Ober-Werbe

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Ober-Werbe
Stadt Waldeck
Koordinaten: 51° 13′ 31″ N, 8° 58′ 55″ O
Höhe: 279 m ü. NHN
Fläche: 5,12 km²[1]
Einwohner: 167 (30. Sep. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 33 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1974
Postleitzahl: 34513
Vorwahl: 05634

Ober-Werbe ist mit rund 185 Einwohnern einer der kleinsten von insgesamt zehn Stadtteilen der Stadt Waldeck im nordhessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde erstmals 1124 als Werbe erwähnt und ist eng mit dem Kloster des Ortes verbunden. Zwischen 1590 und 1970 war er in zwei Orte (Ober-Werbe und Oberwerba) geteilt. Ober-Werbe gehörte in den Einflussbereich der Waldecker Grafen, der Ort Oberwerba zur Herrschaft Itter und lag in diesen 380 Jahren auf dem Gebiet der Landgrafschaft Hessen-Darmstadt. Die natürliche Grenze war die Werbe. Oberwerba kam am 31. Dezember 1970 zu Ober-Werbe.[2]

Am 1. Januar 1974 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Ober-Werbe im Zuge der Gebietsreform in Hessen in die Stadt Waldeck eingegliedert.[2]

Wüstungen in der Gemarkung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Innerhalb der Gemarkung befanden sich die heute wüstgefallenen Orte Marenstein, die genaue Lage ist nicht bekannt [3] und Nuenborn, auch hier ist die genaue Lage nicht ermittelbar. Der Ort ist vermutlich identisch mit der Wüstung Niemerstein.[4][5]

Die Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche Ober-Werbe

Die Kirche wurde gemeinsam mit dem Ort 1124 erstmals erwähnt. Sie ist die älteste im Kirchenkreis der Eder. Die ursprünglich angenommene Ersterwähnung im Jahr 1194 geht auf einen Lesefehler in den historischen Urkunden zurück. Es ist nach neuesten Erkenntnissen davon auszugehen, dass es sich um die ehemalige Klosterkirche und somit auch um den ersten Standort des Klosters handelt. Ursprünglich war sie eine wesentlich größere dreischiffige romanische Basilika. Die Kanzel und der Taufstein stammen aus dem Jahr 1707.

Das Kloster[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirche im Tal bezeichnet den ursprünglichen Standort des Klosters. Erst zu einem späteren Zeitpunkt zog das Kloster auf den Felsen, auf den Langen Stein, wobei die Kirche im Tal weiterhin Klosterkirche blieb. Diese Verlegung des Klosters ist einmalig im Waldecker Land, und der Grund ist nicht bekannt. Die Ursache könnte der instabile Untergrund im Tal gewesen sein oder die Tatsache, dass sich die Lage auf dem Hügel besser zur Verteidigung eignete.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Der Ort im Internetauftritt der Stadt Waldeck, abgerufen im Februar 2016
  2. a b Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 408 und 409.
  3. Bau- und Kunstdenkmäler Kassel N.F. 4, S. 336
  4. Bau- und Kunstdenkmäler Kassel N.F. 4, S. 337
  5. Lagekarte Historisches Ortslexikon Hessen 1:25000