Obedience Thru Suffering

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Obedience Thru Suffering
Studioalbum von Crowbar
Veröffentlichung 1991
Label Grind Core, Pavement Records
Format LP, CD
Genre Doom Metal, Sludge
Anzahl der Titel 10
Laufzeit 43:15

Besetzung

Produktion Mark Namara, Lenny Moore, Crowbar
Studio Studio 53, Palatine (Illinois)
Chronologie
Obedience Thru Suffering Crowbar
(1993)

Obedience Thru Suffering (englisch für „Gehorsam durch Leiden“) ist das Debütalbum der US-amerikanischen Doom-Metal- und Sludge-Band Crowbar. Es erschien 1991 auf dem Label Grind Core International, wurde aber später durch Pavement Records wiederveröffentlicht.[1]

Stil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Album wird dem Sludge zugerechnet. Bradley Torreano sieht Einflüsse in der roboterhaften Herangehensweise von Helmet, den Rasiermesserscharfen Riffs von Exhorder und des brutal langsamen Rhythmus der Melvins.[2] Das gesamte Album wird ohne Solo dargebracht. Der später als Sludge bezeichnete Klang ist langsam und schwerfällig, der Gesang ist meist melodisch, es werden zumeist kurze Textzeilen gesungen. Im Gesang wurden auch Thrash-Einflüsse gesehen.[3] Laut Frank Albrecht ähneln Musik und Gesang „eher einer Thrash-Version des Dooms, d.h. man hört laute, energiegeladene Gitarren verbunden mit derb-thrashigem Gesang und äußerst originellen Riffs.“ (Frank Albrecht) Die Thrasheinflüsse wurden insbesondere auf die ebenfalls aus New Orleans stammenden Exhorder zurückgeführt. Crowbar selbst verweist eher auf die im Sludge übliche Mischung aus Doom Metal und Hardcore Punk.[3]

Entstehung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem die Band im April 1990 ihr erstes und einziges Demo aufgenommen hatte und ihren ursprünglichen Schlagzeuger durch Craig Nunenmacher ersetzt hatte, ging die Band im Oktober 1991 in Palatine (Illinois) ins Studio, um ihr Debüt einzuspielen. Dabei wurden drei Songs vom Demo neu aufgenommen: A Breed Apart, My Agony und Subversion.[3] Zu letzterem Stück wurde auch ein Video gedreht, das Headbangers Ball ab und an zeigte.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rock-Hard-Redakteur Frank Albrecht bezeichnete den Stil als „Power-Doom“. Ihm sagten besonders die Produktion und Kirk Windsteins kraftvoller Gesang zu.[4] Bradley Torreano von Allmusic kritisierte dagegen, dass der Bass zu laut sei und die Gitarren so ihrer Durchschlagskraft beraubt würden. Die Nachfolgealben seien eindrucksvoller, aber auf Obedience Thru Suffering bekäme man eine der ersten Veröffentlichungen des „Louisiana-Klangs“ des Metals zu hören.[2]

Titelliste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Waiting in Silence
  2. I Despise
  3. A Breed Apart
  4. Obedience Thru Suffering
  5. Vacuum
  6. Four Walls
  7. Subversion
  8. Feeding Fear
  9. My Agony
  10. The Innocent

Artwork[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ursprüngliche Version des Covers von Mitch Nawara zeigte die Reproduktion eines Freskos mit einer, an Sisyphos oder Herakles erinnernden, Darstellung eines muskulösen Mannes, der eine große Kugel trägt. Später wurde das Album mit einer anderen Titelabbildung wiederveröffentlicht, welche einen im Boden wurzelnden Kopf zeigt, aus dessen Augen Flammen schlagen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Andreas Schiffmann: Crowbar: Obedience Thru Suffering (Re-Release) (Review). Musikreview.de, abgerufen am 18. Juni 2015.
  2. a b Bradley Torreano: Crowbar: Obedience Thru Suffering. allmusic.com, abgerufen am 18. Juni 2015: „Equally influenced by the robotic approach of Helmet, the razor sharp riffing of Exhorder, and the brutally slow pacing of Melvins, Obedience Thru Suffering shows a band who is not afraid to stand out with a bizarre mix of influences.“
  3. a b c Frank Albrecht: Doom Core!, in: Rock Hard, Nr. 64, September 1992, S. 28.
  4. a b Frank Albrecht: Obedience Thru Suffering. www.rockhard.de, abgerufen am 18. Juni 2015.