Nora Illi

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Nora Illi (geboren am 3. April 1984 in Uster, Kanton Zürich) ist eine zum Islam konvertierte Schweizer Polygrafin und Vorstandsmitglied im Islamischen Zentralrat Schweiz.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Illi wurde in Uster[1] als Tochter eines deutschen Psychotherapeuten und einer Schweizer Sozialpädagogin geboren. Die Eltern liessen sich scheiden. Illi brach das Gymnasium ab und absolvierte eine Ausbildung zur Polygrafin.[1]

Illi liess sich auf eigenen Wunsch katholisch taufen. Als Jugendliche war sie in der Punkszene aktiv und konvertierte im Alter von 18 Jahren zum Islam. In der Öffentlichkeit trägt sie den Gesichtsschleier Niqab.[1] Sie leitet das „Departement für Frauenangelegenheiten“ beim Islamischen Zentralrat Schweiz (IZRS).[2] In dieser Funktion tritt sie auch in Fernsehsendungen auf.[3][4]

Illi ist verheiratet mit dem ebenfalls im IZRS tätigen Informatiker Qaasim Illi und hat fünf Kinder.[5]

Positionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Illi befürwortet die Polygynie, die Mehrehe, in der ein Mann mehrere Ehefrauen haben darf. Die allgemeine Polygamie, die für beide Geschlechter gelten kann, lehnt sie ab.[6] Im November 2016 kam es in der Talkshow Anne Will zu einem Eklat, als Zitate von ihr gezeigt wurden, die als Kriegspropaganda für die Terrormiliz Islamischer Staat gedeutet wurden.[3][4] Illi erhielt daraufhin mehrere Strafanzeigen; die Staatsanwaltschaft Hamburg stellte im Februar 2017 sämtliche Vorermittlungsverfahren ein.[7]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Katia Murmann: Hinter dem Schleier. In: Schweiz am Sonntag. 25. Juni 2011; abgerufen am 8. November 2016.
  2. Vorstand IZRS. izrs.ch; abgerufen am 8. November 2016.
  3. a b Marcel Gyr: Verschleierte Nora Illi bei «Anne Will»: Bundesanwaltschaft ist irritiert – Der Auftritt der verschleierten Nora Illi am Sonntagabend im öffentlichrechtlichen Fernsehen in Deutschland löst auch bei der schweizerischen Bundesanwaltschaft Irritationen aus, NZZ 8.11.16
  4. a b Reiner Stadler: Nora Illi bei «Anne Will»: Islamistischer Mummenschanz und mediale Helfer – Eine Schweizerin mit Burka enerviert die deutsche Medienarena. Sind Redaktionen nicht lernfähig?, NZZ 7.11.16
  5. Sibilla Bondolfi: Warum Islam? Drei Konvertitinnen erzählen. Swissinfo, 30. Juni 2016; abgerufen am 8. November 2016.
  6. Interview: Katia Murmann; Fotos: Remo Nägeli: Die Schweizerin Nora Illi (30) erklärt, warum ihr Mann gerne zwei oder mehr Frauen haben darf: «Polygamie hat viele Vorteile» - Blick. (blick.ch [abgerufen am 7. November 2016]).
  7. Vorermittlungen zu Nora-Illi-Auftritt bei Anne Will eingestellt. Münchner Merkur vom 9. Februar 2017