Nova (Schiff)

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Nova p1
Schiffsdaten
Flagge LiberiaLiberia Liberia
andere Schiffsnamen

Aquitaine (1975)
Ova (1986)
Va (1986)
Rova (1987)
Arica (1988)

Schiffstyp Rohöltanker
Klasse VLCC
Bauwerft Chantiers Navals de La Ciotat, La Ciotat
Baunummer 291/7302
Indienststellung 1975
Verbleib Ab Mai 1998 abgebrochen
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
334,11 m (Lüa)
Breite 48,71 m
Seitenhöhe 26,22 m
Tiefgang max. 20,32 m
Vermessung 115.626 BRT
Maschinenanlage
Maschine 1 × Kawasaki-Dampfturbine
Maschinen-
leistung
32.859 PS (24.168 kW)
Höchst-
geschwindigkeit
15,5 kn (29 km/h)
Propeller 1
Transportkapazitäten
Tragfähigkeit 239.435 tdw
Sonstiges
Klassifizierungen

Det Norske Veritas

Registrier-
nummern

IMO 7359905

Die Nova war ein liberianischer Öltanker, der nach einer Kollision am 6. Dezember 1985 im Persischen Golf eine große Menge Öl verlor.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Schiff[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der 1975 für die Pariser Reederei Societé Francaise de Transportes Maritimes (SFTM) gebaute Very Large Crude Carrier (VLCC) mit Dampfturbinenantrieb entstand bei der französischen Werft Chantiers Navals de La Ciotat in La Ciotat. Als Aquitaine gebaut, trug das Schiff im Laufe seiner Karriere folgende Namen: Aquitaine, Nova, Ova, Va, Rova und Arica. Nachdem die Arica zuletzt für die norwegische Reederei Sörensen & Sönner (Arendal) fuhr, wurde sie ab Mai 1998 verschrottet.

Die Havarie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der seinerzeit zehn Jahre alte Einhüllentanker Nova war ebenso wie der spätere Kollisionsgegner Magnum als Shuttle-Tanker von Kharg eingesetzt. Beide Tankschiffe kollidierten in der Nacht vom 5. auf den 6. Dezember 1985 etwa 140 km vor Kharg miteinander, vermutlich weil beide Schiffe aufgrund der Situation im Tankerkrieg des ersten Golfkriegs ohne Beleuchtung fuhren und einem vorgeblichen Raketenangriff ausweichen wollten. Keines der Besatzungsmitglieder kam ums Leben, die Menge ausgelaufenen Öls wurde mit etwa 73.000 Tonnen veranschlagt, da höchstens einer der beiden Tanker beladen gewesen sein kann.

Folgen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einem später in Norwegen geführten Arbitrageverfahren wurde die Kollision als normale Schifffahrtsgefahr und nicht als Kriegsgefahr eingeordnet und mit den während des Ersten Weltkriegs durchgeführten Konvois argumentiert.

Beide Schiffe wurden später Opfer des Tankerkriegs. Die Magnum wurde im Sommer 1986 in Khark durch eine Exocet-Rakete zerstört, wobei zwei Mann Besatzung starben und das Schiff zum Totalverlust wurde. Die Nova wurde in Rova umgetauft und am 10. Oktober 1987 ebenfalls mit einer Exocet-Rakete beschossen, wobei sechs Seeleute den Tod fanden.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Stewart, I.G.: The World’s Super Ships. 1965-1980. I.G.S. Marine Publishers, Perth 1980, S. 8.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]