Nuugaatsiaq

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Nuugatsiaq (recht große Landspitze)

Nûgâtsiaĸ (Alte Rechtschreibung)
Kommune Qaasuitsup Kommunia
Geographische Lage 71° 32′ 13″ N, 53° 12′ 36″ WKoordinaten: 71° 32′ 13″ N, 53° 12′ 36″ W
Nuugatsiaq (Grönland)
Nuugatsiaq
Höhe 231 m
Einwohner 102 (1. Januar 2017 (seit Juni 2017 verlassen))
Zeitzone UTC-3

Nuugaatsiaq [ˌnuːɣaːtsiˈɑq] (nach alter Rechtschreibung Nûgâtsiaĸ) ist eine momentan zerstörte grönländische Siedlung im Distrikt Uummannaq in der Qaasuitsup Kommunia.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nuugaatsiaq liegt im Süden der Insel Qeqertarsuaq, die nicht mit der gleichnamigen Diskoinsel zu verwechseln ist. Auf der Insel liegt der Berg Snehætten und das Tal Majoqqaa. Vor dem Ort liegt die Insel Nuugaatsiaap Qeqertaa und etwas weiter südöstlich die Karrat Ø, noch weiter südlich Qeqertanngui und noch weiter die Upernivik Ø. Davon westlich liegt die Insel Illorsuit mit dem gleichnamigen Ort, welcher die nächste bewohnte Siedlung darstellt.[1]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nuugaatsiaq lebt vor allem vom Heilbuttfang, während es vor einiger Zeit noch Robbenjagd und Katzenfischfang gab. Eine kleine Handelsniederlassung von Royal Greenland mit maximal zehn Mitarbeitern lagert den Fisch. Weitere Berufe lassen sich in der Verwaltung, bei Pilersuisoq, im Tourismus und in der Schule Atuarfik Saamu, die zwölf Schüler in den Jahrgängen eins bis neun unterrichtet und zudem eine Bibliothek und Jugendfreizeitaktivitäten anbietet. Weiterhin gibt es eine Tagespflege, die Post, eine Krankenstation und eine Dorfhalle.[2]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf der namensgebenden Landzunge befindet sich ein kleiner Kai. Die Boote werden aber üblicherweise direkt an der Wasserkante gestartet. Im Norden befindet sich der Heliport Nuugatsiaq. Im Winter erfolgt der Verkehr per Schneemobil und Hundeschlitten. Im Ort befinden sich einige gepflasterte Straßen.[2]

Versorgung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nukissiorfiit versorgt den Ort über das Kraftwerk im Osten mit Strom und über einen Tank mit Frischwasser. Müll wird verbrannt oder ins Meer gekippt. Für die Telekommunikation sorgt TELE Greenland.[2]

Tsunami 2017[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Tsunami in Grönland 2017

Am 18. Juni 2017 wurde der Ort nach einem Erdbeben der Stärke 4,8 von einem Tsunami heimgesucht. Dabei wurden vier Personen auf das Meer hinausgezogen, zwei schwer verletzt und sieben weitere leicht. Weiterhin wurden elf Gebäude zerstört, darunter das Kraftwerk. Der Ort wurde evakuiert und ist mindestens bis Ende des Jahres unbewohnbar.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nuugaatsiaq-population-dynamics.png

Die Bevölkerung ist seit etwa 25 Jahren wenig verändert, auch wenn die Zahl dazwischen auch gesunken und gestiegen ist.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Nuugaatsiaq – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Karte und Umgebung bei mapcarta.com
  2. a b c Informationen bei qaasuitsup.kommuneplania.gl