Oberhaid (Oberfranken)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Oberhaid
Oberhaid (Oberfranken)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Oberhaid hervorgehoben

Koordinaten: 49° 56′ N, 10° 49′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Bamberg
Höhe: 238 m ü. NHN
Fläche: 27,05 km2
Einwohner: 4699 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 174 Einwohner je km2
Postleitzahl: 96173
Vorwahl: 09503
Kfz-Kennzeichen: BA
Gemeindeschlüssel: 09 4 71 165
Gemeindegliederung: 5 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausplatz 1
96173 Oberhaid
Website: www.oberhaid.de
Bürgermeister: Carsten Joneitis (SPD)
Lage der Gemeinde Oberhaid im Landkreis Bamberg
Landkreis HaßbergeLandkreis SchweinfurtLandkreis KitzingenLandkreis Neustadt an der Aisch-Bad WindsheimPommersfeldenLandkreis Erlangen-HöchstadtLandkreis CoburgLandkreis KulmbachLandkreis BayreuthLandkreis LichtenfelsBambergLandkreis ForchheimZückshuter ForstWinkelhofer ForstSteinachsrangenSembergLindach (gemeindefreies Gebiet)Koppenwinder ForstHauptsmoorwaldGeisberger ForstEichwald (gemeindefreies Gebiet)Ebracher ForstEbracher ForstWalsdorf (Oberfranken)RattelsdorfBaunachReckendorfLauter (Oberfranken)Gerach (Oberfranken)Gundelsheim (Oberfranken)HallstadtSchlüsselfeldZapfendorfWattendorfViereth-TrunstadtStrullendorfStegaurachStadelhofenSchönbrunn im SteigerwaldScheßlitzPriesendorfPommersfeldenPommersfeldenPettstadtOberhaid (Oberfranken)LitzendorfLisbergKönigsfeld (Oberfranken)KemmernHirschaidFrensdorfEbrachButtenheimBurgwindheimBurgebrachBreitengüßbachBischbergAltendorf (Landkreis Bamberg)MemmelsdorfHeiligenstadt in OberfrankenKarte
Über dieses Bild

Oberhaid ist eine Gemeinde im oberfränkischen Landkreis Bamberg.

Geografie

Geografische Lage

Die Gemeinde liegt etwa sieben Kilometer nordwestlich von Bamberg. Die höchsten Erhebungen sind im Westen der Spitzelberg mit 325 m und im Osten der Semberg mit 393 m. Die Lage im Maintal im Bereich des Naturparks Haßberge ist ideal für Wanderer und Radfahrer. Der Gemeindeteil Unterhaid ist der tiefstgelegene Ort im Landkreis Bamberg mit 230 m ü. NN.

Nachbargemeinden

Oberhaid grenzt an die Gemeindegebiete von Lauter, Bischberg, Viereth-Trunstadt, das gemeindefreie Gebiet Semberg sowie die Stadtgebiete von Baunach, Hallstadt und Bamberg. Bereits zum Landkreis Haßberge (Unterfranken) gehören die Gemeinde Stettfeld und die Stadt Eltmann.

Gemeindegliederung

Oberhaid gliedert sich in fünf Ortsteile (Einwohnerzahlen in Klammern, Stand: Juli 2019[2]):[3]

Geschichte

Bis zum 19. Jahrhundert

Das Kloster Fulda hatte bereits im achten Jahrhundert Besitz im Gemeindegebiet. Das Kloster Michelsberg baute seit dem 13. Jahrhundert seine Grundherrschaft in Oberhaid aus. Der Ort gehörte somit zum Herrschaftsbereich des Hochstifts Bamberg, kirchlich jedoch bis 1810 zum Bistum Würzburg und blieb diesem zehntpflichtig. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde Oberhaid fast vollständig zerstört, aber danach wieder aufgebaut. Oberhaid gehört seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 wie weite Teile Frankens zu Bayern (Siehe auch Geschichte Frankens).[4] Die Gemeinden Oberhaid, Unterhaid und Staffelbach entstanden mit dem Gemeindeedikt von 1818.

Der Anschluss an das Eisenbahnnetz erfolgte am 1. Februar 1852.

Religion

Laut Zensus am 9. Mai 2011 sind 80,7 % der Einwohner römisch-katholisch und 8,9 % evangelisch-lutherisch. 10,4 % haben eine andere Religion oder sind konfessionslos.

Eingemeindungen

Am 1. Mai 1978 wurden die ehemals selbstständigen Gemeinden Unterhaid und Staffelbach eingemeindet.[5]

Einwohnerentwicklung

Im Zeitraum 1988 bis 2018 wuchs die Gemeinde von 4184 auf 4616 um 432 Einwohner bzw. um 10,3 %.

  • 1961: 3215 Einwohner
  • 1970: 3771 Einwohner
  • 1987: 4090 Einwohner
  • 1991: 4407 Einwohner
  • 1995: 4676 Einwohner
  • 2000: 4775 Einwohner
  • 2005: 4712 Einwohner
  • 2010: 4662 Einwohner
  • 2015: 4582 Einwohner

Politik

Bürgermeister

Bürgermeister ist seit 2008 Carsten Joneitis (SPD). Er setzte sich bei der Wahl 2008 gegen den damaligen Amtsinhaber Harald Krug (CSU), der seit 1996 amtierte, mit 53,4 % der Stimmen durch und wurde 2014 bzw. 2020 jeweils ohne Gegenkandidat mit 95,16 % bzw. 94,68 % der Stimmen wiedergewählt.

Gemeinderat

Gemeinderatswahl 2014

Der Gemeinderat von 2014 bis 2020 hat 16 Mitglieder:

  • CSU 6 Sitze
  • SPD 6 Sitze
  • UBV/FW (Unabhängige Bürgervertretung/Freie Wähler) 3 Sitze
  • ÜL/CWG (Überparteiliche Liste/Christliche Wählergemeinschaft) 1 Sitz

Gemeinderatswahl 2008

Der Gemeinderat von 2008 bis 2014 hatte 16 Mitglieder:

  • CSU 7 Sitze
  • SPD 6 Sitze
  • UBV/FW (Unabhängige Bürgervertretung/Freie Wähler) 2 Sitze
  • ÜL/CWG (Überparteiliche Liste/Christliche Wählergemeinschaft) 1 Sitz

Gemeinderatswahl 2002

Der Gemeinderat von 2002 bis 2008 hatte 16 Mitglieder:

  • CSU 8 Sitze
  • SPD 5 Sitze
  • UBV/FW 2 Sitze
  • ÜL/CWG 1 Sitz

Wappen

Blasonierung: „In Rot ein silberner Flug mit daraus wachsendem, silbern bekleidetem Arm, der ein goldenes Balkenkreuz emporhält; unten rechts ein schwebendes silbernes Schildchen, darin ein durchgehendes schwarzes Kreuz.“ Der Flug mit Kreuz und Arm geht auf das Kloster Michelsberg in Bamberg, das silberne Schild auf das Kloster Fulda zurück.

Städtepartnerschaften

Partnerort ist Oberhain, ein Ortsteil der Stadt Königsee in Thüringen.

Baudenkmäler

Katholische Pfarrkirche St. Bartholomäus
Katholische Pfarrkirche St. Bartholomäus

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

  • Es besteht ein Autobahnanschluss an die A 70 Ausfahrt Viereth-Trunstadt in der Nähe des Ortsteils Unterhaid
  • Die Bahnstation Oberhaid liegt an der Bahnstrecke Bamberg–Würzburg.
  • Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) besteht mit einer Busverbindung auf der Strecke Bamberg–Schweinfurt mit Bushaltestellen in Oberhaid, Unterhaid und Staffelbach.
  • Durch Oberhaid verläuft der Fränkische Marienweg.

Freiwillige Feuerwehren

Freiwillige Feuerwehren bestehen in Oberhaid, Unterhaid und Staffelbach.

Brauereien

In der Gemeinde gibt es noch eine Brauerei, die ihr Bier in eigener Braustätte herstellt, die Brauerei Wagner in Oberhaid. Die Gambrinusbräu in Unterhaid lässt das Bier im Lohnbrauverfahren brauen. Die Brauerei Hertlein in Staffelbach schloss im Jahr 2017.

Literatur

Weblinks

Commons: Oberhaid – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.oberhaid.de/leben-in-oberhaid/
  3. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?val=1125&attr=590&modus=automat&tempus=20100905/130856&hodie=20100905/130857
  4. Johannes Neumann: Der Reichsdeputationshauptschluss von 1803: Voraussetzungen und Folgen (PDF-Datei; 179 kB)
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 672.