Weitersfeld

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Marktgemeinde
Weitersfeld
Wappen Österreichkarte
Wappen von Weitersfeld
Weitersfeld (Österreich)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Horn
Kfz-Kennzeichen: HO
Fläche: 87,18 km²
Koordinaten: 48° 47′ N, 15° 49′ OKoordinaten: 48° 46′ 56″ N, 15° 48′ 40″ O
Höhe: 441 m ü. A.
Einwohner: 1.516 (1. Jän. 2022)
Bevölkerungsdichte: 17 Einw. pro km²
Postleitzahl: 2084
Vorwahl: 02948
Gemeindekennziffer: 3 11 29
Adresse der
Gemeinde­verwaltung:
Weitersfeld 113
2084 Weitersfeld
Website: www.weitersfeld.at
Politik
Bürgermeister: Reinhard Nowak (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2020)
(19 Mitglieder)
17
1
1
17 
Insgesamt 19 Sitze
Lage von Weitersfeld im Bezirk Horn
AltenburgBrunn an der WildBurgschleinitz-KühnringDrosendorf-ZissersdorfEggenburgGars am KampGerasHornIrnfritz-MessernJaponsLangauMeiseldorfPerneggRöhrenbachRöschitzRosenburg-MoldSigmundsherbergSt. Bernhard-FrauenhofenStraning-GrafenbergWeitersfeldNiederösterreichLage der Gemeinde Weitersfeld im Bezirk Horn (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Rathaus Weitersfeld
Rathaus Weitersfeld
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Weitersfeld ist eine Marktgemeinde mit 1516 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2022) im Bezirk Horn in Niederösterreich.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weitersfeld liegt im Waldviertel auf einer Hochfläche am Übergang zum Weinviertel. Die Entwässerung erfolgt über den Prutzendorfer Bach und die Fugnitz. Der tiefste Punkt der Gemeinde liegt im Nordosten und ist 390 Meter über dem Meeresniveau. Die höchsten Erhebungen sind Feuerberg (486 m) im Südosten und Kühberg (481 m) und Hartberg (486 m) im Norden.

Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 87,18 Quadratkilometer. Davon sind 69 Prozent landwirtschaftliche Nutzfläche, 25 Prozent der Fläche sind bewaldet.[1]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

f1Symbol einer Weltkugel Karte mit allen Koordinaten: OSM | WikiMap

Das Gemeindegebiet umfasst folgende Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2022[2]):

  • Fronsburg (108)
  • Heinrichsdorf (68)
  • Nonnersdorf (39) samt Maria im Gebirge
  • Oberfladnitz (66)
  • Oberhöflein (133)
  • Obermixnitz (101)
  • Prutzendorf (43)
  • Rassingdorf (58)
  • Sallapulka (64)
  • Starrein (127)
  • Untermixnitz (78)
  • Weitersfeld (631)

In Weitersfeld finden mehrere Postleitzahlen Verwendung. Oberfladnitz hat die Postleitzahl 2081, Oberhöflein die Postleitzahl 2091, Heinrichsdorf die Postleitzahl 3742, Sallapulka und Nonnersdorf die Postleitzahl 3752. In Starrein finden die Postleitzahlen 2084 und 2091 Verwendung. Der Hauptort Weitersfeld und die anderen Orte haben die Postleitzahl 2084.

Die Marktgemeinde Weitersfeld ist Mitglied der Kleinregion Taffa-Thaya-Wild.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Langau Hardegg
Geras Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Retz
Sigmundsherberg Schrattenthal

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bodenfunde zeigen, dass das Gebiet bereits in der Jungsteinzeit besiedelt war. Rodungen erfolgten im 11. Jahrhundert von bayrischen Einwanderern. Der Ortsname hat entweder slawische Wurzeln und kommt vom Personennamen Vids oder stammt vom germanischen Wort Vitorad (Feld, Boden Acker). Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte 1135 als Markgraf Leopold III. auf die Zehente mehrere Pfarren, darunter auch Wiederuelt (Weitersfeld), verzichtete. Die Gründung der Pfarre erfolgte wahrscheinlich schon in der 2. Hälfte des 11. Jahrhunderts. Das Marktrecht erlangte Weitersfeld im Jahr 1497, den Wappenbrief stellte Maximilian I. aus.[3]

Die Fronsburg wurde auf einer Terrasse nördlich von Weitersfeld, oberhalb der Fugnitz, errichtet. Ein Hadmar von Freundesperch (Fronsburg) wird bereits 1230 urkundlich genannt. Der Name bedeutet „Burg der Freunde“. Im 18. Jahrhundert wurde die Burg, die zwei Höfe umschließt, zu einem Renaissanceschloss umgebaut. Im Jahr 1739 kaufte Graf Sigmund Friedrich Khevenhüller die Anlage, 1972 kam das Schloss durch Heirat in den Besitz der Familie Bongart, die es noch heute bewohnt.[4]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kellergasse Trautmannsdorfer Straße in Starrein
Kellergasse Oberhöfleiner Straße in Weitersfeld
Kellergasse Fronsburger Straße in Weitersfeld

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaftssektoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von den 181 landwirtschaftlichen Betrieben des Jahres 2010 waren 92 Haupterwerbsbauern. Im Produktionssektor arbeiteten 49 Erwerbstätige in der Bauwirtschaft und 35 im Bereich Herstellung von Waren. Die wichtigsten Arbeitgeber des Dienstleistungssektors waren die Bereiche Handel (80), und soziale und öffentliche Dienste (64 Mitarbeiter).[5][6][7]

Wirtschaftssektor Anzahl Betriebe Erwerbstätige
2011 2001 2011 2001
Land- und Forstwirtschaft 1) 181 217 148 194
Produktion 15 15 84 144
Dienstleistung 79 44 209 199

1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemeinde gibt es einen Kindergarten.[8] eine Volksschule und eine Neue Mittelschule.[9]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der hat 19 Mitglieder.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2003–2015 Werner Neubert (ÖVP)[16]
  • seit 2015 Reinhard Novak (ÖVP)[17]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Weitersfeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ein Blick auf die Gemeinde Weitersfeld, Fläche und Flächennutzung. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 17. November 2021.
  2. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2022 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2022) (ODS)
  3. Gedächtnis des Landes - Orte: Weitersfeld. Museum Niederösterreich, abgerufen am 17. November 2021.
  4. Fronsburg. In: burgen-austria.com. Private Webseite von Martin Hammerl;
  5. Ein Blick auf die Gemeinde Weitersfeld, Land- und forstwirtschaftliche Betriebe. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 17. November 2021.
  6. Ein Blick auf die Gemeinde Weitersfeld, Arbeitsstätten. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 17. November 2021.
  7. Ein Blick auf die Gemeinde Weitersfeld, Erwerbstätige. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 17. November 2021.
  8. Kindergärten in NÖ. NÖ Landesregierung, abgerufen am 10. Oktober 2020.
  9. Schulensuche auf Schulen online, abgerufen am 10. September 2020
  10. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 1995 in Weitersfeld. Amt der NÖ Landesregierung, 30. März 2000, abgerufen am 11. August 2019.
  11. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2000 in Weitersfeld. Amt der NÖ Landesregierung, 4. Februar 2005, abgerufen am 11. August 2019.
  12. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2005 in Weitersfeld. Amt der NÖ Landesregierung, 4. März 2005, abgerufen am 11. August 2019.
  13. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2010 in Weitersfeld. Amt der NÖ Landesregierung, 8. Oktober 2010, abgerufen am 11. August 2019.
  14. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2015 in Weitersfeld. Amt der NÖ Landesregierung, 1. Dezember 2015, abgerufen am 11. August 2019.
  15. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2020 in Weitersfeld. Amt der NÖ Landesregierung, 26. Januar 2020, abgerufen am 1. März 2020.
  16. Weitersfeld: Ehrungen für Bgm. Werner Neubert bei seinem Abschied! Volkspartei Niederösterreich, Goldenes Ehrenzeichen, ohne Datum, ohne Autor, abgerufen am 2. Februar 2017
  17. Bürgermeister. Gemeinde Weitersfeld, abgerufen am 17. November 2021.
  18. Hof- und Staatshandbuch der Österreichisch-Ungarischen Monarchie 1918, Seite 519.