Nordische Megalitharchitektur

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Die nordische Megalitharchitektur entstand im Wesentlichen zwischen 3500 und 2800 v. Chr. Sie ist primär ein Produkt der Trichterbecherkultur (TBK). Unter anderem hat Ewald Schuldt in Mecklenburg-Vorpommern zwischen 1964 und 1974 über 100 Anlagen der verschiedenen Typen (Urdolmen, erweiterte Dolmen – auch Rechteckdolmen genannt –, Ganggrab, Großdolmen, Hünenbetten ohne Kammer und Steinkiste) ausgegraben. Daneben existieren Polygonaldolmen und beispielsweise die teilweise später entstandenen Typen Grabkisten, Steinhaufengräber und weitere marginale Anlagentypen (bootsförmigen Kammer von Bakenhus) bis hin zu Rösen. Diese spezifische deutsche Nomenklatur gilt nicht in Skandinavien, wo gröber in Dolmen (dän. Dysser, schwed. Döser), Ganggräber (schwed. Ganggrifter, dän. Jættestuen) und Steinkisten (dän. Hellekister, schwed. Hällkista) unterteilt wird. Am Rande finden sich in geringer Zahl Megalithanlagen anderen Typs (z.B. die Mitteldeutsche Kammer). Die Träger der TBK bauten nach Schätzungen fast 30.000 Hünengräber. Über 7.000 Großsteingräber sind in Dänemark bekannt, von denen etwa 2.800 erhalten sind (in Deutschland sind es etwa 900 von vermutlich 5600).

Eine der gängigen Theorien zur Anlagenherstellung

Kontext[Bearbeiten]

Neolithische Monumente sind Ausdruck der Kultur und Glaubenswelt neolithischer Gesellschaften. Ihre Entstehung und Funktion gelten als Kennzeichen der sozialen Entwicklung.[1] Schon früh vermutete man hinter den Megalithanlagen eine religiöse Bewegung (J. K. Wächter 1841, S. 9). Diese konnte sich, ähnlich wie das Christentum in nur 2000 Jahren, im Laufe von mehr als 8000 Jahren in verschiedene Sekten spalten (V. G. Childe 1947, S. 46). Die Ausprägung der Anlagen konnte dann regional bestimmt sein, war aber in erster Linie ressourcenabhägig. Baulich sind alle wesentliche Elemente zwar in der etwa 500 Jahren älteren bretonischen Megalithtradition vorweggenommen worden, aber es spricht nichts für eine direkte architektonische Beinflussung.

Bautrupptheorie[Bearbeiten]

Eine Erklärung für die unterschiedlichen Formen ist - neben der Grundvoraussetzung der Verfügbarkeit von Ressourcen und dem technischen Fortschritt - die von Ewald Schuldt und Friedrich Laux vertretene Bautrupptheorie. Nach Friedrich Laux stehen hinter diesem Verbreitungsbild unterschiedliche "Bautraditionen" und "Bauschulen"[2]. Aufgrund der technischen Ausführungen folgerte Ewald Schuldt bereits 1972, dass die Monumente unter „Anleitung eines Spezialisten oder von Spezialistengruppen“ ausgeführt wurden.[3] Ein Beleg dafür ist z.B. Sk 49 Dolmen von Skabersjö sn RAÄ 3 ein Dolmen in Schonen mit einer für Polen typischen, für Skandinavien völlig untypischen, dreieckigen Einfassung.

Daneben gab und gibt es regionalistische Betrachtungsweisen, die eine selbständige Entwicklung des Megalithbaues in den europäischen Räumen annehmen, wobei das eine das andere nicht ausschließt.

Nordische Megalitharchitektur und andere artifizielle Lösungen der Periode

Elemente[Bearbeiten]

E. Schuldt unterteilte die Architekturelemente in:

Kammeraufbau[Bearbeiten]

Schematischer Aufbau: Schema Ganggrab (Querschnitt) 1 = Trag-, 2 = Deckstein, 3 = Erdhügel, 4 = Dichtung, 5 = Verkeilsteine, 6 = Zugang, 7 = Schwellenstein. 8 = Bodenplatten, 9 = Unterbodendepots, 10 = Zwischenmauerwerk 11 = Randsteine
Überlieger
Größenmuster der Typen
Einfassungsvarianten

Ein wesentlicher Unterschied im Kammeraufbau besteht zwischen den Anlagen, deren Decksteine ausschließlich in Dreipunkt-Auflage, und jenen Anlagen, deren Decksteine auch oder mehrheitlich in Jochkonstruktion (Zweipunktauflage) aufgelegt wurden. Die für den Wand- und Deckenbau ausgewählten Findlinge hatten neben der entsprechenden Größe mindestens eine relativ flache Seite. Mitunter wurde sie durch Spalten eines Steines, vermutlich durch Sprengen mittels Erhitzen und Abschrecken, umgeformt. An den Schmalseiten von Großdolmen wurden statt der Findlinge auch Platten aus Rotsandstein für den Wand- oder Zwischenwandaufbau benutzt, der im Übrigen die Lücken zwischen den Tragsteinen von Kammer und Gang oder zwischen den Randsteinen der Einfassung auffüllt.

Den nur wenig in den Untergrund eingetieften Tragsteinen der Phase nach den Urdolmen wurden durch Standplatten und Verkeilsteine der nötige Halt verschafft. Durch eine leichte Neigung nach innen und eine äußere Stampflehm- oder Steinpackung wurden Tragsteine von Jochanlagen statisch gesichert, während die Tragsteine von Anlagen mit dreipunktaufgelegten Decksteinen senkrecht stehen.

Höhenausbau[Bearbeiten]

Die Höhe der von E. Schuldt in Mecklenburg-Vorpommern ausgegrabenen 100 Anlagen lag zwischen 0,8 und 1,8 m, wobei beide Grenzwerte selten sind. In Dänemark haben einige Anlagen einen mehrschichtigen (zumeist zweischichtigen) Wandaufbau. Der Rævehøj von Dalby auf der dänischen Insel Seeland zeigt einen drei- bis vierschichtigen Wandaufbau, wodurch die Kammerhöhe der ansonsten eher unter 1,75 Meter hohen Kammern in Dänemark auf über 2,5 Meter anwächst. In einer der Anlagen von Neu Gaarz und Lancken-Granitz Mecklenburg ist der Wandaufbau partiell zweischichtig. In Liepen (Mecklenburg) und an einigen anderen Plätzen ist er im Bereich der etwa 0,5 Meter vorstehende „Überlieger“ mehrschichtig. Überlieger heißen auch die größeren Blöcke die zu oberst auf dem Zwischenmauerwerk liegen. Partiell mehrschichtig ist auch der Wandaufbau eines Urdolmens von Neu-Gaarz, wobei der „Unterlieger“ jedoch nicht die Höhe beeinflusst.

Die verarbeiteten Decksteine haben selten ein Gewicht von mehr als 20 Tonnen (t), dagegen sind im übrigen Megalithgebiet im Einzelfall Gewichte von über 100 t (Browneshill-Dolmen im County Carlow in Irland) vertreten. Der Grundriss der Kammern ist selten quadratisch, sondern eher oval, polygonal, rechteckig (auch gebaucht), rauten- oder trapezförmig.

Zwischenmauerwerk[Bearbeiten]

Hauptartikel: Zwischenmauerwerk

Während die Wandsteine vieler kleinerer Anlagen eng aneinander stehen, können die mit Zwischenmauerwerk (in Schweden „Dichtung“ genannt) gefüllten Lücken zwischen den Tragsteinen bei Großdolmen und Ganggräbern sogar über einen Meter breit sein. Auf Seeland zeigt die Kammer eines Ganggrabes auf „Dysselodden“ (westlich von Ubby) das genaue Gegenteil. Hier wurden übermannshohe Tragsteine so genau aneinandergepasst, dass man kein Blatt Papier in die Fugen bekommt.

Zugänge[Bearbeiten]

Hauptartikel: Zugang zu Megalithanlagen

Dielen, Unterdielenbereich[Bearbeiten]

Dielen sind für alle Kammern obligatorisch, die meist durch den Schwellenstein vom im Normalfall ungepflasterten Gang getrennt sind. Die Vorkammern der Großdolmen blieben zumeist ohne Dielung. In einigen Fällen wurden Gänge mit Dielen ausgestattet. In diesen Fällen wurde der ursprüngliche Kammerraum mittels eines zweiten, weiter zum Zugang hin liegenden Schwellensteins erweitert.

Die Grabsohlen sind in den meisten Kammern als ebene und horizontale Flächen angelegt. Eine mit Sorgfalt hergerichtete ebene und horizontale Grabsohle wurde bei einer der Megalithanlagen von Brügge beobachtet. Der Dolmen lag auf leicht abfallendem Gelände. Um ein ebenes Niveau zu erhalten, war die Grabsohle der südöstlichen Seite etwa 0,3 m in den anstehenden Boden eingetieft, auf der nordwestlichen Seite dagegen nur etwa 0,17 m. Die Grabsohle des Dolmen von St. Michaelisdonn war zwischen 0,6 und 0,8 m eingetieft. In Langwedel und Noer-Lindhöft war das Kammerpflaster zwar eben aber nicht horizontal angelegt. In beiden Kammern fiel die Grabsohle vom Zugang zur gegenüberliegenden Seite hin ab. Im Dolmen von Alt Duvenstedt ist die Grabsohle im Westteil der Kammer auf einer Breite von 0,6 m, etwa 5-8 cm höher als im Ostteil.

Das Dielenmaterial[Bearbeiten]

Das Dielenmaterial ist lokal sehr verschieden, besteht aber oft aus einem sorgsam verlegten Pflaster, über das ein Lehmestrich gezogen wurde. Neben Rotsandstein als Grus und Platten kamen gelegentlich auch geglühter Feuerstein, Flintgrus, reiner Lehm, Rollsteine sowie Gneis- und Schieferplatten zum Einsatz. Auch Lagen aus Gefäßscherben und Kombinationen aus mehreren dieser Materialien kommen vor. Die Stärke der Dielung schwankt zwischen drei und zehn cm. Einmalig ist eine Dielung in Sassen (Mecklenburg), wo dünne Rotsandsteinplatten senkrecht gestellt verlegt und nicht mit Lehmestrich versehen waren. Der Dieleneinbau bildete offenbar den Abschluss der Baumaßnahme. Es gibt auch Anlagen deren Dielen aus verschiedenen Materialien bestehen. Welche Bedeutung die Dielen hatten, zeigt die Tatsache, dass sie von den Nachnutzern entweder entfernt und erneuert oder mittels einer höher gelegenen Diele überdeckt wurden (erweiterter Dolmen von Serrahn - Spr.-Nr. 384). Dielen wurden besonders in Mecklenburg-Vorpommern und Schweden in Quartiere unterteilt.

Quartiere bzw. Sektionen[Bearbeiten]

Siehe auch: Quartiere

Ausfeuerung[Bearbeiten]

Nach Ansicht von E. Schuldt wurden die Kammern im Kontext von Ausräumungen grundlegend gesäubert und in ihnen Feuer entfacht. Singuläre Brand- und Versengungsspuren an den Gebeinen zeigen aber an, dass Feuer auch während der sukzessiven Belegung und nicht nur in Kombination mit Konsekration oder Ausräumung brannten. 17 der 106 von Schuldt untersuchten Anlagen hatten rot geglühte Dielen.

Hügel und Einfassung (Hünenbett)[Bearbeiten]

Länge der Hünenbetten Schleswig-Holsteins
Typischer Dolmen im Rundhügel (Tustruper Gräberfeld)

Die neolithischen Hügel über den Megalithanlagen bestehen zumeist aus Erde. Das Material stammt stets aus der näheren Umgebung und war oft mit Steinen durchsetzt. „Rollsteinhügel“ sind Erdhügel, die als so genannter Steinmantel mit einer Schicht aus Rollsteinen bedeckt wurden. Eine solche Bedeckung konnte bei ca. 50 % der untersuchten Anlagen in Mecklenburg nachgewiesen werden, einige wenige (Serrahn (Kuchelmiß) und Wilsen) weisen noch die komplette Rollsteinschicht auf.

Im Landkreis Cuxhaven fanden sich vom Torf überwachsene Anlagen, die durch die Absenkung des Wasserspiegels zutage treten. Diese Megalithanlagen haben keine Überhügelung. Sie werden von einigen Forschern als Beleg dafür gewertet, dass nicht alle Anlagen überhügelt waren. Bei diesen Anlagen ist jedoch unklar, ob der Erdhügel nicht schon bald nach der Errichtung der Erosion zum Opfer gefallen ist[4].

Die langrechteckige Einfassung des Hügels aus mehr oder minder großen Randsteinen ist in der nordischen Megalitharchitektur verbreitet. Sie wird in Deutschland Hünenbett oder Langbett, (in den Niederlanden hunebed) genannt. Daneben gibt es runde, D-förmige (Lübeck-Blankensee, Gowens/Plön) ovale und doppeltovale, dreieckige (zumeist in Polen), vereinzelt unregelmäßige und trapezförmige Einfassungen, von denen in Mecklenburg-Vorpommern 17 (bei fünf verschiedenen Kammertypen) ausgegraben wurden. Daneben gibt es (vor allem in Dänemark) Rundhügel bzw. runde Einfassungen. Die Geometrie der Einfassung ist unabhängig vom Typ oder der Form der Kammer, die sie umgibt. Lediglich im Wötz ist eine Parallelität von trapezoiden Hünenbett und trapezoider Kammer die bemerkenswerte Ausnahme. Die Hünenbetten von Nieby und Philippstal sollen der Länge nach durch eine Steinreihe in zwei Hälften geteilt gewesen sein. In der Südhälfte von Nieby fand sich eine Kammer in Philippstal waren es zusammen drei Kammern die in beiden Hälften lagen.

Die in Hünenbetten liegenden Dolmen oder Ganggräber können rechteckig, trapezförmig oder eher oval sein. Sie können längs (zumeist bei Hünenbetten mit Urdolmen) oder quer (Querlieger, meist bei Anlagen mit Gängen) oder schräg (Z.B. Langdysser im Varnæs Tykke, Dolmen von Putlos, Urdolmen im Everstorfer Forst, Großsteingräber bei Lonvitz, Großsteingräber bei Lancken-Granitz, Megalithanlage von Ostenfeld) im Hügel liegen. Ein Beispiel sind auch die Hünenbetten von Grundoldendorf (Gemeinde Apensen, Kreis Stade). Es kommen auch mehrere Dolmen und Ganggräber innerhalb einer Einfassung vor (Ellested auf Fünen (5), Langdysse von Lønt, südlich des Haderslev Fjord (4), Waabs bei Eckernförde (3)). Es kommen auch unterschiedliche Anlagentypen im selben Hünenbett vor. In Idstedt wurde eine Kammer in einem ausgegangenen Rundhügel von 10 Meter Durchmesser nachgewiesen, der seinerseits Ausgangspunkt für die Erweiterung der Anlage zu einem Hünenbett war, das allerdings nur in Spuren nachzuweisen war.

Ausrichtung[Bearbeiten]

Bei der Orientierung der Hünnenbetten und der Kammern dominiert[5] in Mecklenburg-Vorpommern die nord-südliche mit 55 (etwa 40 %), vor der ost-westlichen mit 50 (etwa 36 %) Fällen. Nordwest-Südost und Nordost-Südwestausrichtungen sind mit jeweils 17 (je etwa 12 %) deutlich seltener.

Abmessungen[Bearbeiten]

Lindeskov auf Fünen, 168 Meter lang

Die Einfassungen können die eigentliche Anlage allseitig sehr eng umgeben oder z. B. als 168 Meter lange und 4–5 Meter breite Einfassung (Lindeskov auf Fünen) einen kleinen Urdolmen umgeben. Lindeskov ist das zweitlängste Hünenbett Dänemarks (nach dem Kardyb Dysse, zwischen Tastum und Kobberup mit 185 Metern). Diese außergewöhnlichen Längen kommen bereits bei den prämegalithischen Monumenten der Trichterbecherkultur vor. So ist die Anlage (No. 86) von Březno (dt. Briesen) im nordböhmischen Louny (dt. Laun) eine Anlage vom „Niedźwiedź-Typ“ (NTT), deren eines Ende unbestimmbar ist, mindestens 143,5 Meter lang. Das 40 x 25 Meter große Hünenbett Rokkestenen weist mit 800 m² umbauter Fläche eine ähnliche Größe auf wir die längere, aber schmalere Anlage von Lindeskov.

Zum Vergleich: Das längste erhaltene deutsche Hünenbett liegt im Sachsenwald in Schleswig-Holstein und misst 154 Meter.[6] Der Visbeker Bräutigam ist mit 104 Meter das längste Hünenbett Niedersachsens. In Polen ist die längste Einfassung eines kammerlosen Hünenbettes 130 Meter lang. Eine 125 Meter lange Einfassung ebenfalls für ein Hünenbett ohne Kammer ist die längste in Mecklenburg-Vorpommern. Nur 47 Meter hat die Einfassung von Steinfeld, die längste Einfassung in Sachsen-Anhalt. Westfälische Galeriegräber gehören aufgrund der Tatsache, dass sie auch von den Trägern der Trichterbecherkultur errichtet wurden, auch zur nordischen Megalitharchitektur und sind kürzer (maximal 35 Meter). Anlagen mit runden Einfassungen (Runddysse Opferstein, Poskær Stenhus oder Runddysse von Vielsted) sind kleiner und erreichen selten 20 Meter Durchmesser.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Ute Bartelt: RiesenWerk. Wieviel Arbeit macht ein Großsteingrab? in: Archäologie in Niedersachsen, 2007, S. 22–26
  • Deutsches Archäologisches Institut – Abteilung Madrid: Probleme der Megalithgräberforschung. Vorträge zum 100. Geburtstag von Vera Leisner. New York : de Gruyter Berlin u. a. 1990, ISBN 3-11-011966-8 (Madrider Forschungen 16).
  • Seweryn Rzepecki: The roots of megalitism in the TRB culture. Instytut Archeologii Uniwersytetu Łódźkiego Poznan 2011, ISBN 978-83-933586-1-8
  • Ewald Schuldt: Die mecklenburgischen Megalithgräber. Untersuchungen zu ihrer Architektur und Funktion. Deutscher Verlag der Wissenschaften, Berlin 1972 (Beiträge zur Ur- und Frühgeschichte der Bezirke Rostock, Schwerin und Neubrandenburg. 6, ISSN 0138-4279).
  • Ernst Sprockhoff: Atlas der Megalithgräber. 3 Teil. Rudolf Habelt Verlag, Bonn 1966–1975, ISBN 3-7749-1326-9.
  • Ernst Sprockhoff: Die nordische Megalithkultur. W. de Gruyter & Co., Berlin u. a. 1938 (Handbuch der Urgeschichte Deutschlands 3).
  • Märta Strömberg: Die Megalithgräber von Hagestad. Zur Problematik von Grabbauten und Grabriten. Habelt, Bonn 1971, ISBN 3-7749-0195-3 (Acta Archaeologica Lundensia. Series in 8°. No. 9).
  • Jürgen E. Walkowitz: Das Megalithsyndrom. Europäische Kultplätze der Steinzeit. Beier & Beran, Langenweißbach 2003, ISBN 3-930036-70-3 (Beiträge zur Ur- und Frühgeschichte Mitteleuropas. 36).
  • Bernd Zich: Vom Tumulus zum Langbett In: Archäologie in Deutschland 3 1999 S. 52

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. J. Müller In: Varia neolithica VI 2009 S. 15
  2. “Wenn man darüber hinaus auf engstem geographischen Raum Steinkammern antrifft, die übereinstimmende Bauelemente, z.B. gleichartig gefertigte Schwellensteine, aufweisen, ja zum Teil eine nahezu identische Größe haben, dann ist man geneigt an Bautrupps zu denken, die in den einzelnen Landschaften umherzogen und Aufträge ausführten. Zu ihrer Tätigkeit dürfte das Heranschaffen des ausgesuchten Baumaterials ebenso gehört haben wie die Bearbeitung der Findlinge selbst“. Und: Da der Bau derartiger Kammern mit den einwärts geneigten Wandsteinen gewisse Kenntnisse der Statik voraussetzt, kann man jeweils mit einem verantwortlichen Baumeister rechnen, dem die Leitung oblag
  3. „… ermöglichte die Feststellung, dass die Errichtung der Monumente unter Anleitung von Spezialisten oder von Spezialistengruppen erfolgte“. E. Schuldt 1972, Seite 106
  4. Wiechers-Weidner: Großsteingräber in Westfalen. 1985 S. 9
  5. Nach einer Aufstellung von E. Schuldt S. 70
  6. Oft wird ein Hünenbett in Albersdorf (Holstein) mit 160 Meter als das längste Deutschlands genannt. Dieser Irrtum beruht auf einer falschen Angabe in Ernst Sprockhoffs Atlas der Megalithgräber Deutschlands – Schleswig-Hostein. Das Hünenbett ist tatsächlich nur 60 Meter lang, und so auch in der Landesaufnahme als LA53 verzeichnet

Weblinks[Bearbeiten]