Barclaycard Arena (Hamburg)

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Barclaycard Arena
Luftbild der Arena
Luftbild der Arena
Frühere Namen

Color Line Arena (2002–2010)
O2 World Hamburg (2010–2015)

Daten
Ort Sylvesterallee 10
DeutschlandDeutschland 22525 Hamburg, Deutschland
Koordinaten 53° 35′ 21,8″ N, 9° 53′ 56,8″ O53.5893829.899121Koordinaten: 53° 35′ 21,8″ N, 9° 53′ 56,8″ O
Eigentümer Anschutz Entertainment Group (AEG)
Betreiber Anschutz Entertainment Group Arena Management GmbH
Baubeginn 13. Juni 2001
Eröffnung 8. November 2002
Oberfläche Parkett
Eisfläche
PVC-Bodenbelag
Kosten 83 Mio. Euro
Kapazität 16.000 Plätze (maximal)
13.000 Plätze (Eishockey)
13.000 Plätze (Handball)
08.000 Plätze (mit abgehängtem Oberrang)
03.000 bis 4.000 Plätze (Amphitheater)
Spielfläche 86,8 m × 43,3 m (maximal)
60 m × 30 m (Eishockey)
Verein(e)
Veranstaltungen

Die Barclaycard Arena (zuvor Color Line Arena und O2 World Hamburg) ist eine Multifunktionsarena für sportliche und kulturelle Veranstaltungen in Hamburg. Sie liegt im Altonaer Volkspark im Stadtteil Bahrenfeld in direkter Nachbarschaft des Volksparkstadions – der Heimat des Hamburger SV – und der Volksbank Arena.

Die am 8. November 2002 eröffnete Halle ist 150 Meter lang, 110 Meter breit und hat eine Höhe von 33 Metern. Die maximale Kapazität der Halle beträgt 16.000 Besucher, bei Sportveranstaltungen durch den Wegfall der Innenraum-Plätze 13.000. Die Baukosten betrugen rund 83 Mio. Euro.[1] Finanziert wurde der Bau der Arena vom finnischen Unternehmer Harry Harkimo und von der Stadt Hamburg, die Harkimo das Grundstück für den symbolischen Preis von einer Mark verkaufte sowie als vorbereitende Maßnahme für 12,38 Mio. Mark (etwa 6,33 Mio. Euro) die Verkehrsinfrastruktur verbesserte und für 5 Mio. Mark (etwa 2,56 Mio. Euro) eine Bodensanierung durchführen ließ.[2] Im Oktober 2007 wurde die Halle für geschätzte 75 Millionen Euro an die Anschutz Entertainment Group verkauft.[3]

Nutzung[Bearbeiten]

Die Barclaycard Arena dient der Hamburger Eishockeymannschaft Hamburg Freezers als Austragungsort für ihre Heimspiele. Von 2002 bis 2016 war die Handballmannschaft des HSV Hamburg in der Halle beheimatet. Das jährliche Final Four des DHB-Pokals wird hier auch ausgetragen. 2007 wurden in der Arena einige Spiele der Handball-Weltmeisterschaft ausgetragen. Am 16. November 2005, 13. November 2009 und 2. November 2012 gastierte World Wrestling Entertainment mit der „Survivor Series Tour“ in der Arena, wobei die erste Veranstaltung eher schwach besucht war und letztere mit 14.000 Zuschauern beinahe ausverkauft war. In der Halle finden außerdem regelmäßig Konzerte aus allen Musikrichtungen statt.

Während der gesamten Eishockeysaison besteht im Innenraum eine Eisfläche. Für Konzerte, Handballspiele und andere Veranstaltungen, bei denen keine Eisfläche benötigt wird, deckt man diese innerhalb kurzer Zeit mit Isolierplatten ab.

Geschichte[Bearbeiten]

Um Standort, Konzept, Betreiber und Realisierung gab es einen jahrzehntelangen Streit. 1997 wurde als Standort der Arena eine Deponiefläche im Altonaer Volkspark gewählt, die sich über dem Teilchenbeschleuniger HERA befindet.[4] Am 13. Juni 2001 fand die Grundsteinlegung für die Arena statt. Ihren Namen erhielt die Arena offiziell am 8. November 2001 nach der norwegischen Fährschiffreederei Color Line. Im März 2002 feierte man Richtfest und am 8. November 2002 wurde die Color Line Arena mit einem Konzert von Wonderwall, Sasha und Phil Collins feierlich eröffnet. Udo Lindenberg feierte in der Arena am 13. Februar 2004 mit seinem Panikorchester sein 30-jähriges Bühnenjubiläum. Von diesem Konzert ist eine Doppel-DVD erschienen. Die Böhsen Onkelz zeichneten am 5. Oktober 2004 in der ausverkauften Halle die Doppel-CD „Live in Hamburg“ auf und dokumentierten so ihre Abschiedstournee. Das Konzert war zugleich das letzte Hallenkonzert der Band.

Am 13. April 2010 gaben die Anschutz Entertainment Group und Telefónica Germany die Umbenennung der Arena in O2 World Hamburg bekannt. Sie war damit nach der O2 World Berlin die zweite nach dem Mobilfunkanbieter O2 benannte Veranstaltungshalle in Deutschland und die fünfte in Europa. Die Partnerschaft der beiden Unternehmen war ursprünglich auf zehn Jahre angelegt, O2 verkündete jedoch das vorzeitige Ende des Engagements zum 30. Juni 2015 in Hamburg und Berlin.[5] Zum 1. Juli 2015 erwarb Barclaycard die Namensrechte für zehn Jahre und seitdem heißt das Gebäude Barclaycard Arena.[6]

Galerie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Barclaycard Arena – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Zahlen und Fakten
  2. Das Vorbild: Die "Hartwall Areena" in Helsinki
  3. Hamburger Color-Line-Arena an Anschutz Entertainment Group verkauft
  4. Color Line Arena im Volkspark Hamburg. hamburg.de
  5. o2 World Hamburg sucht nach neuem Namen, Telefonica steigt aus, Ivana Dragila, Musikmarkt, 22. Januar 2015
  6. Barclays wird neuer Namensgeber der O2 World Hamburger Morgenpost, 27. Mai 2015