Nutcharut Wongharuthai

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Nutcharut Wongharuthai
Nutcharut Wongharuthai
Geburtstag 7. November 1999 (23 Jahre)
Geburtsort Saraburi
Nationalität Thailand Thailand
Spitzname(n) Mink
Profi ab 2022
Preisgeld 16.929 £ (Stand: 5. Februar 2023)
Höchstes Break 74 (World Mixed Doubles 2022)[1]
Century Breaks 0 (Stand: 5. Februar 2023)
Main-Tour-Erfolge
Weltmeisterschaften
Ranglistenturniersiege
Minor-Turniersiege
Weltranglistenplatzierungen
Höchster WRL-Platz 109 (August 2022, Oktober–November 2022)
Aktuell 119 (Stand: 29. Januar 2023)
Beste Ergebnisse
Ranglistenturniere Letzte 64 (Northern Ireland Open 2022)
Andere Profiturniere Sieg (World Mixed Doubles 2022)

Nutcharut Wongharuthai (thailändisch ณัชชารัตน์ วงศ์หฤทัย, Spitzname Mink; * 7. November 1999 in Saraburi), häufig Mink Nutcharut genannt, ist eine thailändische Snookerspielerin. 2022 wurde sie Weltmeisterin des Weltverbands. Der Titel berechtigt sie zur Teilnahme an der Profitour ab der Saison 2022/23.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jugendjahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit 10 Jahren begann Nutcharut Wongharuthai mit dem Snooker. International trat sie erstmals 2015 in Erscheinung, als sie mit 15 Jahren im Finale der U21-Weltmeisterschaft der Frauen stand, das sie mit 2:5 gegen ihre Landsfrau Siripaporn Nuanthakhamjan verlor. Im Jahr darauf verlor sie das Finale der Altersklasse U18 gegen dieselbe Gegnerin mit 1:3, holt sich dann aber anschließend den U21-Titel, erneut gegen Nuanthakhamjan. Auch bei der Frauenweltmeisterschaft des Amateurverbands IBSF trat sie an und schied erst im Halbfinale gegen die Rekordtitelträgerin Wendy Jans aus.

In der Saison 2017/18 beherrschte sie den Jugendbereich und holte sich den U18-Titel sowie die U21-Titel von Weltverband und Amateurverband. Bei der Amateur-WM scheiterte sie an der 6 Jahre älteren Waratthanun Sukritthanes erneut erst im Halbfinale. Bei den British Open, einem Turnier der Frauen-Welttour, schlug sie erst die mehrfache WM-Finalistin Maria Catalano und im Halbfinale die amtierende Weltmeisterin Ng On Yee und verlor erst im Finale gegen Rekordweltmeisterin Reanne Evans. Catalano revanchierte sich allerdings bei der nächsten WM und schlug sie im Viertelfinale.

Im Jahr darauf verteidigte sie nur einen der beiden U21-Titel, spielte aber regelmäßig bei den großen Turnieren der Frauentour und maß sich mit den besten Spielerinnen. Bei den Australian Open und dem European Masters erreichte sie das Finale, bei der UK Championship und den Belgian Open das Halbfinale. Bei der WM des Weltverbands schlug sie Titelverteidigerin Ng On Yee und erreichte erstmals ein WM-Finale, das sie aber mit 3:6 gegen Reanne Evans verlor. In der Frauenweltrangliste stieg sie von Platz 17 auf Platz 4.[2]

World Women’s Snooker Tour und Weltmeistertitel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der 6-Reds Weltmeisterschaft der IBSF holte sie 2019 ihren ersten Titel im Erwachsenenbereich, wenn auch in einem Sonderformat. Danach gewann sie die Australian Open gegen Ng On Yee. Gegen die Chinesin verlor sie bei der IBSF-Weltmeisterschaft das Finale. Davor hatte sie Wendy Jans geschlagen, die sechs der vorhergehenden sieben Titel bei diesem Turnier gewonnen hatte. In diesem Jahr gelang ihr das erste offiziell verbürgte Maximum Break einer Frau. Die 147 Punkte in einer Aufnahme gelangen ihr allerdings nicht in einem Turnier, sondern in einem Trainingsmatch.

Anders als im Profibereich fanden in der Saison 2020/21 wegen der COVID-19-Pandemie keine Turniere statt. Erst Anfang 2022 gab es mit den British Open wieder ein größeres Frauenturnier. Wongharuthai holte sich mit 4:3 gegen Reanne Evans den Titel. Erstmals nahm sie danach an der Q Tour teil, einer Qualifikationsserie für die Profitour, und trat gegen männliche Konkurrenz an. Sie schlug die Ex-Profis Billy Castle und Daniel Wells sowie drei weitere Amateure und erreichte das Viertelfinale. Bei der WM des Weltverbands schlug sie mit Ng On Yee und Rebecca Kenna die Nummer 2 und 3 der Weltrangliste und erreichte zum zweiten Mal in Folge das Finale. Das Spiel gegen Wendy Jans verlief wechselhaft und erst im Entscheidungsframe holte sie mit Schwarz den Sieg und wurde Weltmeisterin.[3]

Der Erfolg sicherte ihr auch die Qualifikation für die World Snooker Tour, die zwei Spielerinnen der WWS Tour zustanden. Damit erhielt sie die Startberechtigung bei den Profiturnieren in den nächsten beiden Spielzeiten.

Erste Profi-Saison 2022/23[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beim World Mixed Doubles 2022 gewann sie zusammen mit Neil Robertson im gemischten Doppel den Titel.

Titel und Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • World Women’s Snooker Tour
    • Australian Women’s Open: 2019
    • British Open: 2022
  • Challenge Cup
    • World Women’s 6-Red Championship: 2018
  • Jugendturniere
    • World Women’s Under-21 Championship: 2018 (Finale: 2019)
    • IBSF World Under-21 Championship: 2016, 2017, 2018 (Finale: 2015, 2019)
    • IBSF World Under-18 Championship: 2016 (Finale: 2017)

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Robertson And Nutcharut Storm Into Final. In: wst.tv. World Snooker Tour, 5. September 2022, abgerufen am 25. September 2022 (englisch).
  2. World Women’s Snooker Rankings Review 2018/19. World Women’s Snooker, 26. Juni 2019, abgerufen am 15. Februar 2022.
  3. Wongharuthai Wins First World Title. World Snooker Tour, 15. Februar 2022, abgerufen am 15. Februar 2022.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]