Nousseviller-lès-Bitche

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Nousseviller-lès-Bitche
Wappen von Nousseviller-lès-Bitche
Nousseviller-lès-Bitche (Frankreich)
Nousseviller-lès-Bitche
Region Grand Est
Département Moselle
Arrondissement Sarreguemines
Kanton Bitche
Gemeindeverband Pays de Bitche
Koordinaten 49° 6′ N, 7° 23′ OKoordinaten: 49° 6′ N, 7° 23′ O
Höhe 265–388 m
Fläche 4,86 km²
Einwohner 142 (1. Januar 2014)
Bevölkerungsdichte 29 Einw./km²
Postleitzahl 57720
INSEE-Code

Ortsmitte

Nousseviller-lès-Bitche (deutsch Nussweiler) ist eine französische Gemeinde mit 142 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014) im Département Moselle in der Region Grand Est. Sie gehört zum Arrondissement Sarreguemines und zum Kanton Bitche und ist Teil des Naturparks Nordvogesen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt im Norden Lothringens, etwa sechs Kilometer von der deutsch-französischen Grenze, drei Kilometer südlich von Volmunster entfernt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die älteste erhaltene Erwähnung des Ortes, als Nussiwilre, stammt von 1298. Es war ursprünglich wohl nur ein einzelner Hof.[1] 1456 oder kurz zuvor verkaufte Susanna von Burne Nussweiler an die Herren von Lichtenberg. Zu diesem Zeitpunkt ist Konrad von Ötingen Lehensnehmer von Nussweiler. Nach vollzogenem Kauf verleiht Ludwig V. von Lichtenberg ihm das Lehen erneut.[2] Da in dem Lehen die Hoheitsrechte durch den Lehensnehmer ausgeübt wurden, war Nussweiler auch in kein Amt der Herrschaft Lichtenberg eingegliedert.[3] Die Lehensherrschaft wechselte durch das Aussterben der Herren von Lichtenberg 1480 auf die Grafschaft Hanau-Lichtenberg und mit dem Tod des letzten Grafen von Hanau, Johann Reinhard III., 1736 auf dessen Enkel, Ludwig (IX.), später regierender Landgraf von Hessen-Darmstadt, Sohn seiner vorverstorbenen Tochter, Charlotte.

Mit der Reunionspolitik Frankreichs unter König Ludwig XIV. kam Nussweiler unter französische Oberhoheit. Mit der Französischen Revolution wurden die überkommenen Verwaltungsstrukturen beseitigt und das Dorf gehörte von 1790 bis 2015 zum nicht mehr bestehenden Kanton Volmunster, seither zum Kanton Bitche.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kapelle Saint-Michel von 1705

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Fritz Eyer: Das Territorium der Herren von Lichtenberg 1202–1480. Untersuchungen über den Besitz, die Herrschaft und die Hausmachtpolitik eines oberrheinischen Herrengeschlechts = Schriften der Erwin von Steinbach-Stiftung 10. 2. Aufl. Bad Neustadt an der Saale 1985 [Nachdruck des Werks von 1938]. ISBN 3-922923-31-3
  • Les moulins et scieries du Pays de Bitche, Joël Beck, 1999.
  • Le Pays de Bitche 1900-1939, Joël Beck, 2005.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Nousseviller-lès-Bitche – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eyer, S. 175.
  2. Eyer, S. 207f.
  3. Eyer, S. 234.