O Cangaceiro – Die Gesetzlosen

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Filmdaten
Deutscher TitelO Cangaceiro – Die Gesetzlosen
OriginaltitelO Cangaceiro
ProduktionslandBrasilien
OriginalsprachePortugiesisch
Erscheinungsjahr1953
Länge105 Minuten
AltersfreigabeFSK 16
Stab
RegieLima Barreto
DrehbuchLima Barreto,
Rachel de Queiroz
ProduktionCid Leite du Silva für die Companhia Cinematográfico Vera Cruz
MusikGabriel Migliori
KameraChick Fowle
SchnittGiuseppe Baldacconi,
Lúsico Braun,
Oswald Hafenrichter
Besetzung

O Cangaceiro – Die Gesetzlosen ist ein brasilianischer Abenteuerfilm von 1953, der in den 1930er Jahren im Sertão spielt. Er ist der erste brasilianische Spielfilm, der international bekannt wurde, wozu auch die Titelmelodie Mulher Rendeira beitrug. Der Filmtitel leitet sich vom Begriff des Cangaceiro ab. Bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes 1953 erhielt der Film die Auszeichnung als bester Abenteuerfilm.

Weitere technische Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstaufführungen:

  • Brasilien: 20. Januar 1953
  • Portugal: 8. Dezember 1953
  • Bundesrepublik Deutschland: 8. Januar 1954
  • USA: 2. September 1954 (als The Bandit of Brazil)

Fernsehausstrahlungen:

  • BRD: 28. Januar 1967 (ARD)
  • DDR: 16. September 1972 (DFF 2)

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bande von Hauptmann Galdino Feirreira terrorisiert in den ärmlichen Dörfern des Sertão die Bevölkerung. Bei einem Überfall entführen sie die Lehrerin Olivia, um ein Lösegeld zu erpressen. Als sich sowohl Feirreira als auch sein Stellvertreter Teodoro in sie verlieben, kommt es in der Bande zu einer Spaltung.

Historischer Hintergrund, Produktionsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film ist bis hin zum Nachnamen von Hauptmann Feirreira angelehnt an die Aktivitäten einer Bande Cangaceiros, die in den 1920er/30er Jahren im Sertão unter der Führung von Virgulino Ferreira da Silva, genannt Lampião (Die Lampe), operierte.

Die Produktion wurde nicht am Ort des historischen Geschehens im Sertão gedreht, sondern in Vargem Grande do Sul im Bundesstaat São Paulo sowie dem Filmstudio in São Bernardo do Campo.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Die Urballade vom guten Räuber und vom schönen Mädchen, längst als ein Muß-Bestandteil in Routine-Wildwestern verheizt, erfährt durch die unverbrauchten Bild- und Musikrhythmen, in den Gesichtern eines neu entdeckten Gangster-Reservoirs (der nordbrasilianischen Desperados) eine faszinierende Wiederbelebung. Einer der Filme, die man unter Hunderten nicht verwechseln kann.“

Der Spiegel, Nr. 6 vom 3. Februar 1954

Überlieferung, Adaptionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus unbekannten Gründen ist der Film auch in Brasilien bislang nie auf Video oder DVD ediert worden. Die deutsche Fassung ist lediglich 95 Min. lang und damit um gut 10 Min. kürzer als das Original. Obwohl der Film ein Klassiker der brasilianischen Filmkunst ist, wurde er bislang auch nicht auf ARTE ausgestrahlt.

O Cangaceiro wurde zum Vorbild für einige Nachfolgeproduktionen, so A Morte Comando o Cangaço (BRA 1961, R.: Carlos Coimbra, Walter Guimarães Motta) oder Viva Cangaceiro (I 1970, R.: Giovanni Fago).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]