Notenpult

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Das klassische Pult aus Metall, ...
...das sich klein zusammenlegen lässt
Tischnotenständer

Ein Notenpult (auch Notenständer) ist ein Pult (aus lateinisch lat. pulpitum 'Brettergerüst, Tribüne'), das zum Ablegen von Musiknoten dient.

Aufbau[Bearbeiten]

Die meisten Notenpulte bestehen aus einem Bein, das, einem Stativ ähnlich, auf üblicherweise drei Füßen steht. Darauf ist die Notenablage befestigt, ein schräges Brett oder Gitter, an dem unten ein Stück hervorsteht, um die Noten am Herabfallen zu hindern. Die Höhe des Beines ist oftmals verstellbar, um den Notenständer der Körpergröße des Musikers anzupassen. Bzw. um sowohl im Stehen wie auch im Sitzen spielen zu können. Zudem kann auch der Neigungswinkel der Ablagefläche verändert werden. Viele Notenständer sind zusätzlich mit einer Federklemme ausgerüstet, um das Herunterfallen der Noten zu verhindern.

Im Laufe der Geschichte entstanden verschiedene Formen von Pulten, beliebt waren vor allem Gestelle mit mehreren Ablagen auf einem Bein, wie Duo-, Trio- oder Quartett-Notenständer. Letzterer wurde zumeist in einer niedrigen Variante hergestellt, da er vor allem für Streichquartette konzipiert war, die im Sitzen musizieren.

Auf Tasteninstrumenten ist über der Klaviatur ein fixiertes Pult angebracht.

Es gibt aber auch klappbare Tischnotenständer, die auch nur aus dem Ablageteil bestehen und direkt auf eine Fläche gestellt werden können. Diese Pulte erfreuten sich wegen ihrer Mobilität großer Beliebtheit, bevor Klapppulte aus Metall erfunden wurden.

Eine recht neue Erscheinung sind digitale Notenständer. Erkennbare Vorteile gegenüber einem herkömmlichen Notenpult ergeben sich aus der elektronischen Speicherung und Darstellung der Noten. Sie erleichtert die Mobilität, denn selbst eine große Anzahl an digitalen Noten und Notenbüchern kann im Ständer mitgeführt werden. Im Orchester oder auf der Bühne lassen sich Noten schnell mit anderen Musikern synchronisieren. Das Umblättern der Seiten erfolgt bei digitalen Notenständern mittels Touchscreen oder einem Fußpedal. Optional können ein Metronom oder eine Audioausgabe integriert sein.

Orchester[Bearbeiten]

Im Orchester hat jeder Bläser und Schlagwerker ein eigenes Pult, auf dem seine individuelle Stimme liegt. Die Streicher, bei denen in jeder Gruppe mehrere Musiker das gleiche spielen, teilen sich normalerweise zu zweit ein Pult. Das hat auch den Vorteil, dass beim Wenden der Noten nicht alle Musiker absetzen müssen. Üblicherweise spielt hierbei der außen (Richtung Bühnenrand) Sitzende weiter, und der innere Spieler blättert um.

Das Wort Pult in Partituren bezeichnet also zwei Spieler. „Nur ein Pult“ ist meistens gleichbedeutend mit „erstes Pult“, meint also die Stimmführer oder Konzertmeister.

Moderne Orchesterpulte sind meistens mit einer Pultleuchte ausgestattet, die die Noten beleuchtet, ohne in andere Richtungen zu strahlen, was im dunklen Orchestergraben eines Opernhauses besonders wichtig ist, um nicht vom Bühnengeschehen abzulenken. Außerdem ist am Bein oft eine Pultablage befestigt, ein kleines Brett, auf dem der Musiker Bleistifte oder Zubehör wie Dämpfer oder Rohrblätter ablegen kann.

Als Notenablage beim Spielen im marschieren werden üblicherweise Marschgabeln verwendet.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Notenpulte – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien