Norbert Gescher

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Norbert Gescher (* 14. Dezember 1938 in Berlin) ist ein deutscher Schauspieler, Rezitator und Synchronsprecher.

Bühne, Film und Fernsehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Sohn der Ringelnatz-Witwe Leonharda „Muschelkalk“ Ringelnatz-Gescher und des Homöopathen und Ringelnatz-Freundes Julius Gescher absolvierte zunächst eine klassische Schauspielausbildung und arbeitete als Theaterschauspieler an zahlreichen Bühnen, u. a. in Berlin.

Zu seinen raren Auftritten als Darsteller in Film und Fernsehen zählen die Familienserie Peter ist der Boss (mit Joachim Nottke und Edeltraut Elsner) und der Pilotfilm zur RTL-Actionserie Alarm für Cobra 11 – Die Autobahnpolizei.

Hörspiel und Synchronisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einem breiten Publikum ist Norbert Gescher vor allem durch seine einprägsame Stimme bekannt. Er wirkte bei zahlreichen Hörspiel- und Rundfunkproduktionen mit wie Jan Tenner, Professor van Dusen und Benjamin Blümchen.

Seit 1969 arbeitet er zudem umfangreich als Synchronsprecher und lieh in über 700 Film- und Fernsehproduktionen seine Stimme international bekannten Schauspielkollegen, unter anderem in über 30 Rollen Beau Bridges z.B. in die Die fabelhaften Baker Boys sowie in den Fernsehserien The Agency – Im Fadenkreuz der C.I.A., Stargate – Kommando SG-1 und My Name Is Earl, des Weiteren Richard Dreyfuss in über 30 Rollen, darunter z.B. Die Nacht hat viele Augen. Ferner synchronisierte er häufig den Komiker Steve Martin, z.B. in Housesitter – Lügen haben schöne Beine oder Der kleine Horrorladen, sowie den Schauspieler Charles Dance, unter anderem in Last Action Hero, außerdem synchronisierte er:

Jeff Goldblum

Leonard Nimoy

Filme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Serien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gescher und Ringelnatz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über seine Mutter kam Norbert Gescher mit dem literarischen Werk ihres ersten Ehemannes, des Dichters Joachim Ringelnatz, in Berührung, dessen literarisches Erbe er bis heute verwaltet.

Außerdem verwahrt er das bildkünstlerische Werk von Ringelnatz, der seit den 1920er Jahren als Kunstmaler eine große Anzahl von Ölgemälden, Aquarellen und Zeichnungen schuf, die als Leihgabe Geschers u. a. in der Galerie Nierendorf in Berlin ausgestellt wurden. Zudem veröffentlichte Gescher unter dem Titel Es wippt eine Lampe durch die Nacht einen Auswahlband mit Zeichnungen und Gedichten von Ringelnatz.[1]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Thomas Bräutigam: Stars und ihre deutschen Stimmen: Lexikon der Synchronsprecher. Schüren 2009, ISBN 3-894-72627-X, S. 104.