Norbert Spinrath

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Norbert Spinrath (2014)
Video-Vorstellung (2014)

Norbert Spinrath (* 26. September 1957 in Rheydt) ist ein deutscher Gewerkschafter und Politiker (SPD). Er war von 1998 bis 2000 Bundesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei und von 2013 bis 2017[1] Bundestagsabgeordneter.

Beruflicher Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spinrath absolvierte die Grundschule und das Hugo-Junkers-Gymnasium in Rheydt, das er 1974 mit der mittleren Reife abschloss. Im Anschluss begann er seine Ausbildung zum mittleren Polizeivollzugsdienst beim Land Nordrhein-Westfalen (NRW). 1978 trat Spinrath in die Gewerkschaft der Polizei (GdP) ein.

Nach der Ausbildung war Spinrath im Streifendienst tätig, bevor er 1981 ein Studium an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung in Duisburg zur Qualifikation für den gehobenen Polizeidienst begann. Dieses schloss er 1984 als Diplom-Verwaltungswirt (FH) ab.

Von 1978 bis 2001 war Spinrath als Personalrat auf verschiedenen Ebenen tätig. 2001 bis Anfang 2005 schloss sich eine Tätigkeit bei der Landesvertretung NRW bei der Europäischen Union in Brüssel an, bevor er im März 2005 in das Innenministerium NRW wechselte.

Gewerkschaftliches und politisches Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab 1978 war Spinrath in verschiedenen Funktionen ehrenamtlich für die Gewerkschaft der Polizei tätig. Nach mehrjährigen Tätigkeiten als Pressesprecher, Kreisgruppen- und Bezirksverbandsvorsitzender in Mönchengladbach und Düsseldorf wurde Spinrath stellvertretender Landesvorsitzender in Nordrhein-Westfalen. Auf dem 21. Ordentlichen Bundeskongress 1998 in Bremen wurde er zum Nachfolger von Hermann Lutz im Amt des hauptamtlichen Bundesvorsitzenden gewählt. Daneben war Spinrath Vizepräsident der Union Internationale des Syndicats de Police (UISP), die zum 31. Oktober 2002 in die EuroCOP überführt wurde.

Spinrath ist seit 1988 Mitglied der SPD und seit 2005 stellvertretender Vorsitzender des Ortsvereins Geilenkirchen. Bei der Bundestagswahl 2005 trat er als Bundestagskandidat der SPD im Wahlkreis Heinsberg an. Spinrath erzielte bei der Wahl 37,3 Prozent. Er unterlag Leo Dautzenberg (CDU), der mit 51,4 Prozent[2] als Direktkandidat in den Bundestag einzog. Auch bei der Bundestagswahl 2009 errang Dautzenberg das Direktmandat. 2013 zog Spinrath schließlich über die Landesliste Nordrhein-Westfalen in den Bundestag ein. Im Januar 2014 wurde er zum Europapolitischen Sprecher seiner Fraktion gewählt, er ist außerdem Obmann der SPD im Europaausschuss des Deutschen Bundestags.[3]

Spinrath ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder.

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spinrath setzte sich bereits 1999 für ein Handy-Verbot beim Autofahren ein.[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Norbert Spinrath – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. German Bundestag - Members. In: German Bundestag. (bundestag.de [abgerufen am 2. Oktober 2017]).
  2. http://www.leo-dautzenberg.de/front_content.php?idcat=16@1@2Vorlage:Toter Link/www.leo-dautzenberg.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  3. Archivlink (Memento des Originals vom 12. März 2017 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bundestag.de
  4. Handy-Verbot beim Autofahren? (Memento des Originals vom 19. Januar 2005 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.sonntagsblatt.de