O2 World Hamburg

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O2 World Hamburg
Logo der Arena
Luftbild der Arena
Luftbild der Arena
Frühere Namen

Color Line Arena (2002–2010)

Daten
Ort DeutschlandDeutschland Hamburg, Deutschland
Koordinaten 53° 35′ 21,8″ N, 9° 53′ 56,8″ O53.5893829.899121Koordinaten: 53° 35′ 21,8″ N, 9° 53′ 56,8″ O
Eigentümer Anschutz Entertainment Group (AEG)
Betreiber Anschutz Entertainment Group Arena Management GmbH
Baubeginn 13. Juni 2001
Eröffnung 8. November 2002
Oberfläche Parkett
Eisfläche
PVC-Bodenbelag
Kosten 83 Millionen Euro
Kapazität 16.000 Plätze (maximal)
13.000 Plätze (Eishockey)
13.000 Plätze (Handball)
8.000 Plätze (mit abgehängtem Oberrang)
3.000 bis 4.000 Plätze (Amphitheater)
Spielfläche 86,8 m x 43,3 m (maximal)
60 m x 30 m (Eishockey)
Verein(e)
Veranstaltungen

Die O2 World Hamburg (bis zum 13. April 2010 Color Line Arena) ist eine Multifunktionsarena für sportliche und kulturelle Veranstaltungen in Hamburg. Sie liegt im Altonaer Volkspark im Stadtteil Bahrenfeld in direkter Nachbarschaft des Volksparkstadions – der Heimat des Hamburger SV – und der neuen Volksbank-Arena. Sie gehört zu den modernsten Arenen in Europa.

Die am 8. November 2002 eröffnete Halle ist 150 Meter lang, 110 Meter breit und hat eine Höhe von 33 Metern. Die maximale Kapazität der Halle beträgt 16.000 Besucher, bei Sportveranstaltungen durch den Wegfall der Innenraum-Plätze 13.000. Die Baukosten betrugen rund 83 Mio. Euro.[1] Finanziert wurde der Bau des Stadions vom finnischen Unternehmer Harry Harkimo und von der Stadt Hamburg, die Harkimo das Grundstück für einen symbolischen Preis von einer Mark verkaufte und als vorbereitende Maßnahme für 12 Mio. Mark (etwa 6,1 Mio. Euro) Verbesserungen der Infrastruktur ausführen ließ. Im Oktober 2007 wurde die Halle für geschätzte 75 Millionen Euro an die Anschutz Entertainment Group verkauft.[2]

Nutzung[Bearbeiten]

Die O2 World Hamburg dient der Hamburger Eishockeymannschaft Hamburg Freezers und der Handballmannschaft HSV Hamburg als Austragungsort für ihre Heimspiele. Das jährliche Final Four des DHB-Pokals wird hier auch ausgetragen. 2007 wurden in der Arena einige Spiele der Handball-Weltmeisterschaft ausgetragen. Am 16. November 2005, 13. November 2009 und 2. November 2012 gastierte World Wrestling Entertainment mit der „Survivor Series Tour“ in der Arena, wobei die erste Veranstaltung eher schwach besucht war und letztere mit 14.000 Zuschauern beinahe ausverkauft war.

In der Halle finden außerdem regelmäßig Konzerte aus allen Musikrichtungen statt, da sie deutliche akustische Vorteile gegenüber der alten Sporthalle Hamburg bietet.

Während der gesamten Eishockeysaison besteht im Innenraum eine Eisfläche. Für Konzerte, Handballspiele und andere Veranstaltungen, bei denen keine Eisfläche benötigt wird, deckt man diese innerhalb kurzer Zeit mit Isolierplatten ab.

Geschichte[Bearbeiten]

Um Standort, Konzept, Betreiber und Realisierung gab es einen jahrzehntelangen Streit. Als eines der Zugeständnisse der Politik wurde als Standort der Arena eine Deponiefläche unmittelbar über dem Teilchenbeschleuniger HERA gewählt, welcher durch die veränderte Auflast neu justiert werden musste.[3] Am 13. Juni 2001 fand die Grundsteinlegung für die Arena statt. Ihren Namen erhielt die Arena offiziell am 8. November 2001 nach der norwegischen Fährschiffreederei Color Line. Im März 2002 feierte man Richtfest und am 8. November 2002 wurde die Color Line Arena mit einem Konzert von Wonderwall, Sasha und Phil Collins feierlich eröffnet. Udo Lindenberg feierte in der Arena am 13. Februar 2004 mit seinem Panikorchester sein 30-jähriges Bühnenjubiläum. Von diesem Konzert ist eine Doppel-DVD erschienen. Die Böhsen Onkelz zeichneten am 5. Oktober 2004 in der ausverkauften Halle die Doppel-CD „Live in Hamburg“ auf und dokumentierten so ihre Abschiedstournee. Das Konzert war zugleich das letzte Hallenkonzert der Band.

Am 13. April 2010 gaben die Anschutz Entertainment Group und Telefónica Germany die Umbenennung der Arena in O2 World Hamburg bekannt. Sie war damit nach der O2 World Berlin die zweite nach dem Mobilfunkanbieter O2 benannte Veranstaltungshalle in Deutschland und die fünfte in Europa. Die Partnerschaft der beiden Unternehmen war ursprünglich auf zehn Jahre angelegt, O2 verkündete jedoch das vorzeitige Ende des Engagements zum 30. Juni 2015 in Hamburg und Berlin.[4] Am 27. Mai 2015 wurde das Bankhaus Barclays als neuer Namensgeber bekannt gegeben. Ab dem 1. Juli 2015 wird die Mehrzweckhalle Barclaycard Arena heißen.[5]

Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Der Arena fehlt eine direkte Anbindung an das Hamburger Schnellbahnnetz. Die nächsten Stationen sind die S-Bahnhöfe Eidelstedt und Stellingen in etwa 1200 bzw. 1500 Metern Entfernung. Von Stellingen aus fahren bei Veranstaltungen Shuttle-Busse direkt zur Arena. Zudem hält der Metrobus M22 an der Rückseite der Arena, der eine Anbindung an die U2 hat. An das Straßennetz ist die Arena durch die Anschlussstelle Hamburg-Volkspark der Bundesautobahn 7 angebunden.

Galerie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Zahlen und Fakten
  2. Hamburger Color-Line-Arena an Anschutz Entertainment Group verkauft
  3. Color Line Arena im Volkspark Hamburg. hamburg.de
  4. o2 World Hamburg sucht nach neuem Namen, Telefonica steigt aus, Ivana Dragila, Musikmarkt, 22. Januar 2015
  5. Barclays wird neuer Namensgeber der O2 World, Hamburger Morgenpost 27. Mai 2015