Nordbayerischer Kurier

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Nordbayerischer Kurier
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Beschreibung Regionale Tageszeitung
Verlag Nordbayerischer Kurier GmbH & Co. Zeitungsverlag KG
Erstausgabe 1968
Erscheinungsweise werktäglich
Verkaufte Auflage
(IVW 4/2016, Mo–Sa)
32.755 Exemplare
Chefredakteur Christina Knorz (kommissarisch)
Herausgeber Laurent Fischer
Geschäftsführer Michael Rümmele
Weblink www.nordbayerischer-kurier.de

Der Nordbayerische Kurier ist eine Tageszeitung, die in Stadt und Landkreis Bayreuth erscheint. Sie erzielt mit mehreren Lokalausgaben eine verkaufte Auflage von 32.755 Exemplaren, ein Minus von 22,9 Prozent seit 1998.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gegründet wurde die Zeitung am 2. Januar 1968. Damals fusionierten das Bayreuther Tagblatt und die Fränkische Presse zum Nordbayerischen Kurier. Die Herausgeber sind Wolfgang Ellwanger und Laurent Fischer, deren Väter bereits an der Herstellung der Vorläuferzeitungen beteiligt waren. Am Verlag des Nordbayerischen Kuriers ist die Familie Ellwanger zu 37,5 Prozent beteiligt, 62,5 Prozent halten die Erben von Julius Steeger und Walter Fischer, die die Fränkische Presse 1945 als Lizenzzeitung gegründet hatten. Die Nordbayerischer Kurier GmbH & Co. Zeitungsverlag KG gehört zu 62,5 % der Druckhaus Bayreuth Verlagsgesellschaft mbH, an der mit 47,5 % die der SPD gehörende Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft mbH (DDVG) beteiligt ist.[2]

Anfang April 2016 teilte der Verlag mit, die Familie Ellwanger verkaufe ihren Anteil an die Druckhaus Bayreuth Verlagsgesellschaft mbH, die damit alleiniger Gesellschafter würde. Wegen des laufenden Kartellverfahrens äußerte sich Wolfgang Ellwanger, der zum 1. April 2016 als Verleger und Mitherausgeber ausschied, hierzu zunächst nicht.[3] Am 23. Juni 2016 teilte der Nordbayerische Kurier in eigener Sache mit, vorbehaltlich der Genehmigung durch das Bundeskartellamt übernehme die Frankenpost die Anteile der DDVG. Damit hielte die Frankenpost künftig 65 Prozent der Anteile am Nordbayerischen Kurier, den Rest bliebe bei Laurent Fischer. Eine enge Zusammenarbeit der beiden Zeitungen sei vorgesehen.[4]

Vom 1. März 2011 bis Ende Januar 2016 war Joachim Braun Chefredakteur des Nordbayerischen Kuriers. Zum 1. Februar 2016 wechselte er zur Frankfurter Neuen Presse,[5] seine Nachfolgerin ist Christina Knorz.

Bezug überregionaler Inhalte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Mantelseiten bezog der Nordbayerische Kurier bis Ende 2012 vom Ring Nordbayerischer Tageszeitungen (RNT) mit Sitz in Bayreuth. Nach dem Verkauf des Obermain-Tagblatts in Lichtenfels, Mitgesellschafter des RNT, an die zur Mediengruppe Pressedruck (Augsburger Allgemeine) gehörende Main-Post Würzburg wurde der RNT komplett in die Kurier-Redaktion integriert. Seit 2009 gibt es einen Dienstleistungsvertrag mit der Main-Post. Der Nordbayerische Kurier hat Zugriff auf deren überregionales Material.[6]

Anzeigenblätter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Blickpunkt am Wochenende des Nordbayerischen Kuriers wird jeden Samstag an die so genannten Nichtleserhaushalte, die Haushalte, die den Nordbayerischen Kurier nicht abonniert haben, in einer Auflage von 47.000 verteilt.[7]

Mitte 2007 wurde die Neue Bayreuther Anzeigenblatt Verlags GmbH, die das Anzeigenblatt Bayreuther/Pegnitzer Anzeiger herausbrachte, vom Nordbayerischen Kurier übernommen. Nach einem Komplettrelaunch erscheint das Anzeigenblatt seit 15. Oktober 2008 unter dem Namen FZ Fränkische Zeitung in einer Auflage von rund 95.600 Exemplaren. Die mit dem Anzeigenblatt verbundene Verteilorganisation VSO – Verteil-Service-Oberfranken übernimmt neben der Verteilung der FZ Haushaltsdirektzustellungen an nahezu 700.000 Haushalte wöchentlich in ganz Oberfranken und der nördlichen Oberpfalz.

Von Oktober 2009 bis Dezember 2012 erschien die kostenlose Sonntagszeitung Sonntag in Franken, die von der Neuen Bayreuther Anzeigenblatt Verlags GmbH herausgegeben wurde. Sie wurde an alle erreichbaren Haushalte in Stadt und Landkreis Bayreuth, im Fichtelgebirge, in der Fränkischen Schweiz und im südlichen Landkreis Kulmbach in einer Auflage von 95.000 Exemplaren verteilt.

Weitere Aktivitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Mai 2003 gibt es die Kurier-Card – die Einkaufs-, Vorteils- und Clubkarte für Abonnenten des Nordbayerischen Kuriers. Mit dieser Karte bekommen die Abonnenten Rabatte beim lokalen Einzelhandel und Dienstleistern und genießen Vorteile bei verschiedensten Veranstaltungen und Events.[8]

Vor über 20 Jahren gründete der Nordbayerische Kurier das Hilfswerk Menschen in Not, das Ende 2007 in eine Stiftung umgewandelt wurde. Das Hilfswerk dient ausschließlich der Wohltätigkeit. Die Spenden kommen unverschuldet in Not geratenen Mitbürgern zugute, die in Bayreuth oder in einer Gemeinde des Landkreises leben.[9]

Auflage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Nordbayerische Kurier hat wie die meisten deutschen Tageszeitungen in den vergangenen Jahren an Auflage eingebüßt. Die verkaufte Auflage ist seit 1998 um 22,9 Prozent gesunken.[10] Sie beträgt gegenwärtig 32.755 Exemplare.[11] Das entspricht einem Rückgang von 9732 Stück. Der Anteil der Abonnements an der verkauften Auflage liegt bei 89,1 Prozent.

Entwicklung der verkauften Auflage[12]


Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. laut IVW, viertes Quartal 2016, Mo–Sa (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)
  2. Geschäftsbericht 2008 der Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft mbH
  3. Verleger verkauft Kurier-Anteile in: Nordbayerischer Kurier vom 2./3. April 2016, S. 13
  4. „Frankenpost“ übernimmt Mehrheit am Kurier in: Nordbayerischer Kurier vom 23. Juni 2016, S. 2
  5. Joachim Braun wird neuer Chefredakteur. In: kress. Abgerufen am 24. November 2015.
  6. Susanne Stracke-Neumann: Großer Verzicht für Belegschaft In: M – Menschen Machen Medien, Ausgabe 8/9 2009, S. 12
  7. Mediadaten des Nordbayerischen Kuriers
  8. Informationen des Verlags Nordbayerischen Kurier
  9. Kurier-Hilfswerk Menschen in Not
  10. laut IVW, (Details auf ivw.eu)
  11. laut IVW, viertes Quartal 2016, Mo–Sa (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)
  12. laut IVW, jeweils viertes Quartal (Details auf ivw.eu)