Oben ohne (Festival)

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Logo von „Oben Ohne“

Das Oben Ohne Open Air (eigene Schreibweise: OBEN OHNE) ist ein seit 1998 in München stattfindendes Musikfestival, das vom Kreisjugendring München-Stadt und dem Kreisjugendring München-Land organisiert wird. Mit zuletzt 20.000 verkauften Tickets zählt es zu den größten Open Air Festivals im süddeutschen Raum. 2016 musste das Oben Ohne aufgrund des Anschlags am Vorabend des Festivals nach intensiven Beratungen mit Behörden und Polizei aus Sicherheits- und Pietätsgründen abgesagt werden.

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name „Oben Ohne“ bezieht sich auf das nicht vorhandene Dach bei Open Air Festivals. Das Open Air findet meist eintägig statt, nur in den Jahren 2004 bis 2006 erstreckte sich das Festival über zwei Tage. Es wird weitestgehend über Fördermittel, Sponsoren und Medienkooperationen finanziert. Außerdem unterstützen ehrenamtliche Helferinnen und Helfer den Auf- bzw. Abbau, die Künstlerbetreuung sowie den Sanitätsbereich des Open Air. So konnten die Tickets stets zu jugendfreundlichen Preisen angeboten werden. Von 2008 bis 2012 war der Eintritt kostenlos.

Da die Veranstalter anerkannte Träger der Jugendhilfe sind, dürfen Jugendliche bereits ab 12 Jahren die Veranstaltung alleine besuchen.[1]

Besucherzahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Besucher/innen sind größtenteils zwischen 14 und 24 Jahre alt.

Quelle: Kreisjugendring München-Stadt (Veranstalter)

Programm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben den Headlinern aus den Musikrichtungen Hip Hop, Rap, Indie und Alternative Music stehen immer auch Nachwuchsbands auf der Bühne.[2]

Rahmenprogramm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gebärdensprachdolmetscherin „Oben Ohne“ 2014

Das Oben Ohne bietet neben der Musik ein von Jugendlichen für Jugendliche gestaltetes kulturelles, politisches, soziales, und sportliches Programm. Die Jugendverbände und -einrichtungen der Kreisjugendringe haben hier die Gelegenheit, sich einem großen Zielpublikum zu präsentieren und das Interesse der Jugendlichen für diese Themen zu wecken. 2014 wurde die sogenannte Azubistraße auf dem Veranstaltungsgelände integriert. Hier stellen sich Unternehmen vor und informieren sowohl über Ausbildungs- und Praktikumsstellen als auch über Karrierechancen im jeweiligen Betrieb. Ab 2018 erhält die Azubistraße mit der "Job-Allee" einen neuen Namen.

Inklusion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Acts auf dem Open Air werden durch Musikgebärdensprachdolmetscher/innen auf der Bühne unterstützt. Mit vollem Körpereinsatz leben sie die Musik der Bands nach und übersetzen die Songtexte zeitgleich zur Musik in Gebärdensprache und machen somit das Festival auch für gehörlose Jugendliche und junge Erwachsene erfahrbar und erlebbar.[3]

„Oben Ohne“ am Königsplatz
Festivalbesucher des „Oben Ohne“

Für schwerhörige Besucher/innen gibt es eine FM-Anlage. Ein erhöhtes Podest für Menschen im Rollstuhl befindet sich zentral auf dem Festivalgelände und für blinde bzw. sehbehinderte Gäste gibt es einen Unterstützungsservice in Form eines Blindenführers.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1998 (26. Juli)

Das Festival findet zum ersten Mal am 26. Juli 1998 unter dem Namen Open Fun <<fast>> for free 98 auf dem Königsplatz in München statt.

Line up: H-Blockx, Apocalyptica, Fun-Da-Mental, Lemonbabies, Gnawa Diffusion, Carlo Jones, Suez, Erkan und Stefan (Moderation)

2000 (23. Juli)

Seit 2000 trägt das Festival den Namen Oben Ohne Open Air.

Line up: Patrice, Les Babacools, Absolute Beginner, Afrob, Main Concept, Dynamite Deluxe, Weirdelic Sound, Lucy, Steve & Barry Künzel, Storm & Jazzy Project, Kungfu,

2001 (8. Juli)

Line up: Laith Al-Deen, Bananafishbones, Bell, Book & Candle, sub7even, odd one out, gringo from weirdelic sound

2002 (21. Juli)

Line up: Bluekilla, Fettes Brot, Gentleman, Blumentopf, Dubios Neighbourhood, Caused by Chaos

2003 (19. Juli)

Line up: ASD (Afrob & Samy Deluxe), Patrice with Shashamani, Curse & Live Band, Mellow Mark, Roots Rockers, Der Fall Böse, Syff

2004 (24.–25. Juli)

Line up: Die Happy, Tomte, The Wohlstandskinder, Liquido, Blumentopf, Donots, Fünf Sterne Deluxe, Kool Savas, Sorgente, Schein, Jamaram, Bauchklang, O.F.X. from Saina Supa Crew, MCF, Les Babacools, Starsilver

2005 (23.–24. Juli)

Line up: Die Fantastischen Vier, Clueso & Band, Max Herre, Wir sind Helden, Virginia Jetzt!, Anajo, Ohrbooten, Hifidelity, Raggasnoda Click, Wordaholics, Spitting Off Tall Buildings, Roman Fischer, Bist, Inquire, The Cromptons, Killerpilze, Quaff

2006 (22.–23. Juli)

Line up: Juli, Silbermond, Killerpilze, Klee, Blumentopf, Kain, Loonataraxis, Chorea, Dilon, Capsized, Blank Promise, Boy Android, J-Walk, Pilot, Les Babacools, Sorgente, Julia, The Capones, Stamina Crew, Five! Fast!! Hits!!!, Flow Budget, Donkey Shots, Bunyip, The Real McCoy

2008 (26. Juli)

Nach einem Jahr Pause zur Erarbeitung eines neuen Konzepts und zur Suche eines neuen Veranstaltungsorts findet das Festival auf dem Platz bei der Alten Messe am Bavariapark zum 8. Mal statt. Der Eintritt ist das erste Mal kostenlos.

Line up: Dendemann, Texta, The Busters, Einshoch6, Crème Fresh, LaBrassBanda, Bienenstich

2009 (25. Juli)

Line up: Mono & Nikitaman, Zion I, Capones, Marteria, Moop Mama, Lax Alex, Octopussies, The Donkeyshots

2010 (24. Juli)

Line up: Miss Platnum, Skaos, Nosliw, Fiva, Black Cat Zoot, Doppel D, Flüsterton, Instant Vibes, Michael Dietmayr

2011 (23. Juli)

Line up: Frittenbude, Prop Dylan, I-Fire, Rainer von Vielen, Boshi San, Eljot Quent, Der Jungbrunn, Teufels Küche, Roland Hefter

2012 (21. Juli)

Durch den freien Eintritt konnte die zu erwartende Besucherzahl lediglich geschätzt werden. Als die Ziffer der Zusagen auf der Social Media Plattform die 20.000 Marke erreichte, wurde das Festival aus Sicherheitsgründen an die Messe München verlegt, um den Gefahren eines überfüllten Veranstaltungsgeländes Rechnung zu tragen.[4] Diese Erfahrung hatte die Wiedereinführung der Tickets im Jahr 2013 zur Folge.

Line up: Kraftklub, Cro, Peacecamp Band feat. Bushbayer, el Mago Masin &*wildcamping, Puerto Nico, Django 3000, Ragtag Tones, Ghostwriters High

2013 (20. Juli)

Line up: Prinz Pi, OK Kid, Edgar Wasser, eRRdeKa, Exclusive, BBou & Liquid, Blind Freddy, Manhattan Project

2014 (19. Juli)

Rückkehr auf den Königsplatz. Erstmalige Integration der Azubistraße und der Musikgebärdensprachdolmetscher auf der Bühne.

Line up: Alligatoah, Claire, Bilderbuch, Sierra Kidd, Sam, Demograffics & Tribes of Jizu, Paper & Places, Heldenfrühstück

2015 (18. Juli)

Line up: Kontra K, 257ers, Exclusive, Olson, The Capitols, Mundhaarmonika, Unique Alien, Taiga Trece

2016 (23. Juli)

Absage des Festivals nach dem Anschlag in München 2016[5]

2017 (08. Juli)

Ausverkauftes Open Air auf dem Königsplatz mit 20.000 Besucher/innen.

Line up: Die Orsons, dicht & ergreifend, Rakede, Estikay, Illbilly Hitec, Impala Ray, El Rancho, The Black Submarines

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. § 5 Jugendschutzgesetz bei dejure.de
  2. Vorbericht 30. Juni 2014, Sueddeutsche Zeitung
  3. Gebärdendolmetscherin bei Konzerten – Musik in 3D, in: sueddeutsche.de, abgerufen am 5. November 2014
  4. Oben Ohne Open Air 2012 – ein neuer Besucherrekord, weissblau.de
  5. Mittelung der Kreisjugendringe München-Stadt und München-Land auf der Website des Festivals, Abgerufen am 23. Juli 2016

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Oben ohne (Festival) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien