North American X-10

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North American X-10
Die North American X-10 auf der Startbahn

Die North American X-10 war, ähnlich wie die Bell X-9, ein Technologiedemonstrator für die fortgeschrittene Flugkörpertechnik.

Die Entwicklung einer Langstrecken-Boden-Boden-Rakete bei North American führte zur RTA-A-5, die später zur X-10 umbenannt wurde und ihren Erstflug am 14. Oktober 1951 hatte.[1] Der letzte Nachkömmling der X-10 war die SM-64 Navaho Interkontinentalrakete.

Die X-10 wurde von zwei Strahltriebwerken angetrieben und konnte wie ein normales Flugzeug starten und landen. Die vollbeweglichen Canards und Deltaflügel wurden später auch bei der SM-64 Navaho eingesetzt. Die X-10 wurde mit einem Funkleitsystem kontrolliert und verfügte über einen Autopiloten, um eine stabile Fluglage zu gewährleisten. Später wurden die X-10 mit einem internen Navigationssystem ausgestattet.

Zur damaligen Zeit war die X-10 das schnellste mit Strahltriebwerken angetriebene Fluggerät und erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von Mach 2,05. Das Programm wurde mit großem Erfolg durchgeführt, bis im November 1956 die Tests an der SM-64 Navaho begannen. 1955 wurde das Programm nach Cape Canaveral verlegt, wo die Flugversuche bis 1959 wieder aufgenommen wurden. Von den 13 gebauten X-10 überlebte nur eine, welche im National Museum of the United States Air Force in Dayton (Ohio) ausgestellt ist. Die anderen wurden in Unfällen bei der Landung oder als Zieldrohnen zerstört.

Allgemeine Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kenngröße Daten
Erstflug 13. Oktober 1951
Hersteller North American Aviation
Spannweite 8,59 m
Länge 21,64 m
Höhe 4,4 m
Startgewicht 18.100 kg
Besatzung 0
Höchstgeschwindigkeit 2.090 km/h
Dienstgipfelhöhe 13.720 m
Reichweite 400 km
Triebwerke 2 Westinghouse XJ40-WE-1

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Beschreibung auf history.nasa.gov S. 16. Abgerufen am 14. Januar 2013 (PDF; 1,2 MB).