Oberfinningen

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Oberfinningen ist ein Ortsteil der Gemeinde Finningen im schwäbischen Landkreis Dillingen an der Donau. Die Gemeinde Finningen war zum 1. Januar 1974 aus den selbständigen Gemeinden Oberfinningen und Unterfinningen gebildet worden. Am 1. Mai 1978 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Mörslingen eingegliedert.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Die ältesten Bodenfunde auf der Gemarkung Oberfinningen stammen aus der Jungsteinzeit. Ein römischer Gutshof (villa rustica) liegt in der Flur „Staudenbühl“.

Bereits 1175 wird im Urbar des Klosters von St. Ulrich und Afra in Augsburg Besitz in Oberfinningen genannt. Die Niedergerichtsbarkeit im Ort übte die Herrschaft Unterfinningen aus. Die Niedergerichtsbarkeit ging um 1417/39 an das Kloster über. Die Oberfinninger Besitzungen von St. Ulrich und Afra, mit sieben Höfen und 24 Sölden im Jahr 1560, gehörte bis zur Säkularisation im Jahr 1803 zur Hofmark Unterfinningen. Der Rest der Besitzungen in Oberfinningen gehörte sechs weiteren Grundherren, wie z. B. Pfalz-Neuburg.

Pfarrkirche St. Johannes in Oberfinningen

Religionen[Bearbeiten]

Oberfinningen ist Sitz einer alten Pfarrei. Im Zuge der Reformation wurde im Jahr 1543 die Pfarrei Oberfinningen mit der von Unterfinningen zusammengelegt. Nach der Rekatholisierung im Jahr 1616 blieb es bei diesem Zusammenschluss.

Die heutige Pfarrkirche St. Johannes wurde 1861 bis 1863 im neuromanischen Stil an der Stelle eines Vorgängerbaus errichtet. An der Gemarkungsgrenze zu Unterfinningen befindet sich die 1894 bis 1898 erbaute Lourdeskapelle.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

  • 1840: 378 Einwohner
  • 1939: 327 Einwohner
  • 1950: 457 Einwohner
  • 1961: 346 Einwohner[1]
  • 1970: 346 Einwohner[1]

Literatur[Bearbeiten]

  • Georg Wörishofer, Alfred Sigg, Reinhard H. Seitz: Städte, Märkte und Gemeinden. In: Der Landkreis Dillingen a. d. Donau in Geschichte und Gegenwart. Hrsg. vom Landkreis Dillingen a. d. Donau, 3. neu bearbeitete Auflage, Dillingen an der Donau 2005, S. 249–251.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Oberfinningen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 769 und 770.

48.651410.49224Koordinaten: 48° 39′ N, 10° 30′ O