Oberbergkirchen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Oberbergkirchen
Oberbergkirchen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Oberbergkirchen hervorgehoben

Koordinaten: 48° 18′ N, 12° 23′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Mühldorf am Inn
Verwaltungs­gemeinschaft: Oberbergkirchen
Höhe: 485 m ü. NHN
Fläche: 27,53 km2
Einwohner: 1702 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 62 Einwohner je km2
Postleitzahl: 84564
Vorwahl: 08637
Kfz-Kennzeichen: MÜ, VIB, WS
Gemeindeschlüssel: 09 1 83 132
Gemeindegliederung: 48 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hofmark 28
84564 Oberbergkirchen
Website: www.oberbergkirchen.de
Erster Bürgermeister: Michael Hausperger[2] (CSU / FW)
Lage der Gemeinde Oberbergkirchen im Landkreis Mühldorf am Inn
Mühldorfer HartZangbergWaldkraiburgUnterreitTaufkirchen (Landkreis Mühldorf am Inn)SchwindeggSchönberg (Oberbayern)ReichertsheimRechtmehringRattenkirchenPolling (bei Mühldorf am Inn)ObertaufkirchenOberneukirchen (Oberbayern)OberbergkirchenNiedertaufkirchenNiederbergkirchenNeumarkt-Sankt VeitMühldorf am InnMettenheim (Bayern)MaitenbethLohkirchenKraiburg am InnKirchdorf (bei Haag in Oberbayern)Jettenbach (Oberbayern)HeldensteinHaag in OberbayernGars am InnErhartingEgglkofenBuchbach (Oberbayern)Aschau am InnAmpfingLandkreis LandshutLandkreis Rottal-InnLandkreis RosenheimLandkreis EbersbergLandkreis AltöttingLandkreis ErdingLandkreis TraunsteinKarte
Über dieses Bild
Der Dorfplatz mit dem Rathaus
Die Pfarrkirche St.Bartholomäus mit der Bruder-Konrad-Kapelle

Oberbergkirchen ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Mühldorf am Inn.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oberbergkirchen liegt in der Region Südostoberbayern im tertiären Hügelland nördlich des Isentals, in der Nachbargemeinde Wurmsham entspringt die Rott. Die Ortschaft befindet sich etwa 15 km nordwestlich der Kreisstadt Mühldorf, zwölf Kilometer südwestlich von Neumarkt-Sankt Veit und 22 km östlich von Dorfen. Im acht Kilometer entfernten Ampfing besteht Anschluss an die von der Südostbayernbahn betriebenen Bahnstrecke München-Mühldorf.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt 48 Gemeindeteile:[3]

Gemarkungen sind Irl und Oberbergkirchen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss Oberbergkirchen im 18. Jahrhundert (Stich von Michael Wening)

Oberbergkirchen wurde im Jahre 788 erstmals in der Notitia Arnonis erwähnt. Der Ort gehörte zum Rentamt Landshut und zum Landgericht Neumarkt des Kurfürstentums Bayern. Die Gräfin von der Wahl besaß hier um 1800 eine offene Hofmark. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde am 1. Januar 1975 die Gemeinde Irl eingegliedert.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 1198 auf 1688 Einwohner bzw. um 40,9 %.

  • 1961: 1356 Einwohner
  • 1970: 1256 Einwohner
  • 1987: 1184 Einwohner
  • 1991: 1253 Einwohner
  • 1995: 1527 Einwohner
  • 2000: 1658 Einwohner
  • 2005: 1651 Einwohner
  • 2010: 1630 Einwohner
  • 2015: 1653 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde ist Mitglied und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Oberbergkirchen.

Erster Bürgermeister ist Michael Hausperger (CSU/Freie Wähler).[5]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Oberbergkirchen
Blasonierung:Geteilt von Gold und Blau; oben ein auffliegender schwarzer Rabe, unten ein bewurzelter silberner Baum mit blattlosen Ästen“[6]

Wappenführung seit 1967

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oberbergkirchen mit der Pfarrkirche St. Bartholomä, Bruder-Konrad-Kapelle, Vierseithof mit Gasthaus und altem Schulhaus (heutiges Rathaus), Tertiärwelt Aubenham. Die Pfarrkirche, ein spätgotischer Ziegelbau, erhielt ihren Zwiebelturm entweder 1723 bei einem größeren Umbau oder spätestens 1770, nachdem ein Blitzschlag großen Schaden angerichtet hatte. Das Innere wurde barockisiert, die Glasgemälde entstanden um 1908.

Neben der Pfarrkirche steht die spätgotische kleine Kirche, die Bischof Berthold Pürstinger von Chiemsee im Jahr 1518 weihte. Ihren Zwiebelturm erhielt sie erst 1733. Nach einer Restaurierung in den Jahren 1936 bis 1938 wurde sie dem 1934 heiliggesprochenen Bruder Konrad von Parzham geweiht.

Bodendenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 2013 1168 T€, davon waren (netto) 382 T€ Gewerbesteuereinnahmen.

1998 gab es im Bereich der Land- und Forstwirtschaft vier, im produzierenden Gewerbe 65 und im Bereich Handel und Verkehr drei sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren es 30 Personen. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es 453. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe zwei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 100 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2034 ha. Davon waren 1532 ha Ackerfläche und 502 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand 2014):

  • Kindergärten: 75 Kindergartenplätze mit 55 Kindern
  • Volksschulen Eine mit zehn Lehrern und 150 Schülern

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Meinrad Schroll: Hofmarksherrn und Bauersleut. Gemeinde Oberbergkirchen – Altgemeinde Irl. Gemeinde Oberbergkirchen, Oberbergkirchen 2007

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Oberbergkirchen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Genesis Online-Datenbank des Bayerischen Landesamtes für Statistik Tabelle 12411-001 Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Bürgermeister. Gemeinde Oberbergkirchen, abgerufen am 29. September 2020.
  3. Gemeinde Oberbergkirchen in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 20. Mai 2021.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 582.
  5. Bürgermeister. Gemeinde Oberbergkirchen, abgerufen am 29. September 2020.
  6. Eintrag zum Wappen von Oberbergkirchen in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte