Würzburg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Oberdürrbach)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Für weitere Bedeutungen, siehe Würzburg (Begriffsklärung).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Würzburg
Würzburg
Deutschlandkarte, Position der Stadt Würzburg hervorgehoben
Koordinaten: 49° 48′ N, 9° 56′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Höhe: 177 m ü. NHN
Fläche: 87,63 km²
Einwohner: 124.873 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 1425 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 97070–97084
Vorwahl: 0931
Kfz-Kennzeichen:
Gemeindeschlüssel: 09 6 63 000
Stadtgliederung: 13 Stadtbezirke
mit 25 Stadtteilen
Adresse der
Stadtverwaltung:
Rückermainstraße 2
97070 Würzburg
Webpräsenz: www.wuerzburg.de
Oberbürgermeister: Christian Schuchardt (CDU)
Lage der Stadt Würzburg in Bayern
Weiden in der Oberpfalz Straubing Würzburg Schwabach Schweinfurt Regensburg Rosenheim Nürnberg Nürnberg Passau Landshut Memmingen Kaufbeuren Kempten (Allgäu) Ingolstadt Fürth Hof Erlangen Coburg Bayreuth Bamberg Augsburg München Aschaffenburg Amberg Ansbach Landkreis Würzburg Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen Landkreis Weilheim-Schongau Landkreis Unterallgäu Landkreis Traunstein Landkreis Tirschenreuth Landkreis Straubing-Bogen Landkreis Starnberg Landkreis Schweinfurt Landkreis Schwandorf Landkreis Rottal-Inn Landkreis Roth Landkreis Rosenheim Landkreis Rhön-Grabfeld Landkreis Regensburg Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm Landkreis Regen Landkreis Passau Landkreis Ostallgäu Landkreis Oberallgäu Landkreis Nürnberger Land Landkreis Neu-Ulm Landkreis Neustadt an der Waldnaab Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Landkreis Neuburg-Schrobenhausen Landkreis München Landkreis Mühldorf am Inn Landkreis Miltenberg Landkreis Miesbach Landkreis Main-Spessart Landkreis Lindau (Bodensee) Landkreis Lichtenfels Landkreis Landshut Landkreis Landsberg am Lech Landkreis Kulmbach Landkreis Kronach Landkreis Kitzingen Landkreis Kelheim Landkreis Hof Landkreis Haßberge Landkreis Günzburg Landkreis Garmisch-Partenkirchen Landkreis Fürth Landkreis Fürstenfeldbruck Landkreis Freyung-Grafenau Landkreis Freising Landkreis Forchheim Landkreis Erlangen-Höchstadt Landkreis Erding Landkreis Eichstätt Landkreis Ebersberg Landkreis Donau-Ries Landkreis Dingolfing-Landau Landkreis Dillingen an der Donau Landkreis Deggendorf Landkreis Dachau Landkreis Coburg Landkreis Cham Landkreis Berchtesgadener Land Landkreis Bayreuth Landkreis Bamberg Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen Landkreis Bad Kissingen Landkreis Augsburg Landkreis Aschaffenburg Landkreis Ansbach Landkreis Amberg-Sulzbach Landkreis Altötting Landkreis Aichach-Friedberg Bodensee Schweiz Österreich Baden-Württemberg Hessen Tschechien Sachsen ThüringenKarte
Über dieses Bild
Kollegiatstift Neumünster, Grafeneckart (altes Rathaus) und St. Kiliansdom
Barocke Würzburger Residenz, UNESCO-Weltkulturerbe

Würzburg ist eine kreisfreie Stadt in Bayern (Bezirk Unterfranken). Die Stadt ist Sitz der Regierung von Unterfranken und des Landratsamtes Würzburg sowie Bischofssitz der Diözese Würzburg der Römisch-Katholischen Kirche.

Gegenwärtig hat die Stadt am Main, die eines der 23 Oberzentren des Freistaates Bayern ist, 124.873 Einwohner (Stand: 31. Dezember 2015)[1] und steht damit auf der Liste der größten Städte Bayerns an sechster Stelle hinter München, Nürnberg, Augsburg, Regensburg und Ingolstadt;[2] deutschlandweit steht sie an 58. Stelle.

Im Jahr 704 wurde Würzburg erstmals als „Castellum Virteburch“ urkundlich erwähnt und 2004 das 1300-jährige Stadtjubiläum gefeiert. Im Mittelalter war die Stadt ein bedeutendes wirtschaftliches, geistliches und hoheitliches Zentrum. Bis zur Industriellen Revolution blieb die überregionale Bedeutung hoch, es entstand ein eindrucksvolles Stadtbild. Dieses wurde im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt, insbesondere durch den Bombenangriff am 16. März 1945. Beim Wiederaufbau wurden bedeutende Einzeldenkmäler wie die meisten Kirchen der Altstadt äußerlich rekonstruiert, jedoch nur wenige Bürgerhaus-Ensembles und Traditionsinseln. Die ebenfalls im Krieg schwer beschädigte und anschließend wieder aufgebaute Würzburger Residenz mit Hofgarten und Residenzplatz wurde 1981 in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen. Sie war nach dem Aachener Dom das zweite deutsche Bauwerk auf der Liste.

Mit der Julius-Maximilians-Universität, die in der Tradition der 1402 gegründeten Hohen Schule zu Würzburg steht und damit die älteste Universität Bayerns ist, zählt die Stadt zu den klassischen deutschen Universitätsstädten. Die Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt und die Hochschule für Musik Würzburg sind weitere akademische Einrichtungen. Rund 38.000 Studenten (Stand Wintersemester 2015/16) und weitere Hochschulangehörige prägen das städtische Leben.

Inhaltsverzeichnis

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Würzburg liegt im sogenannten Maindreieck in einem Talkessel im mittleren Maintal. Durch die Stadt fließt der Main, das bedeutendste Fließgewässer der Region. Seine Hanglage, die klimatischen Verhältnisse sowie andere Standortfaktoren machen Würzburg zu einem beliebten Weinbaugebiet. Drei der fünfzehn größten deutschen Weingüter sind in Würzburg beheimatet.[3] Durch seine verkehrsgünstige Lage[4] ist Würzburg ein beliebter Treffpunkt für viele Veranstaltungen. Mit der Bahn ist man in annähernd vier Stunden in Berlin und nach Frankfurt am Main sind es 120 Kilometer.[4] Die Fahrzeit mit dem Auto in den Spessart beträgt maximal eine halbe Stunde und in einer Stunde ist man in der Rhön.

Auf der Anhöhe einer Muschelkalkplatte, dem Marienberg, steht eines der berühmten Wahrzeichen Würzburgs, die Festung Marienberg. Auf dem benachbarten Nikolausberg, nahe der Frankenwarte, liegt mit 360 m über NN der höchste Punkt Würzburgs. Die tiefsten Punkte Würzburgs befinden sich mit 166 m am Alten Kranen und am Neuen Hafen.[5]

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Stadtbezirk Bevölkerung
(31. Dezember 2013)

[6]

01 Altstadt 18.145
06 Frauenland 17.469
07 Sanderau 13.709
02 Zellerau 11.675
08 Heidingsfeld 10.429
12 Lengfeld 10.605
09 Heuchelhof 9.903
04 Grombühl 8.723
11 Versbach 6.754
03 Dürrbachtal 6.019
05 Lindleinsmühle 4.899
10 Steinbachtal 4.589
13 Rottenbauer 3.989
Würzburg gesamt 126.908
Altstadt Dürrbachtal Frauenland Grombühl Heidingsfeld Heuchelhof Lengfeld Lindleinsmühle Rottenbauer Sanderau Steinbachtal Versbach ZellerauKarte der Bezirke
Über dieses Bild

Das Stadtgebiet ist in 13 Stadtbezirke eingeteilt,[7] die sich aus einzelnen Stadtteilen zusammensetzen, wobei die Grenzen oft sehr ungenau sind. Bis zur Aufhebung der Festungseigenschaft am 26. September 1856 bestand das bewohnte Würzburger Stadtgebiet im Wesentlichen nur aus dem jetzigen Stadtbezirk Altstadt. Die nächsten Erweiterungen waren die Eingemeindungen von Heidingsfeld, Rottenbauer, Oberdürrbach, Lengfeld und Versbach. Die heutige Einteilung basiert auf der Neugliederung des Stadtgebiets von 1978.[8]

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwölf Städte und Gemeinden des Landkreises Würzburg grenzen an die Stadt Würzburg. Im Norden beginnend und dem Uhrzeigersinn folgend sind dies:

Veitshöchheim, Güntersleben, Rimpar, Estenfeld, Rottendorf, Gerbrunn, Randersacker, Eibelstadt, Winterhausen, Reichenberg, Höchberg und Zell am Main

Raumordnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Würzburg ist das Oberzentrum der Planungsregion Würzburg, zu der die kreisfreie Stadt Würzburg und die Landkreise Kitzingen, Main-Spessart und Würzburg gehören. Dem Oberzentrum Würzburg sind folgende Mittelzentren zugeordnet: Kitzingen, Karlstadt, Lohr am Main, Marktheidenfeld und Ochsenfurt.

Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Würzburg gehört zu Mainfranken, das im westlichen Bereich des fränkischen Schichtstufenlandes liegt. Das Schichtstufenland besteht aus Gesteinen aus der Trias (Keuper, Muschelkalk, Buntsandstein).[9]

Hydrologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hochwassermarken am Eingang zum Grafeneckart, dem Rathaus von Würzburg

Der Wasserstand des Mains wird mit dem Messstab am Alten Kranen gemessen. Normalstände sind an der Ufermauer des Mains, Hochwasserstände am Mauerwerk des Gebäudes Alter Kranen angezeigt.

Extreme Hochwasserstände des 14. bis 19. Jahrhunderts sind am rechten Türpfosten des Eingangs zum Grafeneckart, dem Rathaus, markiert: das Jahrtausendhochwasser am Magdalenentag dem 21. Juli 1342, weitere am 29. Februar 1784, am 27. Januar 1682 und am 30. März 1845.

Hochwasserstände des 20. Jahrhunderts, am 7. Februar 1909, 16. Januar 1920 und 25. Februar 1970 (Wasserpegel 670 cm) sind an der Mauer des Alten Kranens dokumentiert.

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Würzburg liegt in der gemäßigten Klimazone und der Westwindzone. Das Würzburger Klima eignet sich besonders gut für den Weinbau.[10] Die mittlere Temperatur beträgt im Januar −0,6 °C, im Juli 18,4 °C. Über das gesamte Jahr ergibt sich eine mittlere Temperatur von 9,2 °C. Die höchste je gemessene Temperatur war 39,4 °C am 7. August 2015,[11] die maximale Tiefsttemperatur −24,0 °C am 10. Februar 1956.

Würzburg
Klimadiagramm
J F M A M J J A S O N D
 
 
43
 
2
-3
 
 
39
 
4
-2
 
 
45
 
9
1
 
 
47
 
14
4
 
 
55
 
19
8
 
 
72
 
22
11
 
 
54
 
24
13
 
 
57
 
23
13
 
 
43
 
20
10
 
 
42
 
14
6
 
 
49
 
7
2
 
 
56
 
3
-1
Temperatur in °CNiederschlag in mm
Quelle: wetterkontor.de[12]
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Würzburg
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 2 4 9 14 19 22 24 23 20 14 7 3 Ø 13,5
Min. Temperatur (°C) −3 −2 1 4 8 11 13 13 10 6 2 −1 Ø 5,2
Niederschlag (mm) 43 39 45 47 55 72 54 57 43 42 49 56 Σ 602
Sonnenstunden (h/d) 1,3 2,5 3,8 5,1 6,5 6,6 7,1 6,5 5,0 3,3 1,6 1,3 Ø 4,2
Regentage (d) 16 13 11 12 13 14 13 13 12 12 14 13 Σ 156
Luftfeuchtigkeit (%) 85 80 75 69 68 69 68 70 76 81 84 85 Ø 75,8
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
2
−3
4
−2
9
1
14
4
19
8
22
11
24
13
23
13
20
10
14
6
7
2
3
−1
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
e
d
e
r
s
c
h
l
a
g
43
39
45
47
55
72
54
57
43
42
49
56
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Quelle: wetterkontor.de[12]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Geschichte Würzburgs

Auch wenn Würzburgs erste urkundliche Erwähnung erst 704 als in castello Virteburch erfolgte, lassen Funde auf eine wesentlich längere Geschichte Würzburgs schließen. Bereits für die Zeit um 1000 v. Chr. ist eine keltische Fliehburg auf dem Marienberg nachgewiesen. Seit dem Jahr 604 n. Chr. war Würzburg fränkischer Herzogssitz, zwischen 685 und 689 missionierten dort die Frankenapostel Kilian, Kolonat und Totnan. Sicherlich bedingt durch die Lage an vielen Verkehrswegen, zum Beispiel dem Main, erhob Bonifatius Würzburg zum Bischofssitz. Mit der Heiligsprechung der Frankenapostel 752 begannen die Pilgerfahrten zum ersten Märtyrergrab rechts des Rheins. Ludwig der Fromme verlieh den Würzburger Bischöfen das Zollrecht. Später folgten Markt- und Münzrecht. Im 11. Jahrhundert gelangte eine Silbermünze aus Würzburg bis auf die Färöer, wie der Münzfund von Sandur belegt. Das erste Ritterturnier auf deutschem Boden wurde 1127 in der Stadt ausgetragen.

Am 17. Juni 1156 heiratete Friedrich I. Barbarossa in Würzburg in zweiter Ehe die noch sehr junge Beatrix von Burgund, Tochter des Grafen Rainald III. und Erbin der Freigrafschaft Burgund (heute Franche-Comté). Auf dem Reichstag zu Würzburg 1168 belehnte Friedrich I. Barbarossa den damaligen Bischof Herold mit der Herzogswürde. Die Bischöfe der Stadt konnten sich fortan Fürstbischöfe nennen und den Titel „Herzog in Franken“ führen.

1402 gründete Fürstbischof Johann von Egloffstein die Hohe Schule zu Würzburg, Vorläuferin der Universität Würzburg.

Im Deutschen Bauernkrieg wurde die Festung Marienberg im Mai 1525 erfolglos berannt. Tilman Riemenschneider wurde daraufhin auf der Festung festgehalten.

Bedeutend für die Würzburger Geschichte war Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn. Er stiftete das Juliusspital, gründete die Universität neu und baute die Festung auf dem Marienberg als Renaissanceschloss aus. Er war weit über Würzburg hinaus bekannt als Gegenreformator und Hexenverfolger. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts wurden mehr als 260 Menschen aufgrund einer Anklage wegen Hexerei oder Zauberei hingerichtet.

1631 bis 1634 wurde Würzburg von den Schweden besetzt. Zwischen 1802 und 1814 wechselten die Würzburger viermal ihre Nationalität. Zunächst waren sie Bürger des Hochstifts Würzburg, dann Bürger des Königreichs Bayern, später des Großherzogtums Würzburg und anschließend wieder des Königreichs Bayern.

Am 2. August 1819 begannen in Würzburg die Hep-Hep-Unruhen, die sich in der Folge im ganzen Deutschen Bund ausbreiteten.

Der Pegel Würzburg wurde 1823 in Betrieb genommen und ist der älteste in Betrieb befindliche Pegel am Main.

Wilhelm Conrad Röntgen entdeckte 1895 im Physikalischen Institut der Universität Würzburg die nach ihm benannte Röntgenstrahlung.

Im April 1919 bestand eine dreitägige Herrschaft des Rätekommunismus, die so genannte Würzburger Räterepublik.

1934 wurde Würzburg Großstadt. Unter der Regierung der Nationalsozialisten spielte die Stadt eine wichtige Rolle bei der sogenannten Aktion T4, bei der mehr als 100.000 Psychiatrie-Patienten und behinderte Menschen durch SS-Ärzte und -Pflegekräfte systematisch ermordet wurden. Zentrale Figur dabei war Werner Heyde, Professor für Psychiatrie und Neurologie an der Universität Würzburg sowie Leiter der „medizinischen Abteilung“ der „Euthanasie“-Zentrale und Obergutachter der Euthanasie-Aktion. In diesem Zusammenhang entstand das KZ-Außenlager Würzburg.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1930 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Heidingsfeld mit den Gemeindeteilen Heidingsfeld, Heuchelhof, Vogelshof und Zwickerleinshof eingegliedert.[13] Am 1. Januar 1974 kam die Gemeinde Rottenbauer hinzu.[8] Unterdürrbach sowie die Gemeindeteile Oberdürrbach, Schafhof und Ziegelhütte aus der Gemeinde Oberdürrbach wurden am 1. Juli 1976 eingegliedert.[8] Es folgten am 1. Januar 1978 die Gemeinde Lengfeld mit den Gemeindeteilen Holzmühle, Pilziggrund, Riedmühle und Rosenmühle, die Gemeinde Versbach mit den Gemeindeteilen Herrnmühle, Schäfermühle und Straubmühle sowie am 1. Mai 1978 aus der Gemeinde Höchberg der Gemeindeteil Steinbachtal.[8]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung von Würzburg

Im Jahre 1880 hatte Würzburg 50.000 Einwohner. 1934 überschritt die Einwohnerzahl die Grenze von 100.000, wodurch Würzburg zur Großstadt wurde. Durch die Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges verlor die Stadt zwischen 1939 (108.000 Einwohner) und 1945 (53.000 Einwohner) rund die Hälfte (55.000) ihrer Bewohner. 1957 hatte die Bevölkerungszahl wieder den Vorkriegsstand erreicht. Ende Dezember 2004 lebten in Würzburg nach Fortschreibung des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung 133.539 Menschen mit Hauptwohnsitz. Das ist der historische Höchststand.

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1833 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse¹ oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung. Die Angaben beziehen sich ab 1843 auf die „ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. Vor 1843 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.

Jahr Einwohner
1200 5.000
1512 5.365
1571 8.590
1621 9.782
1630[14] rund 10.000
1703 13.883
1787 18.070
1813 19.925
1. Juni 1830[° 1] 21.672
3. Dezember 1846[° 1] 22.650
3. Dezember 1852[° 1] 29.848
3. Dezember 1855[° 1] 32.598
3. Dezember 1861[° 1] 36.119
3. Dezember 1864[° 1] 41.575
3. Dezember 1867[° 1] 42.185
1. Dezember 1871[° 1] 40.005
1. Dezember 1875[° 1] 44.975
1. Dezember 1880[° 1] 51.014
Jahr Einwohner
1. Dezember 1885[° 1] 55.010
1. Dezember 1890[° 1] 61.039
2. Dezember 1895[° 1] 68.747
1. Dezember 1900[° 1] 75.499
1. Dezember 1905[° 1] 80.327
1. Dezember 1910[° 1] 84.496
1. Dezember 1916[° 1] 71.044
5. Dezember 1917[° 1] 70.923
8. Oktober 1919[° 1] 86.571
16. Juni 1925[° 1] 89.910
16. Juni 1933[° 1] 101.003
17. Mai 1939[° 1] 107.515
31. Dezember 1945 52.999
29. Oktober 1946[° 1] 55.604
13. September 1950[° 1] 78.443
25. September 1956[° 1] 102.950
6. Juni 1961[° 1] 116.883
31. Dezember 1965 122.067
Jahr Einwohner
27. Mai 1970[° 1] 117.147
31. Dezember 1975 112.584
31. Dezember 1980 128.652
31. Dezember 1985 127.997
25. Mai 1987[° 1] 123.378
31. Dezember 1990 127.777
31. Dezember 1995 127.295
31. Dezember 2000 127.966
31. Dezember 2005 129.628
31. Dezember 2006 131.320
31. Dezember 2007 132.354
31. Dezember 2008 132.108
31. Dezember 2010 133.799
9. Mai 2011[° 2] 124.297
31. Dezember 2012 124.577
31. Dezember 2013 124 698
31. Dezember 2014 124.219
  1. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z aa ab Volkszählungsergebnis
  2. Zensus 2011

Ausländeranteil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2010 hatte Würzburg mit 11.283 Ausländern aus diversen Herkunftsländern einen Ausländeranteil von 8,5 %.[15] Der höchste Ausländeranteil ist im Stadtbezirk Altstadt mit 16,8 % verzeichnet, gefolgt von der Zellerau und dem Frauenland (beide 13,6 %) sowie Grombühl (12,0 %).[16] Die meisten ausländischen Mitbürger kommen (Stand 2013) aus der Türkei (1237), Russland (840), Italien (756), Ukraine (678) und Rumänien (662).[17]

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2006 im Zuge der äußerlichen Restaurierung freigelegte Westfassade des Kiliansdomes

Christentum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Würzburg wurde 741/742 Sitz eines Bistums, das sich bald auch ein weltliches Herrschaftsgebiet schaffen konnte, das Hochstift Würzburg. Oberster Herr dieses Territoriums war der Fürstbischof.

Die Reformation konnte im Bistum zunächst Fuß fassen, sie wurde später vor allem durch die Gegenreformation ab 1586 stark zurückgedrängt. Die Anhänger des Luthertums wurden aus der Stadt verbannt. Während der schwedischen Besatzung im Dreißigjährigen Krieg konnten die Protestanten vorübergehend wieder Fuß fassen. 1633 wurde ihnen die Benutzung des Würzburger Doms für ein Jahr erlaubt. Erst das bayerische Religionsedikt von 1803 brachte eine Gleichbehandlung beider Konfessionen. Im selben Jahr erhielten die Protestanten die Kirche des säkularisierten St.-Stephans-Klosters. Später wurden weitere Gemeinden gegründet. Alle gehörten von Anfang an zur Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und sind Teil des Dekanats Würzburg innerhalb des Kirchenkreises Ansbach-Würzburg.

Verschiedene Freikirchen haben in Würzburg Gemeinden gegründet. Hierzu gehört die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde, die ihre Wurzeln in Würzburg bis ins Jahr 1907 zurückverfolgen kann. Während der Zeit des Nationalsozialismus kam es zu einer Verschmelzung von Baptisten- und Brüdergemeinde;[18] in der Folge sieht sich diese Gemeinde heute beiden Traditionen zugehörig.[19]

Die meisten freikirchlichen Gemeinden sind in der Evangelischen Allianz vertreten.

Das 1803 säkularisierte Fürstbistum Würzburg wurde 1821 als eigenständiges Bistum innerhalb der Kirchenprovinz Bamberg neu umschrieben. Innerhalb dieses Bistums gehören heute die Pfarrgemeinden der Stadt zum Dekanat Würzburg Stadt.

Laut Zensus waren am 9. Mai 2011 51,5 % der Bürger katholisch, 22,2 % evangelisch und 26,3 % gaben ein anderes oder kein Bekenntnis an. [20]

Weitere Religionsgemeinschaften christlicher Ausprägung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Würzburg ist der Hauptsitz der Glaubensbewegung Universelles Leben. Die Zeugen Jehovas haben ein Gemeindezentrum im Stadtbezirk Rottenbauer.

Islam[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Würzburg gibt es einige Moscheen, darunter eine der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (DİTİB) in der Äußeren Aumühlstraße, die Moschee der Islamischen Gemeinschaft in der Barbarastraße, zwei weitere des Verbandes der Islamischen Kulturzentren (VIKZ) in der Erthalstraße und eine der Islamischen Gemeinschaft der Bosniaken in Deutschland in der Doktor-Maria-Probst-Straße.

In der Edith-Stein-Straße befindet sich die von der Ahmadiyya-Bewegung 2005 erbaute Moschee Baitul Alim (Haus des Gelehrten).

Jüdische Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Würzburg ist Sitz einer alten jüdischen Gemeinde, die erstmals 1147 erwähnt wurde. Ihre Blütezeit hatte sie im 12. und 13. Jahrhundert. Während des Rintfleisch-Pogroms im Jahre 1298 wurden in Würzburg zwischen dem 18. und 23. Juli etwa 900 Juden getötet. Weitere Pogrome ereigneten sich 1336/1337 bei der sogenannten Armledererhebung. 1349 kam es zu den Judenverfolgungen zur Zeit des Schwarzen Todes in der Stadt und im Umland. Vom 15. bis zum 17. Jahrhundert wurden die Juden immer wieder aus der Stadt verwiesen. 1803 konnte sich nach mehr als 150 Jahren wieder eine jüdische Familie in Würzburg niederlassen. Am 2. August 1819 war Würzburg der Ausgangspunkt der Hep-Hep-Unruhen, die sich gegen jüdische Bürger richteten. Um 1900 erreichte die jüdische Gemeinde mit annähernd 2500 Mitgliedern ihren höchsten Stand.

1933 kam es in Würzburg zum Boykott von Geschäften jüdischer Inhaber. Bei den Novemberpogromen 1938 starben in Würzburg mindestens vier Menschen. Einrichtungen der Jüdischen Kultusgemeinde wurden von SA-Männern zerstört, woran eine Gedenktafel an einer Mauer in der Domerschulstraße erinnert. Die Inneneinrichtung der 1837 erbauten Hauptsynagoge wurde unter Anwesenheit des Universitätsrektors und SA-Führers Seifert zerstört, das Gebäude wurde jedoch nicht niedergebrannt, vermutlich aus Rücksicht auf angrenzende „arische“ Häuser. Im Synagogengebäude, das bei der Bombardierung 1945 zerstört wurde, war ein NSDAP-Parteibüro eingerichtet. Im November 1941 begann die Deportation der verbliebenen Würzburger Juden in Konzentrationslager. Die jüdische Gemeinde hörte 1943 auf zu existieren. Die Würzburger Juden ahnten nichts von ihrem Schicksal und gingen nach brieflicher Aufforderung freiwillig zur Sammelstelle.[21] 895 Mitglieder der Gemeinde wurden ermordet.

Bereits wenige Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde in Würzburg eine neue jüdische Gemeinde gegründet, die im Jahr 1970 in der Valentin-Becker-Straße 11 eine neue Synagoge erhielt, in deren Vorraum eine Gedenktafel an die Verfolgung und Ermordung der Würzburger Juden erinnert. Im ersten Stock des dort befindlichen jüdischen Altersheims wurde 1987 ein Dokumentationszentrum für jüdische Geschichte und Kultur in Unterfranken errichtet. Bis zum Holocaust gab es sieben Synagogen in Würzburg. Eine von ihnen, die 1929 in der Sandbergerstraße errichtet wurde, beherbergt heute die David-Schuster-Realschule. In ihrem Innern wird mit einer Gedenktafel an den Leiter der ehemaligen Israelitischen Lehrerbildungsanstalt (ILBA), den Pädagogen Jakob Stoll, erinnert, der nach seiner KZ-Haft in die USA emigrierte. Am Standort der ehemaligen Synagoge in Heidingsfeld in der Zindelgasse/Ecke Dürrenberg wurde 1986 eine Gedenksäule errichtet.[22]

Am 9. Januar 1987 wurden im Würzburger Stadtviertel Pleich beim Abriss eines ehemaligen gewerblichen Gebäudes 1455 jüdische Grabsteine gefunden. Ihre wissenschaftliche Erforschung haben Karlheinz Müller und seine Kollegen Simon Schwarzfuchs, Rami Reiner und Edna Engel im Jahr 2012 mit der Veröffentlichung des dritten Bandes abgeschlossen. Die weltweit einmalige Sammlung befindet sich im Museum Shalom Europa im jüdischen Gemeindezentrum.

Am 23. Oktober 2006 wurde nach fünfjähriger Bauzeit das neue jüdische Gemeinde- und Kulturzentrum mit dem Namen Shalom Europa eröffnet.[23] Die Zahl der Gemeindemitglieder ist durch Kontingentflüchtlinge auf etwa 1100 gestiegen. Seit August 2001 gibt es wieder einen Rabbiner in Würzburg. Im April 2012 lud die Stadt erstmals frühere Bürger ein, die die nationalsozialistische Judenverfolgung überlebt haben.[24]

Der Würzburger Facharzt Josef Schuster, Vorsitzender der jüdischen Gemeinde in Würzburg, wurde im November 2014 zum Präsidenten des Zentralrates der Juden in Deutschland gewählt.[25]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grafeneckart (ältester Teil des Rathauses)[26]

Die Stadt wurde schon seit ihrer Gründung vom Rat und vom Bürgermeister verwaltet. Der Rat ist seit 1256 bezeugt. An dessen Spitze stand der Schultheiß. Später gab es einen Alten Rat und einen Neuen Rat. Der Alte Rat, Oberrat genannt, war die bischöfliche Aufsichtsbehörde, der neue Rat hatte kaum Befugnisse. Nach den Bauernkriegen wurden die bürgerlichen Freiheiten nahezu ganz eingeschränkt. Ein Denkmal in den Grünanlagen unterhalb der Residenz erinnert an die Bauernkriege. An der Spitze der Stadt stand fortan der vom Bischof eingesetzte Stadtschultheiß. Anfang des 18. Jahrhunderts wurden der innere und der äußere Rat zu einem Kollegium vereinigt. 1818 erhielt die Stadt jedoch durch das Bayerische Gemeindeedikt wieder ihre Selbstverwaltung. An der Spitze der Stadt stand fortan der Erste Bürgermeister, der ab 1920 den Titel Oberbürgermeister erhielt. Der Stadtrat setzt sich aus 50 Abgeordneten zusammen.

Die Regierenden Würzburgs seit 1797:[27]

Bei der Oberbürgermeisterwahl 2008 kam es zwischen der Amtsinhaberin Pia Beckmann (41,3 %) und ihrem SPD-Herausforderer Georg Rosenthal (24,7 %) zur Stichwahl. Weitere Kandidaten waren Matthias Pilz (Grüne, 16,3 %), Benedikt Kuttenkeuler (Würzburger Liste, 14,6 %) und Uwe Dolata (ÖDP, 3,0 %). In der Stichwahl konnte sich dann der SPD-Kandidat überraschend gegen Amtsinhaberin Pia Beckmann mit 52,5 % gegen 47,5 % durchsetzen. Die Wahlbeteiligung betrug dabei lediglich 41,0 %.

Bei der Oberbürgermeisterwahl am 16. März 2014 kandidierten unter anderem Muchtar Al Ghusain für SPD und Grüne sowie Christian Schuchardt für CSU, FDP und Würzburger Liste. Christian Schuchardt selber gehört der CDU an.[28] Da kein Kandidat die absolute Mehrheit erreichte, fand am 30. März eine Stichwahl statt. Bei dieser gewann Christian Schuchardt mit einer absoluten Mehrheit von 55,73 % der abgegebenen Stimmen.[29] Er ist somit der erste CDU-Bürgermeister in einer bayerischen Großstadt.[28] Auf Muchtar Al Ghusain entfielen lediglich 44,27 % der Stimmen. Zur Stichwahl kamen nur 40,47 % der Wahlberechtigten.[29]

Stadtrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Stadtrat setzt sich aus 50 Stadträten und dem Oberbürgermeister zusammen. Die Sitzverteilung sieht für die Wahlperioden 2008–2014[30] sowie 2014–2020[31] folgendermaßen aus:

Stadtratswahl 2014
in Prozent
 %
40
30
20
10
0
33,0
19,5
17,5
6,4
5,7
4,7
3,8
3,7
5,7
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2008
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
-1,0
+1,9
+0,6
+1,3
-3,5
+4,7
+0,3
-1,7
-2,6
Expression-Fehler: Unerwartete schließende eckige Klammer
Partei / Liste Sitze 2008 Sitze 2014
CSU 18 181
SPD 101 10
Bündnis 90/Die Grünen 9 9
Würzburger Liste – Die Freien Wähler 4 3
FDP 3 2
Freie Wählergemeinschaft Würzburg 2 3
Bürgerforum Würzburg 2 1
Die Linke 2 1
ÖDP 1 2
Zukunft für Würzburg 0 2
Gesamt 51 51

1 einschließlich Sitz des Oberbürgermeisters

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Würzburg
Wappenbeschreibung:

„In Schwarz eine schräggestellte und an beiden senkrechten Seiten je zweimal eingekerbte, von Rot und Gold gevierte Standarte (das „Rennfähnlein“) an silbernem Lanzenschaft.“

Wappenbegründung:

Das Rennfähnlein als Ortswappen taucht seit dem zweiten Drittel des 16. Jahrhunderts auf. Es handelt sich um die Fahne des Bistums Würzburg, jedoch in anderer Farbgebung (statt schwarz blaue, statt golden silberne Tingierung), statt des Lanzenschaftes ist eine Turnierlanze zu sehen. Ferner ist die Fahne des Bistums nicht geviert. Der Name entstammt der Sitte der Berennung des kaiserlichen Lehens, bei der der zu belehnende Fürstbischof bei der Belehnungszeremonie das Sitzgerüst mit dem Lehensherrn (Kaiser) dreimal in vollem Tempo umritt, erst ohne Fahne, dann mit der entsprechenden Rennfahne, zuletzt mit der Lehensfahne mit dem Wappen der Lehensländer. Seit 1570 wird das Rennfähnlein ebenfalls in den Siegeln der Stadt verwendet.

Die Stadtflagge ist Rot-Gelb mit aufgelegtem Wappen.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Würzburg unterhält seit 1962 Städtepartnerschaften. Nach einigen dieser Partnerschaften sind Straßen im Würzburger Stadtteil Heuchelhof benannt. Mit folgenden Städten unterhält Würzburg eine Partnerschaft:[32]

Der Mwanza-Weg im Stadtteil Heuchelhof

Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Faribault (Vereinigte Staaten; Patenschaft seit 1949)

TschechienTschechien Trutnov (Tschechien), seit 2008 (Patenschaft seit 1956)

FrankreichFrankreich Caen (Frankreich), seit 1962

Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Dundee (Vereinigtes Königreich), seit 1962

Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Rochester (Vereinigte Staaten), seit 1964

TansaniaTansania Mwanza (Tansania), seit 1966

JapanJapan Ōtsu (Japan), seit 1979

SpanienSpanien Salamanca (Spanien), seit 1980

DeutschlandDeutschland Suhl (Deutschland), seit 1988

SchwedenSchweden Umeå (Schweden), seit 1992

IrlandIrland Bray (Irland), seit 1999

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Würzburg ist die Heimat von Dirk Nowitzki, dem erfolgreichsten Basketballer der deutschen Geschichte. Neben Nowitzki wurden außerdem die deutschen Nationalmannschafts-Spieler Maximilian Kleber, Robert Garrett, Demond Greene und Marvin Willoughby „groß“. Das damalige Erstligateam spielte zunächst sieben Jahre erfolgreich in der BBL und ein Jahr im ULEB Eurocup. In der Saison 2004/2005 musste das Team jedoch sportlich und wirtschaftlich Insolvenz anmelden. Der nachfolgende Versuch des USC Mainfranken Basket, in der Zweiten Basketball-Bundesliga Fuß zu fassen, scheiterte noch in derselben Saison. Nach einem Jahr Pause im höherklassigen Basketball stehen seit der Saison 2007/2008 die SCH Würzburg Baskets, ein von zwei passionierten Managern in Kooperation mit dem örtlichen Verein SC Heuchelhof geführtes Projekt, in den Startlöchern auf dem Weg zurück in den Profibasketball. In der Saison 2008/2009 haben die Würzburg Baskets ungeschlagen als Meister die Regionalliga Südost beendet und sind in die 2. Bundesliga, Pro B, aufgestiegen. Es erfolgte der Durchmarsch durch die Pro B und im folgenden Jahr durch die Pro A, aus der die Mannschaft am 23. April 2011 in die 1. Basketball-Bundesliga aufstieg. Nach zwei Jahren folgte nach einer chaotischen Saison mit Punktabzügen und Eignerwechsel[33] der Abstieg in die Pro A,[34] aus der das Team im darauffolgenden Jahr aber wieder aufstieg.

Basketball wurde in Würzburg 1950 eingeführt. Erste überregionale Erfolge erzielten die Damen der TG 48 Würzburg in den 1960er Jahren. Bei den Herren spielte nach der TG 48 Würzburg die DJK Würzburg auf nationaler Ebene bzw. in der Basketball-Bundesliga (BBL).

Thomas Lurz, Freiwasserschwimmer

Würzburg beheimatet den Schwimmverein SV Würzburg 05. Dessen Wasserballmannschaft ist fünfmaliger deutscher Meister und spielt in der deutschen Wasserball-Liga DWL (Saison 2006/2007). Mit dem zwölffachen Welt- und fünffachen Europameister Thomas Lurz stellt der SVW 05 einen Ausnahmeathleten der deutschen Schwimmszene. Ebenfalls für den SVW auf Titeljagd ging die zweifache Europameisterin Annika Liebs.

Der Eingang zur Flyeralarm Arena, Heimspielstätte der Würzburger Kickers

Im Fußball sind die Würzburger Kickers hervorzuheben, die in der Saison 2016/17 zum zweiten Mal nach 1977/78 in der 2. Fußball-Bundesliga vertreten sind, nur ein Jahr nach dem Aufstieg in die 3. Liga. Der im Jahr 1907 gegründete Verein trägt seine Heimspiele im Dallenbergstadion, heute Flyeralarm Arena aus. Durch den Sieg im Bayerischen Landespokalfinale 2014 qualifizierten sich die Kickers für die DFB-Pokal Hauptrunde. In der ersten Pokalrunde konnte der Zweitligist Fortuna Düsseldorf nach Verlängerung mit 3:2 vor über 10.000 Zuschauern geschlagen und die zweite Runde gegen Eintracht Braunschweig erreicht werden. Der Sieg bedeutete, dass sich nach 31 Jahren wieder eine Würzburger Mannschaft für die 2. Hauptrunde qualifizieren konnte (zuletzt SV Heidingsfeld, DFB-Pokal 1983/84). Ebenfalls in der 2. Fußball-Bundesliga hat der FV 04 Würzburg in Zeit von 1976 bis 1980 gespielt. Die Stadt Würzburg zählt damit zu den wenigen Städten, die im Männerbereich parallel zwei Fußballbundesligisten hatte (Saison 1977/78).

Der Frauenfußballabteilung des ETSV Würzburg tritt in der Regionalliga an.

Würzburg war durch die Müller Würzburger Hofbräu bis 2008 in der Tischtennis-Bundesliga vertreten. Die Erste Herren-Mannschaft wurde am 19. Juni 2005 erstmals Deutscher Meister.

In und um Würzburg wird erfolgreich Ju-Jutsu betrieben. So werden in Heidingsfeld Wettkämpfe bestritten, die Ju-Jutsu-Abteilung des Sportverein Oberdürrbach hat gar zwei Weltmeister und einen Vizeweltmeister hervorgebracht.

Der Radsport wird von der Radsportgemeinschaft Würzburg gefördert. Neben einer regulären Radtourenfahrt, der Mainfrankentour, wird jährlich die Kiliani Radeltour ausgerichtet, die vor allem Gelegenheitsfahrer ansprechen soll. Ansonsten zeichnet sich der Verein durch regelmäßige öffentliche Trainingstreffs für Rennrad und Mountainbike aus.

Die Abteilung Rhönrad der Turngemeinde Würzburg konnte sich neben zahlreichen Erfolgen bei Landes- und Bundesklassewettkämpfen international behaupten. Claudia Renz wurde 1997 Weltmeisterin im Geradeturnen mit Musik. Isabell Gramß schaffte es in der Jugendklasse, sich auf den 3. Platz der Rhönrad-Weltmeisterschaft 2005 zu turnen.

Alljährlich im Frühjahr locken zwei etablierte Laufveranstaltungen jeweils mehrere tausend Läufer in die Stadt. Der Würzburger Residenzlauf findet regelmäßig im April statt und führt auf zehn Kilometern in vier Runden um die Residenz. Im Mai findet der Würzburg-Marathon statt. Die Marathondistanz führt in zwei unterschiedlichen Runden durch die Stadt.

Zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland war Würzburg Gastgeber der Nationalmannschaft von Ghana, diese nutzte das Stadion der Würzburger Kickers als Trainingsgelände.

Öffentliche Hand[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt ist durch ihre Hochschulen, die Julius-Maximilians-Universität, die Musikhochschule und die Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt geprägt, die über 5.500 wissenschaftliche und technische Angestellte und Beamte sowie Versorgungs- und Verwaltungspersonal beschäftigen (Stand: 2003). Davon entfallen etwa 4.100 Mitarbeiter alleine auf die Universität. Größter Arbeitgeber mit etwa 5.000 Mitarbeitern ist die Stadtverwaltung Würzburg.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beschäftigungsstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaftszweig Sozialversicherungspflichtig
Beschäftigte (Juni 2013)[35]
Land- und Forstwirtschaft, Fischerei 162
Produzierendes Gewerbe ohne Verarbeitendes Gewerbe und Baugewerbe 1679
Verarbeitendes Gewerbe 9173
Baugewerbe 2058
Handel, Verkehr und Gastgewerbe 18.038
Erbringung von Unternehmensdienstleistungen 16.777
Erbringung von privaten und öffentlichen Dienstleistungen 33.251
Gesamt 81.466

Industrie und Gewerbe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Größter industrieller Arbeitgeber ist die Brose Fahrzeugteile GmbH & Co. KG.[36] Würzburg ist ebenso der Produktions- und Verwaltungsstandort von NKM Noell Special Cranes, einem der führenden deutschen Brückenkranhersteller. Weiterhin hat die Firma MERO, bekannt für die Raumfachwerke und Stahl-Glaskonstruktionen, ihren Hauptsitz in Würzburg. Mit der Sektkellerei J. Oppmann AG ist eine weitere Aktiengesellschaft ansässig. Die Börsennotierung der Würzburger Hofbräu wurde nach der Übernahme durch die Kulmbacher Brauerei AG und die Umwandlung in eine GmbH eingestellt. Als größeres Handelsunternehmen ist die Duttenhofer Gruppe zu nennen. Die Vogel Medien Gruppe hat ihren Hauptsitz in Würzburg. die Fürstlich Castell’sche Bank, eine kleine Privatbank für die Region, hat ihren Sitz in Würzburg. Die a+f GmbH mit Sitz in Würzburg ist im Bereich Regenerative Energien tätig.

Industrie und Gewerbe sind zumeist kleine und mittelständische Betriebe in den Industriegebieten Hafen, Aumühle und Würzburg-Ost.

Anders als im benachbarten Bereich Schweinfurt, wo eher Großindustrie und Maschinenbau sesshaft wurden, ist Würzburg das Dienstleistungszentrum der Region. Die Arbeitslosenquote lag im November 2014 bei 4 Prozent.[36]

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Radio[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Würzburg unterhält der Bayerische Rundfunk (BR) seit 1977 das Regionalstudio Mainfranken des Studio Franken und auf der Frankenwarte eine Sendeanlage für UKW, Mittelwelle, DAB+ und DVB-T mit einem 125 Meter hohen Stahlgittermast („kleiner Eiffelturm“). Das Regionalstudio beherbergt zwei Hörfunk- und ein Fernsehstudio und befindet sich im zweiten und neunten Stockwerk des Posthochhauses am Würzburger Bahnhofsvorplatz. Von Montag bis Freitag wird von dort für Unterfranken das Regionalprogramm „Mittags in Mainfranken“ und von Montag bis Samstag die „Regionalnachrichten um halb“ für Bayern 1 produziert. Dienstags und donnerstags kommt aus Würzburg die „regionalZeit“ für die „Nordkette“ Franken von Bayern 2. Weitere Berichte aus der Region werden nach Bedarf von Würzburg nach Nürnberg, München oder andere ARD-Studios für die weiteren Hörfunkprogramme zugeliefert. Zudem liefert das mainfränkische Fernsehstudio des BR Bilder für die ARD.

Bis 1999 wurde für den Mittelwellensender die Sendefrequenz 520 kHz genutzt. Diese Frequenz liegt nicht im offiziellen Mittelwellenband, und somit konnte der nur 200 Watt starke Würzburger Sender, der zusammen mit dem gleich starken Sender in Hof im Gleichwellenbetrieb betrieben wurde, gut zum Test der Ausbreitungsbedingungen im Mittelwellenbereich genutzt werden. Da viele moderne Radios die Frequenz 520 kHz nicht mehr empfangen konnten, erfolgte 1999 eine Frequenzänderung auf 729 kHz.

Ferner besteht dort die private Funkhaus-Würzburg-Studiobetriebs-GmbH (Funkhaus Würzburg), welche die beiden Hörfunkprogramme 106,9 Radio Gong sowie Radio Charivari Würzburg mit Radio Opera veranstaltet. Sie versorgen die Region Mainfranken mit regionalen Informationen.

Bis 1992 gab es in Würzburg noch einen dritten Lokalsender mit dem Namen Radio W1. Er startete am 8. Mai 1987 und teilte sich die UKW-Frequenz mit Main-Radio (heute: Charivari.fm) und Radio Mainland (heute: 106,9 Radio Gong). Eine beliebte Rubrik war der wöchentliche Szenebericht „Kai war dabei“. Dieser Sender bekam später die eigenständige Frequenz 95,8 MHz zugewiesen. Der Sendebetrieb wurde zum 1. Oktober 1992 unter anderem aus finanziellen Gründen eingestellt. Zunächst war auf dieser Frequenz bis zum 31. März 2008 das 24 Stunden-Volksmusikprogramm Radio Melodie zu hören. Am 21. November 2008 startete das Jugendradio egoFM aus München und liefert teilweise auf Würzburg zugeschnittene Programminhalte. Der Sender richtet sich an Jugendliche und Studenten.

Die Sendeanlage Frankenwarte auf dem Nikolausberg versorgt das Stadtgebiet und das nähere Umland von Würzburg mit 12 analogen UKW-Programmen. Hinzu kommen über 30 digitale Programme (inkl. Regionalfenster) im DAB-Standard, darunter alle Angebote des BR, des Deutschlandradios sowie viele landesweite und bundesweite Privatsender.

Daneben existieren zahlreiche Internetradios. Die Studenten der Universität Würzburg senden ehrenamtlich ein eigenes Programm für ihre Kommilitonen, das Hochschulradio UR Würzburg. Der ehemalige dritte Lokalsender Würzburgs, Radio W1, existiert im Internet weiter. Aus dem Funkhaus Würzburg kommen die Webradios Radio Gong In The Mix und Stars on Radio Gong.

Als Rundfunksender der amerikanischen Streitkräfte sendete bis Juli 2008 AFN (American Forces Network) ebenfalls in Würzburg von einem kleinen, gegen Erde isolierten, abgespannten Stahlfachwerkmast auf dem Areal der US-Streitkräfte auf Mittelwelle 1143 kHz und UKW 104,9 MHz.

Fernsehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben dem Studio des öffentlich-rechtlichen Fernsehsenders Bayerischer Rundfunk gibt es seit 1987 einen lokalen Fernsehsender namens TV touring, der im regionalen Kabelnetz und über Franken-SAT zu empfangen ist. In den Anfangsjahren gab es noch die Radio Television Unterfranken (RTU), deren Gesellschafter die Zeitungsgruppe Main-Post war.

Seit 2002 besteht das Online-Medienmagazin Quotenmeter.de mit Redaktionssitz in Würzburg. Es hat sich auf Einschaltquoten, Kino- und Fernsehkritiken und aktuelle Nachrichten spezialisiert.[37]

Zeitschriften und Zeitungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Tageszeitungen erscheinen die Main-Post und das Volksblatt (welches nur eine Auflage von etwa 12.000 hat), vertrieben durch die Main-Post-Verlagsgruppe (gehört seit 1. Mai 2011 zur Augsburger Allgemeinen Zeitung mit Sitz in Würzburg-Heuchelhof). Aus diesem Hause erschien am 29. Januar 2004 die erste lokale Wochenzeitung Europas im Tabloid-Format, Boulevard Würzburg, die am 1. März 2007 in neun7 umbenannt wurde. Die Main-Post-Verlagsgruppe gibt markt, die Wochenzeitung mit den meisten Verteilorten in Unterfranken, heraus. Die Mittwochsauflage beträgt 362.550 und die Wochenendauflage 226.600 Zeitungen, welche kostenlos an alle erreichbaren mainfränkischen Haushalte verteilt werden. Am 31. März 2011 startete zudem das neue Magazin Tiepolo, welches vierteljährlich erscheint und an bestimmten Auslegestellen mitgenommen werden kann.

Die älteste und bekannteste Wochenzeitung Würzburgs ist WOB – die Wochenzeitung mit 87 % Bekanntheitsgrad. Der nächste Mitbewerber liegt bei etwa 64 % Bekanntheit. Diese erscheint zur Wochenmitte (MI/DO) mit einer Auflage von 102.500 Exemplaren (identisch mit markt im gleichen Verteilgebiet) – ebenso in allen erreichbaren Haushalten in Würzburg und dem Großteil des Landkreises (etwa 20 km Umkreis). Mit der Auflage von 102.500 Exemplaren erreicht die WOB 135.000 Leser.[38]

Zum Wochenende erscheint die Wochenendzeitung primaSonntag (Verteilung seit 2015: FR/SA) im Stadtgebiet Würzburgs, mit einer Auflage von 70.200 Zeitungen. 1x im Monat zusätzlich primaSonntag extra, welche in 36.000 Haushalten im Landkreis Würzburg, Ochsenfurt und Teilen des Main-Spessart-Raumes im Tabloid-Format, erscheint.

Die einzige überregionale katholische Tageszeitung im deutschsprachigen Raum wird in Würzburg produziert: Die Tagespost trägt den Untertitel „Katholische Zeitung für Politik, Gesellschaft und Kultur“, hieß früher Deutsche Tagespost und erscheint dreimal wöchentlich im Verlag Johann Wilhelm Naumann.

Religiöse Zeitschriften (unter anderem Feierabend, Geist und Leben und Zeitschrift für katholische Theologie) werden vom Echter Verlag verbreitet.

Der Verlag Vogel Business Media veröffentlicht Print- und Online-Medien verschiedener Fachbereiche. Zu den Fachmedien zählen unter anderem die erste deutsche Computerzeitschrift Chip (Computerzeitschrift), MM MaschinenMarkt, kfz-betrieb, IT-Business, Elektronikpraxis, Process, bike und business sowie die Informationsdienste des zur Gruppe gehörenden IWW Instituts für Wirtschaftspublizistik. Mit dem Ziel der multimedialen Vermittlung von Fachinformationen wandte sich die Vogel Business Media ab 2005 verstärkt der Digitalisierung zu. Die zu diesem Zweck gegründete Vogel Future Group wurde mit der Entwicklung eines digitalen Geschäftsmodells beauftragt. 2005 trennte sich das Unternehmen von seiner Beteiligung an der Motorpresse Stuttgart (heute Gruner + Jahr) und vom Druckgeschäft (heute arvato). In den dadurch zur Verfügung stehenden ehemaligen Produktionsstätten des Verlagsunternehmens entstand 2006 das Vogel Convention Center (VCC), ein Tagungs- und Kongresszentrum.

Über kulturelle Veranstaltungen im Raum Mainfranken informiert monatlich das Magazin Leporello. Ferner gibt es FRIZZ Das Magazin (seit 2003, früher unter den Namen Trend und Fritz), das mit einer IVW-geprüften Auflage von 22.000 Stück monatlich erscheint. Für den Leser ist es kostenlos und liegt an rund 550 Auslagestellen in und um die Stadt aus. Es ist Mitglied im Bewegungsmelderverbund, informiert über sämtliche Veranstaltungen aus den Bereichen Lifestyle, Kultur, Musik, Bühne, Film usw. und enthält unter anderem die offiziellen Mensapläne der Uni-Mensen. Daneben erscheint noch das Xity-Magazin, das seit dem 25. Januar 2007 mit einem kostenlosen TV-Programm erscheint. Es informiert die Leser über Events, News und Angebote über die Stadt.

Viermal pro Jahr (Januar, April, Juli und Oktober) erscheint kostenlos Blick, die Zeitschrift der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, die unter anderem über Themen aus der Forschung informiert. Bis Juli 2006 wurde die Hochschulzeitung Julius kostenlos verteilt, deren Herausgeber ebenfalls die Universität war. Jedoch ist der Julius nach zwei Jahren, unter Protest der Studierenden, aus finanziellen Gründen eingestellt worden. Daher initiierte die Studierendenvertretung im Dezember 2006 den studentischen Nachfolger dieser Hochschulzeitung, die gewürzt! die sich als „Erste Würzburger Studentenzeitung“ bezeichnete. Aufgrund von internen Meinungsverschiedenheiten löste sich der Großteil der gewürzt!-Redaktion jedoch nach rund zwei Jahren von ihrem Herausgeber, der Studierendenvertretung, und gründete im Januar 2008 zusammen mit dem Verein Junge Presse Würzburg (Regionalgruppe des Dachverbands Junge Presse Bayern) das inoffizielle Nachfolgermagazin Max & Julius. Wie ihre Vorgängerin informiert sie die Würzburger Studenten regelmäßig über das Hochschulgeschehen, Politik, Kultur und andere wichtige Themen in der Stadt. Die Studierendenvertretung gründete ihrerseits die Zeitung Sprachrohr, die ihren Themenschwerpunkt jedoch mehr auf Hochschulpolitik legt. Das Sprachrohr erscheint für alle Hochschulen in Würzburg. Außerdem erschien bis 2008 das Hochschulmagazin UnimaxX. Heute gibt es nur noch den UnimaxX-Guide, der einmal pro Semester an allen Hochschulen verteilt wird.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Main mit altem Hafen und der Brücke der Deutschen Einheit

Würzburg ist historisch ein bedeutender Knotenpunkt für den Verkehr. Diese ursprünglich durch den Main hervorgerufene verkehrszentrale Lage wird heute durch die Autobahnen und die Deutsche Bahn bestimmt. Die nächstgelegenen größeren Städte sind Frankfurt am Main, rund 100 Kilometer nordwestlich, Nürnberg 90 Kilometer südöstlich, Stuttgart 120 Kilometer südwestlich, Mannheim 110 Kilometer westsüdwestlich und Heilbronn 90 Kilometer südwestlich.

Straßenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bundesautobahn 3 number.svg Grenze NiederlandeRuhrgebietFrankfurt am Main – Würzburg – NürnbergRegensburgPassauGrenze Österreich
Bundesautobahn 7 number.svg Grenze DänemarkHamburgHannoverKasselFulda – Würzburg – UlmFüssenGrenze Österreich
Bundesautobahn 81 number.svg Würzburg – HeilbronnStuttgartSingen (Hohentwiel)
Bundesstraße 8 number.svg Grenze NiederlandeRuhrgebietFrankfurt am Main – Würzburg – NürnbergRegensburgGrenze Österreich
Bundesstraße 13 number.svg Würzburg – AnsbachEichstättIngolstadtUnterschleißheimMünchenBad TölzSylvensteinstausee
Bundesstraße 19 number.svg EisenachMeiningenWerneck – Würzburg – UlmOberstdorfGrenze Österreich
Bundesstraße 22 number.svg Würzburg (Mainfrankenpark) – BambergBayreuthWeiden in der OberpfalzCham
Bundesstraße 27 number.svg BlankenburgGöttingenFulda – Würzburg – LudwigsburgStuttgartTübingenVillingen-SchwenningenGrenze Schweiz

Einige größere Projekte stehen auf der Warteliste, zum Beispiel die geplante B 26n von der A 3, Anschlussstelle Helmstadt über Karlstadt, Arnstein bis zur A 7, Autobahnkreuz Schweinfurt/Werneck.

Öffentlicher Personennahverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Stadtgebiet von Würzburg ist ebenso wie der Landkreis in den Verkehrsverbund Mainfranken eingegliedert. Innerhalb dieses Tarifverbundes können alle Linien des öffentlichen Personennahverkehrs zu einheitlichen Preisen genutzt werden. Zum 1. Februar 2009 wurde der Tarifverbund um das Gebiet des Landkreises Kitzingen erweitert. Eine Ausdehnung auf weitere, benachbarte Landkreise ist beabsichtigt, jedoch noch nicht konkretisiert. Es besteht eine Übergangsregelung mit dem Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN).

Das Rückgrat des ÖPNV in Würzburg sind fünf Straßenbahnlinien, die ein Streckennetz von 19,7 Kilometern Länge bedienen. Zuletzt wurde 1989 eine Neubaustrecke in den Stadtteil Heuchelhof eröffnet sowie 1996 deren Fortsetzung in den Stadtteil Rottenbauer. Eine verbesserte Straßenbahnanbindung des Universitätsklinikums soll mittels einer weiteren Neubaustrecke in absehbarer Zeit erfolgen. Über die Anbindung weiterer Stadtteile und Umlandgemeinden wird ebenfalls nachgedacht; konkrete Planungen bestehen für die Linie sechs zum Hubland. Betreiber des Straßenbahnnetzes ist die Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH.

Weiterhin verkehren in Würzburg zahlreiche Stadt- und Regionalbuslinien, die von der Omnibus-Betriebsgesellschaft (NVG), einem Tochterunternehmen der Würzburger Straßenbahn GmbH (WSB), der Omnibusverkehr Franken GmbH sowie einer Reihe weiterer privater Omnibusunternehmen versorgt werden. Hauptknotenpunkt des Omnibusverkehrs ist der Busbahnhof am Hauptbahnhof.

Schienenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gleistrassen des Würzburger Hauptbahnhofs

Würzburg Hauptbahnhof ist überregionaler Knotenpunkt im Personenfernverkehr der Deutschen Bahn. In Würzburg treffen sich eine Nord-Süd-Verbindung von Hamburg/Bremen, Hannover, Göttingen und Kassel nach Nürnberg und München mit der von Nordwest nach Südost verlaufenden Trasse aus dem Ruhrgebiet, dem Rheinland und Frankfurt am Main nach Regensburg, Passau, Wien und weiter nach Budapest. Es bestehen mindestens stündliche Verbindungen. Am Hauptbahnhof ergeben sich pro Stunde zwei Taktknoten mit Anschlüssen in alle Richtungen. Die Verbindung mit Heilbronn-Stuttgart oder nach Erfurt wird nur mit Zügen des Regionalverkehrs angeboten.

Das Empfangsgebäude des Hauptbahnhofes stammt aus den 1950er Jahren. Eine Modernisierung war demzufolge notwendig geworden und wurde von der Stadt bereits seit den 1990er Jahren geplant. Zwischenzeitlich haben die Renovierungsarbeiten begonnen. Neben dem Hauptbahnhof existieren in Würzburg noch die Stationen Süd und Zell, die jedoch nur eine untergeordnete Bedeutung haben und lediglich im Regionalverkehr bedient werden. Früher besaß der Stadtteil Heidingsfeld ebenfalls Anschluss an den Schienenverkehr.

Im Güterzugverkehr hat Würzburg seine frühere Knotenpunktfunktion mit der Stilllegung seines Rangierbahnhofes im Februar 2005 vollständig verloren.

Luftverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschäftsreisejets können den rund 16 Kilometer südlich gelegenen Flugplatz Giebelstadt im Landkreis Würzburg anfliegen. Dieser Verkehrslandeplatz wurde bis 2006 von den US-Streitkräften genutzt. Betrieben wird der Flugplatz mit der knapp zwei Kilometer langen Start-/Landebahn von einer Betreibergesellschaft, an der neben den Gebietskörperschaften insbesondere die Firma Knauf beteiligt ist. Nach der Übernahme von der US-Armee und der Räumung zahlreicher Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg wurde in die technischen Anlagen investiert und der Verkehrslandeplatz modernisiert. Sportflieger starten und landen auf dem 3,5 Kilometer nordwestlich vom Stadtzentrum gelegenen Verkehrslandeplatz Würzburg-Schenkenturm oder dem 5 km entfernten Sonderlandeplatz Hettstadt, der von der Fluggruppe Hermann Köhl e. V. betrieben wird.

Mainschifffahrt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

siehe auch: Hauptartikel Main

1842 wurde in Würzburg die Dampfschifffahrt auf dem Main eingeführt. Dies bedeutete einen erleichterten Zugang zu den Seehäfen.[39]

Wege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wegzeichen an der Alten Mainbrücke

Bildung und Forschung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hochschulen und verwandte Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Turm der Neubaukirche. Heute wird das Gebäude als Aula und Festsaal der Julius-Maximilians-Universität benutzt
Universitätsgebäude am Sanderring

Schulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Würzburg verfügt über zahlreiche Schulen,[40] darunter eine städtische und eine am 1. August 2013 neu gegründete staatliche Berufliche Oberschule sowie neun Gymnasien.

Gymnasien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Realschulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • David-Schuster-Realschule
  • Jakob-Stoll-Realschule
  • Maria-Ward-Schule
  • St.-Ursula-Schule (Realschule)
  • Wolffskeel-Realschule

Seit Ende der 1990er Jahre kommt es in der Schullandschaft zu größeren Veränderungen, zum einen durch den gesellschaftlichen Wandel (sinkende Schülerzahlen an Grund- und Mittelschulen), zum anderen durch den schrittweisen Rückzug der Stadt Würzburg als Schulträger aufgrund zu hoher finanzieller Belastungen durch den Schulbetrieb.

Sonstige Bildungseinrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

US-Streitkräfte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1945 bis September 2008 war Würzburg Garnisonsstadt der US-Streitkräfte. Es existierten vier Kasernen, die Emery Barracks (bis 1990), die Hindenburg-Kaserne (bis 1990), die Faulenberg-Kaserne (bis 2006) und die Leighton Barracks (bis 2008), in denen bis zum Jahr 2006 circa 6000 Soldaten mit 3000 Familienangehörigen angesiedelt waren. Die Leighton Barracks waren von 1945 bis 1955 und von 1996 bis 2006 der Sitz des Hauptquartiers der 1. US-Infanteriedivision, der „Big Red One“, eines gepanzerten Großverbandes in Stärke von vier Brigaden, von denen zuletzt drei in Franken und der Oberpfalz (Schweinfurt, Kitzingen, Vilseck) und die 4. Brigade in Fort Riley in Kansas stationiert waren. Zuvor waren Teile der 3. US-Infanteriedivision von 1958 bis 1996 sowohl in Würzburg als in Schweinfurt, Kitzingen sowie anderen ehemaligen Standorten der US-Streitkräfte in Deutschland stationiert.

Weitere Verbände und Dienststellen, die in den beiden Kasernen zuletzt in Würzburg stationiert waren:

  • 98th Area Support Group (Faulenberg Kaserne)
  • 417th Base Support Battalion (Leighton Barracks)
  • diese beiden sind aufgegangen in die U.S. Garrison Franconia
  • 101st Military Intelligence Battalion (Leighton Barracks)
  • 1st Military Police Company
  • 69th Signal Battalion (Leighton Barracks)

Im Rahmen der Reorganisierung der amerikanischen Landstreitkräfte kam es zu tiefgreifenden Änderungen in Würzburg. Die Umstrukturierungen betrafen vor allem die 1. US-Infanteriedivision, die zu einem großen Teil in die Heimat, nach Fort Riley im US-Bundesstaat Kansas, zurückverlegt wurde. Infolgedessen wurde die Faulenberg-Kaserne (Nürnberger Straße) geschlossen, und Ende 2006 erfolgte die Rückgabe der Liegenschaft an Deutschland, vertreten durch die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben. Offiziell erfolgte der Abzug am 6. Juli 2006 mit einem Appell. Die Streitkräfte der US-Armee zogen sich bis September 2008 vollständig aus Würzburg zurück. Die Verabschiedung fand am 13. Mai 2008 mit dem Einholen der amerikanischen Flagge statt. Die Übergabe der letzten Schlüssel fand in einer Zeremonie am 14. Januar 2009 statt. Seit Oktober 2007 ist das Gelände bereits im Besitz der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben.

In Würzburg finden konkrete Überlegungen für eine sinnvolle Konversion der Liegenschaften statt (Gewerbe, Wohnen, Startup-Firmen, Universität etc.). Es entsteht ein neuer Stadtteil mit dem Namen Hubland. Deshalb wird für die weitere Nutzung des Geländes von der Größe der Altstadt (135 ha) zurzeit ein Ideenwettbewerb veranstaltet. Nach einer gescheiterten Bewerbung für die Landesgartenschau 2016 erhielt die Stadt den Zuschlag für die Landesgartenschau 2018, bei der dieses Gelände genutzt werden soll.[41][42] Das ehemalige amerikanische Wohngebiet wird seit dem Sommersemester 2011 von der Universität genutzt.

Bis Oktober 2007 gab es ein Krankenhaus der US Army, das Würzburg Hospital, das eines der drei Hospitäler im Verantwortungsbereich des US Army European Command war. Das Gebäude befindet sich nur zehn Gehminuten von den Leighton Barracks entfernt. Hieraus entsteht eine Wohnanlage, der sogenannte Mönchberg Park.[43]

Da die Soldaten mit ihren Familien ein wichtiger Wirtschaftsfaktor waren und das Militär als ein nicht unbedeutender Arbeitgeber fungierte, wurde die Schließung von der Stadt mit großer Sorge vor allem im Hinblick auf die mittelständischen Betriebe betrachtet.

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Theater und Bühnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mainfranken-Theater Würzburg
Kulturspeicher Würzburg

Das Mainfranken Theater besitzt als Dreispartenhaus ein Schauspiel-, ein Musiktheater- und ein Ballettensemble. Diesen stehen mit dem „Großen Haus“ und den „Kammerspielen“ zwei Auftrittsorte zur Verfügung, die beide im Gebäude des Mainfrankentheaters in der Würzburger Altstadt liegen.

Im Kulturspeicher, einem ehemaligen Hafengebäude am Rande der Altstadt, sind neben einem Museum das „Bockshorn“ und der „tanzSpeicher“ zu finden. Ersteres hat sich vor allem den Bereichen Kabarett, Chanson und Musik verschrieben, wobei sich die meisten der hier auftretenden Künstler schon zuvor durch Fernsehauftritte oder diverse Auszeichnungen einen Bekanntheitsgrad erarbeitet haben. Der tanzSpeicher dient als Veranstaltungsort sowohl für externe Tanzvorführungen als für Auftritte des eigenen Ensembles.

Das Boulevardtheater „Chambinzky“ liegt im Frauenland und präsentiert vor allem Komödien, manchmal Volksstücke, Krimis und Musicals, in eigenen Produktionen. Für diese Zwecke stehen eine große und eine kleine Bühne zur Verfügung. Darüber hinaus ist das Chambinzky eine Musikkneipe – dieses Gastronomiekonzept hat sich seit der Gründung 1983 bewährt.

Dem Experimentaltheater haben sich sowohl das „Theater am Neunerplatz“ als das „theater ensemble“ verschrieben, wobei beide daneben noch einige andere Sparten bieten: Das Theater am Neunerplatz, in der Zellerau gelegen, präsentiert außerdem politische und satirische Stücke sowie Kindertheater. Das theater ensemble befindet sich ebenfalls in der Zellerau und widmet sich ferner dem Absurden Theater, Dramen und Komödien und bietet außerdem Theaterkurse für jedermann an.

Entsprechend seiner historischen und kulturellen Bedeutung besitzt Würzburg eine Vielzahl weiterer Bühnen, die sich mit den verschiedensten Sparten des Theaters beschäftigen. Im Einzelnen sind dies das Kinder- und Jugendtheater „Spielberg“, die „Werkstattbühne“, das „Plastische Theater Hobbit“, das „Würzburger Kasperhaus“, das Tanztheater „blackboX“, das Theater „Augenblick“ der Mainfränkischen Werkstätten und der „Kunstkeller Würzburg“.

Zudem verfügt Würzburg eine Vielzahl von Improvisationstheater-Gruppen, darunter mit den Würzburger Beutelboxern eine der ältesten Gruppen Deutschlands (seit 1990), sowie die sehr aktive Gruppe „Die Kaktussen“, die unter anderem das jährliche Würzburger Improtheaterfestival veranstaltet.

Museen und Galerien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chöre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekannte Chöre sind der Bachchor Würzburg, der Monteverdichor Würzburg (1. Preisträger beim Bayerischen und beim Deutschen Chorwettbewerb), der Oratorienchor Würzburg und der Chor der Akademisch-Musikalischen Verbindung Würzburg. Die Chöre der Würzburger Dommusik umfassen die Würzburger Domsingknaben, den Kammerchor, die Jugendkantorei und die Mädchenkantorei am Würzburger Dom. Der Würzburger Domchor gehört zu den ältesten und traditionsreichsten Chören Würzburgs. Seine Wurzeln gehen bis ins Jahr 1821 zurück. In der Reihe der kirchlichen Chöre ist die CAPPELLA HERBIPOLENSIS – Chor der Hofkirche der Residenz zu nennen. Der Kammerchor cappella vocale würzburg besteht seit 1997. Der Chor „New Future“ wurde am 1. November 1993 mit überwiegend jungen Sängerinnen und Sängern gegründet.

Alternative Rockmusikszenen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit den Musikinitiativen FreakShow Würzburg und Psychedelic Network verfügt Würzburg über zwei alternative Rockmusikszenen, die innerhalb der durch sie präsentierten Genres – Progressive Rock bei FreakShow, Psychedelic-/Space Rock bei Psychedelic Network – zu den wichtigsten Veranstaltungen in Deutschland gezählt werden können. Dies wird insbesondere von den Festivals der beiden Musikinitiativen unterlegt, deren weitläufige Bedeutung durch eine oftmals internationale Interpretenauswahl und eine stark überregional geprägte Besucherzusammensetzung gekennzeichnet ist. Das Kulturangebot Würzburgs erfährt hierdurch weitere Wahrnehmung über die Grenzen Mainfrankens hinaus.

Auch als Metal-Stadt ist Würzburg überregional bekannt. Festivals wie das Hammer of Doom oder das Metal Assault finden regelmäßig in der Posthalle statt und ziehen Bands und Zuschauer aus aller Welt an.

Fränkische Mundart[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die fränkische bzw. unterfränkische Mundart wird in Würzburg gesprochen und meist verstanden. In der Närrischen Weinprob, die im Januar zu Beginn der Fastnachtszeit im Staatlichen Hofkeller unter der Würzburger Residenz stattfindet, werden kritische Beiträge zum Jahresgeschehen in allen fränkischen Mundarten vorgetragen. Diese mundartliche Sitzung wird im Dritten Programm des Bayerischen Fernsehens übertragen.

Erinnerungskultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Würzburg erinnern seit dem Jahr 2006 Stolpersteine an Opfer aus der nationalsozialistischen Zeit, zum Beispiel vor dem Kaufhof an die früheren Eigentümer des Kaufhauses sowie vor der Kiliansgruft an den katholischen Pfarrer Georg Häfner, der für seine Überzeugung einstand und am 15. Mai 2011 seliggesprochen wurde.[46][47][48][49][50][51]

Neben den Gedenkorten zu jüdischem Leben erinnert ein Gedenkstein am Geschwister-Scholl-Platz / Ottostraße an die christlichen Widerstandskämpfer Hans und Sophie Scholl, die 1943 ermordet wurden. Im Gewerbegebiet von Heuchelhof halten mehrere Straßennamen die Erinnerung an Verfolgte und Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft aufrecht. In Heidingsfeld erinnert der Herta-Mannheimer-Weg an die jüdische SPD-Stadträtin Herta Mannheimer, die im KZ Auschwitz ermordet wurde.

Der katholische Pfadfinder Fred Joseph wurde 1943 in Auschwitz ermordet, er führte – als Halbjude diffamiert – trotz Verbots die Pfadfinderarbeit in der „Gemeinschaft St. Georg“ weiter. Nach ihm nennt sich heute ein Stamm der St.-Georgs-Pfadfinder im Stadtteil Sanderau.[52]

Festivals[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Würzburger Mozartfest ist das älteste Mozart-Festival Deutschlands und findet seit 1922 während der Sommermonate in der Würzburger Residenz statt. Es zählt heute mit zirka 50 Einzelkonzerten neben den Salzburger Festspielen zu den renommiertesten Festivals für klassische Musik im deutschsprachigen Raum. Jedes Jahr kommen bis zu 30.000 Besucher zu den Veranstaltungen, die in dem historischen Gebäude der Residenz, im Hofgarten und in benachbarten Orten stattfinden.

1974 wurde das Internationale Filmwochenende Würzburg gegründet. Die Veranstaltung findet jährlich zu Beginn des Jahres statt.[53] Unter den Festival-Mitbegründern befanden sich unter anderem Georg Förster, Almut Kircher oder Dokumentarfilmer Norbert Westenrieder von der Filminitiative.[54]

Das „Africa Festival“ ist eine Veranstaltung zur Kultur und Musik des afrikanischen Kontinents. Es wurde 1989 vom Würzburger Afro Projekt, einer Arbeitsgemeinschaft zur Förderung afrikanischer Kultur in Deutschland, ins Leben gerufen. Das Africa Festival gilt derzeit als das größte Festival dieser Thematik in Europa und wird durch das Bayerisches Kulturministerium und das Auswärtige Amt gefördert.

Das Flamencofestival besteht seit dem Jahr 2003. Auf der jährlich stattfindenden Veranstaltung treten regionale und internationale Flamenco-Tänzer und -Musiker auf.

Bibliotheken und Archive[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bibliotheken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Archive[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Staatsarchiv Würzburg ist für den Regierungsbezirk Unterfranken zuständig und verwahrt rund 21.350 lfd. Meter Akten zur Geschichte des Regierungsbezirks und der auf dessen Gebiet liegenden ehemaligen Territorien.
  • Das Stadtarchiv Würzburg verwahrt die Urkunden- und Aktenüberlieferung der städtischen Dienststellen, das Archiv des Bürgerspitals, das Archiv der Stadt Heidingsfeld und die Archive der eingemeindeten Orte sowie etwa 90 Nachlässe von Würzburger Persönlichkeiten und eine umfangreiche Foto-, Plakat- und Kartensammlung.
  • Das Diözesanarchiv in der Domerschulstraße verwahrt die Schriftgutüberlieferung des alten und des 1821 geschaffenen neuen Bistums Würzburg sowie Sondersammlungen und etwa 250 Nachlässe und personenbezogene Sammlungen. Es wurde bereits 1339 erwähnt und befand sich damals auf der Marienburg. Heute umfasst es Urkunden, Matrikelbücher der Pfarreien und Schriftverkehr der Dekanate. Etwa ein Drittel der ursprünglichen Bestände ist noch erhalten. Diese Einbußen im Bestand gab es durch die Auswirkungen der Reformation, der Säkularisierung und der Bombardierung im Zweiten Weltkrieg.[55]
  • Das Universitätsarchiv verwahrt die Überlieferung der Bayerischen Julius-Maximilians-Universität.
  • Bis 2005 befand sich das Archiv der ehemaligen Reichsstudentenführung und des ehemaligen Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbundes (NSDStB) als Depositum im Staatsarchiv Würzburg und wurde von dort aus betreut. Es befindet sich jetzt als Leihgabe im Bundesarchiv Berlin.
  • Das 1987 eröffnete Dokumentationszentrum für jüdische Geschichte ist die zentrale Auskunftsstelle für jüdische Geschichte in der Region.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Auflistung enthält regelmäßig stattfindende Veranstaltungen.[56]

Schutzgebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Stadtgebiet gibt es zwei Naturschutzgebiete, drei FFH-Gebiete und drei vom Bayerischen Landesamt für Umwelt ausgewiesene Geotope (Stand März 2016).

Siehe auch:

Naturschutzgebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Naturschutzgebiete zusammen nehmen eine Fläche von 110 Hektar ein. Das größere Naturschutzgebiet ist das 2002 eingerichtete Naturschutzgebiet Naturwaldreservat Waldkugel.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtplanung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gebiet der Kernstadt, das durch Main, Juliuspromenade, Theaterstraße, Balthasar-Neumann-Promenade und Neubaustraße begrenzt ist, wird wegen seines Aussehens auf Karten als „Bischofsmütze“ bezeichnet.[57][58]

Wahrzeichen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alter Kranen
UNESCO-Weltkulturerbe Residenz und Hofgarten als Motiv der 100-€-Goldmünze 2010
  • Alte Universität mit Neubaukirche: Der Gebäudekomplex aus der Renaissance wurde 1591 fertiggestellt, neun Jahre nach der Wiedergründung der Universität durch Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn. Optisch und architektonisch herausragend ist die Universitätskirche (Neubaukirche), die heute von der Universität als Aula genutzt wird. Sie wurde Ende des 17. Jahrhunderts von Antonio Petrini umgestaltet und von Josef Greising vollendet. Die Wiederherstellungsarbeiten nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs dauerten bis 1985.
  • Alter Kranen am Kranenkai. Erbaut 1772/73 von Balthasar Neumanns Sohn Franz Ignaz Michael Neumann.
  • Bürgerspital zum Heiligen Geist
  • Falkenhaus oder „Haus zum Falken“: Das Gebäude am Oberen Markt stammt aus dem 18. Jahrhundert. 1751 wurde die Fassade mit überreichen Rokoko-Stuckdekorationen versehen.
  • Die Festung Marienberg (auch Marienfeste genannt) ist das bekannteste Wahrzeichen der Stadt. Sie ist mit städtischem Bus ab Residenz, zu Fuß ab Alter Mainbrücke über die Tellsteige bzw. ab der Friedensbrücke über das Gelände der Landesgartenschau oder per Auto zu erreichen. Nach dem Passieren mehrerer Tore der imponierenden Befestigungsanlage erreicht man das Mainfränkische Museum, dann eine wegen ihrer Dimensionen kaum zu identifizierende Pferdeschwemme aus Buntsandstein, einen 100 m tiefen Brunnen, die Marienkirche und den Fürstengarten. Eine Umrundung der Festung zu Fuß ergibt erste Eindrücke. Das wahre Ausmaß der Befestigungsanlagen erschließt sich beim Rückweg durch die Weinberge zu St. Burkard und zum Mainufer. Die Festung wurde von den Fürstbischöfen als Sitz gewählt, später zu Gunsten der neu erbauten, repräsentativeren Residenz aufgegeben.
  • Grafeneckart und Rathaus mit Vierröhrenbrunnen
  • Höfe und Bürgerhäuser liegen im Bereich Unterer Markt und Gressengasse. In der Gressengasse befindet sich der Gasthof Zum Stachel, der heute ein Weinlokal ist und zur Zeit der Bauernkriege ein Treffpunkt der Aufständischen war. In der Bronnbachergasse befindet sich der Fichtel’sche Hof, dessen Eingang durch das Fichtel’sche Wappen, eine grüne Fichte im roten Feld, geziert wird. Bemerkenswert ist das steinerne Geländer im Treppenhaus.
  • Juliusspital mit einer Rokoko-Apotheke und einer Kellerführung (im Innenhof)
  • Das Käppele wurde von Balthasar Neumann erbaut. Es ist von weither als Silhouette sichtbar. Erreicht werden kann diese Wallfahrtskapelle über eine steil hinauf führende Prozessionstreppe. Die Aussicht von oben erstreckt sich auf den Main, die langgestreckte Festungsanlage und die Stadt Würzburg mit ihren vielen Kirchtürmen. Die Innenausstattung ist in barockem Stil. Häufig werden Konzerte aufgeführt. Vom Querschiff aus gibt es einen Zugang zu den hinteren Räumen, in denen die Dankesgaben der Wallfahrer für die Heilung von Krankheit und Leid ausgestellt sind.
  • Die Würzburger Residenz wurde 1981 als UNESCO-Weltkulturerbe eingestuft. Sie ist im Barockstil 1720–1744 im Auftrag von Fürstbischof Johann Philipp Franz von Schönborn nach Plänen von Balthasar Neumann erbaut worden. Das Treppenhaus wird durch ein 600 m² großes freitragendes Gewölbe überspannt, das von Giovanni Battista Tiepolo in Fresko-Technik ausgemalt wurde. Die Einfahrtshalle (Vestibül) wurde so konstruiert, dass bis zu sechsspännige Kutschen vorfahren konnten. In der Residenz sind Institute und Museen der Universität untergebracht. In den Südwesten des Residenzgebäudes ist die Hofkirche integriert. Die Weinkeller des Staatlichen Hofkellers liegen unter dem Nord- und Südflügel. Der Hofgarten mit den schmiedeeisernen Toren von Johann Georg Oegg und einem Denkmal von Fried Heuler an Oegg am Rennweg liegt hinter der Residenz.
  • Beim Heizkraftwerk am alten Hafen wurde im Zuge der Umrüstung von Kohle- auf Erdgasfeuerung das äußere Erscheinungsbild gründlich überarbeitet. Für die Fassadengestaltung wurde dem Architekturbüro Brückner & Brückner 2007 die Auszeichnung „best architects 08“ in Gold verliehen. In die Umgestaltung einbezogen wurde das Becken des alten Hafens, insbesondere durch die Errichtung einer großen Freitreppe am Ort des ehemaligen Kohlebunkers.
  • Kamin der Wäscherei des Universitätsklinikums Grombühl (Höhe: 66 Meter, Baujahr: 1917)
  • Huttenschlösschen, erbaut von Christoph Franz von Hutten (* 1673; † 1729), seit 1884 Corpshaus des Corps Rhenania Würzburg
  • Neue Universität
  • Kulturspeicher
  • Rückermainhof
  • Roter Bau

Kirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kollegiatstift Haug
Hauptartikel: Kirchen in Würzburg

Bedeutende romanische Kirchen sind der Dom St. Kilian, das Neumünster und die Kirche St. Burkard. Die bedeutendste Kirche der Gotik ist die Marienkapelle. Aus der Renaissancezeit stammt die Neubaukirche. Darüber hinaus gibt es in der Stadt zahlreiche Barockkirchen, die größte ist Stift Haug, am prominentesten das Käppele.

Mainbrücken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Alte Mainbrücke war bis 1886 der einzige Flussübergang. Sie wurde von 1476 bis 1703 erbaut und zeichnet sich durch Heiligenfiguren aus, die um 1730 hinzugefügt wurden.
  • Die Brücke der Deutschen Einheit (auch Talavera-Brücke genannt, nach dem großen Volksfest- und Parkplatz auf der linken Mainseite) ist die jüngste Brücke. Die Schrägseilbrücke überquert den Main und ein Hafenbecken.
  • Die Friedensbrücke wurde 1888 als Luitpoldbrücke erbaut und nach dem Zweiten Weltkrieg umbenannt.
  • Die Konrad-Adenauer-Brücke ist die südlichste der vier Straßenbrücken. Die Spannbetonbrücke wurde von 1965 bis 1967 erbaut.
  • Die Ludwigsbrücke wurde 1895 erbaut und ist in der Bevölkerung wegen der vier Löwenstatuen an den beiden Auffahrten zur Brücke als Löwenbrücke geläufig.
  • Die Laurentiusbrücke, als Zeller Brücke bekannt, verbindet Würzburgs neuen Hafen mit Zell am Main.
  • Der Sebastian-Kneipp-Steg wurde am 22. Juli 1978 eingeweiht und ist eine reine Fußgängerbrücke.

Brunnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vierströmebrunnen im Juliusspital
  • Frankoniabrunnen vor der Residenz
  • Vierströmebrunnen (auch Greifenbrunnen oder Auverabrunnen) in der Parkanlage des Juliusspitals. 1706–1708 erbaut von Jakob van der Auvera (1672–1760).
  • Vierröhrenbrunnen am Grafeneckart, der von Balthasar Neumann 1727 entworfen und gemeinschaftlich von Jacob von der Auvera und Johann Peter Wagner ausgeführt wurde. Auf dem Obelisk des Brunnens steht Frankonia mit Herzogschwert und Fahne. Oberhalb der Brunnenschale werden die vier Tugenden Tapferkeit, Weisheit, Mäßigkeit und Gerechtigkeit dargestellt.[59] Mit einem Kanalsystem zu diesem Brunnen wurde von Balthasar Neumann erstmals die Frischwasserversorgung von Würzburg hergestellt.
  • Kiliansbrunnen am Bahnhof

Modelle der Bauwerke für Blinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Modell der Würzburger Residenz

Vor einzelnen markanten Bauwerken stehen abtastbare Modelle. Sie sind profiliert, aus Metall gefertigt und erleichtern es den Blinden, sich eine Vorstellung von den Größenverhältnissen, Innenhöfen, Dachneigungen, Türmen und Zinnen zu machen. Standorte der Tastmodelle:

  • Rathaus: Südeingang beim Grafeneckart
  • Dom: Kiliansplatz, zwischen Dom und Dom-Museum
  • Residenz: Zwischen dem Eingang der Hofkirche und dem Tor zum Hofgarten
  • Alte Mainbrücke: Linksmainisch (Festungsseite) am Brückenaufgang
  • Kirche St. Adalbero im Stadtteil Sanderau

Gleichartige Modelle gibt es in Graz.

Öffentlich zugängliche Würzburger Gärten und Parks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gedenkstein für Walther von der Vogelweide im Lusamgärtchen mit Resten des ehemaligen Kreuzgangs des Neumünsters
Festung Marienberg, Würzburg: Zeller Tor
Festung Marienberg, Würzburg: Fürstengarten

Jedem Besucher sofort ins Auge fallend ist der Ringpark, der anstelle der früheren Befestigungsanlage halbkreisförmig um die Altstadt von Mainufer (Friedensbrücke) zu Mainufer (Ludwigsbrücke) verläuft. Er ist 3,3 km lang und bis zu 240 m breit. Er wird von Hauptbahnhof und Berliner Platz unterbrochen, grenzt an den Hauptfriedhof und ist von der Residenz durch eine hohe Mauer getrennt. Markante und exotische Bäume im Park sind mit deutscher und lateinischer Bezeichnung spezifiziert.

Der Hofgarten liegt hinter der Residenz und vor der ehemaligen Stadtbastion (heute Ringpark). Er bietet Buchen, Laubengänge, Brunnen und Blumen und steigt über drei Terrassen an. Im „Südgarten“ ist das Wasserbassin der Mittelpunkt. Im östlich an der Residenz gelegenen Gartenteil ist der Hang zur ehemaligen Stadtbastion durch Treppen zu ersteigen. Laubenartige Gänge führen bogenförmig um das Areal.

Das Lusamgärtchen am übrig gebliebenen Kreuzgangflügel des Neumünsterstifts ist eine sehr kleine Oase der Ruhe mitten in der Stadt. Dort wird von den Besuchern des Walther von der Vogelweide gedacht.

Der Garten hinter dem Juliusspital dient der Erholung der Patienten und ist für die Öffentlichkeit zugänglich. Hier befand sich 1696 bis 1854 der Botanische Garten, von dem noch Teile des Baumbestands zeugen.

Das ehemalige Landesgartenschaugelände von 1990. Es besteht aus zwei Teilen: dem unteren Teil mit der markanten Pyramide, dem Sieboldgarten und dem Ökohaus, von der Dreikronenstraße bis zum Nautiland, sowie dem oberen Teil, der sich vom Zeller Tor aus, unter der Zellerstraße durch, den Festungsberg hoch und über die Schrebergartensiedlung bis zur Festung Marienberg erstreckt. Im oberen Teil findet sich unter anderem ein Wasserspielplatz sowie Teilbereiche, die von Würzburgs Partnerstädten angelegt wurden.

Die Leonhard-Frank-Promenade (linksmainischer Grünstreifen am Ufer zwischen Alter Mainbrücke und Talavera) ist an heißen Sommerabenden ein erfrischender Aufenthaltsort.

Der Fürstengarten der Festung Marienberg entstand auf einer früheren Geschützplattform der Festung und bietet deswegen eine besondere Aussicht auf die Stadt. Er wurde nach Vorbild der italienischen „giardini secreti“ angelegt.

Der Botanische Garten der Universität am Dallenberg umfasst Bauerngarten, exotische Nutzpflanzen und unterschiedliche Baumarten.

Aussichtspunkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Aussichtsturm Frankenwarte, 1894 durch den Verschönerungsverein Würzburg erbauter Turm auf dem Nikolausberg
  • Bismarckturm, 1905 errichteter 15 m hoher Aussichtsturm im Bismarckswäldchen oberhalb des Weinberges am Stein[60] (in der Nähe liegt der Sender Würzburg-Stadt)
  • Im Stadtteil Keesburg befindet sich die Volkssternwarte Würzburg
  • Schenkenturm, 1275 errichteter Bergfried der früheren Schenkenburg im Ortsteil Unterdürrbach am Südrand des gleichnamigen Flugplatzes Schenkenturm. Ende des 19. Jahrhunderts zum Aussichtsturm wieder aufgebaut[61]
Panoramabild mit Blick von der Steinburg auf Würzburg
Würzburger Altstadt von der Festung Marienberg gesehen

Nachtleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Studentenstadt besitzt Würzburg ein aktives und vielfältiges Nachtleben mit einigen Diskotheken, Clubs, Bars, Kneipen und anderen gastronomischen Betrieben.

Weit über den fränkischen Raum hinaus bekannt ist in Würzburg die Diskothek Airport, eine der ältesten Großraumdiskotheken Deutschlands, die im Oktober 1983 eröffnet wurde.

An nicht-kommerziellen Nachtangeboten sind städtische Einrichtungen wie die Jugendeinrichtungen „Cairo“ und „Bechtolsheimer Hof“ (kurz: B-Hof) sowie das in evangelischer Trägerschaft befindliche „Immerhin“ erwähnenswert.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekannte Söhne und Töchter Würzburgs sowie weitere mit der Stadt verbundene Persönlichkeiten sind in der Liste von Persönlichkeiten der Stadt Würzburg aufgeführt. Die zu Ehrenbürgern ernannten Personen werden in der Liste der Ehrenbürger von Würzburg genannt.

Würzburg in Reiseberichten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der 1917 in der Schweiz erschienene Band Poetenleben enthält einen launigen Bericht Robert Walsers über einen Aufenthalt in der Stadt. Darin wird unter anderem der Freizeitwert mainfränkischer Weinlokale in der Altstadt und einschlägiger Lokalitäten in den erwanderbaren Weinbergen um Würzburg herum lobend erwähnt. Auf seiner Reise von München nach Berlin hatte der junge Schweizer Poet im Sommer 1901 bei seinem Würzburger Freund, dem Dichter Max Dauthendey, einen achttägigen Unterwegshalt eingelegt.

Im 1927 veröffentlichten Reisebericht Das Wirtshaus im Spessart von Kurt Tucholsky (Pseudonym: Peter Panter) wird ein Ausflug mit Besuch auf der Festung Marienberg und Konsum des Steinweins erzählt.

Im Frühjahr 2008 berichtete der Schriftsteller Wladimir Kaminer im Monatsmagazin „Cicero“ in der Rubrik „Kaminers Reisen“ über einen Aufenthalt in Würzburg. Er beschrieb seine Wahrnehmungen rund um den Wahlkampf anlässlich der Kommunalwahl.[62]

Lokale Spezialitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Würzburg ist das Zentrum des Frankenweins; auf dem Stadtgebiet befinden sich die bekannteste Frankenweinlage Würzburger Stein und die drei großen, traditionsreichen Weingüter mit jeweils saalartigen Weinstuben:

Alle drei Weingüter bieten Führungen durch die Weinkeller und direkten Weinverkauf an.

Die Weinlagen (Einzellagen) sind neben dem Stein die Lagen Abtsleite im Süden (45 ha), Innere Leiste (südlich an die Festung Marienberg angrenzend – 10 ha), Kirchberg im Stadtteil Heidingsfeld (50 ha), Pfaffenberg im Norden (60 ha), Schlossberg (4,5 ha), die Ostlage unterhalb der Festung Marienberg, sowie Stein/Harfe nördlich (oberhalb des Hauptbahnhofs – 8 ha). Als Großlagenbezeichnung für Verschnittweine aus diesen Einzellagen fungiert etwas irreführend die Bezeichnung Marienberg, sie wird fast nie gebraucht. Der Greinberg im Nordosten Würzburgs ist kürzlich erstmals vom Juliusspital-Weingut bestockt worden. Offizieller Lagenname und erste Ernte stehen noch aus.

Eine weitere Besonderheit der Würzburger Trinkkultur sind die Bäcken, Weinstuben, in denen mitgebrachtes Essen verzehrt werden darf.

Außerdem hat Würzburg seit den 1980er Jahren seine eigene Würzburger Bratwurst.

Beinamen und Mottos[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bemerkenswert sind die verschiedenen Beinamen oder Mottos, die Würzburg in den letzten Jahrzehnten hatte:

  • Mitte der 1970er Jahre warb die Stadt mit dem Motto „Würzburg – Das Weinfaß an der Autobahn“, welches in großen Lettern auf hochkant gestellten Weinfassböden zu lesen war, die an allen Ausfallstraßen Würzburgs postiert wurden. Dieser Beiname wurde schnell von etlichen Reiseführern adaptiert und gab öfter Anlass für spöttische Bemerkungen.
  • Seit einigen Jahren nennt sich die Stadt Europastadt Würzburg“ und verweist in diesem Zusammenhang auf die Verleihung des Europapreises durch den Europarat im Jahr 1973. Der Titel Europastadt ist jedoch kein offizieller Titel und hat nichts mit dem Europapreis zu tun, handelt es sich nicht um einen geschützten Begriff, wenn es auf einigen offiziellen Publikationen der Stadt den Anschein erwecken mag.
  • Der 1986 aus Vertretern von Handel, Gastronomie und Dienstleistung gegründete Förderkreis Würzburg macht Spaß e. V. 2005 umbenannt in Stadtmarketing „Würzburg macht Spaß“ e. V. wirbt mit dem gleichnamigen Motto für seine Aktionen.
  • „Würzburg. Provinz auf Weltniveau“ lautet 2010 der Motto-Vorschlag der Würzburg AG. Dieser fiel bei der Bevölkerung[63] und schließlich im Stadtrat[64] durch.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Airbus A321-100 mit dem Namen Würzburg
50-D-Mark-Banknote mit historischen Gebäuden von Würzburg
  • In Würzburg wurde am 13. Oktober 1945 die Christlich-Soziale Union in Bayern e. V. (CSU) gegründet.
  • Der Airbus A321-100 D-AIRU der Lufthansa ist auf den Namen der Stadt getauft.
  • Der ICE-Triebzug 406 080 trägt seit 2002 ebenfalls den Namen „Würzburg“. Es handelt sich hierbei um ein Mehrsystem-Fahrzeug, das für die Stromsysteme in der Schweiz, den Niederlanden, Belgien und Frankreich ausgerüstet ist.
  • Das Eisenbahnmuseum Würzburg gab der Dampflok 52 7409 den Namen „Stadt Würzburg“. Sie trägt das Würzburger Wappen auf den Windleitblechen.
  • Der Würzburg-Riese (FuMg 65) und Würzburg (FuMg 39) waren Radar-Anlagen, die im Zweiten Weltkrieg das Eindringen alliierter Bomber und Jäger in den von Deutschland kontrollierten Luftraum anzeigen konnten.
  • 1946 wurde der Pfadfinderstamm Schwarzer Haufen Würzburg gegründet, dies war nur mit der Genehmigung der amerikanischen Besatzungsmacht möglich.
  • 1971 bis 1975 fand in Würzburg die sogenannte Würzburger Synode statt.
  • Das Würzburger Leitungswasser besitzt wegen des muschelkalkhaltigen Bodens eine äußerst hohe Wasserhärte.
  • Würzburg war der Produktionsort für Teile der Außenaufnahmen des Filmes Lammbock.
  • „Würzburger Schlüssel“ wird eine Klassifikation psychischer Störungen aus dem Jahr 1933 genannt, die zu einer Differenzierung der psychischen Krankheiten führte und von der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie entwickelt wurde.
  • Im Rahmen einer fränkischen Krimi-Nacht produzierte der Bayerische Rundfunk den in Würzburg spielenden Krimi Freiwild – Ein Würzburg-Krimi.
  • Ebenfalls in Würzburg und Umgebung produziert wurde das Jugenddrama Bis aufs Blut – Brüder auf Bewährung unter der Regie von Oliver Kienle.
  • Am 13. September 2010 begannen die Dreharbeiten für den Hollywood-Film Die drei Musketiere unter anderem mit Orlando Bloom und Milla Jovovich in der Würzburger Residenz, der Festung Marienberg und auf der Alten Mainbrücke.[65]
  • Auf der letzten Serie der D-Mark-Banknoten befand sich auf der 50-D-Mark-Banknote, links neben dem Porträt des Baumeisters Balthasar Neumann, eine Collage verschiedener historischer Bauwerke von Würzburg. Dort waren die Residenz, das alte Rathaus, die Festung Marienberg, die Schönbornkapelle am Dom, das Stift Haug, das Holztor und die Alte Mainbrücke zu sehen.[66]

Spaziergänge in Würzburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stein-Wein-Pfad[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die bekannte Weinlage Stein wird durch diesen Spaziergang durch die Reben erschlossen. Der Startpunkt beim Weingut am Stein wird erreicht über Rotkreuz Straße und Rotkreuz Steige. Auf 20 Informationstafeln werden Rebsorten, Weingüter (Bürgerspital, Juliusspital, Staatlicher Hofkeller, private), Gesteinsarten, Terroir, altfränkische und neue Pflege der Weinstöcke vorgestellt. Der Weg führt über die Steinburg, den Pavillon Moltkeruh bis zum Bismarckturm und dann steil abwärts zum Ausgangspunkt beim Weingut am Stein. Würzburg ist neben Stuttgart und Wien die dritte Stadt, in der sich auf Stadtgebiet ein Weinberg befindet.[67]

Planetenweg Würzburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Weg durch die Gartenstadt Keesburg beginnt mit der Sonne, dem Zentralgestirn unseres Sonnensystems, am Spielplatz am Oberen Neubergweg und endet nach der Kettelerstraße am Sieboldswäldchen mit dem Planeten Pluto. Auf 2,5 Kilometern Länge werden die Entfernungen zwischen den Planeten (Merkur, Venus, Erde, Mars, Asteroiden, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun und Pluto) im Maßstab 1 zu 1,2 Milliarden beschritten. Auf Steinstelen mit Metalltafeln werden die Eckdaten zu dem jeweiligen Planeten vermittelt.[68][69]

Wege zur Festung Marienberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der direkte Weg von der Alten Mainbrücke über die Tellsteige führt am Bauernkriegsdenkmal vorbei durch das Neutor. Er vermittelt die Steillage der Festung und weist starke Steigungen auf.
  • Über den Ost- und Südhang des Marienbergs führt von der Kirche St. Burkard der „Weinwanderweg Schlossberg und Leiste“ durch die Weinlagen zur Festung. Er vermittelt die Bauweise der äußeren Bastionen und führt am Maschikuliturm vorbei.
  • Von der Friedensbrücke führt ein Weg durch die Parkanlage des Landesgartenschaugeländes von 1990 zur Festung. Er vermittelt die Dimensionen der Burg- und Befestigungsanlage (Höhe und Länge der Schutzmauern).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ignatius Gropp: Wirtzburgische Chronick Deren letzteren Zeiten […]. 2 Bände. Engman, Würzburg 1748–1750.
  • Theophil Franck: Theophilus Franckens kurtzgefaßte Geschichte des Franckenlandes und dessen Haupt-Stadt Würtzburg. Raspe, Frankfurt am Main 1755.
  • Würzburger Chronik., hrsg. von Leo Günther, Ludwig Gehring u.a., Band 1–4, Bonitas-Bauer, Würzburg (1848) 1924–1927 (1935), Neudruck Neustadt a. d. Aisch 1987
  • Erich Keyser, Heinz Stoob (Hrsg.): Bayerisches Städtebuch. Band V. 1. Teilband Unter-, Mittel- und Oberfranken. In: Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte. Im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft der Historischen Kommissionen. E. Kohlhammer, Stuttgart 1971, (Band 2 1974, ISBN 3-17-210181-9).
  • Roland Flade: Die Würzburger Juden. Ihre Geschichte vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Würzburg 1987.
  • Sybille Grübel, Clemens Wesely: Würzburg. 100 Jahre Stadtgeschichte. Sutton, Erfurt 1998, ISBN 3-89702-039-4.
  • Peter Moser: Würzburg – Geschichte einer Stadt. Bamberg 1999, ISBN 3-933469-03-1.
  • Barbara Schock-Werner: Die Bauten im Fürstbistum Würzburg unter Julius Echter von Mespelbrunn (1573–1617). Schnell & Steiner, Regensburg 2005, ISBN 3-7954-1623-X.
  • Erika Kerestely: Würzburg. Stadtführer mit farbigem Stadtplan. Stürtz Stadtführer. Verlagshaus Würzburg, Würzburg 2008, ISBN 978-3-8003-1929-9.
  • Oliver van Essenberg: Lebensart genießen – in und um Würzburg. Essen, Trinken, Ausgehen, Wohnen, Mode, Schmuck, Kunst, Kultur, Natur. Bamberg 2012, ISBN 978-3-9813799-3-8.
  • Rainer Leng: Würzburg im 12. Jahrhundert (Das Bayerische Jahrtausend, Bayerisches Fernsehen). 2 Bände, Volk, München 2012, ISBN 978-3-86222-065-6.
  • Ulrich Wagner (Hrsg.): Geschichte der Stadt Würzburg. Band I-III/2, Theiss, Stuttgart 2001–2007.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wiktionary: Würzburg – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Commons: Würzburg – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: Würzburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikinews: Themenportal Würzburg – in den Nachrichten
 Wikivoyage: Würzburg – Reiseführer
 Wikisource: Würzburg – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Mainpost: Würzburg hat nur 124 297 Einwohner, Artikel vom 31. Mai 2013.
  3. Die 50 größten Weingüter Deutschlands. Abgerufen am 10. Dezember 2015.
  4. a b Daten & Fakten. Stadt Würzburg, abgerufen am 10. Dezember 2015.
  5. Ulrich Wagner (Hrsg.): Geschichte der Stadt Würzburg. Von den Anfängen bis zum Ausbruch des Bauernkriegs. Band 1. Theiss, Stuttgart 2001, ISBN 3-8062-1465-4, S. 19.
  6. Bevölkerung in der Stadt Würzburg nach Altersgruppen und Geschlecht. www.wuerzburg.de, 31. Dezember 2013, abgerufen am 25. Dezember 2014 (PDF).
  7. Stadtbezirke der Stadt Würzburg. Stadt Würzburg, abgerufen am 14. März 2014.
  8. a b c d Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. Mai 1970 bis 31. Dezember 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 734.
  9. Wissenswertes zur Hydrogeologie in der Stadt Würzburg. Abgerufen am 10. Dezember 2015.
  10. Klima. Universität Würzburg, abgerufen am 11. Dezember 2015.
  11. Meike Rost: Hitzerekord in Würzburg getoppt. In: Main-Post. 7. August 2015, abgerufen am 2. Dezember 2015.
  12. wetterkontor.de
  13. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 603.
  14. Hans-Wolfgang Bergerhausen: Würzburg unter schwedischer Besatzung 1631–1634. Hrsg.: Mainfränkisches Museum Würzburg. (= Ans Werk – 100 Jahre Mainfränkisches Museum Würzburg). Würzburg 2013, ISBN 978-3-932461-42-2.
  15. Ausländer in Würzburg 1999 bis 2010. Stadt Würzburg, abgerufen am 21. Mai 2014 (PDF, 29,1 KB).
  16. Ausländer in den Stadtbezirken der Stadt Würzburg nach Geschlecht 2009 bis 2010. Stadt Würzburg, abgerufen am 21. Mai 2014 (PDF, 40,5 KB).
  17. Bevölkerungsbestand, Ausländer in der Stadt Würzburg nach ausgewählten Ländern. Stadt Würzburg, abgerufen am 21. Mai 2014 (PDF, 103 KB).
  18. 100 Jahrfeier. Archiviert vom Original am 10. Oktober 2014, abgerufen am 28. November 2010.
  19. Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Würzburg – Über uns. Abgerufen am 28. November 2010.
  20. Zensus-Daten für Würzburg
  21. Die Gestapo, Teil 2 Terror ohne Grenzen. Fernsehdokumentation, gezeigt am 12. September 2011 in Phoenix am 12. September 2011, 21:00–21:45.
  22. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 199.
  23. Jüdische Gemeinde Würzburg und Unterfranken
  24. Hillel Kuttler: German city Wurzburg brings back long-lost Jews. jpost.com vom 18. Februar 2012, abgerufen am 19. April 2014.
  25. Josef Schuster: Zentralrat der Juden hat einen neuen Präsidenten. In: zeit.de. 30. November 2014, abgerufen am 4. Dezember 2015.
  26. Wuerzburg.de: Rathaus und Grafeneckart
  27. Die Bürgermeister von 1272 bis 1797 sind im Artikel Bürgermeister des Würzburgwiki aufgelistet.
  28. a b c Dieter Reiter (SPD) ist neuer Oberbürgermeister von München. In: Hamburger Morgenpost. 30. März 2014, abgerufen am 31. März 2014: „Lediglich in Würzburg gewann der von der CSU unterstützte Christian Schuchardt – er wird der erste CDU-Bürgermeister in einer bayerischen Großstadt.“
  29. a b Entscheidung: Schuchardt neuer Oberbürgermeister. In: wuerzburgerleben.de. 30. März 2014, abgerufen am 25. Dezember 2015.
  30. Sitzverteilung 2008. Abgerufen am 23. März 2014.
  31. Sitzverteilung 2014. Abgerufen am 23. März 2014.
  32. Würzburger Partnerstädte und deren Partnerstädte. In: wuerzburg.de. Stadt Wuerzburg, abgerufen am 26. Februar 2016.
  33. Würzburg erleben: Bernd Freier und Thorsten Fischer retten die s.Oliver Baskets. Abgerufen am 18. September 2014.
  34. Würzburg erleben: Würzburg siegt und steigt aus der Bundesliga ab. Abgerufen am 18. September 2014.
  35. Sozialversicherungspflichtig beschäftigte Arbeitnehmer in Bayern am 30. Juni 2013. Teil I der Ergebnisse der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit. In: Statistische Berichte. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung, S. 26, 46, abgerufen am 19. April 2014 (PDF, 2,8 MB).
  36. a b Stadt Wuerzburg: Arbeitsmarkt | Daten & Fakten. In: wuerzburg.de. Abgerufen am 26. Februar 2016.
  37. Impressum von Quotenmeter – Quotenmeter.de. In: quotenmeter.de. Abgerufen am 26. Februar 2016.
  38. TNS Infratest Studie von Dezember 2011 zu Reichweite und Leserschaft von kostenlosen Wochen- und Sonntagszeitungen
  39. Roland Flade: Unterfränkische Amerika-Auswanderer in der Mitte des 19. Jahrhunderts. In: Tempora mutantur et nos? Festschrift für Walter M. Brod zum 95. Geburtstag. Mit Beiträgen von Freunden, Weggefährten und Zeitgenossen. Hrsg. von Andreas Mettenleiter, Akamedon, Pfaffenhofen 2007 (= Aus Würzburgs Stadt- und Universitätsgeschichte, 2), ISBN 3-940072-01-X, S. 207–212, hier: S. 207
  40. BMBF: Alle Schulen in Bayern, S. 27 (PDF-Dokument). Stand 25. Januar 2008.
  41. Richard Wust: Würzburg bekommt die Landesgartenschau 2018. In: mainpost.de. Mainpost, 8. Februar 2010, abgerufen am 9. September 2010: „Würzburg darf die Landesgartenschau 2018 austragen“
  42. Stadt Würzburg: Landesgartenschau 2018 – Würzburg erhält den Zuschlag. Abgerufen am 25. Februar 2010.
  43. Künftig Wohnpark: US-Hospital ist verkauft. In: mainpost.de. Mainpost, 8. August 2009, abgerufen am 1. Oktober 2009.
  44. Internetseite des Siebold-Museums in Würzburg
  45. Adolf-Würth-Zentrum für Geschichte der Psychologie
  46. Ernst Ruschkewitz. Würzburger Stolpersteine, abgerufen am 11. Dezember 2015.
  47. Ruth Ruschkewitz. Würzburger Stolpersteine, abgerufen am 11. Dezember 2015.
  48. Jan Ruschkewitz. Würzburger Stolpersteine, abgerufen am 11. Dezember 2015.
  49. Mina Ruschkewitz. Würzburger Stolpersteine, abgerufen am 11. Dezember 2015.
  50. Siegmund Ruschkewitz. Würzburger Stolpersteine, abgerufen am 11. Dezember 2015.
  51. Georg Häfner. In: Ökumenisches Heiligenlexikon. Abgerufen am 11. Dezember 2015.
  52. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 199 f.
  53. Das Internationale Filmwochenende Würzburg
  54. Norbert Westenrieder: Mitbegründer des Filmfestivals gestorben. In: mainpost.de. Abgerufen am 26. Februar 2016.
  55. 12 Kilometer Dokumente. In: Mainpost vom 7. Dezember 2010, S. 30.
  56. Stadt Würzburg: Veranstaltungshighlights 2010 auf einen Blick. Archiviert vom Original am 22. August 2010, abgerufen am 9. September 2010.
  57. Erika Kerestely: Würzburg. Stadtführer mit farbigem Stadtplan. Stürtz Stadtführer. Verlagshaus Würzburg GmbH & Co. KG, Würzburg 2008, ISBN 978-3-8003-1929-9, S. 11.
  58. Hans Steidler: Neues von der Bischofsmütze. In: Tempora mutantur et nos? Festschrift für Walter M. Brod zum 95. Geburtstag. Mit Beiträgen von Freunden, Weggefährten und Zeitgenossen. Hrsg. von Andreas Mettenleiter, Akamedon, Pfaffenhofen 2007 (= Aus Würzburgs Stadt- und Universitätsgeschichte, 2), ISBN 3-940072-01-X, S. 169–172
  59. Erika Kerestely: Würzburg. Stadtführer mit farbigem Stadtplan. Stürtz Stadtführer. Verlagshaus Würzburg GmbH & Co. KG, Würzburg 2008, ISBN 978-3-8003-1929-9, S. 65.
  60. Bismarckturm Würzburg | bismarcktuerme.de | Das Bismarckturmportal. In: bismarcktuerme.de. Abgerufen am 26. Februar 2016.
  61. Burgruinen Unterfranken Übersicht. In: blaue-tomaten.de. Abgerufen am 26. Februar 2016.
  62. Wladimir Kaminer: Kaminers Reisen: Würzburg. In: Cicero. 4, 2008.
  63. Catharina Hettiger, Anis Micijevic und Markus Hammer: Würzburg – Provinz auf Weltniveau? In: mainpost.de. Mainpost, abgerufen am 5. Juni 2010 (Eingebettetes Video).
  64. Artikel: Das Ende der Provinz-Idee. In: mainpost.de. Mainpost, abgerufen am 13. Oktober 2010 (Nur Auszug frei verfügbar): „Die umstrittene ‚Würzburg, Provinz auf Weltniveau‘-Idee der Würzburg AG hat, wie erwartet, im Stadtrat keine Unterstützer gefunden.“
  65. Stadt Würzburg: Hollywood goes Würzburg. Archiviert vom Original am 18. September 2010, abgerufen am 9. September 2010.
  66. Deutsche Bundesbank (Hrsg.): Von der Baumwolle zum Geldschein. Eine neue Banknotenserie entsteht. 2. Auflage. Verlag Fritz Knapp GmbH, Frankfurt am Main 1996, ISBN 3-611-00222-4, S. 127.
  67. Würzburger Stein, Weltkulturerbe – Rundweg. In: wuerzburg.de. Abgerufen am 26. Februar 2016.
  68. Johanna Fraune: Ein Sonnensystem im Kleinformat. In: Mainpost vom 17. September 2012, S. 9.
  69. Planetenweg Würzburg