Norddeutscher Windhund-Rennverein

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Norddeutscher Windhund-Rennverein
(NWR)
Rechtsform eingetragener Verein
Gründung Februar 1946
Sitz Hamburg
Vorläufer Verein Norddeutscher Windhundfreunde
Zweck Rennwesen
Vorsitz Inken Ramelow (kommissarisch)
Website www.nwr-hamburg.de

Der Norddeutsche Windhund-Rennverein e. V. ist ein Verein, der Hunderennen veranstaltet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Geschichte des Norddeutschen Windhund-Rennvereins beginnt in der Nachkriegszeit. Sie ist verbunden mit der Ausrichtung des Deutschen Windhund-Derbys.

20. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Februar 1946 wurde in Hamburg der Verein Norddeutscher Windhundfreunde e. V. gegründet.

1948 richtete dieser auf einem Sportplatz in Altona sein erstes großes Rennen aus. Nicht Rasen oder Sand bildete den Boden, auf dem die Windhunde liefen, sondern verletzungsgefährlicher Grand. An dem Rennen nahmen Greyhounds, Whippets und Barsois teil.

Zwei Jahre später, 1950, erfolgte die Gründung der Windhund-Renngesellschaft mbH. Zweck der Gesellschaft war es auch, Windhundrennbahnen zu bauen und zu betreiben. In der Folge entstand die erste Rennbahn in Hamburg-Farmsen. Das Eröffnungsrennen fand dort am 21. Mai 1950 statt.

Im darauf folgenden Jahr, 1951, wurde der Verein Norddeutscher Windhundfreunde e. V. umbenannt in Norddeutscher Windhund-Rennverein e. V.

1954 führte dieser das erste Deutsche Windhund-Derby durch. Auch im 21. Jahrhundert ist der NWR Veranstalter des Derbys. Für das Derby gemeldet waren 1954 neben anderen Rassen Afghanische Windhunde; ein Novum in der Renngeschichte.

Seit 1992 ist der NWR korporatives Mitglied des Deutschen Windhundzucht- und Rennverbandes (DWZRV).

21. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rennen werden im 21. Jahrhundert nicht mehr in Farmsen, sondern am Höltigbaum gelaufen. Dort wurde im Jahr 2000 die 1995 demontierte Endlosanlage neu aufgebaut. Ein anderer Standort für die Rennbahn hatte gefunden werden müssen, weil der Pachtvertrag für das 1950 von der Stadt Hamburg ursprünglich für den Rennbetrieb zur Verfügung gestellte Gelände Ende des 20. Jahrhunderts gekündigt worden war.

Im Jahr 2010 erfolgte die Umbenennung der Rennbahn am Höltigbaum in Günther-Schultze-Windhundstadíon[1]. Günther Schultze gehörte zu den prägenden Persönlichkeiten der Vereinsgeschichte, u. a. war er Geschäftsführer der 1950 gegründeten Windhund-Renngesellschaft mbH.

Erstmals 2004 richtete der Verein ein Rennen für Nichtwindhunde aus. Diese Spaßrennen oder "Jederhundrennen", die immer am 1. Mai und 3. Oktober ausgerichtet werden, gehören seitdem zum Portfolio des NWR.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Das Günther-Schultze-Windhundstadion, abgerufen am 17. Juli 2016.