Nueva Loja

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Nueva Loja, auch Lago Agrio genannt (obwohl dies offiziell nur die Bezeichnung des zugehörigen Kantons ist), ist die Hauptstadt der ecuadorianischen Provinz Sucumbíos. Die Stadt hat 43.809 Einwohner (2005).

Nueva Loja liegt im Zentrum der Provinz Sucumbíos im Nordosten Ecuadors, gut 20 km südlich der Staatsgrenze zu Kolumbien. Es ist die größte Stadt im ecuadorianischen Amazonasbecken. Die Stadt wurde um 1970 als Stützpunkt für die neu erschlossenen Ölfelder der Umgebung gegründet. Nach Probebohrungen im Ölfeld Lago Agrio I, das von Arbeitern der Texaco nach dem Firmensitz Sour Lake in Texas benannt worden war, und dem Bau der ersten Pipeline, begann 1972 die reguläre Ölförderung. In dieser Zeit wurden von der ecuadorianischen Regierung vor allem Bewohner der südlichen Andenregion Ecuadors, insbesondere der Provinz Loja, in der Dürre herrschte, bei Übersiedlung nach Lago Agrio unterstützt. Aus der Ansiedlung der Erdölarbeiter und der übrigen Siedler entstand die Stadt Nueva Loja, die bereits 1979 Hauptstadt des neu eingerichteten Kantons Lago Agrio und 1989 Hauptstadt der neuen Provinz Sucumbíos wurde.

Durch die Erdölförderung und die Besiedlung hat der ursprünglich die Gegend überwuchernde tropische Regenwald stark gelitten bzw. wurde vernichtet. Die Umgebung von Nueva Loja hat große Umweltschäden aufzuweisen, die Bodenqualität hat sich z. T. extrem stark verschlechtert (Bodendegradation), insbesondere aufgrund von Verschmutzung durch Erdöl oder Erdölrückstände. Die vor der Erdölprospektion und Ansiedlung in der Region lebenden indigenen Gemeinschaften der Cofán haben sich in entlegenere Regionen zurückgezogen.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 0° 6′ N, 76° 52′ W

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]