Noce (Trentino)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Noce
deutsch: Nonsbach
Der Noce bei Mezzolombardo

Der Noce bei Mezzolombardo

Daten
Lage Italien
Flusssystem Etsch
Abfluss über Etsch → Adria
Quelle am Corno dei Tre Signori
Mündung bei Zambana in die EtschKoordinaten: 46° 8′ 49″ N, 11° 4′ 33″ O
46° 8′ 49″ N, 11° 4′ 33″ O
Länge 105 km
Einzugsgebiet 1619,26 km²[1]
Abfluss
AEo: 1619,26 km²
MQ
Mq
46 m³/s
28,4 l/(s km²)

Der Noce (deutsch Nonsbach oder Ulz) ist ein Fluss im norditalienischen Trentino. Er entspringt am 3360 m s.l.m. hohen Corno dei Tre Signori in der Nähe des Gaviapasses im Nationalpark Stilfser Joch und ist 105 km lang.

Zunächst durchfließt der Noce das Pejo-Tal, wo er nach wenigen Kilometern im Lago Pian Palù gestaut wird, danach gelangt er ins Sulztal, wo er in Fucine die Vermigliana aufnimmt, die vom Tonalepass kommend die Schmelzwasser der Presanella-Gletscher einsammelt. Auf der rechten Seite kommt vom Passo Campo Carlo Magno bei Dimaro der Meledrio-Bach dazu und aus dem Rabbi-Tal fließt zwischen Malè und Terzolas der Rabbies ein. Der Barnès-Bach aus dem Bresimo-Tal bildet dann in der Schlucht von Mostizzolo die Grenze zwischen Sulztal und Nonstal. Bedingt durch die Gletschervorkommen in diesem großen Einzugsgebiet führt der Fluss im Sommer viel Wasser.

Der Noce nimmt in der Schlucht von Mostizzolo den Rio Pescara von Proveis und Rumo entgegen und speist bei Cles den Lago di Santa Giustina. Der größte Nebenarm ist die vom Gampenpass kommende Novella, die bei Wasserhochstand fjordartig in den Lago di Santa Giustina mündet. Kleinere Zuflüsse auf der rechten Seite sind die Tresenga aus dem Tovel-Tal, der Lovernatico und kurz vor der Rocchetta der Rio Sporeggio. Auf der linken Seite sind es der Rio San Romedio, die Pongaiola und der Rinascico, die in den Kalkschichten des Mendelkammes besonders tiefe Schluchten gegraben haben. Nach dem Austritt aus der Rocchetta durchfließt er die Rotaliana-Ebene und mündet schließlich bei Zambana in die Etsch. Vor der Flussregulierung im 19. Jh. mündete der Noce noch weiter nördlich bei St. Michael an der Etsch (San Michele all’Adige) in die Etsch.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Noce – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. 2014 Ministero dell'Ambiente: Geoportale Nazionale, Fachdienst Bacini hidrografici principale, 2014 (abgerufen am 29. Juni 2015)