Oberaula

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Oberaula
Oberaula
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Oberaula hervorgehoben
Koordinaten: 50° 51′ N, 9° 28′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Schwalm-Eder-Kreis
Höhe: 326 m ü. NHN
Fläche: 43,95 km2
Einwohner: 3169 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 72 Einwohner je km2
Postleitzahl: 36280
Vorwahl: 06628
Kfz-Kennzeichen: HR, FZ, MEG, ZIG
Gemeindeschlüssel: 06 6 34 019
Gemeindegliederung: 6 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hersfelder Straße 4
36280 Oberaula
Webpräsenz: www.oberaula.de
Bürgermeister: Klaus Wagner (CDU)
Lage der Gemeinde Oberaula im Schwalm-Eder-Kreis
Kassel Landkreis Fulda Landkreis Hersfeld-Rotenburg Landkreis Kassel Landkreis Marburg-Biedenkopf Landkreis Waldeck-Frankenberg Vogelsbergkreis Vogelsbergkreis Werra-Meißner-Kreis Knüllwald Homberg (Efze) Frielendorf Schwarzenborn (Knüll) Neukirchen (Knüll) Oberaula Ottrau Schrecksbach Willingshausen Schwalmstadt Gilserberg Jesberg Neuental Bad Zwesten Borken (Hessen) Morschen Malsfeld Wabern (Hessen) Felsberg (Hessen) Spangenberg Melsungen Körle Guxhagen Edermünde Gudensberg Niedenstein FritzlarKarte
Über dieses Bild

Oberaula ist eine Gemeinde im Schwalm-Eder-Kreis in Nordhessen (Deutschland).

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oberaula liegt am Südhang des Knüllgebirges im oberen Aulatal und seinen Nebentälern.

Die nächstgelegenen Städte sind Bad Hersfeld (etwa 25 km östlich gelegen), Schwalmstadt (etwa 24 km westlich gelegen), Homberg (Efze) (etwa 26 km nördlich gelegen) und Alsfeld (etwa 21 km südwestlich gelegen).

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oberaula grenzt im Nordosten an die Gemeinde Neuenstein, im Osten an die Gemeinde Kirchheim, im Südosten an die Gemeinde Breitenbach am Herzberg (alle drei im Landkreis Hersfeld-Rotenburg), im Südwesten an die Gemeinde Ottrau, im Westen an die Stadt Neukirchen sowie im Norden an die Stadt Schwarzenborn (alle drei im Schwalm-Eder-Kreis).

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus den sechs Ortsteilen Oberaula (Sitz der Gemeindeverwaltung), Hausen, Friedigerode, Ibra, Olberode und Wahlshausen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oberaula wurde um 856 das erste Mal als Ovilah (übersetzt etwa: „der Ort in einer feuchten Flussaue“ oder „der Ort am Eulenwasser“) erwähnt.

Der Ortsteil Hausen wurde im Jahre 1160 das erste Mal erwähnt. Im Ortsteil Hausen stand schon früh eine Wasserburg der Abtei Fulda, auf deren Resten dann die Freiherren von Dörnberg im Jahre 1674 ihr Renaissanceschloss bauten.

Während der Zeit des napoleonischen Königreichs Westphalen (1807–1813) war Oberaula Hauptort des Kantons Oberaula und Sitz des Friedensgerichts. Bis 1945 bestand das Amtsgericht Oberaula.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Rahmen der kommunalen Gemeindegebietsreform schlossen sich am 1. April 1972 die Orte Oberaula und Hausen zusammen. Am 1. Januar 1974 folgte die Bildung der Großgemeinde Oberaula, als Friedigerode, Ibra, Olberode und Wahlshausen eingemeindet wurden.[2]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 6. März 2016 lieferte folgendes Ergebnis,[3] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[4][5]

Sitzverteilung in der Gemeindevertretung 2016
  
Von 23 Sitzen entfallen auf:
Parteien und Wählergemeinschaften  %
2016
Sitze
2016
 %
2011
Sitze
2011
 %
2006
Sitze
2006
 %
2001
Sitze
2001
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 62,1 14 59,9 14 50,7 12 45,1 10
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 37,9 9 40,1 9 49,3 11 45,4 11
FWGO Freie Wählergemeinschaft Oberaula 9,5 2
Gesamt 100,0 23 100,0 23 100,0 23 100,0 23
Wahlbeteiligung in % 60,5 59,1 55,9 66,0

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der hessischen Kommunalverfassung ist der Bürgermeister Vorsitzender des Gemeindevorstands, dem in der Gemeinde Oberaula neben dem Bürgermeister sechs ehrenamtliche Beigeordnete angehören. Bürgermeister ist seit 17. Mai 2010 Klaus Wagner (CDU).[6] Seine direkt gewählten Amtsvorgänger waren

  • 1998 bis 2010 Karl-Heinz Vestweber (SPD)[7] († 18. Januar 2017)

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „In Blau ein goldener Dreiberg im Schildfuß, darin ein dreiblättriger grüner Eichenbruch. Auf dem Dreiberg eine rotbewehrte silberne Eule, begleitet von je drei sechsstrahligen silbernen Sternen.“

Die blaue Hintergrundfarbe stammt aus einer alten Überlieferung, in der eine blaue Fahne erwähnt wird. Die Eule steht für Oberaula und die sechs Sterne stehen für die Ortsteile der Gemeinde. Die Sterne wurden gewählt, weil die Grafen von Ziegenhain, die einen Stern in ihrem Wappen führten, hier über Jahrhunderte viel Einfluss hatten. Der Dreiberg steht für das Knüllgebirge, in dem die Gemeinde liegt, und der Eichenbruch zeigt die Zugehörigkeit zum ehemaligen Fremdenverkehrsverband Kurhessen–Waldeck an.

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das französische Marsanne ist seit 1996 die Partnerstadt von Oberaula.

Kirche mit Turm aus dem 15. Jahrhundert

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Naturdenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Eiche bei Oberaula mit einem Brusthöhenumfang von 6,10 m (2014).[8]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oberaula liegt an der Bundesstraße 454, die die Gemeinde an das überregionale Straßennetz anbindet. Insbesondere ist hier das in etwa 10 km Entfernung gelegene Kirchheimer Dreieck der A 7 und der A 4 zu erwähnen.

Der Öffentliche Nahverkehr wird durch den Nordhessischen Verkehrs Verbund (NVV) gewährleistet.

Die Knüllwaldbahn, über die die Gemeinde an das Schienennetz angebunden war, gibt es seit 1984 nicht mehr. Die nächstgelegenen Bahnhöfe sind Bad Hersfeld, Schwalmstadt und Homberg/Efze (stillgelegt). Die ehemalige Bahnlinie wurde zu einem Radweg umgebaut, der von Treysa bis an die Grenze zum Landkreis Hersfeld-Rotenburg verläuft.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Marie G. Goletz (1995): Chronik Oberaula Band I und II. Plag gGmbh, Schwalmstadt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Oberaula – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Oberaula – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hessisches Statistisches Landesamt: Aktuellster Bevölkerungsstand am 31.12.2015 (Landkreise und kreisfreie Städte sowie Gemeinden, Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 412 f.
  3. Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016 Hessisches Statistisches Landesamt
  4. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011
  5. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 26. März 2006
  6. Hessisches Statistisches Landesamt: Direktwahlen in Oberaula
  7. Hersfelder Zeitung vom 8. Mai 2010: Abschiedsfeier Bürgermeister Karl-Heinz Vestweber abgerufen am 2. August 2016
  8. Eintrag im Verzeichnis Monumentaler Eichen. Abgerufen am 10. Januar 2017