Novska

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Novska
Wappen von Novska
Novska (Kroatien)
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Koordinaten: 45° 20′ 26″ N, 16° 58′ 37″ O
Basisdaten
Staat: Kroatische Flagge Kroatien
Gespanschaft: Wappen der Gespanschaft Sisak-Moslavina Sisak-Moslavina
Höhe: 126 m. i. J.
Einwohner: 13.518 (2011)
Telefonvorwahl: (+385) 044
Postleitzahl: 44330
Kfz-Kennzeichen: KT
Struktur und Verwaltung
(Stand: 2017)
Gemeindeart: Stadt
Bürgermeister: Marin Piletić (HDZ)
Website:

Novska ist eine Stadt in Kroatien. Sie hat 13.518 Einwohner (Stand 2011) und liegt auf 126 m Höhe in der Gespanschaft Sisak-Moslavina, 95 km südöstlich von Zagreb, an der Autobahn Zagreb–Lipovac. Geographisch und historisch gehört sie zur (Region) Westslawonien.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

See in Bročice, Novska

Novska liegt im äußersten Osten der Gespanschaft Sisak-Moslavina. Von der kroatisch-bosnisch-herzegowinischen Grenze bei Jasenovac/Donja Gradina und somit auch von der Save liegt Novska ca. 12 km entfernt. Die nächsten größeren Städte sind Sisak, Kutina, Nova Gradiška und Bosanska Gradiška. Novska liegt an den Bächen Novljančica und Veliki Strug im Süden des Stadtgebietes. Im Norden der Stadt befindet sich überdies ein großer Wald mit einem künstlich aufgeschütteten See ("Novljansko jezero"); darüber hinaus gibt es in Bročice einen weiteren, kleineren See, der durch die vielen Angler und die zahlreich stattfindenden Turniere bekannt ist.

Im Bereich der Stadt Novska gibt es 23 Siedlungen: Bair, Borovac, Brestača, Brezovac Subocki, Bročice, Jazavica, Kozarice, Kričke, Lovska, Nova Subocka, Novi Grabovac, Novska, Paklenica, Plesmo, Popovac Subocki, Rađenovci, Rajčići, Rajić, Roždanik, Sigetac Novski, Stara Subocka, Stari Grabovac und Voćarica.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Novska zählt zufolge der Volkszählung 2011[1] insgesamt 13.518 Einwohner, von denen 6.550 männlich und 6.968 weiblich sind.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Novska wurde als "Bjelavina" das erste Mal 1334 urkundlich erwähnt.

Die Kirche Sv. Demetrius wurde auf der Stelle errichtet, wo heute die Kirche des Evangelisten St. Lukas steht. Diese wurde im Jahre 1489 das erste Mal erwähnt. Bis zum Einmarsch türkischer Truppen gehörte das damalige Gebiet Novska der Gräfin Katarina Svetačka. Danach wurde Kristofor Svetački II. zu einem türkischen Vasall. Nachdem dieser erkannte, dass er seinen Besitz nicht halten konnte, übergab er den Sultanen seine Festungen, unter denen auch Novska war, die die Familie 1532 erbaut hatte. Die Festungen wurden damals erbaut, um sich vor türkischen Truppen zu schützen. Das Bestehen dieser Festungen bezeugt auch Luka Ilić Oriovčanin. Es ist überliefert, dass die Festung südlich der heutigen Radnička ulica stand.

Das Gebiet Novska war 450 Jahre im Besitz der Familie Svetački, es ist von 1231 das erste Mal überliefert. Die Türken eroberten während ihres Feldzuges die bekannteste Befestigung die größte Festung in der Umgebung, die Kraljeva Velika. Dieses Dorf liegt heute in der Nähe von Lipovljani, 9 km von Novska entfernt.

Novska war bis 1918 Teil Österreich-Ungarns. Seit 1881 gehörte Novska dem Komitat Požega im autonomen Königreich Kroatien-Slawonien an (damals auch deutsch noch Poschegg genannt). Nach dem Ersten Weltkrieg erklärte sich das Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen unabhängig.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof in Novska

Straßen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Novska liegt an der Autobahn Zagreb-Lipovac (A3), die im ehemaligen Jugoslawien ein Teil des Autoput Bratstvo i jedinstvo war. Außerdem liegt Novska an den Staatsstraßen D47, die sich von Lipik bis Dvor an der bosnisch-herzegowinischen Grenze erstreckt und an der D312, die die Kreuzung mit der D47 mit dem Stadtzentrum von Novska verbindet.

Bahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Novska befindet sich ein Bahnhof etwas außerhalb des Stadtkerns. Aus Deutschland gibt es seit 2012 keine direkte Zugverbindung mehr. Am Bahnhof in Novska halten folgende Züge:[2]

Linie/Zugklasse Verlauf Betreiber
EN 414/EN 415 Beograd – Sremska Mitrovica – Vinkovci – Slavonski Brod – NovskaZagreb Hauptbahnhof/Zagreb Glavni Kolodvor – Ljubljana – Villach HbfInnsbruck HbfZürich HB ŽS, , , ÖBB, SBB
Putnički vlak Novska – Nova Gradiška – Slavonski Brod – Vinkovci – Tovarnik
Brzi vlak Vinkovci – Slavonski Brod – Novska – Zagreb Hauptbahnhof – Ljubljana – Villach Hbf HŽ, SŽ, ÖBB
Putnički/Brzi vlak Zagreb Hauptbahnhof – Kutina – Novska – Nova Gradiška – Slavonski Brod – Vinkovci
Putnički vlak Zagreb Hauptbahnhof – Velika Gorica – Sisak – Sunja – Novska

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ergebnisse der Einwohner nach Städten/Gemeinden 2011. In: Volkszählung in Kroatien 2011. Dezember 2012, abgerufen am 17. Juli 2017 (kroatisch).
  2. Željeznička postaja/kolodvor Novska. Abgerufen am 13. August 2015.