Oberbergische Bahn

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
RB 25 „Oberbergische Bahn“
Streckennummer (DB):2620 (Köln Hansaring-Köln)
670 (Köln-Köln Posthof)
2621 (Köln Posthof–Flughafen NO)
2692 (Flughafen NO–Frankfurter Str)
2655 (Frankfurter Str–Overath)
2657 (Overath–Dieringhausen)
2810 (Dieringhausen–Lüdenscheid-Brügge)
2813 (Lüdenscheid-Brügge–Lüdenscheid)
Kursbuchstrecke (DB):459
Streckenlänge:97 km
Höchstgeschwindigkeit:120 km/h
EVU: DB Regio
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Zuglauf
   
0 Köln Hansaring (Hp)
   
1 Köln Hbf ICE, Thalys, IC, RE
   
2 Köln Messe/Deutz ICE, RE
   
4 Köln Trimbornstraße
   
8 Köln Frankfurter Straße  
Haltepunkt, Haltestelle
17 Rösrath-Stümpen
Bahnhof, Station
19 Rösrath
Bahnhof, Station
21 Hoffnungsthal
Haltepunkt, Haltestelle
25 Honrath
Bahnhof, Station
29 Overath
Bahnhof, Station
41 Engelskirchen
Bahnhof, Station
46 Ründeroth
   
54 Dieringhausen (Modernisierung bis vsl. Dezember 2018)[1]
Bahnhof, Station
59 Gummersbach
Bahnhof, Station
67 Marienheide
Bahnhof, Station
76 Meinerzhagen
   
80 Kierspe (geplant)[2]
   
88 Oberbrügge (geplant)[2]
Bahnhof, Station
91 Lüdenscheid-Brügge RB
Halt… – Streckenende
97 Lüdenscheid

Die Oberbergische Bahn verkehrt im Vorlaufverkehr der S-Bahn Köln als Regionalbahn mit der Linienkennung RB 25 von Köln Hansaring nach Lüdenscheid.

Linienverlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Oberbergische Bahn im Bahnhof Köln Messe/Deutz
Der Bahnhof Hoffnungsthal, links im Hintergrund das ehemalige Empfangsgebäude 2016

Die Regionalbahn RB 25 beginnt in Köln-Hansaring und führt über die Gleise der S-Bahn-Stammstrecke auf die Bahnstrecke Köln-Kalk–Overath, in Overath dann auf die Bahnstrecke Siegburg–Olpe (auch Aggertalbahn genannt), auf der sie bis Dieringhausen fährt, ab dort fährt sie auf der Volmetalbahn zum Endpunkt Lüdenscheid. Die Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h wird nur zwischen Köln und Rösrath-Stümpen ausgefahren.

Die Regionalbahn RB 25 verkehrt im Abschnitt zwischen Köln Hansaring und Overath, in der Woche bis Engelskirchen und in den Hauptverkehrszeiten bis Gummersbach halbstündlich.[3] Stündlich fahren die Züge darüber hinaus nach Meinerzhagen, zweistündlich bis Lüdenscheid. Der Abschnitt MarienheideMeinerzhagen ging zum Fahrplanwechsel im Dezember 2013 wieder in Betrieb,[4] bis 26. Februar 2014 durch Schienenersatzverkehr.[5]

Der Abschnitt Meinerzhagen–Lüdenscheid ging zum Fahrplanwechsel im Dezember 2017 wieder in Betrieb. Das Angebot soll mit dem endgültigen Ausbau des Abschnittes und der Fertigstellung des Bahnhofs Kierspe sowie des Haltepunkts Halver-Oberbrügge auf einen Stundentakt erweitert werden.

Tarif[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Abschnitt Köln–Meinerzhagen gilt der Tarif des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg. Im Abschnitt zwischen Meinerzhagen und Lüdenscheid gilt der Westfalentarif.

Verlängerung nach Lüdenscheid[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unterwegs als RB11553 (Lüdenscheid – Köln Hansaring) erreicht der 620 012 den Bahnhof Brügge, 14. Dezember 2017.

Ein erster Reaktivierungsversuch wurde im Jahr 2005 im Zuge der Kürzung von Regionalisierungsmitteln durch den damaligen NRW-Verkehrsminister Oliver Wittke unterbunden. Der Abschnitt Meinerzhagen – Brügge (Westf) der Volmetalbahn konnte daher erst mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2017 reaktiviert werden. Nun können die Züge aus Köln direkt bis Lüdenscheid fahren.

Der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) als Aufgabenträger unterzeichnete 2015 den Verkehrsvertrag mit DB Regio für die Verlängerung der RB 25 Richtung Meinerzhagen–Lüdenscheid.[6]

Zukunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Abschnitt zwischen Köln Hansaring und Overath soll zukünftig im 20-Minuten-Takt befahren werden. Dazu ist ein zweigleisiger Ausbau nötig. Die Linie soll als S 15 in das Netz der S-Bahn Köln integriert werden. Insgesamt soll ein Stundentakt zwischen Kall und Gummersbach entstehen, der zwischen Euskirchen und Overath zu einem 20-Minuten-Takt verdichtet wird. Zusätzlich soll der RE 22 von Trier nach Lüdenscheid im Stundentakt verlängert werden, sodass sich die Linien überlagern.[7]

Im September 2017 gründete sich das Bündnis Oberbergische Bahn, welches den Ausbau der Strecke vorantreiben möchte. In ihm sind die Anliegerkommunen und Landkreise sowie der Zweckverband Nahverkehr Rheinland und die Deutsche Bahn vertreten.[8]

Vergabe an DB Regio[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Logo VAREO

Die zuständigen Aufgabenträger haben im März 2011 das Kölner Dieselnetz an DB Regio zum Betrieb ab Dezember 2013 für 20 Jahre vergeben.[9] Im Rahmen dieser Vergabe wurden die folgenden Maßnahmen realisiert:

  • Streckenverlängerung (Reaktivierung) über Marienheide hinaus nach Meinerzhagen
  • geschwindigkeitserhöhende Maßnahmen im Abschnitt von Köln-Porz bis Rösrath
  • Ausweitung des Fahrtenangebotes im Abschnitt Overath–Engelskirchen durch Verlängerung der Zwischenzüge Köln–Overath (dreizehn Fahrten Mo–Fr)
  • Ausweitung des Fahrtenangebotes im Abschnitt Overath–Gummersbach um vierzehn Fahrten Mo–Fr
  • zusätzlicher HVZ-Verstärker in der Frühspitze von Overath (7:11 Uhr) nach Köln (7:48 Uhr)
  • Einrichtung eines Halbstundentaktes zwischen Marienheide und Gummersbach zwischen 7:00 und 8:00 Uhr für den Schüler- und Ausbildungsverkehr

Bis August 2011 wurde die Linie durch DB Regio Rheinland betrieben, eine eigenständige Tochtergesellschaft der DB Regio AG. Mit deren Auflösung übernahm DB Regio NRW bereits den Betrieb. Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2013 stellte DB Regio NRW ihr neues Konzept für das Kölner Dieselnetz vor, wozu auch die Oberbergische Bahn gehört. Neuer Markenname ist "Vareo", der aus sich aus den Regionen des Kölner Dieselnetzes mit seinen zwei RE-Linien, fünf RB-Linien und einer S-Bahn zusammensetzt: Voreifel, Ahrtal, Rhein, Eifel und Oberbergisches Land/obere Volme. Zu den Strecken zählen zusätzlich zur RB 25, die RB 23, 24, 30, 39 der RE 12 und der RE 22 sowie die S 23.

Fahrzeuge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aktuell werden Fahrzeuge der BR 620 und 622 Alstom Coradia LINT eingesetzt.

Früher war die Bahnlinie auch unter dem Namen „Aggertaler“ bekannt. Ab 1984 setzte die Deutsche Bundesbahn erstmals auf dieser Bahnstrecke (Köln - Meinerzhagen) ihre neue Zuggattung "City-Bahn" ein. Eingesetzt wurden von 1984 bis 1999 lokbespannte Züge mit Loks der BR 218 und n-Wagen.

Seit Mai 1998 trägt die "Oberbergische Bahn" die Linienkennzeichnung RB 25. Von 1999 bis 2014 wurde die Strecke mit Zügen des Typs Bombardier Talent (Baureihe 644) betrieben.[10]

Arbeiten an den Bahnhöfen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Reaktivierung des Personenverkehrs auf dem Abschnitt zwischen Marienheide und Meinerzhagen wurden 2012 im Bahnhof Meinerzhagen alte Gleisanlagen abgerissen und zwei neue Gleise sowie drei Weichen gebaut.[11] Auch der Bahnhof Gummersbach, sowie die Bahnhöfe Engelskirchen und Overath wurden vollständig modernisiert und die Bahnsteige neu angelegt. Bis Ende November 2012 gab es auch im weiteren Verlauf der Volmestrecke hinter Kierspe in Richtung Oberbrügge Ausbauarbeiten. Die Deutsche Bahn AG investierte in diese Gleiserneuerung rund 16,5 Millionen Euro. Als weitere Maßnahmen würden außerdem noch der Ausbau und die Sicherung von Bahnübergängen sowie die Herrichtung der Haltepunkte bzw. Bahnhöfe in Meinerzhagen, Kierspe und Halver-Oberbrügge anstehen.

Seit Dezember 2017 sind die Arbeiten am Bahnhof Meinerzhagen weitestgehend abgeschlossen, für Kierspe und Halver-Oberbügge gibt es keine verbindlichen Termine.

Hinzu kommt ab Juni 2018, die vollständige Sanierung und Modernisierung des Bahnhofes Dieringhausen, sowie ein zweigleisiger Ausbau des Streckenabschnittes Dieringhausen-Gummersbach.

Die Reaktivierung der Volmetalbahn ist ein wesentliches Projekt innerhalb des Regionale-Programms Oben an der Volme. Zusätzlich zu den Streckenarbeiten, durchgeführt durch die Deutsche Bahn AG, gestalten die vier beteiligten Kommunen Meinerzhagen, Kierspe, Halver (für den Bahnhof Oberbrügge) und Schalksmühle auch das Umfeld rund um die Bahnhöfe attraktiver. Zudem erhalten die Bahnhöfe auch Haltestationen mit Abstellmöglichkeiten für den ebenfalls zum Regionale-Projekt gehörenden Volmetal-Radweg. In Meinerzhagen und Kierspe werden in diesem Zusammenhang auch die beiden Zentralen Omnibusbahnhöfe (ZOB) zur Verknüpfung von Bahn- und Busverkehr neu gestaltet.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Oberbergische Bahn – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Andreas Arnold: Zeitplan für Sanierung steht fest – Beginn im Sommer. In: Kölner Stadt-Anzeiger. 31. Januar 2018, abgerufen am 9. Juni 2018.
  2. a b deutschebahn.com
  3. Änderungen zum Fahrplanwechsel am 15. Dezember 2013. VRS, archiviert vom Original am 21. Dezember 2013; abgerufen am 31. Dezember 2015.
  4. Bahnübergänge bleiben ein Problem in Güntenbecke. In: come-on.de. 25. Mai 2012, abgerufen am 28. Dezember 2017.
  5. Andreas Arnold: Das Sauerland wird rheinisch. In: Oberbergische Volkszeitung. 26. Februar 2014, abgerufen am 31. Dezember 2015.
  6. Inbetriebnahme der reaktivierten Bahnstrecke von Meinerzhagen nach Lüdenscheid–Brügge für Ende 2017 geplant. Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL), 17. Februar 2015, abgerufen am 17. Februar 2015 (Pressemitteilung).
  7. SPNV-Nahverkehrsplan 2016. Zweckverband Nahverkehr Rheinland, S. 68, abgerufen am 28. Dezember 2017 (PDF; 8,9 MB, Anlage 1 zur Ds.-Nr. NVR-10/2016).
  8. NRW: Bündnis Oberbergische Bahn gegründet. In: Eurailpress. DVV Media Group GmbH, abgerufen am 13. Februar 2018.
  9. DB Regio Rheinland erhält Zuschlag für das Kölner Dieselnetz: Betriebsaufnahme im Dezember 2013 – Mehr Qualität und Leistung. Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL), 23. März 2011, abgerufen am 15. Dezember 2013 (Pressemitteilung).
  10. nrwbahnarchiv.bplaced.net
  11. Bahn investiert in die Reaktivierung der Strecke. In: Meinerzhagener Zeitung. 8. Oktober 2012, abgerufen am 15. Dezember 2013.