Norbert Kartmann

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Norbert Kartmann (2013)

Norbert Kartmann (* 16. Januar 1949 in Nieder-Weisel) ist ein deutscher Politiker (CDU). Er ist seit 2003 Präsident des Hessischen Landtages.

Leben und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Norbert Kartmann besuchte die Grundschule in Nieder-Weisel und die Weidigschule in Butzbach. Nach dem Abitur 1968 absolvierte er ein Studium der Fächer Evangelische Theologie und Physik für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen, das er 1973 mit dem ersten und nach Ableistung des Referendariats an der Singbergschule Wölfersheim 1975 mit dem zweiten Staatsexamen beendete. Anschließend war er bis 1982 Lehrer an der Otto-Hahn-Schule in Hanau und von 1983 bis 1987 an der Singbergschule Wölfersheim.

Kartmann, Sohn eines Landwirts aus Siebenbürgen und evangelischer Konfession, ist mit einer Grundschullehrerin verheiratet und hat drei Kinder.

Partei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1971 trat Kartmann der Jungen Union bei und war 1973–1986 Mitglied des Kreisvorstandes (1976–1978 auch Kreisvorsitzender). Seit 1970 ist er Mitglied der CDU und seit 1973 Mitglied des CDU-Vorstandes in Butzbach. Ab 1976 war er Mitglied, von 1990 bis 2005 Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Wetterau. Seit 2005 ist er dessen Ehrenvorsitzender. Kartmann war ab 1991 Mitglied und von 1996 bis 2007 Vorsitzender des CDU-Bezirksverbandes Mittelhessen und gehört seit 1999 dem Präsidium der CDU Hessen an. 1994–1998 war er Landesvorstandsmitglied. Seit dem 17. März 2012 ist er Landesvorsitzender der Senioren-Union Hessen.[1]

Kommunalpolitik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kartmann war von 1973 bis 1991 Mitglied der Stadtverordnetenversammlung (1977 bis 1991 als Fraktionsvorsitzender) und von 1991 bis 1993 ehrenamtlicher Stadtrat des Magistrats der Stadt Butzbach. 1993–2011 war er Ortsvorsteher in Nieder-Weisel und 1977–2006 Mitglied des Kreistages des Wetteraukreises, wo er 1985–1989 und 1993–1997 CDU-Fraktionsvorsitzender war.

Abgeordneter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kartmann gehörte von 1982 bis 1983 und gehört erneut seit 1987 dem Hessischen Landtag an. Er wurde seit 1987 direkt im Wahlkreis Wetterau I und bei den letzten Wahlen seit dem Neuzuschnitt der Wahlkreise 2008 im Wahlkreis Wetterau III gewählt. Im Landtag war er 1987–1991 Mitglied des kulturpolitischen und des Landwirtschaftsausschusses und 1991–1999 bildungspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion. 1995–1999 war er stellvertretender Vorsitzender und 1999–2003 Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion.

Seit dem 5. April 2003 ist Kartmann Präsident des Hessischen Landtages. In seine Amtszeit fiel die Sanierung des Landtagsgebäudes ab 2004. Seit 2010 gehört er dem Ausschuss der Regionen der Europäischen Union an.[2]

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jochen Lengemann: Das Hessen-Parlament 1946–1986. Biographisches Handbuch des Beratenden Landesausschusses, der Verfassungsberatenden Landesversammlung und des Hessischen Landtags (1.–11. Wahlperiode). Hrsg.: Präsident des Hessischen Landtags. Insel-Verlag, Frankfurt am Main 1986, ISBN 3-458-14330-0 (hessen.de [PDF; 12,4 MB]).
  • Jochen Lengemann: MdL Hessen. 1808–1996. Biographischer Index (= Politische und parlamentarische Geschichte des Landes Hessen. Bd. 14 = Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen. Bd. 48, 7). Elwert, Marburg 1996, ISBN 3-7708-1071-6, S. 206.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kartmann neuer Landesvorsitzender der Senioren-Union Hessen
  2. Liste der Mitglieder der deutschen Delegation im Ausschuss der Regionen (Memento vom 16. Juli 2011 im Internet Archive)
  3. hau: Bundesverdienstkreuz für Norbert Kartmann. In: Gießener Allgemeine. Nr. 133, 11. Juni 2012, S. 9.