Norbert Barthle

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Norbert Barthle (2014)

Norbert Barthle (* 1. Februar 1952 in Schwäbisch Gmünd) ist ein deutscher Politiker (CDU). Er war von 1998 bis 2021 Mitglied des Deutschen Bundestages und von 2018 bis 2021 Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie davor von 2015 bis 2018 Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur 1972 leistete Barthle seinen Wehrdienst ab und begann anschließend ein Lehramtsstudium der Fächer Germanistik, Sportwissenschaften und Philosophie in Tübingen, welches er 1979 mit dem ersten und 1981 mit dem zweiten Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien beendete. Danach war Barthle als Lehrer für Deutsch und Sport am Parler-Gymnasium in Schwäbisch Gmünd tätig, bis er 1990 als Referent für Öffentlichkeitsarbeit in das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport des Landes Baden-Württemberg wechselte. Seit 1992 war er dort Pressesprecher und Leiter des Referats für Öffentlichkeitsarbeit.

Norbert Barthle ist katholisch, verheiratet und Vater von zwei Kindern.[1]

Partei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Barthle trat 1990 in die CDU ein. Von 2001 bis 2015 war er Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Ostalb.

Abgeordneter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1998 bis 2021 war er Mitglied des Deutschen Bundestages. Norbert Barthle zog stets als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Backnang – Schwäbisch Gmünd in den Bundestag.

Bei der Bundestagswahl 2009 erreichte er 44,7 %[2] der Erststimmen. Im 17. Deutschen Bundestag war er ordentliches Mitglied im Haushaltsausschuss und im Unterausschuss für Angelegenheiten der Europäischen Union.

Bei der Bundestagswahl 2013 erreichte er 55,4 %[3] der Erststimmen. Im 18. Deutschen Bundestag war er ordentliches Mitglied im Haushaltsausschuss, im Vertrauensgremium nach § 10a II BHO, im Sondergremium gemäß § 3 Absatz 3 des Stabilisierungsmechanismusgesetzes sowie im Bundesfinanzierungsgremium.

Von Februar 2015 bis März 2018 war er Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur. Von März 2018 bis Dezember 2021 war Barthle Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ernannt.[4][5] Im Bundesministerium war er auch der Beauftragte für Wirtschaft und Energie.

Von 2002 bis 2021 gehörte er dem Vorstand der CDU/CSU-Bundestagsfraktion an. Von 2009 bis 2015 war Norbert Barthle Vorsitzender der Arbeitsgruppe Haushalt der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und damit haushaltspolitischer Sprecher. Zudem war er stellv. Landesgruppenvorsitzender in der CDU-Landesgruppe Baden-Württemberg im Deutschen Bundestag.

Im Mai des Jahres 2018 wurde er außerdem als Nachfolger von Hans-Joachim Fuchtel Griechenland-Beauftragter von Bundeskanzlerin Angela Merkel.[6]

Im April 2021 sagte er dem SWR, er habe sich Markus Söder als Kanzlerkandidaten der Union gewünscht.[7]

Bei der Bundestagswahl 2021 kandidierte er nicht erneut.[8]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Norbert Barthle engagiert sich im Skisport. So ist er seit 1989 in die Führung des Deutschen Skiverbandes (DSV) gewählt. Zudem ist er seit 2003 Präsident im Deutschen Verband für das Skilehrwesen und Mitautor der Skilehrpläne. Seit April 2005 steht er auch dem Internationalen Verband der Schneesportinstruktoren (IVSI) vor.

Barthle ist seit dem 21. Juli 2009 Mitglied des Verwaltungsrates der Kreissparkasse Ostalb[9] sowie seit 2009 Mitglied im Verwaltungsrat der Kreditanstalt für Wiederaufbau. Außerdem ist Barthle Mitglied in der Europa-Union Deutschland, die sich für ein föderales Europa und für den europäischen Einigungsprozess einsetzt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Norbert Barthle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Webseite von Norbert Barthle
  2. Vorläufiges Ergebnis der Bundestagswahl 2009 (Memento vom 2. Oktober 2009 im Internet Archive)
  3. Endgültiges Ergebnis der Bundestagswahl 2013 (Memento vom 3. April 2015 im Internet Archive)
  4. Die Leitung des Ministeriums. Abgerufen am 14. März 2018.
  5. Biographie Barthle Deutscher Bundestag. Abgerufen am 28. März 2018.
  6. Stuttgarter Nachrichten, Stuttgart Germany: Griechen-Beauftragter Barthle: „Griechenland kommt über den Berg“. Abgerufen am 8. Juni 2020.
  7. S. W. R. Aktuell, S. W. R. Aktuell: Stimmen zur CDU-Kanzlerkandidatur aus Baden-Württemberg: "Karnevalsprinz Laschet aus Aachen". Abgerufen am 24. Mai 2021.
  8. Norbert Barthle tritt zur Bundestagswahl 2021 nicht mehr an
  9. Suche nach Kreissparkasse Ostalb: Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009. In: Elektronischer Bundesanzeiger. Abgerufen am 11. Januar 2012.