Novalis (Band)

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Novalis
Allgemeine Informationen
Genre(s) Deutschrock
Gründung 1971
Auflösung 1985
Gründungsmitglieder
Jürgen Wenzel (bis 1973)
Heino Schünzel (bis 1980)
Lutz Rahn
Hartwig Biereichel
Carlo Karges (bis 1975)
Letzte Besetzung
Gesang
Ernst Herzner (ab 1984)
Bass
Hinrich Schneider (ab 1983)
Orgel
Lutz Rahn
Schlagzeug
Hartwig Biereichel
Gitarre
Detlef Job (ab 1973)
Ehemalige Mitglieder
Gesang
Fred Mühlböck (1976–1984)

Novalis war eine deutsche Rockband aus den 1970er-Jahren. Zu ihren bekanntesten Werken zählen die Titel Sommerabend und Wer Schmetterlinge lachen hört.

Bandgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit einer Zeitungsanzeige suchten 1971 der Sänger Jürgen Wenzel und der Bassist Heino Schünzel Interessenten an einer gemeinsamen Band. Es meldeten sich der Organist Lutz Rahn und der Schlagzeuger Hartwig Biereichel. Zusammen mit Gitarrist Carlo Karges bildete man die Hamburger Gruppe Mosaik, die sich bald in Novalis umbenannte. Nach dem Debütalbum 1973 verließ Wenzel die Band und Heino Schünzel übernahm den Gesangspart. Carlo Karges, der später bei Nena spielte, wurde durch Detlef Job ersetzt. 1976 kam als weiteres Mitglied der österreichische Sänger Fred Mühlböck hinzu.

Auf ihrem ersten Album sang die Gruppe noch auf Englisch, 1975 wechselte man auf Vorschlag des neuen Produzenten, des früheren Rattles-Musikers Achim Reichel, zu deutschen Texten. Neben eigener Lyrik verwendete man unter anderem auch Gedichte des Namensgebers Novalis (Wunderschätze, Wenn nicht mehr Zahlen und Figuren …).

Mit den Alben Sommerabend, Brandung und Vielleicht bist du ein Clown? und der unverwechselbaren, eindringlichen Stimme von Fred Mühlböck erreichte die Gruppe ihre größten Erfolge und erlangte sogar internationale Bedeutung. Lutz Rahn veröffentlichte 1978 sein Solo-Album Solo-Trip.

1979 produzierte Novalis ein Konzeptalbum zum Thema Walfang (Flossenengel) mit dem man den World Wildlife Fund unterstützte. Der Text beschreibt den Fang eines Wales, die Einlieferung des Tieres in einen Zoo und die sich einstellende Reue des Fängers, die anschließend zur Befreiung des Tieres führt.

Anfang der 1980er-Jahre schien sich der typische Stil von Novalis überlebt zu haben. Die Musiker suchten nach einer neuen Richtung, die Gruppe wurde von der Neuen Deutschen Welle davongespült und löste sich nach mehreren Umbesetzungen allmählich auf.

1985 verabschiedete sich die Gruppe mit dem Album Nach uns die Flut. Der Gitarrist Günther Brackmann begleitete auf einer Tournee 1985 Novalis als Gastmusiker. 1993 brachten Rahn und Biereichel noch einen Sampler mit alten Live-Aufnahmen aus den besten Zeiten heraus.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1973: Banished Bridge
  • 1975: Novalis
  • 1976: Sommerabend
  • 1977: Konzerte (Live)
  • 1977: Brandung
  • 1978: Vielleicht bist du ein Clown?
  • 1979: Flossenengel
  • 1981: Augenblicke
  • 1982: Neumond
  • 1983: Sterntaucher
  • 1984: Bumerang
  • 1985: Nach uns die Flut
  • 1993: Novalis lebt! (Live)
  • 2009: Letztes Konzert 1984 (Live)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]