Norbert Burger (Köln)

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Norbert Burger (1983)
Norbert Burger (3. von links) im Februar 2012 zusammen mit Martin Schulz, Jürgen Roters und Walter Schulz
Empfang des Präsidenten des Europäischen Parlamentes Martin Schulz durch den Kölner Oberbürgermeister Jürgen Roters im Hansasaal des Kölner Rathauses.

Norbert Burger (* 24. November 1932 in Köln; † 16. Mai 2012[1][2] ebenda) war ein deutscher Politiker (SPD) und von 1980 bis 1999 Oberbürgermeister der Stadt Köln.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Norbert Burgers Vater, als Inhaber eines kleinen Baugeschäfts nicht sozialversichert, wurde 1937 durch drei Schlaganfälle zu einem Pflegefall und Insassen der Riehler Heimstätten. Norbert und seine fünf Jahre ältere Schwester durchzubringen, oblag nun allein der Mutter, die nach einiger Zeit eine Anstellung im Fürsorgeamt der Stadt Köln fand. 1953 legte Burger am Hansagymnasium Köln das Abitur ab und nahm das Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Köln auf. Nach dem zweiten Staatsexamen arbeitete er als Repetitor.

1963 trat er in den Dienst der Stadt Köln und war zunächst im Rechtsamt tätig. Bereits 1965 wurde er Leiter des Schulverwaltungsamtes und 1970 Sozialdezernent. 1973 wechselte er als stellvertretender Amtsleiter in das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung unter dem im Dezember 1972 zum Bundeskanzler wiedergewählten Willy Brandt.[3] Während der Kanzlerschaft Helmut Schmidts war er als Ministerialdirektor Leiter der Abteilung "Sektorale Entwicklungspolitik" im Entwicklungshilfeministerium.[4]

Politischer Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Norbert Burger stand zunächst der Partei von Gustav Heinemann, der Gesamtdeutschen Volkspartei, nahe. Nach deren Auflösung 1957 trat er, wie Heinemann und Johannes Rau, der SPD bei. Im Jahre 1975 wurde Norbert Burger Ratsherr in Köln, Mitglied des SPD-Fraktionsvorstandes und Vorsitzender des Sozialausschusses. 19 Jahre lang - von 1980 bis 1999 - war er Oberbürgermeister der Stadt Köln und damit der am längsten amtierende Kölner Oberbürgermeister im 20. Jahrhundert. Während seiner Amtszeit war er Ehrenmitglied in 115 Vereinen. Burger war aufgrund einer Änderung der nordrhein-westfälischen Kommunalverfassung im Jahr 1994 der letzte ehrenamtliche Oberbürgermeister, der vom Rat der Stadt Köln aus seiner Mitte und nicht von den wahlberechtigten Bürgern selbst gewählt wurde, sowie der letzte Oberbürgermeister, der nicht zugleich als Verwaltungschef die Funktionen des Oberstadtdirektors auf sich vereinigte. Sein Nachfolger wurde Harry Blum (CDU).

Abgeordneter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vom 30. Mai 1985 bis zum 1. Juni 2000 war Burger Mitglied des Landtags des Landes Nordrhein-Westfalen. Er wurde jeweils im Wahlkreis 020 Köln VIII direkt gewählt.

Privat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Burger wurde am 25. Mai 2012 auf dem Kölner Zentralfriedhof Melaten beigesetzt.[5]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Posthume Verleihung des Offizierskreuz des Verdienstordens der Republik Polen an Norbert Burger, entgegengenommen von seiner Witwe, 2015

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Carl Dietmar: Die Chronik Kölns. Dortmund 1991

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Norbert Burger – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Köln trauert um Norbert Burger Pressemitteilung Stadt Köln
  2. Kölner Ex-OB Norbert Burger ist tot express.de 16. Mai 2012
  3. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-Format Eduard Neumaier: Bonner Regierungssprecher: Eine Troika fürs Presseamt. In: zeit.de. 26. Januar 1973, abgerufen am 9. Dezember 2014.
  4.  Ab sechs zu Hause. In: Der Spiegel. Nr. 23, 1978 (online).
  5. Trauerfeierlichkeiten im Rathaus und im Dom, abgerufen am 26. Mai 2012
  6. Katowice. Honorowi Obywatele Miasta
  7. Pressemitteilung bei Uniprotokolle
  8. Auszeichnung für langjährigen Oberbürgermeister Burger. Radio Köln, abgerufen am 28. November 2015.