Non soli cedit

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Detail am Neuen Palais
Auch ein Motto des Ersten Weltkrieges

Non soli cedit, auch bekannt als Nec soli cedit ist eine lateinische Phrase mit der wörtlichen Übersetzung: „Nicht (einmal) der Sonne weicht er“. Es war das Motto von Friedrich Wilhelm I. gegen das Motto Ludwigs XIV.Nec pluribus impar“.

Entstehung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Friedrich Wilhelms Hof konnte mit dem Glanz des französischen Hofes nicht konkurrieren. Sein Vater Friedrich I. hatte bereits mit aufwendigen Schlossbauten, Festen und Zeremonien (allein die Krönung verschlang mehr als das Doppelte eines normalen Jahresetats) die Staatskasse ruiniert. Daher wollte er seinen Verzicht auf höfische Prachtentfaltung nicht als Aufgabe seines Anspruches auf europäische Geltung verstanden wissen. Vielmehr sollten die neuen preußischen Tugenden das Gemeinwesen bald über das französische Vorbild erheben. Das Motto wurde daher allen Regimentsfahnen aufgestickt. Als Wappen wurde ein Adler dargestellt, der sich zur Sonne emporschwingt. Sein frankophiler Nachfolger Friedrich II. änderte das Motto in: Pro Gloria et Patria. Jedoch nach dem Siebenjährigen Krieg, in dem Frankreich auch auf Seiten seiner Feinde gekämpft hatte, ließ er das alte Motto wieder auf dem Giebel des neu errichteten Neuen Palais in Potsdam anbringen. „Non soli cedit“ meint daher den Aufstieg ohne verschwenderischen Glanz und wird heute noch im Wappen der Familien von Geusau/Geisau in Deutschland und Österreich geführt.

Das Motto „Nec soli cedit“ ist auch auf preußischen Münzen (Reichstaler, Doppeldukat, Dukat, 1/2 Dukat und 1/4 Dukat) zu finden, die 1713 in Magdeburg geprägt wurden. Auch in der preußischen Residenzstadt Königsberg wurden im Jahre 1713 Dukaten mit dem Nec soli cedit-Motto geprägt.[1]

Musikstück[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Non soli cedit ist auch ein Marsch nach dem Komponisten Hermann Ludwig Blankenburg.

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gerhard Schön: Deutscher Münzkatalog 18. Jahrhundert, 1700 bis 1806. Battenberg-Verlag, Regenstauf, 4. Aufl. 2007, ISBN 978-3-86646-025-6.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]