Norbert Kunisch

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Norbert P. Kunisch (* 16. Dezember 1934 in Dortmund) ist ein deutscher Klassischer Archäologe.

Norbert Kunisch wuchs in Berlin auf und studierte an der Freien Universität Berlin, der Universität Athen sowie der Ludwig-Maximilians-Universität München unter anderem Klassische Archäologie, Kunstgeschichte und Klassische Philologie. Er wurde 1961 in München bei Ernst Homann-Wedeking mit einer Arbeit zum Thema Die stiertötende Nike. Typengeschichtliche und mythologische Untersuchungen promoviert. Unmittelbar nach der Promotion wurde Kunisch ständiger Grabungsassistent auf der deutschen Pergamon-Grabung. 1963 wechselte er auf die Position des Direktorialassistenten der Antikenabteilung der Staatliche MuseenPreußischer Kulturbesitz in Berlin. 1969 wurde er Assistent von Bernard Andreae an der Ruhr-Universität Bochum. Zunächst als Andreaes Assistent, ab 1979 selbstständig als Leiter der universitären Antikensammlung war Kunisch maßgeblich und federführend am Aufbau der Sammlung beteiligt. Gemeinsam mit Max Imdahl erarbeitete er ein Konzept, das es ermöglichte, antike und moderne Kunst in einem Museum zu präsentieren.[1] 1997 wurde er im Range eines Akademischen Rates pensioniert und zog nach England.[2] Der Bochumer Sammlung blieb er als Wissenschaftler verbunden und publizierte vor allem im Rahmen des Corpus Vasorum Antiquorum (CVA) mehrere Bücher zu den Antikensammlungen in Berlin und Bochum. Insbesondere um die griechische Keramik machte sich Kunisch verdient und publizierte neben den Bochumer CVA-Bänden und einem Band zur Berliner Sammlung Monografien zu Fischtellern, dem Vasenmaler Makron sowie zu Ornamenten auf geometrischen Vasen. Von der Ruhr-Universität wurde er für seine Leistungen um den Aufbau der Antikensammlung mit der Ehrenmedaille ausgezeichnet.[3] Er ist korrespondierendes Mitglied des Deutschen Archäologischen Instituts.

Schriften[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Belege[Bearbeiten]

  1. RUB ehrt verdienstvolle Persönlichkeiten.
  2. Pensionierung Dr. Norbert Kunisch.
  3. Ruhr-Universität Bochum - Ehrungen (Memento vom 26. Februar 2010 im Internet Archive).