Ntshingwayo Khoza

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Ntshingwayo kaMahole Khoza (* 1809; † 21. Juli 1883) war ein Häuptling (inKosi) des südafrikanischen Volkes der Khoza und Heerführer im Zulukrieg von 1879.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ntshingwayo Khoza zur Zeit des Zulukrieges

Ntshingwayo Khoza zählte zu den Ratgebern König Cetshwayos († 1884), obwohl er im zweiten Bürgerkrieg im Zululand (1856) dessen Gegner favorisiert hatte. Aus diesem Grund hegte der König Ntshingwayo gegenüber auch zeitlebens ein gewisses Misstrauen. Im Zulukrieg von 1879 fungierte Nshingwayo, der damals fast 70 Jahre alt war, quasi als Senior-Kommandant der bis zu 40.000 Mann starken Armee der Zulu. Er konnte den Briten am 22. Januar 1879 in der Schlacht bei Isandhlwana eine Niederlage zufügen. Das britische Kontingent von über 1.300 Soldaten wurde dabei nahezu vollständig aufgerieben.

Am 28. März kam es zu einem Gefecht zwischen einer britischen Abteilung unter Redvers Buller, dem späteren Oberbefehlshaber im Burenkrieg, und der Hauptarmee Ntshingwayo Khozas bei Hlobane. In diesem Gefecht waren die Zulu erneut siegreich und die Briten verloren fast ein Drittel ihrer eingesetzten Truppen. Am folgenden Tag besiegte Oberst Evelyn Wood mit 2.000 Mann Ntshingwayo Khozas Streitmacht von 25.000 Mann in der Schlacht von Kambula.

In der Schlacht bei Ulundi am 4. Juli 1879 konnten die Engländer die Zulu schließlich endgültig schlagen. Mitte August ergab sich Ntshingwayo mit den ihm noch verbliebenen Truppen den Briten, die bereits zwei Wochen nach der Entscheidungsschlacht darüber informiert hatten, dass das Zulu-Königreich nicht mehr bestehe. Im dritten Bürgerkrieg im Zululand (1883–18884) stand Ntshingwayo an der Seite des von den Briten in einem verkleinerten Königreich wieder eingesetzten Königs Cetshwayo, welcher im Juli 1883 die entscheidende Schlacht bei oNdini gegen seine Widersacher verlor. Ntshingwayo wurde zusammen mit zahlreichen anderen hohen Würdenträgern, die zum Teil schon unter Cetshwayos Vorgängern bedeutende Positionen innegehabt hatten, während der chaotischen Flucht, die der Niederlage folgte, getötet.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • John Laband: The A to Z of the Zulu Wars (= The A to Z Guide Series, No. 202). The Scarecrow Press, Inc., Lanham–Toronto–Plymouth 2010, ISBN 978-0-8108-7631-6, S. 204f. (Stichwort: NTSHINGWAYO kaMAHOLE).