Normative Grammatik

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  • "Regeln aufstellt, die sich an historischen und ästhetischen Vorbildern orientieren" - das ist sicher oft der Fall, aber sicherlich keine Notwendigkeit, denn man kann auch Dinge vorschreiben ohne sich auf Vorbilder zu beziehen.

Außerdem: Vielleicht sollte dieser Artikel nur eine Weiterleitung auf Grammatik#Arten von Grammatiken sein, da es womöglich sinniger ist normative/präskripte und deskriptie Grammatiken gemeinsam zu erwähnen.

Die normative Grammatik (auch: präskriptive Grammatik) (von lateinisch norma, „Winkelmaß“, „Regel“) ist ein grammatikalisches Beschreibungssystem, das Regeln aufstellt, die sich an historischen und ästhetischen Vorbildern orientieren. Mit ihnen wird in didaktischer Absicht eine Hochsprache angestrebt, die bestimmten Vorgaben genügen soll. Im Unterschied zur deskriptiven Grammatik.

Inhalt und Abgrenzung[Bearbeiten]

Im Sinne einer Sprachpflege und von Beispielen in anderen Sprachen ausgehend, wollen einige Sprachwissenschaftler Normen kodifizieren, was als guter Stil oder korrekter Sprachgebrauch zu gelten habe. Sie grenzen sich so von der deskriptiven Grammatik ab, die lediglich zu beschreiben versucht, wie tatsächlich geschrieben und gesprochen wird. Dabei verweisen sie auch auf Institutionen in anderen Ländern, die sich der Pflege der jeweiligen Sprachen gewidmet haben, so die Académie Française in Paris oder die Real Academia Española in Madrid. Die Befürworter glauben, bestimmte Sprachvarianten seien reicher, könnten Gedanken mithin besser ausdrücken.

Die normativen Bestrebungen lassen sich im Deutschen auf Johann Christoph Adelung zurückführen und waren in einigen Schulgrammatiken des 19. und 20. Jahrhunderts wirksam.[1]

Die scheinbare Dichotomie normativer und deskriptiver Systeme besagt indes nicht, deskriptive Grammatiken wären regellos, da jede tatsächliche Kodifizierung auch normative Kraft hat.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hadumod Bußmann: „Normative Grammatik“ in: Lexikon der Sprachwissenschaft, 4. Auflage, Kröner, Stuttgart 2008, S. 484