Norbert Zähringer

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Norbert Zähringer (* 4. Mai 1967 in Stuttgart) ist ein deutscher Schriftsteller.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zähringer wuchs in Wiesbaden auf. Nach einer Ausbildung zum Bankkaufmann studiert er Literatur- und Theaterwissenschaften. Er arbeitet als freier Autor u. a. für das Deutschlandradio Berlin. Mit seiner Familie lebt er in Berlin.

So[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf der Abbruchhalde einer alten Glühlampenfabrik im Osten Berlins wird von der VERBAG Bank (Vereinigte Banken AG) eine neue Zweigstelle eröffnet. Es handelt sich allerdings nur um einen Wellblech Container, den Cordt Gummer fortan als Zweigstellen-Chef leitet. Als sich seine einzige Mitarbeiterin krank meldet und seine Kunden ausbleiben gaukelt er den Vereinigten Banken ein florierendes Unternehmen vor, das ausschließlich auf Gummers Erfindung beruht. Als er kurz darauf von seinem Vermieter an die Luft gesetzt wird, zieht er gleich ganz in dem Container ein.

Die Charaktere bewegen sich an verschiedenen Orten, zu verschiedenen Zeiten unbemerkt aufeinander zu. Manchmal nur, um sich für einen Augenblick zu treffen, oder auch um zu verweilen. In dem fein gewebten Netz finden alle einen bestimmten Platz. Vom Zettelverteiler Hugo Stunz, der heruntergekommenen Prostituierten Iris Puh, der geheimnisvollen Valeska, die um die Welt treibt, bis zu dem etwas dümmlichen Einbrecher Willy Bein.

Norbert Zähringer beschreibt deren Leben ungeschönt. Obwohl im Stile eines Abenteuerromans erzählt, nutzt Zähringer ebenso Montage- und Collagetechniken, um das Tempo den einzelnen Episoden anzupassen. Große Teile des Romans wirken ob der nicht näher erläuterten Zeitsprünge zerrissen, doch im Detail hat der Stil-Mix durchaus Charme.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kurzgeschichte: Lenin. In: Lauter Niemand. Berliner Literaturzeitschrift, 1996
  • Auszug aus dem Roman So: Timing. In: Sprache im technischen Zeitalter. 1998
  • Erzählung: Berlin Roman. In: Ulrich Janetzki und Jürgen J. Becker (Hrsg.): Die Stadt nach der Mauer. Ullstein, München 1998
  • Kriminalgeschichte: Selbstmord, Trakl. In: Anne Enderlein und Cornelie Kister (Hrsg.): Die Leiche hing am Tannenbaum. Ullstein, München 1999
  • Kurzgeschichte: Ararat. In: Anne Enderlein und Cornelie Kister (Hrsg.): Eisige Zeiten. Aufbau, Berlin 2000

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1997 Teilnahme an der Autorenwerkstatt Prosa des Literarischen Colloquiums Berlin
  • 2002 Arbeitsstipendien des Berliner Senats (1999) und des Deutschen Literaturfonds Darmstadt
  • 2002 Einladung in die Villa Aurora, Pacific Palisades / Los Angeles
  • 2004 Arbeitsstipendium der Stiftung Kulturfonds
  • 2015 Stipendium des Berliner Senats
  • 2016 Robert-Gernhardt-Preis für sein Romanprojekt Wo wir waren
  • 2016/2017 Werkstipendium des Deutschen Literaturfonds

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]