Nueva canción

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Nueva Canción (wörtlich ‚Neues Lied‘) ist eine Form des politischen Lieds, die in Lateinamerika entstand. Diese Form Lateinamerikanischer Musik entstand zuerst in den 1950er- und 1960er-Jahren in den südamerikanischen Ländern – Argentinien, Chile und Uruguay –, wurde bald aber auch in Zentralamerika populär.

Merkmale, Entstehung und Verbreitung[Bearbeiten]

Violeta Parra begann in den 1950er-Jahren die Volksmusik des ländlichen Chile zu erforschen und kombinierte sie mit neueren sozialkritischen Elementen. Ihre Kindern Isabel und Angel leiteten ab 1965 einen Club La Peña de los Parra in Santiago de Chile, wo oft Víctor Jara auftrat.

Musikalisch schöpft die Nueva canción aus der Andinen Musik, der Música negra, spanischer Musik, kubanischer Musik und anderer lateinamerikanischer Folklore. Die wichtigste Quelle ist die chilenische cueca, eine ländliche Liedform.

Typische Themen der Nueva canción sind die Armut des Volkes, sein Kampf um bessere Lebensbedingungen, die Unidad Popular, der Imperialismus, die Demokratie, Menschenrechte und Religion. Dementsprechend wurden viele Protestlieder geschrieben.

Der Putsch gegen Salvador Allende 1973 in Chile beeinflusste das Wachstum des Genres stark, da die ganze musikalische Bewegung in den Untergrund gehen musste. Während der Tage des Putsches wurde der bekannte Sänger und Liedermacher Víctor Jara vom neuen Regime unter Augusto Pinochet gefoltert und ermordet. Gruppen wie Inti-Illimani, Quilapayún und Tiempo Nuevo fanden außerhalb des Landes Zuflucht. Die Militärregierung unter Pinochet war bis 1989 an der Macht und verbot traditionelle andine Musikinstrumente, um die Nueva-Canción-Bewegung zu unterdrücken. Nach dem Abgang Pinochets wurde das Stadion, in dem Victor Jara umgebracht worden war, in Estadio Víctor Jara umbenannt.

Die meisten Lieder werden von der Gitarre und oft von der quena, zampoña, der charango oder dem Cajón begleitet. Der Text ist meist in Spanisch mit einigen Worten in indigenen Sprachen.

Wahrend Chile die meisten Nueva-Canción-Künstler hervorbrachte, war die Nueva canción in fast allen spanischsprachigen lateinamerikanischen Ländern populär, und war in den 1970er-Jahren auch in Europa beliebt.

Musikerinnen und Musiker[Bearbeiten]

Argentinien[Bearbeiten]

Pedro Aznar

Brasilien[Bearbeiten]

Kanarische Inseln[Bearbeiten]

Chile[Bearbeiten]

El Salvador[Bearbeiten]

Guatemala[Bearbeiten]

  • Alux Nahual
  • Canto General

Nicaragua[Bearbeiten]

Paraguay[Bearbeiten]

Puerto Rico[Bearbeiten]

Uruguay[Bearbeiten]

Venezuela[Bearbeiten]

Peru[Bearbeiten]

Los Angeles, Kalifornien, USA[Bearbeiten]

Nueva Trova: Kuba[Bearbeiten]

Canto Nuevo: Mexiko[Bearbeiten]

  • Los Folkloristas
  • La Peña Móvil
  • León Chávez Teixeiro
  • Julio Solórzano
  • Cade
  • Anthar y Margarita
  • Oscar Chávez
  • Grupo del Cóndor Pasa
  • Sanampay
  • Escalón
  • Inca-Taki
  • Guadalupe Pineda
  • Grupo Víctor Jara
  • Eugenia León
  • El "Negro" Ojeda
  • Guadalupe Trigo
  • Icnocuicatl
  • La Nopalera
  • Marcial Alejandro
  • Caito

Nova Cançó: Catalunya[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Jan Fairly: Die Gitarre ist eine Waffe, das Lied eine Kugel. Nueva canción. In: Simon Broughton et al. (Hrsg.): Weltmusik. Rough Guide. J.B. Metzler, Stuttgart und Weimar 2000, S. 714-723.