Oberbergischer Kreis

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Oberbergischen Kreises Deutschlandkarte, Position des Oberbergischen Kreises hervorgehoben

Koordinaten: 51° 1′ N, 7° 31′ O

Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Köln
Landschaftsverband: Rheinland
Verwaltungssitz: Gummersbach
Fläche: 918,84 km2
Einwohner: 272.057 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 296 Einwohner je km2
Kfz-Kennzeichen: GM
Kreisschlüssel: 05 3 74
Kreisgliederung: 13 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Moltkestraße 42
51643 Gummersbach
Website: www.oberbergischer-kreis.de
Landrat: Jochen Hagt (CDU)
Lage des Oberbergischen Kreises in Nordrhein-Westfalen
NiederlandeBelgienNiedersachsenRheinland-PfalzHessenEssenWuppertalSolingenRemscheidHagenEnnepe-Ruhr-KreisBochumDortmundHerneGelsenkirchenBottropOberhausenMülheim an der RuhrDuisburgKreis MettmannDüsseldorfRhein-Kreis NeussKreis HeinsbergMönchengladbachKrefeldKreis ViersenKreis WeselKreis KleveRhein-Erft-KreisKreis DürenRheinisch-Bergischer KreisOberbergischer KreisKreis RecklinghausenKreis BorkenKreis UnnaMärkischer KreisKreis OlpeHammKreis SoestKreis CoesfeldKreis SteinfurtKreis WarendorfLeverkusenKölnStädteregion AachenBonnRhein-Sieg-KreisStädteregion AachenKreis EuskirchenMünsterKreis Siegen-WittgensteinHochsauerlandkreisKreis PaderbornKreis GüterslohKreis HöxterKreis LippeKreis HerfordKreis Minden-LübbeckeBielefeldKarte
Über dieses Bild

Der Oberbergische Kreis ist ein Kreis im Süden Nordrhein-Westfalens. Er ist teilidentisch mit der Region Oberbergisches Land.

Geographie, Topographie und Natur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Oberbergische Kreis liegt im Osten des Naturparks Bergisches Land zwischen Rhein- und Sauerland. Er liegt 99,2 bis 518,2 Meter über dem Meeresspiegel; die Mittelgebirgslandschaft ist waldreich, geprägt von kleinteiliger Landwirtschaft und hat über 1400 Dörfer und Weiler.[2] Der angrenzenden Metropolregion Rhein-Ruhr dient Oberberg als Naherholungsgebiet.

  • Nördlichster Punkt: Windung des Brebach, 480 Meter nordöstlich von der Ortschaft Griesensiepen/Spreel
  • Südlichster Punkt: Nebenbach des Holperbaches, 660 Meter westlich von Seifen (Ortsgemeinde Forst, bei Wissen/Sieg, Landkreis Altenkirchen)
  • Westlichster Punkt: Sülz, 200 Meter westlich von Klefhaus und 90 Meter oberhalb der Einmündung des Dürschbach
  • Östlichster Punkt: 20 Meter nordwestlich der L342, 790 Meter östlich von Hardt

Die höchste natürliche Erhebung des Kreises ist die Homert mit 518 Metern NN auf dem Gebiet der Stadt Gummersbach am östlichen Rand des Kreisgebietes, nahe der A 45; der tiefste Punkt liegt mit knapp 100 Metern NN am Stausee Ehreshoven.[3]

Der Oberbergische Kreis hat zahlreiche Naturschutzgebiete ausgewiesen, deren größtes die Wiehltalsperre mit über 950 ha ist. Neben den Naturschutzgebieten existieren zudem eine Reihe von Naturdenkmälern und Landschaftsschutzgebieten. Die sehr wasserreiche Region verfügt über 10 Talsperren,[4] die nicht nur aus den größten Fließgewässern Agger, Wiehl und Wupper, sondern vor allem aus den unzähligen Bächen gespeist werden, die das Land durchziehen.

Die Biologische Station Oberberg hat im September 2016 das Projekt „Modellregion Landwirtschaft und Naturschutz – Bergisches Land“ gestartet.[5]

Nachbarkreise und -städte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kreis grenzt, im Norden beginnend im Uhrzeigersinn, an die Kreise Ennepe-Ruhr-Kreis (somit auch an den Regionalverband Ruhr), Märkischer Kreis und Olpe (alle in Nordrhein-Westfalen), an den Landkreis Altenkirchen (Westerwald) (in Rheinland-Pfalz) sowie an den Rhein-Sieg-Kreis, an den Rheinisch-Bergischen Kreis sowie an die kreisfreien Städte Remscheid und Wuppertal.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oberberg ist Teil des Rheinischen Schiefergebirges und liegt im Westen seines rechtsrheinischen Anteils. Seine älteste Geschichte beginnt vor knapp 400 Millionen Jahren als tropisches Flachmeer. Mehr als 50 Millionen Jahre bedeckte es das Gebiet des späteren Oberbergischen Landes.

Das Oberbergische gilt im Vergleich zur Rhein-Niederung nicht als „Altsiedlungsgebiet“. Nach Deutung der Gewässernamen wurden seit der älteren Latènezeit, der späten mitteleuropäischen Eisenzeit der Nord- und Mittelbereich des Kreisgebietes von germanischen Einwanderern aus dem Norden besiedelt. Davon zeugen germanische Bachnamen in den Einzugsgebieten der Wupper/Wipper, Agger und Wiehl. Der Hauptstrom der Siedler, welche die innerbergischen Gebiete zwischen Ruhr und Sieg nach Jahrhunderten weitgehender Siedlungsleere erschlossen, kam vom Rhein her.

Die Existenz eines Königshofes ist für das Oberbergische schriftlich dokumentiert. Nach einer im Düsseldorfer Hauptstaatsarchiv aufbewahrten Urkunde übertrug Kaiser Friedrich I. (HRR) im Jahre 1167 die „Curtis von Eckenhagen“ mit den Silbergruben und weiterem „Zubehör“ dem Kölner Erzbischof. Seit der Kommunalreform von 1969 – die Gemeinden Denklingen und Eckenhagen wurden zusammengelegt – lebt die Erinnerung an die frühere Zugehörigkeit zum Reichs- beziehungsweise Königsgut in dem neuen Gemeindenamen Reichshof fort.

Abgrenzung des Bergischen Landes gegenüber dem Oberbergischen Land[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Oberbergische Land liegt im Südosten des ehemaligen, bis 1614 eigenständigen Herzogtums Berg und ehemals angrenzender Gebiete und ist heute Teil der touristischen Region Bergisches Land. Bereits 1740 trennte eine Beschreibung des Herzogtums Berg unter der Herrschaft des Hauses Pfalz-Neuburg mit seinen 17 Ämtern das „Niederbergische“ nordwärts der Wupper vom „Oberbergischen“ südlich davon.

Als das Herzogtum und die benachbarten Territorien durch Napoleon I. 1806 und durch den Wiener Kongress 1815 neu geordnet wurden, fielen auch die bis dahin selbstständigen Reichsherrschaften Gimborn-Neustadt, zu der Gummersbach gehörte, und Homburg sowie Teile der Grafschaft Mark an das Großherzogtum Berg und nach 1815 an Preußen.

Der Oberbergische Kreis von 1932 bis 1974[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der ursprüngliche Oberbergische Kreis entstand 1932 aus der Vereinigung der Kreise Gummersbach und Waldbröl (ohne das Amt Dattenfeld), mit dem Sitz der Kreisverwaltung in Gummersbach. Der im Gesetz bestimmte Name Agger-Wiehl-Kreis nach den Flüssen im Kreisgebiet wurde noch vor Inkrafttreten in Oberbergischer Kreis geändert. Der Name nimmt Bezug auf die ehemaligen Landesherren, die Grafen von Berg.

Der Kreis umfasste die beiden Städte Bergneustadt und Gummersbach sowie die Gemeinden Denklingen, Drabenderhöhe, Eckenhagen, Gimborn, Lieberhausen, Marienberghausen, Marienheide, Morsbach, Nümbrecht, Ründeroth, Waldbröl und Wiehl. Die Gemeinde Drabenderhöhe wurde 1960 in Bielstein (Rheinland) umbenannt.[6]

1957 wurde Waldbröl als dritter Gemeinde im Oberbergischen das Stadtrecht verliehen.

Das Gesetz zur Neugliederung des Oberbergischen Kreises reduzierte zum 1. Juli 1969 die Zahl der Gemeinden des Kreises:

  • Lieberhausen wurde auf Gummersbach und Bergneustadt aufgeteilt.
  • Denklingen und Eckenhagen gingen in der neuen Gemeinde Reichshof auf.
  • Marienberghausen und Nümbrecht wurden zur Gemeinde Homburg zusammengeschlossen, die anschließend wieder in Nümbrecht umbenannt wurde.
  • Bielstein und Wiehl wurden zu einer neuen Gemeinde Wiehl zusammengeschlossen. 1971 erhielt Wiehl das Stadtrecht

Danach gehörten die vier Städte Bergneustadt, Gummersbach, Waldbröl und Wiehl sowie die Gemeinden Gimborn, Marienheide, Morsbach, Nümbrecht, Reichshof und Ründeroth bis 1974 zum Kreis.

Der alte Oberbergische Kreis umfasste zuletzt eine Fläche von 565,77 km².[7]

Der Oberbergische Kreis seit 1975[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch das Köln-Gesetz wurde am 1. Januar 1975 der Oberbergische Kreis in seiner heutigen Form gebildet:

Einwohnerstatistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1933 079.105[8]
1939 083.552[8]
1950 121.369[8]
1960 130.100[8]
1970 148.300[9]
1980 246.100[10]
1990 263.276[11]
2000 287.186[11]
2010 280.840[12]
2015 273.452[13]
2019 272 320[14]

Konfessionsstatistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemäß der Volkszählung 2011 waren von den Einwohner 83.581 (30,6 %) römisch-katholisch, 103.240 (37,8 %) evangelisch und 86.190 (31,6 %) waren konfessionslos oder gehörten einen anderen Religionsgemeinschaft an.[15] Am 31. Dezember 2019 waren von den 272.320 Einwohnern 78.200 (28,7 %) römisch-katholisch.[16]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kreistag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wahl des Oberbergischen Kreistages 2014[17]
Wahlbeteiligung: 52,4 % (2009: 53,76 %)
 %
50
40
30
20
10
0
43,2 %
27,9 %
8,9 %
5,5 %
3,9 %
3,5 %
2,8 %
1,5 %
2,8 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
-1,1 %p
+2,3 %p
-0,4 %p
-5,5 %p
+3,9 %p
+0,3 %p
-1,0 %p
-0,3 %p
+1,8 %p
Sitzverteilung im
Oberbergischen Kreistag 2014
          
Insgesamt 58 Sitze

Aktuell gibt es im Kreistag folgende Sitzverteilung nach Fraktionen (Stand Mai 2014)[18]:

CDU SPD GRÜNE FDP/FWO/DU DIE LINKE AfD UWG Fraktionslos Gesamt
25 16 5 4 3 2 2 1 58
FDP 2
FWO/DU 1
DIE LINKE 2
PIRATEN 1
pro NRW 1

CDU, FDP und FWO/DU bilden eine Koalition, die zusammen mit der Stimme des Landrats auf 29 von 59 Stimmen kommt.[19]

Landräte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem 1. Oktober 1999 gibt es – wie vor 1945 – nur noch einen hauptamtlichen Landrat, der gleichzeitig damit Verwaltungschef ist.

Oberkreisdirektoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Kreisgebiet ist die Wirtschaft vornehmlich von Klein- und Mittelständischer Industrie geprägt. Es gibt viele Unternehmen im Bereich Kunststoffverarbeitung, Autozulieferindustrie, Metallverarbeitung und Dienstleistungen.

Bis ins 20. Jahrhundert wurden Bodenschätze abgebaut. Zahlreiche stillgelegte kleine Aufschlüsse und Stollen finden sich im gesamten Kreisgebiet und sind zum Teil als Naturschutzgebiete ausgewiesen, und es gibt noch einige große produzierende Steinbruchbetriebe im Grauwacke. Land- und Forstwirtschaft prägen das Bild der Landschaft und deren Nutzung.

Der Kunststoff-Cluster Oberbergischer Kreis besteht seit 2005.

Im Jahr 2014 belief sich das Bruttoinlandsprodukt auf 8,816 Mrd. Euro. (Eurostat)[20] Im Vergleich mit dem BIP der EU, ausgedrückt in Kaufkraftstandards, erreichte der Oberbergische Kreis im Jahr 2014 einen Index von 113,0 (EU 28: 100 Deutschland: 125,0 NRW: 125,0)[21]

Die Arbeitslosenquote stand im Mai 2020 bei 6,1 %.[22]

Im Zukunftsatlas 2019 belegte der Kreis Platz 151 von 401 Landkreisen, Kommunalverbänden und kreisfreien Städten in Deutschland und zählt damit zu den Regionen mit „ausgeglichenem Chancen-Risiko Mix“.[23]

Bindungen und Beteiligungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Oberbergische Kreis

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Überregional bekannt sind die so genannten Bunte Kerken, die Kirchen mit mittelalterlichen Wand- und Deckengemälden. Das Oberbergische Land ist auch bekannt für seine Mühlen sowie die zahlreichen Talsperren.

Weitere Sehenswürdigkeiten sind:

Jüdische Friedhöfe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für den Oberbergischen Kreis ist ein Jüdischer Friedhof dokumentiert, nämlich in Nümbrecht.[24] Er ist ein geschütztes Kulturdenkmal – steinernes Zeugnis für eine ehemals existierende Jüdische Gemeinde und eines regen jüdischen Gemeindelebens bis in die 1930er Jahre.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jährlich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1. Mai und erstes Mai-Wochenende Mittelalterlicher Markt auf Schloss Homburg in Nümbrecht
  • Mai: Internationale Wiehler Jazztage
  • Erstes Maiwochenende: Maikirmes in Ründeroth
  • Erstes Maiwochenende: Radevormwalder Stadtfest
  • 1. und 2. Pfingsten: Töpfermarkt im historischen Burghof von Reichshof-Denklingen
  • Pfingsten: Pfingst-Jugend-Konferenz in Bergneustadt
  • Pfingsten: Schützenfest mit großer Kirmes in Bergneustadt
  • Erstes Wochenende nach Pfingsten: Schützenfest auf dem Steinberg (Gummersbach)
  • Juli: am ersten Wochenende Schützenfest in Marienheide
  • Juli: am zweiten Wochenende Lichterfest im Kurpark von Nümbrecht
  • Sommer: Profiradrennen mit bekannten Fahrern im Stadtzentrum von Radevormwald
  • August bis Oktober: Wiehler Dahlienschau
  • September: Traditionelle Pflaumenkirmes in Radevormwald
  • 2. Wochenende im September: Altstadtfest in Hückeswagen
  • Herbst: Eiermarkt in Eiershagen
  • Herbst: Lichterfest in Lindlar
  • Ende November: Weihnachtlicher Werkkunstmarkt in Nümbrecht, letztes Wochenende vor dem 1. Advent

Häufiger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weitere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Darüber hinaus finden im ganzen Kreisgebiet jährliche Schützen- und Feuerwehrfeste sowie zahlreiche Trödel- und Weihnachtsmärkte statt.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straßenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Kreis sind 643 Kraftfahrzeuge je 1.000 Einwohner zugelassen (Stand: 1. Januar 2009). Dies ist die dritthöchste Fahrzeugdichte in Nordrhein-Westfalen. Zum Vergleich: Deutschland insgesamt hat 603 Pkw/1.000 Einwohner.[25]

Im südlichen Teil des Oberbergischen Kreises durchquert die Autobahn A 4 mit Anschlussstellen in Engelskirchen, Bielstein, Gummersbach, Reichshof/Bergneustadt und Reichshof-Eckenhagen das Kreisgebiet von Westen nach Osten.

Zeitweilig war eine Bundesautobahn 451 geplant, die den gesamten Kreis von Waldbröl über Bergneustadt und Marienheide bis Radevormwald durchlaufen sollte.[26] Das Teilstück von Denklingen bis Bergneustadt wurde als B 256 weitgehend vierstreifig fertiggestellt, eine zweistreifige Verlängerung bis Marienheide zu späterem Zeitpunkt ist immer noch vorgesehen. Die restliche Planung wurde verworfen.

Ferner sollten eine A 54 im Norden und eine A 56 im Süden den Kreis tangieren, letztere mit Anschluss an die A 451. Beide Planungen wurden verworfen.

Öffentlicher Personennahverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Deutsche Bahn unterhält in ihrem Eisenbahnnetz im Oberbergischen Land auf der Oberbergischen Bahn Haltestellen unter anderem in Engelskirchen, Ründeroth, Dieringhausen, Gummersbach, Marienheide und Meinerzhagen.

Weitere Nahverkehrslinien sind in der Oberbergischen Verkehrsgesellschaft (OVAG) sowie weiteren Verkehrsgesellschaften zusammengeschlossen.

Der Oberbergische Kreis gehört zum Tarifgebiet des Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS).

Flugverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Oberbergischen Kreis gibt es zwei Flugplätze für die allgemeine Luftfahrt. Beide sind heute als Sonderlandeplatz zugelassen.

Darüber hinaus gibt es:

Der nächstgelegene internationale Verkehrsflughafen ist der Flughafen Köln/Bonn, rund 20 km von der südwestlichen Kreisgrenze entfernt.

Wetterbeobachtung im Oberbergischen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt neun Niederschlags- und Klimastationen des Deutschen Wetterdienstes im Kreis, und zwar an der Bevertalsperre bei Wipperfürth, in Lindlar-Oberlichtinghagen, Marienheide-Kläranlage Nord, Morsbach, Radevormwald, Waldbröl und Wipperfürth-Gardeweg.

Seit dem 4. Januar 2007 befindet sich eine Wetterstation Auf dem Lindchen in Nümbrecht. Sie wird von Leif Kliesch betrieben und liefert die Wetterdaten zu dem Messnetz von Jörg Kachelmann.

In Eckenhagen befindet sich die einzige Online-Wetterstation des Deutschen Wetterdienstes im Kreis. Dort werden alle zehn Minuten Lufttemperatur und Luftfeuchte, Sonnenscheindauer und Temperatur im Erdboden gemessen.

Seit dem Januar 2006 zeichnet die private Wetterstation Bergneustadt die aktuellen Wettervorkommnisse auf. Die stündlich gespeicherten Daten sind frei zugänglich aus einem Wetterarchiv abrufbar. Hinzu kommt ein Webcamarchiv mit Webcams aus Bergneustadt und Umgebung.[27]

Gemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karte des Oberbergischen Landes
Gemeindegrenzen des Kreises Oberberg
Rhein-Sieg-KreisOberbergischer KreisRheinisch-Bergischer KreisNordrhein-WestfalenRemscheidWuppertalEnnepe-Ruhr-KreisMärkischer KreisKreis OlpeKreis Siegen-WittgensteinRheinland-PfalzWaldbrölMorsbachNümbrechtWiehlReichshofGummersbachMarienheideBergneustadtEngelskirchenLindlarHückeswagenWipperfürthRadevormwaldMunicipalities in GM.svg
Über dieses Bild
Städte
  1. Bergneustadt (18.677)
  2. Gummersbach, Mittlere kreisangehörige Stadt (50.952)
  3. Hückeswagen (14.958)
  4. Radevormwald, Mittlere kreisangehörige Stadt (21.919)
  5. Waldbröl (19.553)
  6. Wiehl, Mittlere kreisangehörige Stadt (25.161)
  7. Wipperfürth, Mittlere kreisangehörige Stadt (20.963)
Weitere Gemeinden
  1. Engelskirchen (19.298)
  2. Lindlar (21.315)
  3. Marienheide (13.522)
  4. Morsbach (10.138)
  5. Nümbrecht (17.001)
  6. Reichshof (18.600)

(Einwohnerzahlen vom 31. Dezember 2019[28])

Kfz-Kennzeichen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Juli 1956 wurde dem Oberbergischen Kreis bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen GM, das für die Kreisstadt Gummersbach steht, zugewiesen. Es wird durchgängig bis heute ausgegeben.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Mieke Brinkmann, Heinrich Müller-Miny: Der Oberbergische Kreis. Bonn 1965.
  • Klaus Goebel (Hrsg.): Oberbergische Geschichte, Bde. 1–3, Wiehl 1998–2001, Band 1: Von den Anfängen bis zum Westfälischen Frieden, Verf.: Hellmut Grabert, Gero Karthaus, Günter Walzik, Albrecht Brendler, Wolfgang Herborn, Stefan Ehrenpreis, Gregor Horstkemper, Wiehl 2001, ISBN 3-88265-224-1, Band 2: Vom Westfälischen Frieden bis zum Ende der Monarchie 1648–1918, Verf.: Gert Fischer, Volkmar Wittmütz, Dieter Lück, Wiehl 1998, ISBN 3-88265-208-X, Band 3: Von der Weimarer Republik bis zur Jahrtausendwende 1918–1999, Verf.: Gerhard Pomykaj, Volker Dick, Wiehl 2001, ISBN 3-88265-225-X
  • Richard Jilka (Bearb.): Bibliographie zur Oberbergischen Geschichte. 2. Aufl., Gummersbach 1992.
  • Oberbergische Abteilung des Bergischen Geschichtsvereins (Hrsg.), Beiträge zur Oberbergischen Geschichte, Bd. 1ff., Gummersbach 1986ff.
  • Herbert Nicke: Das Oberbergische Land. Ein Landschaftsportrait. Wiehl 1995.
  • Klaus Pampus: Urkundliche Erstnennungen oberbergischer Orte. Hrsg.: Oberberbergischen Abteilung des Bergischen Geschichtsvereins. Gronenberg, Gummersbach 1997, ISBN 3-88265-206-3.
  • H.W. Brandenburger: Ley-Land. Dr. Ley und der Nationalsozialismus im Oberbergischen. Köln 1988.
  • Harry Böseke: Das Oberbergische Land. Geschichte – Kultur – Freizeit. Avlos-Verlag, Sankt Augustin 1995, ISBN 3-929634-14-7.
  • Heinz Mühlenweg: Von Wilhelm II. zu Konrad I. Wie unsere Bucklige Welt die erste Hälfte des XX. Jhrh. erlebte – erlitt – überlebte. Ein Beitrag zur Lokalhistorie Oberbergs. Selbstverlag, Gummersbach 1983.
  • Gero Karthaus: Natur vor der Haustür – Leben mit Landschaft, Pflanzen und Tieren in oberbergischen Dörfern früher und heute. ISBN 3-88913-148-4.
  • Klaus Goebel, Gerhard Pomykaj: Ein unbequemer Demokrat, August Dresbach zum 100. Geburtstag. Gummersbach 1994, ISBN 3-88265-192-X
  • Gerhard Pomykaj (Hrsg.): Alltägliches Leben aus ärztlicher Sicht. Der Kreis Gummersbach 1825 im Spiegel zweier medizinischer Topographien. Gummersbach 1988, ISBN 3-88265-152-0.
  • Gero Karthaus: Ein starkes Stück Heimat – Oberbergische Dörfer. Bergisch Gladbach, 2008, ISBN 978-3-87314-436-1

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Oberbergischer Kreis – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der Gemeinden Nordrhein-Westfalens am 31. Dezember 2019 – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 17. Juni 2020. (Hilfe dazu)
  2. obk.de
  3. obk.de
  4. obk.de (PDF)
  5. biostationoberberg.de
  6. Heimatverein Bielstein: Zur Geschichte Bielsteins (Memento des Originals vom 7. Oktober 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.heimatverein-bielstein.de
  7. Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland 1975
  8. a b c d Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. oberbergkreis.html. (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  9. Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland 1972
  10. Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland 1981
  11. a b Kurzporträt – Der Oberbergische Kreis (Memento des Originals vom 29. November 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.obk.de
  12. Landesamt für Statistik NRW
  13. obk.de Statistik des Oberbergischen Kreises
  14. obk.de Statistik des Oberbergischen Kreises
  15. Oberbergischer Kreis Religion -in %, Zensus 2011
  16. Statistik: Das Erzbistum Köln in Zahlen, abgerufen am 30. Juni 2020.
  17. wahlergebnisse.nrw.de
  18. Zusammensetzung des Kreistages
  19. kreistags-spd.de
  20. appsso.eurostat.ec.europa.eu Statistik nach NUTS-3 Regionen
  21. appsso.eurostat.ec.europa.eu Statistik nach NUTS-3 Regionen
  22. statistik.arbeitsagentur.de Statistik der Bundesagentur für Arbeit
  23. Zukunftsatlas 2016. (Nicht mehr online verfügbar.) Prognos, 15. Juni 2016, archiviert vom Original am 2. Oktober 2017; abgerufen am 26. März 2018.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.prognos.com
  24. Claudia Pohl: Jüdische Friedhöfe nach der heutigen Verwaltungsgliederung: Oberbergischer Kreis. In: Peter Honigmann (Hrsg.): Jüdische Friedhöfe in Deutschland: Übersicht über alle jüdischen Friedhöfe auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland unter besonderer Berücksichtigung der Inschriftendokumentation. Zentralarchiv zur Erforschung der Geschichte der Juden in Deutschland: Sammlungen: Friedhofsdokumentation, Heidelberg, Fassung Dezember 2002, abgerufen am 4. August 2017.
  25. Der Kreis in Zahlen in: Kölner Stadt-Anzeiger vom 28. Oktober 2009, S. 40
  26. Karte mit Autobahnplanungen (Teil 09) vom 1. Januar 1976 von autobahn-online.de
  27. Wetter- und Webcamarchiv Bergneustadt
  28. Bevölkerung der Gemeinden Nordrhein-Westfalens am 31. Dezember 2019 – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 17. Juni 2020. (Hilfe dazu)