Oberamt Kreuznach

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Das Oberamt Kreuznach bzw. Amt Kreuznach war ein Verwaltungs- und Gerichtsbezirk, der zur Vorderen Grafschaft Sponheim gehörte und vom Spätmittelalter bis 1797 bestand. Es liegt in den heutigen Landkreisen Landkreis Bad Kreuznach, Rhein-Hunsrück-Kreis, Landkreis Cochem-Zell, Landkreis Birkenfeld, Landkreis Alzey-Worms und Landkreis Mainz-Bingen in Rheinland-Pfalz.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vordere Grafschaft Sponheim[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grafschaft Sponheim

Zum vordersponheimischen Oberamt Kreuznach gehörte ursprünglich das Gebiet um die Burgen und Schlösser Kreuznach, Ebernburg, Gutenberg, Argenschwang, Naumburg, Koppenstein, Gemünden und Kirchberg.[1] Es grenzte an die kurpfälzischen Oberämter Stromberg und Alzey, an Kurmainz, die Grafschaft Falkenstein, die Herrschaft Bolanden, die Rheingrafschaft, das Herzogtum Pfalz-Zweibrücken, die Hintere Grafschaft Sponheim, die Herrschaft Dalberg und den Reichsforst Soonwald.[2] Der Sitz des Amtmanns bzw. Oberamtmanns war in Kreuznach.

Das Oberamt enthielt als Enklaven Gebiete kleinerer oder größerer Herrschaften wie der koppensteiner Herrschaft Mandel (dalbergisches Lehen), Herrschaft Montfort der Boos von Waldeck (Hüffelsheim teilweise), Rheingrafschaft (Rheingrafenstein, Münster), des Herzogtums Pfalz-Zweibrücken (Hallgarten (Pfalz)) oder bis 1556 das Kloster Sponheim (gräflich sponheimer Schirmvogtei), bis 1574 das Kloster Sankt Katharinen und ab 1707 den reichsgräflich wartenbergischen Oranienhof.

Im gemeinsamen Besitz mit der Hinteren Grafschaft Sponheim standen die Stammsitze Burg Sponheim und Burg Dill, die im bzw. am Oberamt Kreuznach lagen. Mit der Herrschaft Dill (Burg und Stadt Dill, Dorf Sohrschied und Leibeigene in umliegenden Dörfern) war bis 1566 die Vogtei über das Augustiner-Chorherrenstift Pfaffen-Schwabenheim verbunden.

Kondominium von Kurpfalz, Veldenz, Pfalz-Simmern und Markgrafschaft Baden-Baden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Amt Kreuznach stand wie die gesamte Vordere Grafschaft Sponheim seit 1417 unter der gemeinsamen Regierung der Kurpfalz (15) und der Grafschaft Sponheim-Starkenburg (45), die 1422 eines ihrer vier Fünftel für 20.000 Gulden[3] an die Kurpfalz verpfändete. 1437 wurde die sponheim-starkenburger Herrschaft zwischen den Grafen von Veldenz, den Markgrafen von Baden und der Pfalzgrafschaft Pfalz-Simmern in ungetrennter Gemeinschaft geteilt (Kondominium), jede erhielt 15 der Gesamtherrschaft und einen entsprechenden Anspruch auf das an die Kurpfalz verpfändete Fünftel. 1444 wurde Veldenz von Pfalz-Simmern beerbt (jetzt 25). Nach der Schlacht bei Seckenheim 1462 war der badische Anteil bis 1508 für 42.000 Gulden an die Kurpfalz verpfändet, die in dieser Zeit damit insgesamt 35 des Amtes in ihrem Besitz hatte. Die Herrschaft Ebernburg wurde 1482 als Erblehen an die von Sickingen vergeben. Pfalz-Simmern-Zweibrücken erwarb 1504 das 1422 von Sponheim verpfändete Fünftel von der Kurpfalz zurück und gab die Hälfte davon an Baden weiter, vermutlich im Tausch gegen badische Anteile an Burgen und Schlössern.

Nachdem Markgraf Philipp I. von Baden (1479–1533) Elisabeth von der Pfalz (1483–1522) geheiratet (1503) und die verpfändeten badischen Anteile als Mitgift zurück erhalten hatte (1508), besaßen Pfalz-Simmern 5 (= 12 = 510), Baden 5 (= 310) und die Kurpfalz 15 (= 210).

In der Zeit des Kondominiums amtierten zeitweise ein kurpfälzischer, ein sponheimischer und ein badischer (Ober-)Amtmann nebeneinander in Kreuznach. Die Kurpfalz und Simmern besetzten das Oberamt darüber hinaus jeweils mit einem Truchsess, Baden mit einem Landschreiber. Beschlüsse, die eine Rechtslage änderten, mussten die Amtleute einstimmig fassen, sonst blieb es zunächst beim Status quo.

Als Grundlage des Rechtswesens diente das wahrscheinlich von Rudolf von Sachsenhausen in der Mitte des 14. Jahrhunderts in Frankfurt am Main zusammengestellte sog. „Kleine Kaiserrecht“, von dem eine Kreuznacher Handschrift erhalten ist.[4] 1530 wurde von der Kurpfalz, Baden und Simmern eine gemeinsame Ordnung für das - schon vorher bestehende - Kreuznacher Hofgericht und die Untergerichte in der Vorderen Grafschaft Sponheim erlassen, die von Silvester Sybolt, Hofgerichtssekretär in Kreuznach und Stadtschreiber in Oberwesel, und dem simmerschen Sekretär Hieronymus Rhodler († 1539) entworfen worden war.[5] Das Kreuznacher Hofgericht als Berufungsinstanz der Untergerichte (ab einem Streitwert von 20 Gulden) trat zweimal jährlich – am Sonntag Laetare (März/April) und am Sonntag nach St. Petri Kettenfeier (1. August) – zusammen. Es wurde durch die „Freidörfer“ Waldböckelheim, Wöllstein, Volxheim, Braunweiler, Mandel und Roxheim, die dafür von dem Zoll zu Kreuznach befreit waren, mit sieben Schöffen beschickt (Wöllstein sandte zwei). Noch 1721 - nach der Abtretung Wöllsteins durch die Kurpfalz - versuchte der dortige kurmainzische Oberschultheiß dem nassauischen Oberschultheiß der zweiherrischen Gemeinde die Funktion des „Aktuars“ (Gerichtsschreibers) beim Kreuznacher Blutgericht streitig zu machen.[6]

Als Appellationsinstanz (ab einem Streitwert von 50 Gulden) bildete sich das 1462 reformierte kurpfälzische Hofgericht in Heidelberg heraus. Berufungen vom Kreuznacher Hofgericht zum kaiserlichen Ingelheimer Oberhof, bei dem zuvor auch das Kreuznacher Schöffengericht „zu Haupt“ gegangen war,[7] waren im 16. Jahrhundert nicht mehr möglich.[8] Durch kaiserliches Privileg war in der Kurpfalz von 1578 bis 1652 eine Appellation an das Reichskammergericht erst bei Streitsachen mit einem Wert über 1000 Gulden zugelassen, danach konnte dieser Rechtsweg wegen eines „Privilegium de non appellando illimitatum“ gar nicht mehr beschritten werden.

1534 kam es zu einem Streit der Markgrafen Bernhard (1474–1536) und Ernst von Baden (1482–1553) mit Herzog Wilhelm IV. von Bayern (1493–1550) über den verpfändeten Anteil an Kreuznach aus dem Erbe von dessen Frau Maria Jakobäa von Baden (1507–1580). Kurfürst Ludwig V. von der Pfalz (1478–1544) als Schiedsrichter sprach Herzogin Maria Jakobäa eine Abfindung zu.[9]

Ab 1559 gehörte das Amt Kreuznach nach einem Erbausgleich als Teil der Vorderen Grafschaft Sponheim ungeteilt der Kurpfalz (35) und Baden (25). 1610/11 kam der Pfälzer Anteil an die sogenannte jüngere Linie Pfalz-Simmern-Kaiserslautern unter Ludwig Philipp (1602–1655). 1653 im Vergleich von Regensburg (bestätigt im Reichstagsabschied 1654) ließ sich Kurfürst Karl I. Ludwig von der Pfalz (1617–1680), der seit 1648 Ansprüche erhoben hatte, einen der Pfälzer Erbanteile (15) übertragen und trat 1654 die Mitregierung an.[10] Nach dem Tod von Ludwig Heinrich von Pfalz-Simmern (1640–1674) wurden die Kurpfälzer Anteile 1674 wieder vereinigt.

Die Markgrafschaft Baden, die 1644 durch den französischen Marschall Henri de La Tour d’Auvergne, vicomte de Turenne (1611–1675) aus Kreuznach vertrieben worden war, wurde 1652 nach dem Westfälischen Frieden durch eine kaiserliche Restitutionskommission wieder in ihren Mitanteil eingesetzt.[11]

Kurpfalz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kurpfälzische Oberämter,
7 = Oberamt Kreuznach

Ab 1708 gehörte das Amt Kreuznach nach einer Realteilung vollständig zur Kurpfalz, allerdings wurden die Unterämter Kirchberg, Koppenstein und Naumburg sowie die Dörfer Burgsponheim[12], Sprendlingen und St. Johann ausgegliedert und an Baden abgetreten.

Zum Oberamt Kreuznach gehörten zu dieser Zeit neben der Stadt Kreuznach die Dörfer Bosenheim, Schwabenheim, Ober-Hilbersheim, Zotzenheim, Langenlonsheim, Gensingen, Hackenheim, Laubersheim, Siefersheim (Schiffersheim), Wöllstein, Gumbsheim, Pleitersheim, Rüdesheim, Traisen, Hargesheim, Roxheim, Weinsheim, Gutenberg, Sponheim, Bockenau, Auen.[13]

1714 gelangte das Unteramt Böckelheim mit den Städten Sobernheim und Monzingen und den Dörfern Thalböckelheim, Waldböckelheim, Nußbaum und Langenthal sowie Anteilen an Boos und Oberstreit durch den „Vertrag von Frankfurt“ zwischen der Kurpfalz und Kurmainz endgültig an das Oberamt Kreuznach, dafür wurde der kurpfälzische Anteil an Siefersheim, Wöllstein, Gumbsheim, Pleitersheim und Volxheim an Kurmainz abgegeben. Auch die kurpfälzischen Ansprüche auf Neu-Bamberg, Sulzheim und Dalberg wurden jetzt aufgegeben.

Durch den „Seltz- und Hagenbacher Austausch“ von 1768 zwischen der Kurpfalz und Pfalz-Zweibrücken wurde die Stadt Odernheim am Glan mit dem ehemaligen Kloster Disibodenberg und den Dörfern Niederhausen, Hochstätten, Hallgarten sowie Leibeigenen in Staudernheim hinzugewonnen. 1750 (Abtretung durch die Sickinger) bzw. 1771 kam durch einen Vertrag zwischen Baden und der Kurpfalz die ehemals sickingische Herrschaft Ebernburg mit Norheim, Feil und Bingert im Austausch gegen Helmsheim und Sprantal hinzu. Duchroth und Oberhausen an der Nahe gelangten 1779 im „Kübelberger Austausch“ gegen das Amt Kübelberg von Pfalz-Zweibrücken an die Kurpfalz.

Gesondert verwaltet von „Schaffnern“ wurden die ehemaligen geistlichen Güter. Dies waren im Oberamt Kreuznach die Kellerei zu Disibodenberg, die Schaffnerei Pfaffen-Schwabenheim, die Abtei St. Martin in Sponheim, die Kollektur zu Kreuznach, die Schaffnerei zu St. Katharina und die Schaffnerei zu St. Peter in Kreuznach sowie die Präsenzmeisterei zu Kreuznach.

Nach dem Ende des Alten Reiches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Einnahme des Linken Rheinufers durch französische Revolutionstruppen wurden ab 1798 die Gebiete nördlich der Nahe dem Arrondissement de Simmern (Kanton Kreuznach, Kanton Sobernheim) im Département de Rhin-et-Moselle (Rhein und Mosel), einige südliche Gebiete den Arrondissements Mainz (Kanton Wöllstein; Kanton Alzey) im Département du Mont-Tonnerre (Donnersberg) und Birkenfeld (Kanton Meisenheim) im Département de la Sarre (Saardepartement) zugeordnet.

Aufgrund der auf dem Wiener Kongress (1815) getroffenen Vereinbarungen kam das Gebiet des vorherigen Oberamtes Kreuznach 1815 größtenteils zum Königreich Preußen, zu kleineren Teilen an das Königreich Bayern (Rheinpfalz) und an das Großherzogtum Hessen.

Einige heutige Bad Kreuznacher Stadtteile und Stadtgebiete gehörten nicht zum alten sponheimischen Amt und Oberamt Kreuznach: Das Gebiet um den heutigen Oranienpark gehörte zum Augustiner-Chorfrauenstift St. Peter (bis 1566/68, ab 1707 Reichsgrafschaft Wartenberg) und der Neuhof auf dem Mönchberg in Winzenheim zum Kloster Eberbach, der heutige Stadtteil Bad Münster am Stein, die Osterburg am Römerkastell und der Galgenberg gehörten zur Rheingrafschaft, das Haus Sulz im heutigen Salinental war freiadelig (Herren von Leyen),[14] Planig gehörte dem Benediktinerkloster St. Jakob zu Mainz (die Vogtei war als Lehen an die von Löwenstein genannt Randeck vergeben), eine Hälfte von Ippesheim und Winzenheim waren im Besitz der kurkölnischen Herrschaft Bretzenheim, die andere Hälfte von Ippesheim gehörte zur Grafschaft Falkenstein (später lothringisch bzw. vorderösterreichisch), Bosenheim war mehrherrisch (Sponheim, Wild- und Rheingrafen, Kessler von Sarmsheim, Herren von Schönberg, Herren von Leyen u. a., seit 1707 Kurpfalz).

Verwaltungsgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Amt Kreuznach mit der Stadt Kreuznach und den Dörfern[15]
    • Laubersheim (Kappes-, Frei-Laubersheim) (1331 als pfalzgräfliches Lehen an Sponheim gekommen),
    • Bosenheim (teilweise), Schwabenheim, Hackenheim und Bonnheim,
    • Langenlonsheim und Gensingen,
    • Weinsheim, Rüdesheim, Traisen und Hüffelsheim (teilweise),
    • Bockenau, Sponheim, Auen (1203 bis 1556 Besitz des Klosters Sponheim) und Braunweiler (ab 1743/45),
    • Zotzenheim und Ober-Hilbersheim (1369 bis 1560 an die Grafschaft Falkenstein verpfändet),
    • Sprendlingen und St. Johann (alter Name: Megelsheim) (1708 an Baden abgetreten),
    • Untertanen in Badenheim und Desenheim (ursprünglich raugräflich, 1367 zur Hälfte in Sponheimer Pfandbesitz; Kondominium mit Pfalz-Zweibrücken, das die Faust von Stromberg bzw. Herren von Schönborn mit dem Ort belehnte)
    • Siefersheim (ursprünglich raugräflich, 1331 als pfalzgräfliches Lehen an Sponheim gekommen, 1714 an Kurmainz abgetreten),
    • Wöllstein, Gumbsheim und Pleitersheim (die Hälfte dieser drei Dörfer wurden 1367 von den Raugrafen an Sponheim verpfändet, Kondominium mit den Grafschaften Falkenstein und Nassau-Saarbrücken, 1714 an Kurmainz abgetreten),
    • Volxheim (sponheimisches Kondominium mit dem Antoniterkloster Alzey, im 14. Jahrhundert zum Amt Kreuznach gehörig,[16] der Klosteranteil wurde 1538 auf die Kurpfalz übertragen und der Ort zum Oberamt Alzey geschlagen,[17] 1714 an Kurmainz abgetreten);
  • Amt Gutenberg (seit 1350 eigenes Amt) mit den Dörfern Gutenberg (= Weitersheim; seit 1334 sponheimisch), Roxheim, Hargesheim und Braunweiler (bis 1743/45); seit 1574 Sankt Katharinen

1708 von der Kurpfalz an Baden abgetretene Gebiete

Nach 1708 von der Kurpfalz hinzugewonnene Gebiete

  • Unteramt Böckelheim (1278/1332 verpfändet an Kurmainz, 1462 für ein Jahr und ab 1466 dauerhaft an Pfalz-Zweibrücken-Veldenz verpfändet, 1471 als Mainzer Lehen an die Kurpfalz, ab 1675 kaiserliche Verwaltung (Sequestration), 1715 endgültig von der Kurpfalz erworben) mit den Städten Sobernheim und Monzingen und den Dörfern Thalböckelheim, Waldböckelheim, Nußbaum und Langenthal sowie Anteilen an Boos und Oberstreit; ab 1768 die Stadt Odernheim am Glan mit den Dörfern Niederhausen, Hochstätten, Hallgarten und Leibeigenen in Staudernheim; ab 1779 die Dörfer Duchroth und Oberhausen an der Nahe
  • Unteramt Ebernburg (ab 1771/78) mit den Dörfern Ebernburg, Norheim, Feil und Bingert

Als dauernde Erblehen vergeben waren

  • Stadt und Herrschaft Gemünden, bis 1464 und wieder ab 1514 verpfändet für 950 Gulden an die Schenken von Schmidburg
  • Herrschaft Ebernburg, im 13. Jahrhundert Besitz der Grafen von Leiningen, von den Raugrafen an die Sponheimer 1347 verpfändet bzw. 1381 verkauft, 1448 bis 1750/68 an die Freiherren von Sickingen vergeben
  • Herrschaft Argenschwang, ab 1195/1332 bis 1783/85 verpfändet für 2000 Pfund Heller an das Kloster Sponheim, die Vogtei darüber hatten seit 1416 die Herren von Leyen inne. 1783 erwarb die Markgrafschaft Baden für 26.500 Gulden eine Hälfte von den Freiherren von Hoheneck und 1785 die andere Hälfte für 26.000 Gulden von den Freiherren Ebersberg genannt von Weyhers und Leyen[18]

Oberamtleute und Amtleute (Vögte) in Kreuznach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eingerückt sind Personen aufgeführt, die in älterer Literatur als Oberamtmann aufgelistet werden, aber urkundlich nur als Truchsess, Oberschultheiß o. ä. belegt sind.

Sponheimische Ministeriale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Amtleute und Oberamtleute der Kurpfalz (1414–1797)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kurpfälzisches Kondominat (1414–1797)

Grabmal von Albrecht V. Göler von Ravensburg
  • 1464 Hans IV. (vor 1410–1484) oder/und Hans V. von Wallbrunn (um 1438–1498), ab 1461 Oberamtmann und Burggraf in Alzey, kurpfälzischer Rat
  • 1466, 1469, 1472, 1474 Reynfried von Rüdesheim († 1485), mit den Bergwerken in der Grafschaft Sponheim belehnt, sein Grabmal und das seiner Frau Anna von Alben († 1497) befand sich in der Kirche St. Nikolaus Bad Kreuznach
    • Johann Laurentius Flad, aus Trier oder Mosbach, um 1469 kurpfälzischer Truchsess in Kreuznach, 1472 bis 1493 Truchsess in Kirchberg
  • 1474, 1476 Wiegand von Dienheim (1438–1521), 1481 kurmainzischer Rat, 1488 Vizedom im Rheingau, 1503 Amtmann von Oppenheim, kurpfälzischer Groß-Hofmeister, sein Anteil am Schloss Altenbamberg wurde 1521 von seinen Söhnen verkauft, Grabmal in der Katharinenkirche Oppenheim
  • 1478 bis 1484 Schweiker VIII. von Sickingen († 1505), kurpfälzischer Rat, 1473 Amtmann in Ebernburg, 1497 Amtmann in Bacharach, ab 1501 Hofmeister
    • 1478, 1452 Jakob Steinhuser, Truchsess
  • 1486, 1487 Edelknappe Heinrich von Bach († 1488), Grabplatte befand sich im Franziskanerkloster St. Wolfgang in Kreuznach
    • Magister Martin Zyns, Truchsess
  • ab 1487/88, 1496 Albrecht V. Göler von Ravensburg (1444−1503), erhielt 1487 Sulzfeld als Lehen, 1501 Amtmann in Stromberg[25], Epitaph in der Pfarrkirche Sulzfeld
  • 1500, um 1505 Hans von Helmstatt der Junge († 1524) zu Schloss Obergimpern, geriet 1462 bei der Schlacht bei Seckenheim in pfälzische Gefangenschaft, 1477 kurpfälzischer Vizedom in Amberg
Franz von Sickingen
  • 1505, 1507, 1511 Franz von Sickingen (1481–1523), Epitaph von Jost Neipeck in der katholischen Pfarrkirche St. Andreas von Landstuhl
  • ab 1512, 1515 Johann von Schönburg (Schönenberg) zu Hartelstein, 1519 Amtmann zu Stromberg, Hofgerichts-Rat
  • 1517 Philipp Wildgraf zu Dhaun und Rheingraf zu Stein (1492–1521), Grabmal in der Stiftskirche St. Johannisberg
  • 1518, 1531[26] Konrad Stumpf von Waldeck († 1544), 1504 Inhaber eines Burglehens zu Sauerburg
    • Wolfgang Ludwig von Ortenberg (um 1500–1578), Dr. jur. utr., 1539 Stadtschultheiß zu Kreuznach, Grab in der Kirche St. Peter in Heidelberg
  • 1531 bis 1543 Michael von Koppenstein (* um 1500; † 1581), danach bis 1565 nassauischer Amtmann zu Dill, Grabdenkmal in der Kapelle St. Antonius in Mandel
  • 1547 bis 1569 Johann von Dienheim (1508–1570), als kurpfälzischer Rat Teilnehmer der Passauer Friedensverhandlungen sowie der Reichstage von 1544 in Speyer, 1555 in Augsburg, 1557 in Regensburg und 1567 in Augsburg, kurpfälzischer Hofmeister und Rat, Grabmal befand sich in der Pauluskirche Kreuznach. Sein Sohn Eberhard von Dienheim (um 1540–1610, reg. 1581) war Bischof von Speyer
  • ab etwa 1551 bis 1569/70 Carsilius Baier von Bellenhofen († 1573), pfalz-simmerischer Oberamtmann (s. unten), erhielt eine Nebenbestallung als kurpfälzischer Rat und als badischer Oberamtmann
  • ab 1569, 1571, 1581[27] Nikolaus II. Schenk von Schmidtburg (* um 1534; † 1599) aus Gemünden, trierischer Erbschenk, Hofmeister in Amberg, 1559 Amtmann in Oppenheim, 1560 kurpfälzischer Rat, 1570 auf dem Reichstag zu Speyer, auch mainzischer Rat. Er und seine Frau, die „Schmittbergerin“, waren Besitzer der medizinischen Rezeptsammlung Cod. Pal. germ. 198[28], Grabmal befand sich in der Pauluskirche Kreuznach
    • 1574, 1584 Severein Sauer († vor 1587), Truchsess
  • 1582, 1585, 1598 Johann Bernhard von Botzheim (1552–1609)[29] aus Straßburg, 1568 Studium in Tübingen, 1572 in Orléans, Grabmale seiner Söhne († 1587,† 1589, † 1594) und einer Tochter († 1597) befanden sich in der Pauluskirche Kreuznach; sein eigenes Grabmal befindet sich in der Kirche Sankt Johann in Wissembourg
    • 1586 Johann Oberlender, Truchsess
    • 1592 Dr. Wilhelm Post, Truchsess
  • 1600, bis 1609 Johann zu Eltz-Blieskastel (1553–1609), Herr zu Wecklingen, 1587 kurpfälzischer Faut (Vogt) in Heidelberg, 1589 als Amtmann in Otzberg, legte 1601 ein „Verzeichnis aller Herrlich- und Gerechtigkeiten der Stätt und Dörffer der vorderen Grafschaft Sponheim im Ampt Creutznach“ an, half 1606 einer als „Zauberin“ beschuldigten Frau,[30] sein Grabmal und das seiner Schwiegermutter Sophia Quadt von Landtscron geb. von Pallant († 1605) befanden sich in der Pauluskirche Bad Kreuznach
    • 1606 Johann Wigand Schloer, kurpfälzischer Truchsess

1610 Übergang an die Linie Pfalz-Simmern-Lautern

  • ab 1610, 1613, 1619 Freiherr Wilhelm von Winneburg und Beilstein (1571–1637), 1605 kurpfälzischer Rat und Oberamtmann der Vorderen Grafschaft Sponheim,[31] 1608 Amtmann zu Lautern, das Grabmal seiner Frau Gräfin Anna Sibylla von Ysenburg und Büdingen (1578–1618) befindet sich in der Pauluskirche Bad Kreuznach
    • 1615 Johann Wiegand Schlöer, kurpfälzischer Truchsess

1620–1641 Unterbrechung durch Besatzungen

  • 1630 Heinrich Gottfried von Geispitzheim († nach 1633)
  • 1641 Johann Philipp von Hardungh (Hartung), kaufte 1636 das freiadelige Rittergut Bangert, verhandelte 1637 mit General Matthias Gallas (1588–1647) über die Belastungen der Unterpfalz durch die kaiserlich spanische Armee[32], zeitweise französischer Statthalter in Kreuznach
  • 1645 Gerhard von Hardung

1653/54-1674 Pfalz-simmern-lauterisches (2/5) und kurpfälzisches (1/5) Kondominat

  • 1654,[33] 1655, 1667 Wolfgang Bernhard von Geispitzheim, 1638 pfalz-simmerischer Rat und Amtmann in Bolanden, später Geheimrat, 1650 Abgeordneter zum Nürnberger Friedensexekutionstag, 1653/54 auf dem Reichstag in Regensburg, 1660 bis 1669 Oberamtmann in Simmern, seit 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft („Der Umbringende“), verheiratet seit 1655 mit Louisa Kolb von Wartenberg (1627–1667), Tochter des pfalz-simmerischen Statthalters in Kaiserslautern Johann Kasimir I. Kolb von Wartenberg (1584–1661)
    • 1657 Johann Karl Tollner, pfalz-simmerischer Kammerrat und Truchsess
  • 1660 Heinrich Burkhard von Dalwigk-Lichtenfels (1617–1684) zu Hoof, 1634 immatrikuliert in Marburg, Burgsaß zu Fritzlar, 1655 Mitunterzeichner des „Fundamentalgesetzlichen Ausgleiches“ zwischen der hessischen Ritterschaft und Landgraf Wilhelm VI. von Hessen-Kassel, pfälzischer Geheimrat
    • Wilhelm Pabst, 1662 Truchsess in Kreuznach, 1666 Vogt in Alzey, kurpfälzischer Rat und Kirchengutverwalter
  • 1667 Graf Wolfgang Dietrich zu Castell-Remlingen (1641–1709),[34] 1678 pfälzischer Großhofmeister, 1680 Oberamtmann in Alzey, Epitaph befand sich in Castell (Unterfranken)
  • 1668, 1672 Albrecht Reichard von Obentraut
    • 1671 D. Weidtner, pfalz-simmerischer Truchsess
    • 1671, 1672 Franz Daniel Heyles (Heilaß) (1640–1716), aus Bacharach, Truchsess in Kreuznach, später evangelischer Kirchenrat

ab 1674 Vereinigung der Kurpfälzer Anteile (3/5)

  • 1674 Heinrich Burkhard von Dalwigk-Lichtenfels zu Hoof, kurpfälzischer Rat
  • 1680 Ludwig Wilhelm von Stauff († nach 1716), 1674 braunschweig-lüneburgischer Drost in Schöningen, 1683 Reichshofrat in Leustadt, 1702 in Köln, Sohn des letzten schwedischen Stadtkommandanten von Kreuznach, Generalmajor Johann Georg von Stauff (1603–1683)
  • 1681 Kasimir Heinrich von und zu Steinkallenfels (1634–1693), später Graf, kurpfälzischer Hofmarschall und Kriegsratspräsident, 1688 Coadjutor der Ballei Lothringen des Deutschen Ordens
  • 1683, 1685 (zweite Amtszeit) Albrecht Reichard von Obentraut, 1689 Oberamtmann in Alzey
  • 1689 Graf Johann Jakob von Hamilton († 1717) auf Kreuth und Hirschberg aus der Linie der Earls of Hamilton-Abercorn, kurpfälzisch-neuburgischer Kämmerer, Oberststallmeister und Geheimer Rat,
  • 1691 Freiherr Philipp Adam Christian von Vogt von Elspe zu Bamenohl[35] auf Burg Waldmannshausen und Elkerhausen, verkaufte 1681 ein Lehen in Förde (Grevenbrück)[36], kaiserlicher Obristleutnant, Oberhofmeister in Neuburg an der Donau, 1691, 1697 kurpfälzisch-neuburgischer Landschaftskommissar
    • 1698 Johann Nikolaus Quad von Kinkelbach (1651–1708)[37], aus Hagenbach, Landschreiber in Kreuznach, nach 1685 zum katholischen Glauben übergetreten, 1699 kurpfälzischer Hofrat, 1706 Vorsitzender der Geistlichen Güteradministration, Grabstein in Schifferstadt
    • 1700 Philipp Peter Flad († 1716/24),[38] Oberamtsassessor zu Kreuznach und Amtskeller zu Disibodenberg, 1708, 1711 Hofkammerrat
  • 1704 Freiherr Albrecht Schellart von Obbendorf (1670–1754) zu Gijsteren bei Venray
  • 1706 Johann Michael Otto, kurpfälzischer Rat

1708 Übergang des Oberamtes im Ganzen an die Kurpfalz (1707-1797)

  • vor 1709 Johann Heinrich (= Michael?) Otto, Hofgerichtsrat, 1709 Hofrat
  • vor 1711/13 Freiherr Lothar Friedrich von Hundheim (1668–1723), bis 1710 Amtmann zu Dilsberg, 1702 kurpfälzischer Geheimrat, Oberkriegskommissar, Staatsminister, Hofkanzler und Diplomat
Hundheimer Hof (heute Stadthaus) in Bad Kreuznach, um 1715 von Philipp Karl von Hundheim erbaut
  • um 1711 bis 1720/21 Philipp Karl von Hundheim († 1737), Bruder von Lothar Friedrich von Hundheim, 1710 Amtmann zu Dilsberg, erwarb 1712 die Kreuznacher Güter des Mainzer Erzbischofs Lothar Franz von Schönborn ließ ab 1715 den Hundheimer Hof (später Stadthaus) in Kreuznach errichten, kurpfälzischer Geheimer Rat
    • Christian [Innozenz] Ritmeyer († nach 1720)[39], braunschweig-lüneburgischer Amtmann in Bodenteich, 1663 bei den Jesuiten in Hildesheim Übertritt zum katholischen Glauben, 1694 deswegen entlassen, 1700, 1703 hessen-rheinfelsischer Kanzleidirektor, 1707 kurpfälzischer Geheimer Regierungsrat, 1712 Truchsess in Kreuznach. Als Truchsess ließ Ritmeyer auf Bitte des Abtes Pankratz von St. Jakob in Mainz in Wahrnehmung der Vogtei 1712 den evangelischen Pfarrer Johann Jakob Rodrian († 1751) von Planig wegen Karfreitagsgeläutes absetzen und gefangen nach Alzey bringen[40]
  • 1727 Eckhard von Lehenner (Leherer)
  • bis 1743 Freiherr Franz Moritz von Hundheim (1708-um 1755), 1734 kurpfälzischer Vogt in Heidelberg, 1743 Oberamtmann zu Germersheim
  • 1743 bis 1765 Freiherr Franz [Philipp] von Hundheim
    • Freiherr Karl Theodor von Stahl, 1750, 1771 „Satrapa“ (= Amtmann),[41] 1772 Oberamts-Truchseß in Kreuznach
  • 1765, 1781, 1793 Freiherr Carl Philipp von Venningen (1728–1797), Herr zu Eichtersheim, seit 1765 Regierungspräsident, Hofgerichtskanzleidirektor und Oberkurator der Heidelberger Universität, begraben in der Schlosskirche Eichtersheim
  • vor 1796 Freiherr Joseph von Schweickhard (1744–1819), 1784, 1794 Oberamts-Truchsess in Kreuznach, Amtmann in Bretzenheim, kurpfälzischer Regierungsrat, vor 1796 Kreuznacher Oberamtmann,[42] 1790 Reichsfreiherr, ab 1800 in Mannheim

Französische Besetzung

  • Am 1. Thermidor IV (19. Juli 1796) wurde die Oberamtsverwaltung durch den französischen Regierungskommissär und Generaldirektor für Steuern und Domänen in Koblenz Jean-Baptiste Bella († nach 1817)[43] an die Kreuznacher Munizipalität übertragen,[42][44] am 23. Juli löste Bella die noch bestehende kurpfälzische „Landesadministration“ auf und bestellte den bisherigen Oberamtsadvokaten Stanislaus Schmitt (* 1766; † nach 1816) zum „Vorgesetzten der Requisitionen“ des 40 Ortschaften umfassenden Bereichs um Kreuznach.[45]

Bayerischer Anspruch auf die Rheinpfalz (1799-1802); nominell bayerisches Oberamt Kreuznach

  • 1799, 1800 Freiherr Friedrich Anton von Venningen (1765–1832), rheinpfälzischer Wirklicher Hofkammer- und Forstrat[46], ab 1803 Theaterintendant im Nationaltheater Mannheim
    • Freiherr Joseph von Schweickhard (s. oben), 1799, 1800, 1802 Oberamts-Truchseß in Kreuznach, rheinpfälzischer Generallandeskommissariatsrat, entlassen, richtete 1817 verschiedene Eingaben an die Bundesversammlung

Amtleute des veldenzischen Kondominats (1437–1444)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1437 bis 1444 Friedrich von Löwenstein († 1450)

Amtleute des pfalz-simmerischen Kondominats (1437–1559)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1448 Friedrich von Löwenstein († 1450), zugleich badischer Amtmann
  • 1456 bis 1474 Wilhelm von Randeck († vor 1494 [1486?])
  • 1480 Johann von Morsheim, 1493 Oberamtmann in Alzey
  • 1483 Friedrich von Rüdesheim, erhielt 1483 von Erzbischof Adalbert von Sachsen die Herrschaft Martinstein als Pfand, die nach seinem Tod an die Herren von Leyen gelangte
  • 1488, 1490, 1498[47] Friedrich Frey von Dern (Frei von Dehrn) († nach 1498), Schwiegersohn des Wilhelm von Randeck, besaß 1493 das Patronatsrecht in Gaugrehweiler
  • 1493 Simon Boos von Waldeck († 1502), 1471 bis 1490 mit Kempenich belehnt, Grabmal befand sich in der Schlosskirche Meisenheim
  • 1494, 1497 Emmerich von Mudersbach
  • 1498[48], 1503 Johann Brenner von Löwenstein (Lewenstein) zu Randeck († 1521), um 1506/07 Rat von Pfalz-Simmern, 1508 Oberamtmann und Burggraf in Alzey, Grabmal in Imsweiler
  • 1505, 1506, 1508, 1510, 1513, 1531[49], 1535 Meinhard IV. von Koppenstein (1489—1537) „der Alt“, Grabmal befand sich in der Pauluskirche Kreuznach
  • 1540, 1543 Hans Beuser von Ingelheim († 1543/47), 1535 als Amtmann von Bolanden Gesandter zum Wormser Reichstag, 1540 als „Hanns Beiser von Inolstatt, amptman zu Creutzennach“ Teilnehmer am Hagenauer Religionsgespräch, Amtmann in Bacharach, 1542 und 1543 Gesandter zu den Nürnberger Reichstagen
  • 1549 Johann Meinhard von Koppenstein († 1570)[50]
  • ab etwa 1551 bis 1559 Carsilius Baier von Bellenhofen († 1578)

1559 Erbausgleich zwischen der Kurpfalz und Baden; Erlöschen des pfalz-simmerischen Anteils

Amtleute bzw. Landschreiber des badischen Kondominats (1437–1707)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1441 Friedrich von Löwenstein († 1450), zugleich pfalz-simmerischer Amtmann
    • 1439, 1442 Nikolaus Ruyß (Ruße) von Ohlweiler, Landschreiber in Kreuznach

1462/63 bis 1508 an die Kurpfalz verpfändet

  • 1510 Peter von Aldegunt, Landschreiber in Kreuznach
  • 1514 Bernhard von Wallbrunn († 1533), Grabmal in der Pauluskirche Wiesbaden-Erbenheim
  • 1519, 1532 Veltin von Heier (Heyher), Landschreiber in Kreuznach
  • 1545, 1549 Johann Sturm, Landschreiber und Amtsverwalter zu Kreuznach, vermutlich badisch, verheiratet mit Elisabeth Rauenberger[51]
  • ab etwa 1558 bis etwa 1568 Carsilius Baier von Bellenhofen († 1578), zugleich kurpfälzischer Oberamtmann
    • 1560, 1564, 1566, 1577 Ludwig Meyer (Mey) von Ditterstetten, Landschreiber in Kreuznach
  • 1568, 1570, 1572 Konrad von Obentraut († nach 1591), vermutlich aus Heddesheim, 1577 Vogt und Amtmann in Mosbach, 1578 bis 1584/85 kurpfälzischer Marschall, als Lutheraner aus dem Oberrat entlassen, 1578 bis 1585 und 1588 bis 1590 Burggraf von Starkenburg, 1591 Amtmann in Bacharach, Onkel des Reitergenerals Hans Michael Elias von Obentraut (1574–1625)
  • 1573, 1580, 1590 Georg Wilhelm von Sötern († 1593) zu Lemberg, Rat und Amtmann Herzog Wolfgangs (1526–1569) in Zweibrücken, 1567 Amtmann in Kastellaun, kurpfälzischer und badischer Rat, Vater des Bischofs von Speyer und Trierer Kurfürsten Philipp Christoph von Sötern (1567–1652)
  • 1583, 1594 Johann von Dienheim, Besitzer der Liebenburg bei St. Wendel, Amtmann von Zweibrücken und Kastellaun
  • 1586 Georg vom Stain zu Reichenstein[52]
    • 1586, 1589 Simon Peter Löen (Luhn, Luhon, Luon), Landschreiber, 1587 auch badischer Kammerrat, 1590 badischer Hofmeister
  • um 1587 Verpfändung der Kreuznacher Landschreibergefälle an den Zollschreiber zu Kaub durch Markgraf Philipp II. von Baden-Baden[53]
  • Lic. Hans Burckhard Buch
  • um 1590 Karl von Orscelaer († vor 1627), Freiherr zu Oudenguth, badischer Landhofmeister, nur wenige Monate in Kreuznach
  • 1591/92–1620 Gerhard Patrick (1552–1622), 1586–1588 Bürgermeister in Trarbach, ab 1591/92 Landschreiber in Kreuznach (kein badischer Amtmann vorhanden), 1597–1599 badischer Oberamtsverweser, 1600–1619 auch kurpfälzischer Landschreiber zu Kreuznach, Bergwerksunternehmer, verfasste 1620 einen „Bericht der belägerung vnd einnehmung der Statt Creutzenach“,[54] Grabmal befand sich in der Pauluskirche Kreuznach
  • 1631 Verpfändung der Kreuznacher Landschreibergefälle für 6000 Gulden an Zollschreiber Mathias Bolzinger aus Bacharach durch Markgraf Wilhelm von Baden-Baden[55]
  • 1636 Georg Friedrich (Fritz) von Lontzen genannt Roben, badischer Amtmann in Stollhofen, Oberstleutnant eines badischen Regiments und Oberamtmann zu Kreuznach,[56][57]

Nach dem Dreißigjährigen Krieg wurde das Amt nur sporadisch eigenständig besetzt; gegen Ende des Kondominats begegnen als badische Geschäftsträger noch

  • N. Jacobi
  • 1654 Lizenziat Laurentius Beck,[33] Badischer Rat
    • 1654 Landschreiber Wolfgang Nikolaus Neuphart († 1659),[33] verheiratet mit Anna Katharina Patrick, Tochter von Landschreiber Hans Adam Patrick († 1626)
  • 1658/59 Johann Werner von Plittersdorf, 1683 kaiserlicher Reichshofrat
  • 1664 N. Neef
  • 1671 N. von Rumelin, Oberamtsverweser
  • 1679 Freiherr N. (Rudolph Hannibal?) von Schauenburg-Herrlisheim[58]
  • 1686 Dr. Johann Albon, badischer Rat und Landschreiber
  • 1692 Johann Franz Ernst Knoppäus, markgräflicher Badenscher Rat und Landschreiber der vorderen Grafschaft Sponheim, 1692 geadelt
  • 1697, bis 1707 Anton Simon Colson († 1729), Truchsess, Landschreiber, badischer Rat, 1708 Oberamtmann in Kirchberg, später in Steinbach

Amtmann der spanischen Verwaltung (1620–1632)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rheingräfliches Amt Kreuznach oder Steiner Amt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vom Sponheimer Oberamt Kreuznach zu unterscheiden ist das Rheingräfliche Amt Kreuznach, das nach seinem Zentrum, dem Rheingrafenstein, auch „Steiner Amt“ genannt wurde.[59] Es bestand aus Münster am Stein (anteilig), Münsterappel mit Oberhausen an der Appel, Niederhausen an der Appel und Winterborn, Stein-Bockenheim, Dreckweiler (auch Weiler oder Weilerhof; Wüstung bei Frei-Laubersheim), Volxheim (anteilig), der Kreuznacher Osterburg, Sarmsheim und Windesheim sowie Rechten und Gefällen in Hochstätten, Heddesheim, Norheim und Hüffelsheim. Sitz der Verwaltung war der Rheingräfliche Hof in Kreuznach.

1698 gab die rhein- und wildgräfliche bzw. fürstlich salm-kyrburgische Familie die Rechte an der Kreuznacher Osterburg mit allem Zubehör im Gegenzug für den Verzicht auf das Wildfangrecht an ihren Untertanen an die Kurpfalz ab.[60]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kreuznach, Truchsesserei, 1620–1793; Collectur, 1631–1795; Schaffnei S. Catharinen, 1630–1795; Landschreiberei, 1620; Schaffnei S. Peter, 1583—1797; Landeshauptarchiv Koblenz (Bestand 4 Kurfürstentum Pfalz und Fürstentum Simmern, C Rechnungen)
  • Sammlung von Verordnungen für das Oberamt Kreuznach der vorderen Grafschaft Sponheim 1480–1798. Abschriften, Auszüge und einige Originaldrucke; Landeshauptarchiv Koblenz (Bestand 700,110 Johannes Mathias Sittel († 1859), Gerichtsschreiber)
  • P. J. Jahnet: Gnädigst aufgegebene General Beschreibung des Churpfälzischen OberAmts Creuznach, Handschrift 1772; Bayerische Staatsbibliothek München (Cgm 2654) (Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek München)

Weistümer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Zwischen Queich, Lauter, Nahe, Rhein: … Treyse. In: Jacob Grimm, Ernst Drohnke, Heinrich Beyer (Hrsg.): Weisthümer, Bd. I. Dieterich, Göttingen 1840, S. 810
  • Hundsrück: … Coppenstein, Becherbach, Kellenbach, … Auen, Stadt Creutznach, Langenlonsheim, Genzingen, Sprendlingen, Wöllstein, Zozenheim, Oberhilbersheim, Cappeslaubersheim, Rüdesheim, Hargesheim, Gutenberg, Roxheim, … Praunweiler, Bockenau, Gemünden, … Denzen. In: Jacob Grimm, Ernst Dronke, Heinrich Beyer (Hrsg.): Weisthümer, Bd. II. Dieterich, Göttingen 1840, S. 141–145, 148–170 und 181–184 (Digitalisat bei OpenLibrary)
  • Zwischen Queich, Lauter, Nahe, Rhein: … Oberhilbersheim, Zotzenheim, Genzingen, … Pfaffenschwabenheim, Siffersheim, Laubersheim. In: Jacob Grimm (Hrsg.): Weisthümer, Bd. IV. Dieterich, Göttingen 1863, S. 599–611 und 614–620 (Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek München)
  • Zwischen Queich, Lauter, Nahe, Rhein: … Hochstetten, Kappel, Ebernburg. In: Jacob Grimm (Hrsg.): Weisthümer, Bd. V. Dieterich, Göttingen 1866, S. 639–655 (Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek München)
  • Hundsrueck: … Sponheim, Argenschwang, Bockenau. In: Jacob Grimm, Richard Schroeder (Hrsg.): Weisthümer, Bd. VI. Dieterich, Göttingen 1869, S. 494–503 (Digitalisat bei OpenLibrary)
  • Anton Joseph Weidenbach:Denkwürdiger und nützlicher rheinischer Antiquarius II/17 Das Nahethal, Bd. II. Rudolph Friedrich Hergt, Koblenz 1870, passim [enthält Weistümer von Hottenbach, Bruchweiler und Schauren (1511), Sensweiler, Asbach und Schmerbach (um 1530/50), Koppenstein (1548), Kellenbach (1560), Brauweiler,[61] Gutenberg (1498), Hargesheim (1505), Roxheim, Rüdesheim, Langenlonsheim, Auen (1488), Nunkirchen, Bockenau (1487), Burg und Dorf Sponheim (1488), Argenschwang (1488), Sobernheim (1375)] (Google-Books)
  • Wilhelm Fabricius: Weistümer aus dem Nahegau. In: Archiv für Hessische Geschichte und Altertumskunde N. F. 3 (1904), S. 123–152, bes. S. 123–137 und 142–152 [enthält Weistümer aus Lonsheim (um 1439), Volxheim (1515, 1526), Osterburg bei Kreuznach (1515), Glan-Odernheim (1360, 1387), Nunkirchen (1365), Schönenberg (1375)] (Digitalisat im Internet Archive)
  • Johannes Polke: Das rheingräfliche Weistum von Norheim. In: Landeskundliche Vierteljahrsblätter 28 (1982), S. 3–14

Urteile des Ingelheimer Oberhofes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hugo Loersch: Der Ingelheimer Oberhof. Adolph Marcus, Bonn 1885 (Digitalisat der Universitätsbibliothek Frankfurt am Main)
  • Adalbert Erler (Bearb.): Die älteren Urteile des Ingelheimer Oberhofes, Bd. I-IV. Vittorio Klostermann, Frankfurt am Main 1952–1963 (Bd. II: Google-Books und Bd. III: Google-Books, eingeschränkte Vorschau)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johann Heinrich Andreä: Crvcenacvm Palatinvm Cvm Ipsivs Archisatrapia, Ex Historia, Potissimvm Politica & Litteraria, Johann Baptist Wiesen, Heidelberg 1784, bes. S. 211-213 und 480f (Digitalisat der Herzogin Amalia Bibliothek Weimar), (Google Books)
  • Johann Goswin Widder: Oberamt Kreuznach. In: Versuch einer vollständigen Geographisch-Historischen Beschreibung der Kurfürstl. Pfalz am Rheine, Bd. IV, Frankfurt am Main, Leipzig 1788, S. 1-164 (Google Books) (Nachdruck Verlag für Kunstreproduktion, Neustadt an der Aisch 1996 ISBN 3-89557-037-0)
  • Otto Franz Schmidt: Beitrag zur Territorial-Geschichte der preußischen Rhein-Provinz. In : Mittheilungen des Statistischen Bureau's in Berlin 9 (1856), S. 1–39, bes. S. 8f, 17, 19, 22–24, 26 und 32–39 (Google-Books)
  • Eduard Schneegans: Historisch-topographische Beschreibung Kreuznachs und seiner Umgebungen, Johann Friedrich Kehr Koblenz 1839, S. 148-151 (Google Books)
  • Johann Christian von Stramberg, Anton Joseph Weidenbach: Das Nahethal. Historisch und topographisch dargestellt, Teil 1. In: Denkwürdiger und Nützlicher Rheinischer Antiquarius, Abt. II, Band XVI, Rudolph Friedrich Christian Hergt, Koblenz 1869, S. 1-794 (Digitalisat bei OpenLibrary)
  • Anton Joseph Weidenbach: Das Nahethal. Historisch und topographisch dargestellt, Teil 2. In: Denkwürdiger und Nützlicher Rheinischer Antiquarius, Abt. II, Band XVII, Rudolph Friedrich Christian Hergt, Koblenz 1870, S. 1-810, bes. S. 111, 165-184, 212-214f und 226-229 (Google Books)
  • Wilhelm Fabricius: Die Karte von 1789. In: Ders.: Erläuterungen zum geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz, Bd. II: Hermann Behrend, Bonn 1898, S. 450ff
  • Wilhelm Fabricius: Die Herrschaften des unteren Nahegebietes. Der Nahegau und seine Umgebung. (Erläuterungen zum Geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz 6). Behrend, Bonn 1914, bes S. 91*–98* und S. 1–130 (Digitalisat des Landesbibliothekszentrums Rheinland-Pfalz Koblenz)
  • Winfried Dotzauer: Die Vordere Grafschaft Sponheim als pfälzisch-badisches Kondominium (1437-1707/08). Die Entwicklung zum kurpfälzischen Oberamt Kreuznach unter besonderer Berücksichtigung des badischen Kondominatsfaktors (diss. phil. Mainz), Voigtländer, Bad Kreuznach 1963
  • Eberhard J. Nikitsch: Die Inschriften des Landkreises Bad Kreuznach (Die deutschen Inschriften 34. Mainzer Reihe 3), Ludwig Reichert, Wiesbaden 1993
  • Winfried Dotzauer: Geschichte des Nahe-Hunsruck-Raumes von den Anfangen bis zur Franzosischen Revolution, Steiner, Stuttgart 2001, S. 208-254, 321-343 und 374

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vgl. Landesordnung vom 31. Oktober 1437, Regest in: Badische Historische Commission (Hrsg.), Heinrich Witte (Bearb.): Regesten der Markgrafen von Baden und Hachberg, 1050-1515, Bd. II 1422-1503. Wagner, Innsbruck 1901, S. 72 (Google-Books).
  2. Vgl. J. G. Widder: Beschreibung (a. a. O.), S. 1 und 14.
  3. Vgl. Urkunde des Grafen Johann II. von Wertheim (* um 1360; † nach 1444) als Schlichter vom 9. September 1435; Bayerisches Hauptstaatsarchiv München (Grafschaft Sponheim Urkunden, 12).
  4. Vgl. Handschrift, geschrieben 1473 von „Johannes Ammann de Cruzenach“ (Hessische Landes- und Hochschulbibliothek Darmstadt, Hs 1426); Dietlinde Munzel: Die Innsbrucker Handschrift des Kleinen Kaiserrechtes. Eine Untersuchung ihrer Verwandtschaft mit der Eschweger und der Kreuznacher Handschrift sowie die Auswertung der in ihr verzeichneten Notizen über Rechtsgewohnheiten zu Mainz, Frankfurt und Ingelheim (Rechtsbücherstudien 1). Scientia, Aalen 1974.
  5. Der Durchleuchtigstenn Durchleuchtigen Hochgebornen Fuersten vnd herren, herrnn Ludwigs … Churfuersten, herrn Johansen, beden Phaltzgrauẽ bei Reine, Hertzogen in Beyern, Graue zu Spanheym [et]c, vnd herrnn Philipsen Marggrauen zu Baden [et]c gemein ordnũg jrer gnaden Houegerichts zu Creuetzenach. Auch der Vndtergericht in Stetten, Flecken, vñ Dœrffern der Fœrdern Graueschafft Spanheim gen Creuetzenach gehœrig, Simmern: Hieronymus Rhodler 1530 (Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek München), (Google-Books).
  6. Vgl. Adolph Koellner: Geschichte der Herrschaft Kirchheim-Boland und Stauf. A. Stein, Wiesbaden 1854, S. 282 (Google-Books); auch W. Dotzauer: Geschichte (a. a. O.), S. 66.
  7. Vgl. A. Erler (Bearb.): Ingelheimer Oberhof (a. a. O.).
  8. Vgl. Hans Müller: Oberhof und neuzeitlicher Territorialstaat. Dargestellt am Beispiel der drei rheinischen geistlichen Kurfürstentümer (Untersuchungen zur deutschen Staats- und Rechtsgeschicht 20), Scientia Verlag, Aalen 1978, S. 286 ISBN 3-511-02840-X.
  9. Vgl. Maximilian Prokop von Freyberg: Pragmatische Geschichte der bayerischen Gesetzgebung und Staatsverwaltung seit den Zeiten Maximilian I., Bd. IV/1. Friedrich Fleischer, Leipzig 1839, S. 182f (Google-Books)
  10. Vgl. Ernst Weydmann: Geschichte der ehemaligen gräflich-sponheimischen Gebiete. (diss. phil. Heidelberg). Ackermann, Konstanz 1899, S. 39.
  11. Vgl. W. Dotzauer: Geschichte (a. a. O.), S. 332.
  12. Der hintersponheimische bzw. Pfalz-Zweibrücken-Birkenfelder Anteil an Burgsponheim, das dem Amt Winterburg zugeordnet war, gelangte endgültig 1776 an Baden.
  13. Vgl. A. J. Weidenbach: Nahethal (a. a. O.), Teil 2, S. 214.
  14. Ursprünglich Sponheimer Lehen; vgl. Franz Josef Mone: Verzeichnis der sponheimischen Lehensleute, um 1450. In: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins 3 (1852), S. 167–170, bes. S. 168 (Google-Books).
  15. Vgl. z. B. die ausführliche Übersicht im Regest einer Urkunde Markgraf Jakobs I. von Baden (1407–1453) und Graf Friedrichs III. von Veldenz und Sponheim († 1444) vom 24. Mai 1440, n. 6047 (Digitalisat bei Regesta Imperii Online).
  16. Vgl. Urkunde vom 29. Juli 1373; Bayerisches Hauptstaatsarchiv München (Grafschaft Sponheim, Urkunden 580).
  17. Vgl. W. Fabricius: Weistümer (a. a. O.), bes. S. 130 (Digitalisat im Internet Archive).
  18. Vgl. Hessisches Staatsarchiv Darmstadt (Bestand F1 Mittelrheinische Reichsritterschaft, 183/5).
  19. Auch Bunynheym, Bunninheim, Bunnenheym u. ä., verlesen: Bornheim, Breynheym, Weynheym, Weinheim. Zu Bonnheim bei Hackenheim, das „Godefridus dictus Stelin“ 1256 von Graf Simon von Sponheim erwarb, vgl. Georg Wilhelm Justin Wagner: Die Wüstungen im Großherzogthum Hessen, Bd. III Provinz Rheinhessen, G. Jonghaus, Darmstadt 1865, S. 173-176 (Google Books).
  20. So in Stadtrecht der Stadt Winterberg in der Graffschaft Spanheim vom Jahr 1331. In: Christoph Jakob Kremer (Hrsg.): Diplomatische Beyträge zum Behuf der Teutschen Geschichtskunde, Bd. I/3. (Versuch einer Genealogischen Geschichte derer Graven von Sponhein 2. Von denen Graven von Sponheim aus der Creuznachischen Linie). Fleischer, Frankfurt am Main / Leipzig 1761, S. 358–367, bes. S. 366 (Google-Books).
  21. Bestallungs-Urkunde vom 20. Januar 1419; Bayerisches Hauptstaatsarchiv München (Grafschaft Sponheim Urkunden 1117).
  22. Vgl. Johannes Mötsch: Jakob von Lachen. Aufstieg und Fall eines Pfälzer Adligen im Dienste des Grafen Johann V. von Sponheim. In: Pirmin Spieß (Hrsg.): Palatia historica. Festschrift für Ludwig Anton Doll. (Quellen und Abhandlungen zur mittelrheinischen Kirchengeschichte 75). Selbstverlag der Gesellschaft für Mittelrheinische Kirchengeschichte, Mainz 1994, S. 227–235; Kurt Andermal: Das Kopialbuch des Jakob von Lachen. Zur Rezeption pragmatischer Schriftlichkeit im Ritteradel Südwestdeutschlands während des späten Mittelalters. In: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins 155 (2007), S. 227–264.
  23. Haus-, Hof- und Staatsarchiv Wien (Sonderbestand Familienarchiv Montjoye (Depot), Abt. II, 1. März 1450).
  24. Urkunden vom 26. Oktober 1464 und 11.-27. Januar 1472; Landeshauptarchiv Koblenz (Bestand 33 Reichsgrafschaft Sponheim, Urkunden 16374 und 20359).
  25. Vgl. Stadtarchiv Worms (Abt. 159 U 102).
  26. Vgl. Stadtarchiv Worms (Abt. 159 K 38 UA 271 und 272).
  27. Vgl. Hauptstaatsarchiv Wiesbaden (Bestand 121 Lehnsarchive, Nr. U 1581 April 29).
  28. Handschrift der Universitätsbibliothek Heidelberg.
  29. Vgl. Winfried Dotzauer: Johann Bernhard von Botzheim, Oberamtmann zu Kreuznach. Ein Beitrag zur Untersuchung des rheinischen Beamtenadels im 16. Jahrhundert. in: Mitteilungsblatt zur rheinhessischen Landeskunde 15 (1966), S. 258–260.
  30. Vgl. Achim R. Baumgarten: Hexenwahn und Hexenverfolgung im Naheraum. Ein Beitrag zur Sozial- und Kulturgeschichte. (Europäische Hochschulschriften 325). P. Lang, Frankfurt am Main / Bern / New York / Paris 1987, S. 213.
  31. Vgl. Stadtarchiv Philippsburg (Urkunde 46).
  32. Vgl. Bohumil Bad'ura (Hrsg.): Der grosse Kampf um die Vormacht in Europa. Die Rolle Schweden und Frankreichs. Quellen zur Geschichte des Dreißigjährigen Krieges 1635–1643 (Documenta Bohemica Bellum Tricennale Illustrantia 6), Nakladatelství Československé Akademie Věd, Prag 1979, S. 430.
  33. a b c Vgl. Regest vom 1. Februar 1654; Karl Menzel: Regesten der im Archiv des Vereins für Nassauische Alterthumskunde und Geschichtsforschung aufbewahrten Urkunden aus den Jahren 1145–1807. In: Annalen des Vereins für Nassauische Alterthumskunde und Geschichtsforschung 15 (1879), S. 143–265, bes. S. 252 (Google-Books; eingeschränkte Vorschau).
  34. Vgl. Prosper Graf zu Castell-Castell : Castell-Remlingen, Wolfgang Dietrich Graf zu. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 3, Duncker & Humblot, Berlin 1957, ISBN 3-428-00184-2, S. 172 (Digitalisat).
  35. Vgl. Johann-Diederich von Steinen: Westphälische Geschichte, Meyer, Lemgo 1755–1801, S. 1925.
  36. Vgl. Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen (AFH 285, Blatt 331).
  37. Vgl. Lukas Grünewald: Johann Nikolaus Quad von Kinkelbach. In: Pfälzisches Museum 34(1917), S. 9-13.
  38. Vgl. Burkhard Gotthelf Struve: Ausführlicher Bericht von der Pfälzischen Kirchen-Historie. Johann Bernhard Hartung, Frankfurt am Main 1721, S. 857f und 1010.
  39. Vgl. Christian Rittmeyer: Vindiciae juris reformandi, o. O. [Hildesheim oder Koblenz] 1703; Ders.: Catholische Anmerkungen über den reformirten Heidelbergischen Catechismus, Johann Mayer, Heidelberg 1707; Ders.: XII. Opuscula Ritmeiriana Theologico-Historico-Iuridica, 1710 und andere.
  40. Vgl. Fortsetzung des II. Capitels XXI. Theils von des Evangelischen Kirchspiels Blanich etc. … Religions-Beschwehrde mit Beylagen. In: Christian Leonhard Leucht [Pseudonym: Antonius Faber] (Hrsg.): Europäische Staats-Cantzley, Band XL, Frankfurt am Main / Leipzig 1722. S. 1-72 (Google-Books).
  41. Vgl. Joseph Hirschel: Ein rheinhessischer Rechtsstreit bezüglich des Mitgebrauches an einer protestantischen Kirche. In: Archiv für katholisches Kirchenrecht 48 (1882), S. 281–324, bes. S. 310f.
  42. a b Vgl. Anton Joseph Weidenbach: Denkwürdiger und nützlicher rheinischer Antiquarius II/18 Das Nahethal, Bd. III. Rudolph Friedrich Hergt, Koblenz 1870, S. 268 (Google-Books).
  43. Aus Chambéry in Savoyen, 1777, 1783 Tabak-Händler und Pfeifen-Fabrikant in Straßburg, später königlicher Notar in Sainte-Marie-aux-Mines.
  44. Vgl. Gerd Massmann: Die Verfassung der Stadt Kreuznach unter der französischen Herrschaft von 1796 bis 1814. H. Boldt, Boppard 1963, S. 57.
  45. Vgl. Friedrich Schmitt: Die französische Herrschaft von 1792/96 bis 1814 im Nahegebiet in der Sicht von Zeitzeugen. In: Jahrbuch für westdeutsche Landesgeschichte 24 (1998), S. 269–303, bes. S. 282.
  46. Vgl. Churfürstlich-Pfalzbaierischer Hof- und Staatskalender auf das Jahr 1800, Franz, München 1800, S. 46 und 245.
  47. Vgl. Stadtarchiv Worms (Abt. 159 U 3912).
  48. Vgl. Stadtarchiv Worms (Abt. 159 U 3912).
  49. Vgl. Stadtarchiv Worms (Abt. 159 K 38 UA 265, 271 und 272).
  50. Vgl. Otto Graf von Looz-Corswarem (Bearb.): Kaiser und Reich unter Kaiser Karl V. Urkunden und Akten im Staatsarchiv Koblenz. (Veröffentlichungen der Landesarchivverwaltung Rheinland-Pfalz 3). Selbstverlag, Koblenz 1964, S. 125; Johannes Mötsch: Ein Gefälleregister der Kanzlei des Pfalzgrafen Johann II. von Simmern († 1557). In: Archiv für Diplomatik 35 (1989), 463–511, bes. S. 503.
  51. Vgl. Institut für Stadtgeschichte Frankfurt am Main (Hausurkunden, 839).
  52. Landeshauptarchiv Koblenz (Bestand 33 Reichsgrafschaft Sponheim, Urkunde 16596); Landesarchiv Speyer (Bestand F 7 Gatterer-Apparat, Urkunde 2975).
  53. Vgl. Grossherzogliche Archivdirektion (Hrsg.): Inventare des Grossherzoglich Badischen General-Landesarchivs, Bd. II. C.F.Müller, Karlsruhe 1907, S. 89 (Nr. 41).
  54. Vgl. Generallandesarchiv Karlsruhe (Sponheimer Kopialbuch Nr. 67/1079, Blätter 149-154).
  55. Vergleich vom 2. September 1722; Generallandesarchiv Karlsruhe (Baden Generalia, Nr. 1794); vgl. Grossherzogliche Archivdirektion (Hrsg.): Inventare des Grossherzoglich Badischen General-Landesarchivs, Bd. II. C.F.Müller, Karlsruhe 1907, S. 76 (Nr. 41).
  56. Vgl. Johannes Crusius (1599–1662), SJ: Commentorum Hayanorum Aulae ecclesiasticae et Horti Crusiani. (Tractatus 3). Jodocus Kalkoven, Köln 1653, S. 59–61 (Google-Books).
  57. Vgl. Johann Friedrich Schannat, Georg Bärsch: Eiflia illustrata, Bd. II/1. J. A. Mayer, Aachen / Leipzig 1829, S. 248 (Google-Books).
  58. Vgl. Johann Daniel Artopoeus: Historischer Verlauff dessen, was sich in der Hintern Grafschaft Sponheim, insbesondere zu Wolff, Denkwürdiges zugetragen, 1677-1709, hrsg. von Heinrich Adolf Grimm. In: Trierische Cronik 12 (1915/16), S. 75–89, bes. S. 77 („Herrißheimb“) (Digitalisat des Landesbibliothekzentrums Rheinland-Pfalz Koblenz).
  59. Vgl. zum Folgenden W. Fabricius: Herrschaften (a. a. O.), S. 345.
  60. Vgl. Vergleich zwischen Chur-Pfaltz und Fürstlichen Salmischen auch Wild- und Rheingräflichen Hause, die Wildfangs-Gerechtsame, das Religions-Wesen auch mutuale Succession betreffend, de anno 1698. In: Johann Christian Lünig (Hrsg.): Das deutsche Reichs-Archiv, Bd. XXIV Supplenda. Friedrich Lanckisch Erben, Leipzig 1722, S. 925–927 (Google-Books); W. Dotzauer: Geschichte (a. a. O.), S. 364.
  61. „Praumwyler“, Edition wohl ungenau: „Braunweiler“.