Nquthu (Gemeinde)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Nquthu
Nquthu Local Municipality
Map of KwaZulu-Natal with Nquthu highlighted (2016).svg
Symbole
Wappen
Wappen
Basisdaten
Staat Südafrika
Provinz KwaZulu-Natal
Distrikt Umzinyathi
Sitz Nquthu
Fläche 1961,8 km²
Einwohner 165.307 (Oktober 2011)
Dichte 84 Einwohner pro km²
Schlüssel KZN242
ISO 3166-2 ZA-NL
Webauftritt www.nquthu.gov.za (englisch)
Politik
Bürgermeister Siyabonga Mabilabila Kunene
Partei Inkatha Freedom Party

Koordinaten: 28° 14′ S, 30° 34′ O

Nquthu [nˈǃutʰu] (engl. Nquthu Local Municipality) ist eine Gemeinde im südafrikanischen Distrikt Umzinyathi in der Provinz KwaZulu-Natal. Der Verwaltungssitz der Gemeinde befindet sich in Nquthu. Siyabonga Mabilabila Kunene ist seit 2017 Bürgermeister.[1] Die IFP stellt die Minderheitsregierung im Gemeinderat.[2]

Der Name der Gemeinde ist ein Zulubegriff und bedeutet „die Rückseite des Kopfes“. Cetshwayo gab einem seiner Häuptlinge den Auftrag ihm den Rücken von den Briten freizuhalten und somit zu verhindern, dass diese ihn nicht „von hinten auf den Kopf schlagen“ (esiNquthu) konnten.[3] Nquthu deckt ein Gebiet von 1962 Quadratkilometern ab.[4] 2007 hatte die Gemeinde nach Hochrechnungen 164.887 Einwohner.[5]

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nquthu ist eine von vier Gemeinden des Distrikt und grenzt an AbaQulusi, eMadlangeni, Nkandla und Ulundi.[6] Sie liegt im Nordosten des Distrikts. Der Buffalo fließt durch das Gemeindegebiet, das sehr uneben ist. Die Höhe, auf der die Gemeinde liegt, schwankt zwischen 900 und 1500 Metern über dem Meeresspiegel.[7]

Die wichtigsten Orte der Gemeinde sind Nquthu, Nondweni und Mangeni.[8]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nquthu Town und Nondweni sind die einzigen stadtähnlichen Zentren in der ansonsten ländlichen Gemeinde. Verkehrstechnisch ist die Gemeinde über die R68, die Ulundi und Newcastle/Dundee verbindet, und die R33 im Norden von Nquthu angebunden. Die Stadt Nquthu ist das administrative, Handels- und Dienstleistungszentrum der Gemeinde.[6] Die Gemeinde ist allerdings von den Städten in der weiteren Umgebung abhängig: Melmoth, Vryheid, Newcastle und insbesondere Dundee. Höherwertige Waren können dort erworben werden. Außerdem bieten die Städte Arbeitsplätze für viele Bewohner von Nquthu.[7]

In der Stadt Nquthu gibt es Nebenstellen vieler staatlicher Einrichtungen und Behörden, etwa der Ministerien für Bildung, Landwirtschaft und Umwelt, Wirtschaft und Gesundheit. An den Wasserläufen des Buffalo und seinen Nebenflüssen und im ebenen oder nur flach abfallenden Gelände wird Landwirtschaft betrieben, allerdings hauptsächlich für den Eigenbedarf. Die steileren Gebiete im Zentrum der Gemeinde und im Norden werden als Weideland verwendet. Im Süden ist das Gelände meist zu steil, um landwirtschaftlich genutzt zu werden. Um die Städte herum wird teilweise Forstwirtschaft betrieben.[7]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Isandlwana Memorial ist ein Denkmal für die Schlacht bei Isandlwana während des Zulukriegs. Die Nachstellung der Kampfhandlungen ist eine wichtige Touristenattraktion der Gemeinde.[7]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ANC surrenders meekly as IFP elects its man as Nquthu mayor. timeslive.co.za vom 6. Juni 2017 (englisch), abgerufen am 11. Juni 2017
  2. The Local Government Handbook – A complete guide to municipalities in South Africa. Nquthu Local Municipality (KZN242). Yes! Media; abgerufen am 26. Dezember 2016 (englisch).
  3. South African Language – Place Names. Abgerufen am 3. Juni 2010 (englisch).
  4. Nquthu. Municipal Demarcation Board; abgerufen am 3. Juni 2010 (englisch).
  5. Community Survey – Basic Results: Municipalities. Statistics South Africa, ; abgerufen am 1. Mai 2010 (PDF; 0,81 MB, englisch).
  6. a b Nquthu Municipality (Hrsg.), S. 15.
  7. a b c d KwaZulu-Natal Top Business (Hrsg.).
  8. Michael Iwanowski: Südafrika. Tipps! für individuelle Entdecker. 19. komplett überarbeitete Auflage. Reisebuchverlag Iwanowski, Dormagen 2010, ISBN 978-3-933041-87-6 (beigefügte Landkarte).