Oberbozen

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Oberbozen (italienisch Soprabolzano) ist eine Fraktion der Gemeinde Ritten in Südtirol (Italien). Sie befindet sich auf dem Hochplateau des Ritten in 1221 m Höhe. Aufgrund des Höhenunterschiedes zur Landeshauptstadt Bozen sind die beiden Orte mit der Rittner Seilbahn verbunden, welche den Personentransport auf dem ehemaligen Zahnradabschnitt der Rittner Bahn übernommen hat.

Sehenswertes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Rittner Bahn zwischen Oberbozen und Maria Himmelfahrt
Gloriette in Maria Himmelfahrt
  • Die Oberbozener Erdpyramiden im Katzenbachtal unterhalb Oberbozens (Piramidi di roccia del Renon).
  • Die St.-Georgs-und-Jakobs-Kirche stammt aus dem späten 13. Jahrhundert und zeigt im Inneren mittelalterliche Fresken.
  • Im Ortsteil Maria Himmelfahrt haben sich Bozener Aristokraten im 17. Jahrhundert Sommerfrischhäuser, einen Schießstand und eine Gloriette gebaut.
  • Die Pfarrkirche (erbaut 1989 bis 1991) ist dem seliggesprochenen Pater Rupert Mayer (1876–1945) geweiht.
  • Die sogenannte „Rittner Bahn“ verbindet Oberbozen mit Klobenstein und Maria Himmelfahrt auf der anderen Seite. Während der Fahrt hat man panoramaartige Aussichten auf den Schlern, den Rosengarten und andere Berge der Südtiroler Dolomiten[1].
  • Kirchtags-Umzug am 15. August (Mariä Himmelfahrt): üblicherweise um 14:00 Uhr Umzug mit vielen Trachtengruppen, Musikkapellen und Darstellern traditioneller Berufe und Bräuche. Anschließend eines der schönsten Kirchtagsfeste Südtirols.
  • Das Bienenmuseum im Plattnerhof in unmittelbarer Nähe von Oberbozen bietet einen Überblick über die Imkerei in Südtirol [2].
  • Der Wolfsgrubner See befindet sich ebenfalls in der Nähe von Oberbozen.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Landwirtschaft, Tourismus aber auch das Handwerk bilden die Haupteinnahmequellen der Fraktion Oberbozen.

Größere Tourismus-Betriebe sind das Parkhotel Holzner (ehemals Hotel Oberbozen) und das Hotel Post-Victoria. Der größte Handwerksbetrieb ist Elektro Rottensteiner.

Ein Teil der Bevölkerung pendelt in das nahegelegene Bozen mit der Rittner Seilbahn zur Arbeit aus.

Personen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben den zum Teil auch außerhalb Südtirols prominenten „Herrischen“ (den Besitzern der Sommerfrischhäuser) und deren Gästen haben sich in Oberbozen aufgehalten:

  • Bronisław Malinowski ein britisch-polnischer Anthropologe, der in den 1920er-Jahren mit seiner Familie mehrere Sommer in Oberbozen verbrachte, am Malinowski-Haus erinnert an ihn eine Gedenktafel.
  • Der Theologe Eberhard Arnold hielt sich mit seiner Familie von April 1913 bis zum Kriegsausbruch 1914 im Pichler-Hof auf und war damit der Heimat der Tiroler Täufer nahe.
  • im September 1930 wollte Lion Feuchtwanger (mit Frau Marta) bei der Literatin Eva Boy Station machen, die sich in der „Villa Reißig“ aufhielt.

In Oberbozen geboren wurden 1877 Hans von Hoffensthal, 1896 der österreichische Politiker Robert Scheuch.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Oberbozen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans von Hoffensthal: Abschied von Oberbozen. Verl.-Anst. Athesia, Bozen 1989, ISBN 88-7014-538-7 (Erstveröffentlichung: 1907).
  • Carl von Braitenberg: 300 Jahre Schießstand in der Oberbozner „Sommerfrisch“. Bozen 1968 (wiederaufgelegt als: Die Schützenscheiben von Oberbozen. Stuttgart 1994).

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.rittnerbahn.suedtirol-reisen.com/
  2. http://www.ritten.org/sehenswert/bienenmuseum.htm

Koordinaten: 46° 31′ 40″ N, 11° 24′ 20″ O