Obergericht (Schweiz)

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Obergericht ist in der Schweiz in vielen Kantonen die Bezeichnung für das Gericht zweiter Instanz in Zivil- und Strafprozessen. Es ist damit neben dem in etlichen Kantonen selbständigen Verwaltungsgericht (und in Zürich zudem neben dem Sozialversicherungsgericht) das oberste kantonale Gericht. Die Organisation der Gerichte zweiter Instanz erfolgt durch kantonales Recht.

Das Gericht trägt diesen Namen in den Kantonen Zürich, Bern, Uri, Obwalden, Nidwalden, Glarus, Zug, Schaffhausen, Appenzell Ausserrhoden, Solothurn, Aargau und Thurgau. Anderswo tragen die Gerichte zweiter Instanz andere Namen, nämlich Kantonsgericht in den Kantonen Luzern (seit 2013), Schwyz, Freiburg, Basel-Landschaft, Appenzell Innerrhoden, St. Gallen, Graubünden, Waadt, Wallis, Neuenburg und Jura. Im Kanton Basel-Stadt wird die Bezeichnung Appellationsgericht, im Kanton Tessin Appellationsgericht (Tribunale di appello, im Bereich der Zivilgerichtsbarkeit) bzw. Appellationshof (Corte di appello e di revisione penale, im Bereich der Strafgerichtsbarkeit) und im Kanton Genf der Name Justizhof (Cour de Justice) verwendet.

Die Bezeichnung Kantonsgericht ist wiederum nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Begriff, der in einigen kleineren Kantonen (Obwalden, Nidwalden, Zug, Glarus, Appenzell Ausserrhoden, Schaffhausen) für das Gericht erster Instanz gilt, siehe Bezirksgericht (Schweiz).

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