Norrbotniabanan

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Umeå–Luleå
Streckenlänge:etwa 270 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Stromsystem:15 kV 162/3 Hz ~
Höchstgeschwindigkeit:250 km/h
Betriebsstellen und Strecken
Strecke – geradeaus
Bahnstrecke Luleå–Narvik von Narvik
Bahnhof, Station
Luleå
   
Bahnstrecke Luleå–Narvik nach Luleå malmbangård
   
Bahnstrecke Bastuträsk–Skelleftehamn von Bastuträsk
Bahnhof ohne Personenverkehr
Skellefteå
   
Bahnstrecke Bastuträsk–Skelleftehamn nach Skelleftehamns Nedre
   
Bahnstrecke Nyfors–Piteå von Nyfors / Älvsbyn
Bahnhof ohne Personenverkehr
Piteå
   
Bahnstrecke Nyfors–Piteå nach Haraholmen (Piteå hamn)
   
Robertsfors
   
Sävar (nur Regionalzüge)
   
Gryssjön
   
Dåva
   
Bahnstrecke Vännäs–Holmsund von Vännäs
Bahnhof ohne Personenverkehr
885,800 Umeå godsbangård
Bahnhof, Station
888,001 Umeå C
Strecke – geradeaus
Botniabanan nach Örnsköldsvik C

Norrbotniabanan ist eine geplante Eisenbahnstrecke für den Hochgeschwindigkeitsverkehr in Schweden. Sie stellt die nördliche Verlängerung der bestehenden Botniabana dar, die in Umeå endet.

Verbesserungen durch die Neubaustrecke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Norrbotniabana soll von Umeå 270 Kilometer nach Norden bis nach Luleå führen. In Luleå gäbe es einen Anschluss zur Erzbahn (Malmbanan) über Kiruna nach Narvik in Norwegen, sowie wenige Kilometer entfernt zur Bahnstrecke Boden–Haparanda zur finnischen Grenze. Die neue, eingleisige Strecke soll für eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h ausgelegt sein. Damit soll sich die Reisezeit von Umeå nach Luleå auf 90 Minuten verkürzen. Aktuell beträgt die Reisezeit mit der Stambanan genom övre Norrland, die nicht entlang der Küste, sondern durch das Hinterland führt, vier Stunden.

Die neue Strecke kann die Transportkosten der Unternehmen um bis zu 30 Prozent senken. Diese Effizienzsteigerungen wirken sich nicht nur auf den Norden, sondern auch auf den Rest des Landes aus, da mehr als die Hälfte des schweren Güterverkehrs aus dem Norden kommt und dessen Bestimmungsorte im Süden liegen. Viele der aus dem Norden transportierten Rohstoffe werden in anderen Landesteilen verarbeitet.

Auf der Stambana genom övre Norrland kann durch das kurvige und hügelige Profil der Güterverkehr nicht so effizient durchgeführt werden wie in anderen Teilen des Landes. Die neue Küstenbahn zwischen Umeå und Luleå bietet Möglichkeiten für schwerere und längere Züge.

Der regionale Personenverkehr zwischen Umeå, Skellefteå, Piteå und Luleå kann erweitert werden. Neben den Zügen mit höheren Spitzengeschwindigkeiten, die längere Distanzen zurücklegen, soll auch Regionalverkehr erfolgen. Auf Grund der neuesten Umweltvorschriften im Rahmen des Lärmschutzes hinsichtlich bremsenden und anfahrender Güterzüge werden Kreuzungsbahnhöfe außerhalb von Ortschaften angelegt, so dass nur Reisezüge innerhalb der Ortschaften halten.[1]

Technische Ausführung und Kosten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Streckenausbau reduziert die Kohlendioxidemissionen um etwa 80.000 Tonnen pro Jahr und bildet zusammen mit der Stambana genom övre Norrland zwei Strecken in den Norden. Auf der für Reise- und Güterzüge geeigneten Strecke sind etwa 22 Güterzüge und 44 Reisezüge pro Tag geplant. Insgesamt müssen 160 Brücken und 10 Tunnel gebaut werden. Die geplanten Kosten belaufen sich auf 29 Milliarden SEK, zum Preisniveau von 2013.[2]

Der Ausbau wird in drei Teilabschnitten realisiert. Diese sind:

  • Abschnitt Umeå
    • von Umeå godsbangård zur Gemeindegrenze Robertsfors
  • Abschnitt Robertsfors
    • die gesamte Strecke innerhalb der Kommune
  • Abschnitt Skellefteå
    • die Strecke von Ytterbyn bis Skellefteå C[2][3]

Baubeginn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 23. August 2018 fand der erste Spatenstich für den dem Bau der ersten 12 km von Umeå aus nach Norden durch Ministerpräsident Stefan Löfven und Generaldirektor Lena Erixon von Trafikverket statt. Damit soll das Industriegebiet Dåva nördlich von Umeå erschlossen werden. Dieses Teilstück wird später in die Gesamtstrecke integriert.[4] Der Bau über Dåva hinaus bis Skellefteå soll ab 2024Vorlage:Zukunft/In 5 Jahren begonnen werden, die Inbetriebnahme der Strecke bis Luleå ist für 2028 geplant.[5]

Für den etwa 16 km langen Abschnitt von Dåva über den Täfteån bis zur E4 Richtung Süden nach Gryssjön finden 2018 Untersuchungen über drei mögliche Linienführungen am Ort Sävar vorbei.[6]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Om Norrbotniabanan. In: trafikverket.se. Abgerufen am 22. Januar 2019 (schwedisch).
  2. a b Norrbotniabanan – för gods och människo. (PDF) Abgerufen am 22. Januar 2019 (schwedisch).
  3. Norrbotniabanen. (PDF) Karte. In: trafikverket.se. Abgerufen am 22. Januar 2019 (schwedisch).
  4. Järnvägsplan Umeå−Dåva. (PDF) trafikverket.se, Dezember 2016, abgerufen am 22. Januar 2019 (schwedisch).
  5. Spadtag för Norrbotniabanan. trafikverket.se, abgerufen am 22. Januar 2019 (schwedisch).
  6. Järnvägsplan Dåva–Gryssjön. (PDF) trafikverket.se, 27. Mai 2018, abgerufen am 22. Januar 2019 (schwedisch).