Oberauroff

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Oberauroff
Stadt Idstein
Wappen von Oberauroff
Koordinaten: 50° 12′ 46″ N, 8° 14′ 23″ O
Höhe: 327 (303–335) m ü. NHN
Einwohner: 333 (31. Dez. 2014)[1]
Eingemeindung: 1. Januar 1977
Postleitzahl: 65510
Vorwahl: 06126
Evangelische Kirche
Evangelische Kirche

Oberauroff ist ein Stadtteil von Idstein im südhessischen Rheingau-Taunus-Kreis.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf liegt im Auroffer Grund am Auroffer Bach westlich der Kernstadt Idstein, von dieser durch einen Höhenrücken mit dem 403 Meter hohen Rügert und die Bundesautobahn 3 getrennt. Große Teile der Gemarkung sind bewaldet. Die nächstgelegenen Ortschaften neben der Kernstadt im Osten sind Niederauroff im Norden, Ehrenbach im Südwesten und Eschenhahn im Süden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals erwähnt wurde der Ort im Jahre 1160 als Urefo. 1230/31 wurde der Ort als superior Urefe, 1253 als superiori Uriphi, 1358 als Urfe und 1409 als Urff erwähnt. Ab 1230/31 ist der Ort unter Graf Heinrich II. ein Teil der Grafschaft Nassau. 1566 wird erstmals urkundlich der Name Oberauroff verwendet.

Um 1650 ist Oberauroff Mittelpunkt des Gerichtes Auroffer Grund.

Im Rahmen der Gebietsreform in Hessen wurde die Gemeinde Oberauroff am 1. Januar 1977 durch Gesetz nach Idstein eingegliedert.[2]

Einwohnerentwicklung:

Belegte Einwohnerzahlen bis 1970 sind:[LAGIS]

  • 1566: 6 Haushaltungen
  • 1609: 7 Haushaltungen
  • 1821: 166 Einwohner (mit Niederauroff)
  • 1842: 088 Einwohner
  • 1939: 125 Einwohner
  • 1961: 195 Einwohner
  • 1970: 222 Einwohner

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde am 21. Oktober 1969 durch das Hessische Innenministerium genehmigt.

Blasonierung: „In Blau auf grünem Boden ein goldener Eichbaum mit silbernen Eicheln.“[3]

Das Wappen wurde vom Heraldiker Heinz Ritt gestaltet.

Kulturdenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Oberauroff steht die Liebfrauenkirche, eine evangelische Pfarrkirche mit romanischem Schiff und spätgotischem Chor. Die Ausstattung ist aus dem 15.–18. Jh.

Brunnen in Oberauroff

Der gusseiserne Brunnen in der Straße "Am Dorfbrunnen" wurde 1898 (gemäß Datum an der Schmalseite) möglicherweise in der Michelbacher Hütte hergestellt und steht unter Denkmalschutz. Die Brunnensäule hat einen Wasserauslauf in Form eines Tierkopfes. Er steht an der Freifläche am Aufgang zum Kirchhof.[4]

Für die weiteren Kulturdenkmäler siehe die Liste der Kulturdenkmäler in Oberauroff.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Zahlen-Daten-Fakten der Stadt Idstein, abgerufen im Juli 2016.
  2. Der Hessische Minister des Inneren: Gesetz zur Neugliederung des Rheingaukreises und des Untertaunuskreises (GVBl. II 330-30) vom 26. Juni 1974. In: Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1974 Nr. 22, S. 312, § 4 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 1,5 MB]).
  3. Der Hessische Minister des Inneren: Genehmigung eines Wappens der Gemeinde Oberauroff, Untertaunuskreis, Regierungsbezirk Darmstadt vom 21. Oktober 1969. In: Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1969 Nr. 44, S. 1799, Punkt 1485 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 3,3 MB]).
  4. Landesamt für Denkmalpflege Hessen (Hrsg.): Brunnen Oberauroff In: DenkXweb, Online-Ausgabe von Kulturdenkmäler in Hessen