Norbert Lüdecke

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Norbert Lüdecke (* 31. Januar 1959 in Düsseldorf) ist ein deutscher römisch-katholischer Theologe und Kirchenrechtler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lüdecke studierte von 1977 bis 1983 Katholische Theologie, Germanistik und Geschichte an der Universität Bonn, wo er 1989 mit einer kirchenrechtlichen Arbeit zum Dr. theol. promoviert wurde. Von 1986 bis 1991 studierte er Kanonisches Recht an der Universität Straßburg und schloss mit dem Lizenziat lic. iur. can. ab. Lüdecke war als Diözesanrichter tätig und wurde 1996 an der Universität Würzburg für Kirchenrecht habilitiert. Seit 1998 hat er den Lehrstuhl für Kirchenrecht an der Universität Bonn inne.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lüdecke vertritt zusammen mit Georg Bier die Position, der CIC/1983 sei der Interpretationsrahmen für das Zweite Vatikanische Konzil. "Ihr Ansatz wird im Ausland nicht rezipiert, im deutschen Sprachgebiet findet er unter den Kollegen auch kaum Anhänger bzw. wird explizit abgewiesen", stellte Myriam Wijlens fest.[1] Michael Böhnke urteilte: "Ekklesiologisch ist dieser der Alleinherrschaft des Papstes huldigende Rechtspositivismus, durch den nicht nur der Geist, sondern auch die verabschiedeten Texte des Konzils ausgehebelt werden können, einseitig, verkürzend und deshalb inakzeptabel."[2]

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Eheschließung als Bund. Genese und Exegese der Ehelehre der Konzilskonstitution „Gaudium et spes“ in kanonistischer Auswertung (= Forschungen zur Kirchenrechtswisssenschaft. Bd. 7). 2 Teile. Echter, Würzburg 1989 (Dissertation, Universität Bonn, 1988/89).
  • Die Grundnormen des katholischen Lehrrechts in den päpstlichen Gesetzbüchern und neueren Aeusserungen in päpstlicher Autorität (= Forschungen zur Kirchenrechtswissenschaft. Bd. 28). Echter, Würzburg 1997 (Habilitationsschrift, Universität Würzburg, 1995/96).
  • hrsg. mit Christoph Grabenwarter: Standpunkte im Kirchen- und Staatskirchenrecht. Ergebnisse eines interdisziplinären Seminars (= Forschungen zur Kirchenrechtswissenschaft. Bd. 33). Echter, Würzburg 2002.
  • mit Georg Bier: Das römisch-katholische Kirchenrecht. Eine Einführung. Kohlhammer, Stuttgart 2012.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. C. Böttigheimer (Hrsg.): Zweites Vatikanisches Konzil: Programmatik - Rezeption - Vision. Freiburg i. Br. 2014. S. 42.
  2. M. Böhnke: Kirche in der Glaubenskrise. Eine pneumatologische Skizze zur Ekklesiologie. Freiburg i. Br. 2013. S. 47.