Nordrach

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Nordrach (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Nordrach
Nordrach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Nordrach hervorgehoben
48.3980555555568.08297Koordinaten: 48° 24′ N, 8° 5′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: Ortenaukreis
Höhe: 297 m ü. NHN
Fläche: 37,75 km²
Einwohner: 1920 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 51 Einwohner je km²
Postleitzahl: 77787
Vorwahl: 07838
Kfz-Kennzeichen: OG, BH, KEL, LR, WOL
Gemeindeschlüssel: 08 3 17 085
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Im Dorf 26
77787 Nordrach
Webpräsenz: www.nordrach.de
Bürgermeister: Carsten Erhardt (FDP)
Lage der Gemeinde Nordrach im Ortenaukreis
Ill (Elsass) Ill (Elsass) Frankreich Landkreis Rastatt Baden-Baden Landkreis Calw Landkreis Emmendingen Landkreis Freudenstadt Rheinau (Baden) Lauf (Baden) Sasbach Landkreis Rastatt Landkreis Rottweil Schwarzwald-Baar-Kreis Achern Achern Achern Appenweier Bad Peterstal-Griesbach Berghaupten Biberach (Baden) Durbach Ettenheim Fischerbach Friesenheim (Baden) Gengenbach Gutach (Schwarzwaldbahn) Haslach im Kinzigtal Hausach Hofstetten (Baden) Hohberg Hornberg Kappel-Grafenhausen Kappel-Grafenhausen Kappelrodeck Willstätt Kehl Kehl Kippenheim Kippenheim Kippenheim Lahr/Schwarzwald Lauf (Baden) Lauf (Baden) Lautenbach (Ortenaukreis) Mahlberg Mahlberg Mahlberg Meißenheim Mühlenbach (Schwarzwald) Neuried (Baden) Nordrach Oberharmersbach Oberkirch (Baden) Oberkirch (Baden) Oberkirch (Baden) Oberkirch (Baden) Oberwolfach Offenburg Ohlsbach Oppenau Ortenberg (Baden) Ottenhöfen im Schwarzwald Renchen Renchen Ringsheim Ringsheim Rust (Baden) Rheinau (Baden) Rheinau (Baden) Rheinau (gemeindefreies Gebiet) Sasbach Sasbach Sasbach Sasbachwalden Schuttertal Schutterwald Schwanau Seebach (Baden) Seelbach (Schutter) Steinach (Ortenaukreis) Willstätt Willstätt Wolfach Zell am Harmersbach RheinKarte
Über dieses Bild

Nordrach ist eine Gemeinde im westlichen Schwarzwald in Baden-Württemberg und gehört zum Ortenaukreis.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Die Gemeinde Nordrach zieht sich über nahezu sechs Kilometer Länge im engen Tal des gleichnamigen Flüsschens entlang. In diesem Tal verläuft auch die Straße von Zell am Harmersbach (6 km) nach Bad Peterstal-Griesbach (12 km), allerdings ist die Strecke durch das Harmersbachtal über den Löcherberg kürzer. Die Entfernung zur Kreisstadt Offenburg beträgt 28 km. Das Gemeindegebiet liegt auf Höhen von 255 m ü. NN bis 878 m ü. NN.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Die Gemeinde grenzt im Norden an die Städte Oberkirch und Oppenau, im Osten an Oberharmersbach, im Süden an die Stadt Zell am Harmersbach und im Westen an die Stadt Gengenbach.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Der Siedlungsschwerpunkt liegt im Dorf Nordrach, sechs Kilometer von Zell am Harmersbach entfernt. Ein kleinerer Ortsteil liegt sechs Kilometer weiter, die Kolonie, früher auch Nordrach-Fabrik genannt. Weitere Ortsteile und Gewanne sind Allmend, Bärhag, Bäumlisberg, Buchbühl, Denninger, Ernsbach, Flacken, Grafenberg, Hasenberg, Helgenbühl, Heugraben, Hirzenberg, Hutmacherdobel, Kohlberg, Kühlmorgen, Kuttelrain, Lichtersgrund, Lindach, Merkenbach, Michelbach, Moopsmatt, Moosbach, Mühlstein, Rautsch, Reutegut, Ruhlsbach, Schönwald, Schottenhöfen, Schrofen (Hinter und Vorder), Sodlach, Stollenberg, Stollengrund, Untertal und Vor Ernsbach. Zum Nordracher Gemeindegebiet gehören auch die Ortsteile Mühlstein und Schottenhöfen, die geographisch im Harmersbachtal liegen.

Flächennutzung[Bearbeiten]

79 Prozent der Gemarkungsfläche sind bewaldet, 17 % werden landwirtschaftlich genutzt, der Rest ist Siedlungs- und Verkehrsfläche.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Jüdische Friedhof in Nordrach

Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 1139. Der hintere Teil des Tals gehörte ebenso wie der Mühlstein zum Kloster Gengenbach, während das übrige Gebiet der Reichsstadt Zell zugehörig war. Im Jahr 1803 wurde Nordrach von Zell abgetrennt und 1929 erfolgte die Vereinigung von Nordrach-Dorf und Kolonie zu Nordrach.

Im heute staatlich anerkannten Luftkurort Nordrach wurden bereits seit 1891 in mehreren Sanatorien Lungenkranke behandelt, da sich das Tal dazu bestens eignete. Kurbetriebe gibt es dort heute auch noch, der medizinische Schwerpunkt liegt heute allerdings in anderen Bereichen.

Nordrach gehörte früher zum Landkreis Wolfach, mit dessen Auflösung kam der Ort 1973 zum Ortenaukreis. Nordrach hatte bis 1975 vier Tuberkulose-Kliniken. Besonders bemerkenswert war die Volksheilstätte in Nordrach-Kolonie, die von dem Sozialisten und Arzt Dr. Otto Walther und seiner Frau Dr. Hope Adams gegründet wurde. Sie war die erste Frau, die im Kaiserreich eine Approbation als Ärztin erlangte. Bis zu ihrer Scheidung leiteten die beiden gemeinsam die Volksheilstätte, in der neben armen Bevölkerungsschichten u. a. auch Clara Zetkin und August Bebel als Patienten aufgenommen wurden. Außerdem gab es die orthodoxe jüdische Rothschild-Klinik im Dorf mit koscherer Küche und einer Synagoge. Ein kleiner jüdischer Friedhof existiert noch. Diese Klinik wurde 1942 von den Nazis in das Lebensbornheim Schwarzwald umgewandelt, die meisten der jüdischen Ärzte, Schwestern und Patientinnen wurden nach Theresienstadt und Auschwitz deportiert und ermordet.[2]

Religionen[Bearbeiten]

Da an Nordrach die Reformation vorbeiging, ist die Gemeinde auch heute noch römisch-katholisch geprägt. Die katholische Kirche im Ort ist dem Heiligen Ulrich geweiht. Die wenigen evangelischen Gläubigen werden von Zell am Harmersbach aus betreut.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand

Jahr Einwohnerzahl
1836 1693
1989 1940
31. Dezember 1999 1980
30. Juni 2003  2030
31. Dezember 2004  2050
31. Dezember 2005  2043
31. Dezember 2006  2049
31. Dezember 2007  2031
31. Dezember 2009  1993
31. Dezember 2012  2008
31. Dezember 2013  1924

Politik[Bearbeiten]

Die Gemeinde gehört der Vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Zell am Harmersbach an.

Gemeinderat 2014
Wahlbeteiligung: 62,18 %
 %
50
40
30
20
10
0
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
+2,44 %p
-4,10 %p
+1,66 %p

Gemeinderat[Bearbeiten]

Die Gemeinderatswahl vom 25. Mai 2014 brachte folgendes Ergebnis:[3]

  1. CDU 41,51 %, 4 Sitze
  2. FWV 28,76 %, 3 Sitze
  3. UWN 29,73 %, 3 Sitze

Die Gemeinderatswahl vom 7. Juni 2009 brachte folgendes Ergebnis:

  1. CDU 39,07 % (+2,44), 4 Sitze
  2. FWV 32,86 % (-4,10), 3 Sitze
  3. UWN 28,07 % (+1,66), 3 Sitze

Wappen[Bearbeiten]

Das Nordracher Wappen (seit 1901 Hoheitszeichen der Gemeinde) zeigt vor silbernem Hintergrund den rotgekleideten Bischof St. Ulrich auf grünem Schildfuß. Als Zeichen seiner Bischofswürde trägt der Nordracher Kirchenpatron eine goldene Mitra und hält in der Linken einen Bischofsstab mit schwarzem Schaft und goldener Krümme. In der rechten Hand erkennt mann einen silbernen Fisch. Dieses frühere Christussymbol könnte ihn lediglich als Heiligen ausweisen. Da aber Künstler die Heiligen oft mit Gegenständen als Hinweise auf ihr Leben darstellten, wird dieser Fisch wohl auch auf eine Legende des ersten von einem Papst offiziell heilig gesprochenen Heiligen hinweisen. Bischof Ulrich soll nämlich einem herzoglichen Boten versehentlich ein Stück Fleisch am Freitag geschenkt haben. Dieser wollte dann den Bischof wegen des Übertretens des Kirchengebots verleumden und hielt zum Beweis das Stück Fleisch in der Hand. Mit dem Fisch wird die Lauterkeit des Bischofs unterstrichen und zudem auch das „Wasser- und Quellenpatronat“ des Heiligen veranschaulicht.

Vögte und Bürgermeister[Bearbeiten]

  • 1803: Anton Feger (Vogt)
  • 1805: Georg Öhler (Vogt)
  • 1810: Josef Diller (Vogt)
  • 1811–1816: Anton Herrmann (Vogt)
  • 1816–1819: Johannes Spitzmüller (Vogt)
  • 1819–1825: Josef Diller (Vogt)
  • 1825–1830: Johannes Spitzmüller (Vogt)
  • 1830–1832: Georg Stubenwirt (Vogt)
  • 1832–1837: Josef Oehler (Vogt bis zum 14. April 1832, danach Bürgermeister)
  • 1837–1837: Spitzmüller (Bürgermeister)
  • 1837–1839: Bernhard Benz
  • 1840–1846: Johann Spitzmüller
  • 1846–1848: Andreas Huber (bis 10. April 1848, Revolutionsbeteiligung)
  • 1848–1849: Johann Erdrich (28. April 1848 – 1849, Revolutionsende)
  • 1849–1861: Paul Spitzmüller
  • 1861–1882: Lorenz Spitzmüller
  • 1882–1902: Mathias Gißler (durch Tod ausgeschieden)
  • 1903–1921: Wilhelm Erdrich
  • 1921–1923: August Lehmann (1923 verzichtet August Lehmann auf das Amt)
  • 1923–1924: Wilhelm Erdrich (durch Tod ausgeschieden)
  • 1924–1933: Johann Evangelist Spitzmüller
  • 1933–1945: Ludwig Spitzmüller (durch das Bezirksamt ernannt, wahrscheinlich NSDAP)
  • 1945–1946: Jakob Spitzmüller (kommissarisch, eingesetzt durch die französische Besatzungsmacht)
  • 1946–1948: Josef Spitzmüller (kommissarisch, eingesetzt durch die französische Besatzungsmacht)
  • 1948–1957: Jakob Oehler
  • 1957–1977: Wilhelm Benz
  • 1977–1983: Bernhard Apfel
  • 1983–2007: Herbert Vollmer (parteilos)
  • seit 2007: Carsten Erhardt (FDP)

Partnerschaften[Bearbeiten]

Am 14. Mai 2000 besiegelten die Gemeinden Nordrach und Niedernai / Elsass ihre Partnerschaft.

Im Herbst 1997 nahmen die beiden Gemeinden erstmals Kontakt zueinander auf. In den folgenden drei Jahren wurden die Kontakte intensiviert, erste Feste gemeinsam gefeiert und Freundschaften geschlossen.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Traditionell lebten die Nordracher von der Land- und Forstwirtschaft. Infolge der steilen Hanglagen und der damit verbundenen Erosionsgefahr war die Bewirtschaftung der Felder jedoch schwierig und kaum mechanisierbar. Das führte nach dem Zweiten Weltkrieg schnell zu einem drastischen Rückgang der Landwirtschaft. 2003 gab es noch 15 Haupterwerbsbetriebe und etwa 60 Nebenerwerbslandwirte.

Im Jahr 2011 gab es in Nordrach etwa 850 Arbeitsplätze, 57 Prozent davon im produzierenden Gewerbe. Die Pendlerbilanz ist positiv, 390 Nordracher verdienen ihren Lebensunterhalt außerhalb der Gemeinde und 530 Arbeitskräfte kommen aus anderen Gemeinden nach Nordrach.

Verkehr[Bearbeiten]

Bedingt durch den Kurbetrieb wurde im Nordrachtal schon früh eine Omnibuslinie für die Strecke Biberach–Zell–Nordrach eingerichtet. So existierte im Jahre 1923 eine private Autoverkehrslinie von der Kolonie zum Bahnhof in Zell, mit der auch die Post befördert wurde. Autoinhaber war damals Bauunternehmer Maurermeister Gottfried Lang. Eine Eisenbahnlinie nach Nordrach gab es nie, dafür wurde die frühere Landstraße L 95 (heute K 5354) in den Jahren 1906 bis 1910 ausgebaut. Mit der Verbesserung der Ortsdurchfahrt wurde in den 1980er Jahren nach über 20-jähriger Planungsdauer und Widersprüchen von Anliegern begonnen. Noch heute stellt die private Omnibuslinie des Nordracher Busunternehmers Schnurr die einzige öffentliche Verkehrsverbindung zum Harmersbachtal her. Über die enge Schäferfeldstrecke ins Renchtal kommt man mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht.

Kurbetrieb[Bearbeiten]

Die Eignung des Nordrachtals für Kurzwecke wurde schon gegen Ende des 19. Jahrhunderts erkannt. Die windgeschützte und nebelfreie Lage begünstigte die Errichtung von mehreren Lungenheilstätten, die jedoch nicht mehr bestehen. Aus diesem Grund wurde Nordrach auch als „Badisches Davos“ bezeichnet. In Nordrach gibt es noch zwei Rehabilitationskliniken.

Holzverarbeitung[Bearbeiten]

Die Holzverarbeitung hat ebenfalls eine Tradition im Nordrachtal. In Nordrach befinden sich fünf Sägewerke sowie eine Reihe von weiterverarbeitenden Betrieben.

Grundschule Nordrach

Maschinenbau[Bearbeiten]

Aus eher handwerklichen Betrieben entwickelten sich im Laufe der Zeit:

  • die Maschinenfabrik Erwin Junker, Hersteller von Präzisionsschleifmaschinen, Lieferant der Automobilindustrie weltweit;
  • LTA Lufttechnik, industrielle Absaug- und Luftreinigungsanlagen;
  • Sägewerk Echtle.

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Nordrach liegt am Kinzigtäler Jakobusweg, der an vielen Sehenswürdigkeiten vorbeiführt.

Die Panoramaansicht von Nordrach in der Nähe der Winkelwaldklinik

Pfarrkirche St. Ulrich[Bearbeiten]

Die Pfarrkirche St. Ulrich von der hinteren Friedhofseite
Die Pfarrkirche St. Ulrich von der linken Seite
Die Pfarrkirche St. Ulrich von der rechten Seite
Die Pfarrkirche St. Ulrich von vorne
Der Hochaltar
Der linke Seitenaltar
Der rechte Seitenaltar
Der Taufstein aus dem Jahre 1618
Die Pfarrkirche St. Ulrich von innen
Die Kanzel
Der Grundstein der Pfarrkirche St. Ulrich

Die Kirche wurde in den Jahren 1904 bis 1905 von Johannes Schroth entworfen und erbaut. Sie ist nicht wie üblich geostet, sondern – bedingt durch den Flusslauf im engen Tal – nach Nordosten ausgerichtet. Im linken Seitenschiff steht in der gewölbten Taufkapelle das älteste Stück der Kirche: Der Taufstein aus dem Jahre 1618, der noch aus der alten Kirche stammt. Je sechs Säulen aus rotem Sandstein teilen den 40,8 Meter langen, 17,2 Meter breiten und 17 Meter hohen Raum. Die je neun Fenster der Seitenschiffe und die je acht Fenster im oberen Teil des Langhauses lassen genug Licht einfallen, obwohl sie alle bemalt sind. Sie stellen Szenen aus dem Leben der 14 Nothelfer dar. Bei den meisten Fenstern ist auch der Name des Stifters verewigt. Der Hochaltar, der 1905 geschnitzt und bemalt wurde, veranschaulicht mit den Szenen des "Schmerzhaften Rosenkranzes" das Erlösungswerk. Sehenswert sind auch die Kanzel mit den Darstellungen der vier Evangelisten und dem lehrenden Christus, die elsässische Roethinger-Orgel mit 27 Registern, der Pieta-Altar im hinteren Bereich der Kirche und die zwölf lebensgroßen Figuren im Langhaus, die die Apostel mit ihren Attributen darstellen. 2005 wurden der Hochaltar, die Kanzel und die zwei Seitenaltäre renoviert. Das Glockengeläute besteht aus sechs Glocken. An der Nordseite der Kirche steht das Käshammersche Kreuz, das im Jahre 1784 von einem früheren Bewohner der Nordracher Höhenhöfe namens Johannes Käshammer gestiftet wurde.

Das Käshammersche Kreuz (vor der Restaurierung 2014)
Das Käshammersche Kreuz (nach der Restaurierung 2014)

Kurpark[Bearbeiten]

Der Kurpark im aktuellen Zustand
Im Kurpark der aktuelle Zustand

Schon seit 1930 verfügt Nordrach über einen Kurpark im Ortskern, zu dem auch ein Musikpavillon und eine Minigolfanlage gehören.

Kuh-Brunnen[Bearbeiten]

Der Kuhbrunnen

Am Ortseingang fällt die Begrüßungsanlage mit ihrem kunstvollen Kuh-Brunnen auf, der auf die Bedeutung der Landwirtschaft im Nordrachtal hinweisen soll und zum 850-jährigen Ortsjubiläum errichtet wurde.

Museen[Bearbeiten]

In direkter Umgebung des Schwimmbades befindet sich das 1991 eröffnete Nordracher Puppenmuseum, das mit 100.000 Besuchern in der Statistik der meistbesuchten Museen des Ortenaukreises an zweiter Stelle hinter dem Schwarzwälder Freilichtmuseum in Gutach liegt. In dem bunt bemalten Puppenmuseum sind auf 250 Quadratmetern Gesamtfläche 1500 meist von Gaby Spitzmüller gearbeitete und gesammelte Puppen und Teddys zu besichtigen. Das Nordracher Puppenmuseum weicht von den sonst üblichen Ausstellungsformen ab, indem die insgesamt 31 Vitrinen thematisch ausgerichtet sind.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Persönlichkeiten, die in Nordrach wirkten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Hans-Georg Kluckert: Nordrach. Geschichte, Menschen und Landschaft des Tals, Gemeinde Nordrach, Nordrach 1989.
  • Erich Herbst jun.: Die historischen Stätten der Gemeinde Nordrach – Auf den Spuren der Vergangenheit, Gemeinde Nordrach, Nordrach 2003.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Nordrach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Volker Koop: Dem Führer ein Kind schenken: Die SS-Organisation Lebensborn e. V., Böhlau Verlag, Köln 2007, ISBN 978-3-412-21606-1, S. 110–111.
  3. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg