Nord bei Nordwest – Der Ring

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Episode der Reihe Nord bei Nordwest
TitelDer Ring
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Produktions-
unternehmen
Triple Pictures GmbH
Länge 90 Minuten
Einordnung Episode 16 (Liste)
Erstausstrahlung 13. Januar 2022 auf Das Erste
Stab
Regie Markus Imboden
Drehbuch Niels Holle
Produktion Claudia Schröder
Musik Stefan Hansen
Kamera Michael Wiesweg
Schnitt Marco Baumhof
Besetzung
Chronologie

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Nord bei Nordwest – Der Andy von nebenan

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Nord bei Nordwest – Wilde Hunde

Nord bei Nordwest – Der Ring ist ein deutscher Fernsehfilm von Markus Imboden aus dem Jahr 2022. Es handelt sich um die 16. Folge (17. Fall) der ARD-Kriminalfilmreihe Nord bei Nordwest, mit Hinnerk Schönemann, Jana Klinge (5. Folge / 6. Fall) und Marleen Lohse in den Hauptrollen. Der Film entstand nach einem Drehbuch von Niels Holle und wurde am 13. Januar 2022 im Rahmen der Reihe Der Donnerstags-Krimi im Ersten erstmals im TV ausgestrahlt.[1]

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hannah trifft zufällig den Polizisten Jost Striesow aus Kiel, was sie dazu veranlasst, ihren Ex-Kollegen Lasse Huppertz anzurufen, mit dem sie vor einiger Zeit eine Affäre hatte. Dabei kommt heraus, dass Striesow von einem Kieler Drogenring Schmiergeld angenommen hat und auf der Flucht ist. Ebenso soll er ein Mädchen entführt haben, das vor Gericht eine Aussage machen sollte. Hauke und Hannah machen sich auf die Suche und werden dabei von Huppertz und seiner Kollegin Nina Wegendorf unterstützt. Als das Mädchen sich befreien kann und bei Jules krankem Vater, Dirk Christiansen, Schutz sucht, überschlagen sich die Ereignisse.[2]

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film wurde vom 18. Mai bis zum 16. Juni 2021 in Schleswig-Holstein sowie in und um Hamburg gedreht.[3]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Fazit: ‚Beste Krimikost, mit einem Augenzwinkern serviert‘.
Im beschaulichen Schwanitz geht’s mal wieder hoch her. Im unterhaltsamen Mix aus Krimi, schrägem Humor und Situationskomik wird Hannah diesmal von ihrer Vergangenheit eingeholt. Ihr alter Partner und Ex-Freund aus Kieler Tagen taucht auf und sorgt bei ihr für Verwirrung. Doch Hauke bleibt in dem undurchsichtigen Fall skeptisch – und so wird das Vertrauen zwischen den Schwanitzer Kollegen auf eine harte Probe gestellt.“

Redaktion von tvspielfilm.de: tvspielfilm.de[4]

„Autor Niels Holle gibt in ‚Der Ring‘ anfangs weniger preis als in seiner [vorherigen] Episode: Wer der Maulwurf ist, bleibt länger offen. Als dann auch noch die kleine Zeugin ausreißt, ausgerechnet bei Jules Vater (köstlich: Jens Weisser) unterkommt und sich eine Killerin […], die aussieht wie Mutti von nebenan, an die Fersen des Mädchens heftet, wird es deutlich ungemütlicher und spannend. Nach dem Höhepunkt mit kurzem Schusswechsel (kurz, weil hier keine Profikiller am Werk sind) scheint alles gut zu sein. Die Uhr aber sagt einem: Das ist die Ruhe vor dem letzten Sturm. Ein Abschiedskuss von Hannah & Lasse am Strand. Ohne konkreter werden zu können: Der Grund, weshalb die Polizistin und ihr Ex ihre Beziehung nicht wieder aufnehmen, korrespondiert mit dem Krimi-Schlussakkord, der wenig später folgt. […]
[Die Episode] ‚Der Ring‘ setzt ansonsten stärker auf Spannung und Genre-Muster, bekommt aber durch die trockene Art von Jules Vater, der kaum laufen, sich aber mit etwas Glück einer Killerin erwehren kann, einen komischen Kontrapunkt. Und am Ende ist sein Notrufarmband auch noch zu etwas gut (kein Zeichen, kein Motiv ist zufällig!).“

„Zuletzt ging es bei Nord bei Nordwest, zum Leidwesen von Krimifans, oft eher um die Figuren als den Fall, den sie zu lösen haben. Das klappte bei dem Weihnachtsspecial Ho Ho Ho! noch ganz ordentlich, da einige emotionale Szenen dabei waren und das Rätsel um den erschossenen Weihnachtsmann zumindest mehrere Möglichkeiten zuließ. Der Andy von nebenan enttäuschte hingegen. Was geschehen war, wurde früh verraten. Die zwischenmenschlichen Szenen frustrierten, weil auch Jahre später niemand mit seinen Gefühlen klarkommt. Irgendwie schien das alles nichts mehr zu werden. Mit Der Ring geht es nun jedoch auf einmal deutlich voran. Tatsächlich ist der 16. Fall der ARD-Krimireihe sogar der beste Teil seit Langem, wenn die verschiedenen Elemente, die bei diesen Filmen dazugehören, wieder besser ineinandergreifen.
Das ist auch deshalb überraschend, weil das Drehbuch erneut von Niels Holle stammt, der die meisten der letzten Geschichten geschrieben hat. Wobei man ehrlich sagen muss, dass der Fall an sich jetzt auch nicht sonderlich komplex ist. Eine wichtige Zeugin muss beschützt werden bis zur Aussage beim Prozess, während gleichzeitig die Gegenseite alles dafür tut, um an die besagte Zeugin zu kommen. Ein solches Szenario hat es oft genug gegeben. Nord bei Nordwest: Der Ring unterscheidet sich da nicht wesentlich von den vielen B-Movies im Actiongenre, bei denen ein knallharter Held allein gegen eine Übermacht antritt. Es ist nicht einmal so, dass die Wendungen, die Holle in seinen Film gepackt hat, tatsächlich überraschend sind. Die meisten Sachen kann man dann doch vorhersehen.
Und doch ist Nord bei Nordwest: Der Ring wieder deutlich unterhaltsamer geworden. Ein schöner Einfall ist, dass Wagner und Jacobs recht früh vermuten, in der Polizei könnte ein Maulwurf sein, was zu jeder Menge Paranoia führt. Außerdem mag Jacobs das gar nicht, wenn ein Ex-Freund plötzlich auftaucht. Der Fremde ist dadurch gleich eine doppelte Bedrohung, auch wenn das – wie immer – nicht wirklich thematisiert wird. Spaß macht es aber trotzdem, wie in dem Polizei-Quartett immer wieder ein Konflikt schwelt, man sich gegenseitig alles Mögliche an den Kopf wirft. In dem Zusammenhang fällt auch positiv auf, dass die oft nur irgendwie mitgeschleppte Wagner diesmal tatsächlich etwas zu tun bekommt und sehr viel stärker integriert wurde.
Leider bedeutet das im Gegenzug, dass Jule Christiansen etwas aufs Abstellgleis geschoben wird. Sie darf sich um irgendwelches Geflügel kümmern, wird sonst aber kaum involviert. Da stimmt die Balance also immer noch nicht so recht. Wenn überhaupt ist es ihr Vater Dirk, der dieses Mal nach zuvor noch recht sporadischen Auftritten stärker in den Mittelpunkt rückt und sich als wertvolle Ergänzung herausstellt. Aber auch die Episodenfiguren bzw. die sie spielenden Leute tragen dazu bei, dass Nord bei Nordwest: Der Ring recht unterhaltsam geworden ist. Trotz der Mängel, die der Krimi ohne Zweifel hat, zeigt der neueste Fall der Nordlichter, dass man mit ihnen schon noch rechnen darf.
[Zusammengefasst:] Nach zahlreichen enttäuschenden Teilen ist ‚Nord bei Nordwest: Der Ring‘ endlich mal wieder ein unterhaltsamer Film der Krimireihe geworden. Das liegt vor allem an den Figuren und den zahlreichen Konflikten. Die Geschichte um ein Mädchen, das Zeugin bei einem wichtigen Prozess ist und von Verbrechern gesucht wird, funktioniert, lässt aber Überraschungen vermissen. (7 von 10)“

Oliver Armknecht: film-rezensionen.de[6]

Einschaltquote[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Erstausstrahlung von Nord bei Nordwest – Der Ring wurde in Deutschland am 13. Januar 2022 von 8,88 Millionen Zuschauern gesehen und erreichte somit einen Marktanteil von 21,3 % für Das Erste.[7]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Nord bei Nordwest – Der Ring. In: Degeto Film GmbH. Abgerufen am 3. Januar 2022 (deutsch).
  2. imfernsehen GmbH & Co KG: Nord bei Nordwest Folge 16: Der Ring. Abgerufen am 3. Januar 2022.
  3. Abgedreht: „Der Ring“. In: Degeto Film GmbH. Abgerufen am 3. Januar 2022 (deutsch).
  4. Nord bei Nordwest – Der Ring. In: TV Spielfilm. Abgerufen am 14. Januar 2022.
  5. Rainer Tittelbach: Reihe „Nord bei Nordwest – Staffel 2022“. In: tittelbach.tv. 13. Dezember 2021, abgerufen am 14. Januar 2022.
  6. Oliver Armknecht: Nord bei Nordwest: Der Ring. In: film-rezensionen.de. 12. Januar 2022, abgerufen am 14. Januar 2022.
  7. Fabian Riedner: Primetime-Check: Donnerstag, 13. Januar 2022. In: Quotenmeter.de. 14. Januar 2022, abgerufen am 14. Januar 2022.