Nosie Katzmann

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Nosie Katzmann in Potsdam (2007)

Jürgen „Nosie“ Katzmann (* 1959 in Bad Neustadt an der Saale[1]) ist ein deutscher Musikproduzent.

Er war in den 1990er Jahren mit mehreren Eurodance-Projekten wie Culture Beat oder Captain Hollywood Project erfolgreich, für die er Hits wie Mr. Vain oder More and More und viele andere schrieb.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nosie Katzmann trat Anfang 1989 erstmals an die musikalische Öffentlichkeit mit der Veröffentlichung der Single Change/Shake it seiner damaligen Band Pirates Of Pop auf ZYX. Vor dieser Veröffentlichung war er im Rhein-Main-Gebiet eine lokale Größe als Sänger und Frontmann diverser Bands, wie zum Beispiel The Balloons, Head over Heels und Pill and the Baby Boom. Er arbeitete mit Musikern und Produzenten wie Edo Zanki, Curt Cress oder Enrico Zabler zusammen, jedoch ohne eigenen Plattenvertrag.

1989 brachte die Darmstädter Formation Out of the Ordinary ihre erste Single beim gleichen Label ZYX wie Katzmanns Pirates of Pop auf den Markt. Während die Single von Pirates of Pop floppte, wurde Out of the Ordinary ein Clubhit. Katzmann und die Macher hinter Out of the Ordinary, Torsten Fenslau und Jens Zimmermann, freundeten sich an und beschlossen, gemeinsam einen Titel aufzunehmen. Dieser Titel Alone It's Me avancierte binnen kürzester Zeit ebenfalls zu einem Clubhit und trug zum Erfolg Fenslaus bei. Schon die nächste gemeinsame Veröffentlichung Der Erdbeermund, diesmal unter dem Namen Culture Beat, wurde nicht nur zu einem internationalen Clubhit, sondern auch zum ersten großen Charthit des Trios Fenslau/Zimmermann/Katzmann. Sie gründeten gemeinsam den Musikverlag Get into Magic und hatten in den folgenden Jahren eine ganze Reihe von gemeinsamen internationalen Erfolgen (unter anderem I Like You und No Deeper Meaning)

Ende 1992 stieg Jens Zimmermann bei Culture Beat aus und Torsten Fenslau bat Katzmann um eine Zusammenarbeit für das anstehende Culture-Beat-Album Serenity, das er mit seinem neuen Produzentenpartner Peter Zweier aufnehmen wollte. Katzmann lieferte die Songs, Fenslau/Zweier die Playbacks und die Beats. Das Ergebnis war Culture Beats Mr. Vain, ein Dancehit des Jahres 1993. Das Album Serenity war ebenfalls sehr erfolgreich und konnte mit einer ganzen Reihe weiterer Hits (Anything, Got to Get It, World in Your Hands) aufwarten.

Als es 1993 zu persönlichen und vor allem musikalischen Differenzen zwischen Fenslau und Zimmermann kam, trennte man sich und Katzmann begann eine mehrjährige Zusammenarbeit mit dem Rodgauer Produzententeam DMP, mit denen er in den Folgejahren einige internationale Erfolge verbuchen konnte. Schon die ersten beiden Co-Operationen DMP/Katzmann wurden Clubhits, doch die dritte wurde ein Welthit: More and More von Captain Hollywood Project. Damit legte man den Grundstein für eine lange Serie von Hits aus dem Hause DMP/Katzmann für Künstler wie Captain Hollywood Project, LOFT, Intermission und andere (Summer Summer, Piece of My Heart, Hold On etc.).

Katzmann schrieb weitere Hits für Acts wie Jam & Spoon (Right in the Night, Find Me), Scooter (Break It Up) und DJ Bobo (Love Is All Around, Love Is the Price). Ende 1996 zog sich Katzmann aus gesundheitlichen Gründen etwas zurück. Er produzierte sporadisch Künstler wie Gil oder Judy Weiss. Außerhalb des Dancegenres lieh er Alternative-Undergroundtracks seine Stimme (Phonekiller – Bite) und schrieb gelegentlich für befreundete Produzenten. Auf der Basis des Musikverlags Get into Magic gründete Nosie Katzmann Anfang 2008 das Label GIM Records.

Seit September 2015 nimmt er gemeinsam mit dem Gitarristen Stefan Kahne Musik unter dem Namen Kahne Katzmann auf.[2]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Singles

1986–1989

  • Listen What Your Girlfriend Says – Balloons
  • Don’t Talk Too Much to Stangers – Balloons
  • Wir wollen tanzen – Peter Gleichauf
  • 1000 Küsse – Peter Gleichauf
  • Change / Shake It – Pirates Of Pop
  • Alone (It’s Me) – Abfahrt
  • Der ErdbeermundCulture Beat

1990

1991

  • Tell Me That You WaitCulture Beat
  • No Deeper MeaningCulture Beat
  • Good Friend – Paris Red
  • Dancin’ Alone – Daniel Gomez
  • Two Lonely Hearts – Tears Before Sadness

1992

1993

1994

  • Nani Nani – Kima
  • Party of One – Natascha Wright
  • Sell Me Your Secrets – Vanilla
  • World in Your HandsCulture Beat
  • The Colour of My DreamsB.G. The Prince of Rap
  • Find MeJam & Spoon
  • Wake the WorldLoft
  • Rock a BitB.G. The Prince of Rap
  • RideKim Sanders
  • You Better Run – Dark A.T.8
  • How Can I – Men Behind
  • The Reason Is YouNina
  • Nimm’N – Clubfish
  • Luck – Sin Club
  • Lovely Lie – Natascha Wright
  • Machine Gun – Party Nation
  • Love Is All AroundDJ Bobo
  • I Didn’t Know What to Expect – Microbots

1995

  • AngelJam & Spoon
  • Little Jesus – Skywalker
  • Say You Think of Me – Natascha Wright
  • Until All Your Dreams Come TrueNina
  • Out of My Head – Steven Levis Project
  • Free MeLoft
  • The Way Love IsCaptain Hollywood Project
  • Honey – Mike Diehl
  • Inside OutCulture Beat
  • Try a Little Harder – Indian Fire

1996

  • Late Night Letter – Affinity 3
  • Was guckt’n die – Clubfish
  • In Her ShoesNina
  • Love Is the PriceDJ Bobo
  • JealousyKim Sanders
  • Haus der drei Sonnen – Randell
  • I Feel It – Coke Head
  • Take My Hand – Affinity 3
  • Man on the Moon (El hombre en la luna) – Raquel
  • Break It UpScooter

1997

  • Call Me – Le Click
  • Who Wants to Be Your Lover – Jimmy James
  • Rhythm of Love – Linda M.
  • The Reason Is You (One on One)Samantha Fox
  • Dance the Night Away – Pyromaniacs
  • Leave in SilenceScooter
  • Heaven’s Got to Be Better – Le Click
  • It Drums – Morrison Long

1998

  • Don’t Call It LoveJam & Spoon
  • Zum Lachen in den Keller gehen – Tobsucht

1999

  • Your Crown – Infernal
  • Hypothetic – Judy Weiss

2000

  • Burning Flame – Krystal

2001

2003

  • Talk with God – Nathalie Makoma
  • On Faith – Nathalie Makoma

2004

2006

  • Cosmic Angel – Phonekiller

2008

  • Greatest Hits 1 – Nosie Katzmann

2010

  • Greatest Hits 2 – Nosie Katzmann

2014

  • Katzmann – Nosie Katzmann

2016

  • Honey & Sugar – Kahne Katzmann

2018

  • I See Signs – Kahne Katzmann

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Zur Person: Nosie Katzmann bei rheinpfalz.de, abgerufen am 3. Juni 2015
  2. Kahne Katzmann – Honey & Sugar