine Reihe von Wortspielen benutzt, was allerdings durch die deutsche Synchronfassung verloren geht. So ist „Nobody ist der Größte“ zwar inhaltlich ein eigenständiger Film, knüpft jedoch in seiner Konzeption an „Mein Name ist Nobody“ an.

Der Film erschien 2005 als in Bild und Ton komplett restaurierte Fassung zusammen mit „Mein Name ist Nobody“ auf DVD. Im Vergleich zur 1975 erschienenen Kinofassung wurde u. a. die Bordell-Szene inklusive aller Folgeszenen wieder eingefügt; jedoch fehlt auf der DVD-Version die Schlusssequenz, in der man einen Adler am Himmel fliegen sieht, die Rückfahrt von den sich verabschiedenden Lokomotive und Lucy sowie eine finale Einstellung Nobodys, der sich vor der Präriekulisse den Hut ins Gesicht zieht und sich an den Felsen lehnt.[2]

Das Filmlied „Glory, glory, glory“ wird von Catherine Howe gesungen.

Hintergrund und Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Im Büro des Majors hängen neben der Tür, zusammen mit anderen Flaggen, die Flagge der DDR und der EU.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Nobody ist der Größte im Lexikon des internationalen Films
  2. Schnittberichte.com Vergleich zwischen Kinofassung und DVD-Version mit Screenshots.